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Generalstreik in Belgien

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ManOfConstantSorrow:
Belgien ist nun nicht gerade das Land der heißblütigen Südländer, die zu jedem Anlaß ihre Arbeit niederlegen. Trotzdem haben sie das geschafft, was wir mal dringend nötig hätten:

...einen Generalstreik:





--- Zitat ---Aktion gegen Rentenreform
Generalstreik lähmt Belgien

Der erste Generalstreik seit zwölf Jahren hat das öffentliche Leben in Belgien lahm gelegt. Schulen blieben geschlossen, Züge fuhren verspätet und die Post wurde nicht pünktlich ausgeliefert. Die Gewerkschaften protestieren mit dem Ausstand gegen eine geplante Rentenreform.

Dieser Streik könnte gerade für Brüssel zu einer besonderen Bürde werden. Zur internationalen Prägung dieser Stadt gehören auch jene Pendler, die ab Freitag Mittag mit Rollköfferchen bewaffnet zum Flughafen oder zum Bahnhof streben, um sich in andere Teile Europas abzusetzen. Doch das könnte an diesem Tag schwierig werden. Denn der internationale Brüsseler Flughafen Zaventem dürfte nachhaltig bestreikt werden, gleiches gilt für die Eisenbahngesellschaft.

Vor allem im Verkehrswesen wird man den Aufruf der sozialistischen Gewerkschaft empfindlich spüren. Wer keine Fahrgemeinschaft organisiert, bleibt besser gleich zu Hause - zumal am Freitag. Beamte in Flandern bekamen ein besonderes Angebot. Wer nicht zur Arbeit fahren kann, soll zu Hause ....arbeiten.
tagesschau.de
--- Ende Zitat ---


Arbeiter blockieren mit brennenden Barrikaden eine Straße zum Hafen von Gent


--- Zitat ---Generalstreik gegen Rentenreform legt Belgien lahm
In Belgien hat der erste Generalstreik seit mehr als zehn Jahren das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt. Die Arbeitnehmer protestierten mit der 24-stündigen Aktion gegen die Pläne der Regierung, das Rentenalter auf 60 Jahre von derzeit 58 Jahre anzuheben.

Betroffen waren der Nah- und Fernverkehr, Schulen, Behörden und Geschäfte. Auch der Zugverkehr mit Deutschland kam zum Erliegen. Der Streik wirkte sich auch auf zahlreiche Bahnverbindungen in die Nachbarländer aus. So fielen die "Thalys"-Verbindungen von Köln über Brüssel nach Paris komplett aus, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Berlin mitteilte. Die aus Frankfurt am Main kommenden ICE-Züge über Köln nach Brüssel fuhren den Angaben zufolge bis 22.00 Uhr nur bis Aachen. Dort mussten die Passagiere in Busse umsteigen, die aber weniger Sitzplätze als die Züge boten. Zudem war die "Eurostar"-Schnellzugverbindung von Brüssel nach London beeinträchtigt.

In der belgischen Hauptstadt fuhr lediglich eine Straßenbahn und auch das nur, weil sie ihren Einsatz begann, bevor die Streikposten das Depot übernahmen. Auch der Zugang zu einer Ford-Fabrik im ostbelgischen Genk wurde durch Streikende blockiert. Mit Antwerpen war einer der größten Häfen Europas geschlossen. Am Flughafen in Brüssel streikten die Mitarbeiter der Gepäckabfertigung.

Fortgesetzte Gespräche

Zu dem Streik hatte die zweitgrößte Gewerkschaft des Landes, FGTB/ABVV, aufgerufen. Zuvor hatten die Arbeitnehmervertreter eine Woche lang mit der Regierung von Ministerpräsident Guy Verhofstadt verhandelt. Sie argumentiert, die Belgier müssten wegen der demographischen Entwicklung später in Rente gehen als bisher.

Regierung und Arbeitnehmervertreter wollen die Gespräche am Wochenende fortsetzen. Sollten sie sich nicht einigen, planen einige Gewerkschaften örtlichen Medien zufolge einen noch größeren Streik Ende des Monats.

reuters, 18:05 Uhr
--- Ende Zitat ---

ManOfConstantSorrow:
21.10.05
Für den 28. Oktober rufen beide großen Gewerkschaftsverbände des öffentlichen Dienstes in Belgien zu einem Generalstreik gegen die vorgesehene Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf. Beim letzten Generalstreik am 7. Oktober hatte sich der christliche Gewerkschaftsbund offiziell nicht beteiligt. Nicht nur der öffentliche Dienst hatte gestreikt, sondern auch die Arbeiter in den Werken der Automobilindustrie.

ManOfConstantSorrow:
Generalstreik in Belgien: "Warum sollten die Alten länger arbeiten, obwohl die Jungen keinen Job finden?"



30.10.05 - Der am Samstag in Belgien durchgeführte zweite Generalstreik innerhalb eines Monats gegen die Rentenpläne der Regierung war ein voller Erfolg. Die Beteiligung war noch größer als beim ersten Generalstreik am 7. Oktober (siehe rf-news-Bericht vom 7.10.). Im ganzen Land wurde flächendeckend gestreikt. In allen großen Industriebetrieben, darunter im Antwerpener Opelwerk, bei VW in Brüssel und Ford in Genk, legten die Beschäftigten die Arbeit nieder. Das galt insgesamt für große Teile der Metall- und Chemieindustrie.

Auch der öffentliche Nahverkehr stand still, Züge fuhren lediglich, um die Demonstranten aus dem ganzen Land nach Brüssel zu bringen. Die Post, Schulen und Krankenhäuser blieben geschlossen bzw. wurden auf Notdienste beschränkt. Die regionalen Flughäfen von Charleroi und Lüttich wurden ebenfalls bestreikt und das Fernsehprogramm lief nur auf Sparflamme. Bis zu 100.000 Demonstranten zogen durch die belgische Hauptstadt. Der belgische Unternehmerverband jammerte, dass der Streik allein in der Privatwirtschaft zu Profiteinbußen von bis zu 600 Millionen Euro führe. Gleichzeitig ließ sich sein Chef Willocx für 8.000 Euro persönlich per Hubschrauber über Brüssel fliegen, um "illegale" Aktionen zu fotografieren und der Polizei zu melden.

Erstmals seit 30 Jehren haben die drei großen Gewerkschaftsverbände des Landes (FGTB, CSC und CGSLB) aufgrund der großen Kampfbereitschaft ihrer Mitglieder gemeinsam zum Generalstreik aufgerufen. Sie wollen damit die Rentenpläne der Verhofstadt-Regierung zu Fall bringen, die unter anderem eine Erhöhung der Frühpensionierungsalters von 58 auf 60 Jahre vorsehen. Zudem soll die Mindest-Lebensarbeitszeit, ab der man vollen Rentenanspruch hat, von 25 auf 35 Jahre erhöht werden. Provokativ nennt die Regierung die vor wenigen Wochen verabschiedeten Pläne "Solidaritätspakt".

Während Ministerpräsident Verhofstadt bisher beteuert, an seinen Plänen festhalten zu wollen, haben die Gewerkschaften den nächsten Streik bereits für den 21. November angekündigt. "Wenn wir keine positive Antwort bekommen, wird die Stimmung hitziger", so der Chef der Gewerkschaft FGTB, Xavier Verboven.

Kuddel:

--- Zitat ---Belgien: Wilder Streik kündigt Generalstreik an

Einen Tag vor dem landesweiten Generalstreik in Belgien haben die Eisenbahner in Wallonien bereits die Arbeit niedergelegt. Die Streiks richten sich gegen Reformpläne der neuen belgischen Regierung, unter anderem die Anhebung des Eintrittsalters für den Vorruhestand von 60 auf 62 Jahre anzuheben. Ab 22 Uhr am Mittwochabend soll der Streik auf das gesamte Land ausgeweitet werden.

Von der nicht angekündigten Aktion wurden zahlreiche Menschen überrascht. “Man kann die Gründe für den Streik verstehen, Das ist völlig legitim, aber man hätte uns warnen müssen. Wir werden immer als Geiseln genommen”, klagt ein Belgier.

In Frankreich streiken seit vier Tagen die Sicherheitskontrolleure an den Flughäfen. Jetzt droht die Regierung, die privaten Kontrolleure durch Polizeibeamte zu ersetzen: “Wir können nicht tolerieren, dass die französische Bevölkerung zu den Feiertagen ihre Verwandten nicht besuchen kann”, droht Verkehrsminister Thierry Mariani. Besonders betroffen von der Aktion sind die Flughäfen in Paris, Nizza und Lyon.
--- Ende Zitat ---
http://de.euronews.net/2011/12/21/belgien-wilder-streik-kuendigt-generalstreik-an/

Kuddel:

--- Zitat ---Eurovisionen
Generalstreik in Brüssel: EU-Gipfel soll im Chaos versinken

Belgische Gewerkschaften haben für den Tag des EU-Gipfels einen Generalstreik angekündigt. Sie wollen dafür sorgen, dass die Unterzeichnung des Fiskalpaktes bestenfalls im Chaos stattfinden kann.

In Belgien haben Gewerkschaften für den 30. Januar einen Generalstreik angekündigt. Zur selben Zeit wird in Brüssel ein EU-Gipfel stattfinden. Bei dem Treffen soll der Vertrag für den neuen Fiskalpakt unterzeichnet werden. Dieser war in seiner aktuellen Fassung von mehreren Stellen sogar vom IWF kritisiert worden. Dennoch wird erwartet, dass alle Mitgliedsstaaten ausgenommen Großbritannien den Vertrag unterzeichnen werden. Ob ihn am Ende auch alle ratifizieren, ist eine ganz andere Frage: In mehreren europäischen Parlamenten formiert sich Widerstand.

Auch die Gewerkschaften sind mit den geplanten Vereinbarungen nicht einverstanden. Sie fürchten erhebliche Einsparungen, um die Ziele des Fiskalpakts zu erfüllen. Vertreter der Gewerkschaften gaben an, sie wollen mit ihrem Streik auf „die soziale Realität der Arbeiter“ aufmerksam machen, welche die Politiker in ihren Entscheidungen berücksichtigen sollen. Belgien ist schon seit einiger Zeit unter der informellen Kuratel der EU und muss seinen Haushalt eng mit der EU-Kommission abstimmen.

Angeblich hatte man erwogen, den EU-Gipfel einen Tag nach vorne zu verlegen, um Behinderungen durch den Streik zu umgehen. Bereits vor einem Monat hatte ein Streik gegen die geplante Pensionsreform die belgische Hauptstadt lahm gelegt.
--- Ende Zitat ---
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36438/

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