Autor Thema: Die Wahlprogramme: Alterssicherung  (Gelesen 919 mal)

BGS

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Die Wahlprogramme: Alterssicherung
« am: 23:27:45 Do. 08.September 2005 »
Für das Thema Alterssicherung genügen den Sozialdemokraten sieben Sätze im Wahlprogramm, die CDU widmet dem Thema nur wenige Zeilen mehr. Einig sind sich die beiden grossen Volksparteien, sowie FDP und Grüne dahingehend, dass sich die Menschen allein auf die gesetzliche Rente nicht mehr verlassen können.

Also: später in Rente und weniger Geld sowieso. Und wer angesichts der Arbeitsmarktsituation keine Mittel zurücklegekann oder konnte, oder diese aufgrund der Folgen von Hartz IV verbrauchen musste, wird im sich im Alter noch sehr wundern und wahrscheinlich ein frühes Ableben wünschen.
Was sagen die aktuellen Wahlprogramme hinsichtlich von Alterssicherung aus?

* CDU / CSU

Die gesetzliche Rentenversicherung soll auch weiterhin die tragende Rolle bei der "Gestaltung der Altersvorsorge" spielen. Allerdings werden die Menschen länger arbeiten müssen. Dies könnte sowohl durch kürzere Ausbildungszeiten, als auch durch ein höheres Renteneintrittsalter erreicht werden. Zudem plant die Union die Einführung eines "Kinderbonus". Für jedes ab dem Jahr 2007 geborene Kind soll bis zum zwölften Lebensjahr eine Beitragsermässigung bei der Rentenversicherung von 50,- im Monat gewährt werden.

* SPD

Kürzungen bei den Altersbezügen lehnen die Sozialdemokraten ab. Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt die wichtigste Säule der finanziellen Sicherung im Ruhestand. In Zukunft sollen Arbeitnehmer aber nicht mehr bereits mit 55 Lebensjahren oder früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden können. Es wird angepeilt, das tatsächliche Renteneintrittsalter der gesetzlich angestrebten Marke von 65 Jahren anzugleichen.

* FDP

Weil die umlagefinanzierte Rente langfristig nach Einschätzung der Liberalen auf eine Basissicherung schrumpfen wird, will die Partei die individuelle Vorsorge forcieren. Darüberhinaus sollten die Bürger früher ins Berufsleben eintreten und später in den Ruhestand wechseln. Dies wird erreicht, indem die Ausbildungszeiten verkürzt und "staatliche Anreize zur Frühverrentung" abgeschafft werden.

* Bündnis 90 / Die Grünen

Die Öko-Partei lehnt eine schritweise Anhebung des Rentenalters ab. Sie erwartet aber, dass sich die gesetzliche Rente hin zu einer Basisabsicherung entwickelt. Langfristig wollen die Grünen die Rente in eine Bürgerversicherung umwandeln, in die auch Selbstständige und Beamte eiinzahlen.

Die Linke. PDS

Die Linkspartei will Rentenbeiträge auf sämtliche Einnahmen erheben und ab dem 65. Lebensjahr eine Mindestrentevon 800,- auszahlen; über die Finanzierung wird nichts gesagt.


Fazit: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird es ein Heer an armen Alten geben, was die Herrschaften Politiker jedoch, da es sie selbst nicht betrifft, nicht im Geringsten interessiert.
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)