Autor Thema: Ich musste Zeitabrechnungen der MA fälschen...  (Gelesen 4704 mal)

Majestyx

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Ich musste Zeitabrechnungen der MA fälschen...
« am: 14:43:16 So. 15.Februar 2004 »
... als ich mich weigerte flog ich raus!

Hallo Forum,

ich habe von euch über die Linkeseite und den Artikel der Z-Arbeitsfirma gefunden. OK, mein "Fall" liegt schon mind. 2,5 Jahre zurück. Damal arbeitete ich als Festangesteller in einer Berliner Zeitarbeitsfirma. Diese Firma vermittelt ausschließlich Gastro- Personal. ich war für Köche und Küchen- Spül- Hilfen zuständig. Auch für die Einstellung.

Es machte mich schon stutzig als ich bei den ersten Bewerbungsgesprächen für Spüler/ Küchenhelfer die "besten" (schreiben rechnen und lesen sollten sie schon können) heraussuchte, diese aber von meiner Chefin nicht akzeptiert wurden. Sie liess sich die Leute nochmal kommen und wählte die aus die Dtsch. nicht sehr gut "beHERRschten"

Nach dem 1. Monat war mir klar warum. Ich musste die Tägl. Arbeitsnachweise Kontrollieren und Gegenzeichnen. Als ich mich an die Abrechnung machte kam meine Chefin und erklärte mir erst mal wie die Tätigkeitsnachweise (Ihrer Meinung nach) "richtig" auszuwerten wären.

Durch eine kleinen aber feinen Abrechnungsmodi bekammen alle! "meine" Mittarbeiter mind. 10- bis 20% Ihrer Arbeitszeit weder anerkannt noch vergütet.

Ich weigerte mich das zu Unterschreiben. Es dauerte keinen Arbeitstag mehr, dann war die Kündigung auf dem Tisch. Ich habe mich nie wieder bei so einer Firma beworben.

OK, ist vieleicht nicht sooo spektakulär. Aber, es zeigt ganz deutlich das diese "art" von Firmen noch nie etwas positives für die "Arbeitnehmer"bedeutet haben.
Shalom heisst: FRIEDEN. Kein vermischen der Täter mit den Opfern. Sonst könntest auch DU zur "Persona non grata" werden!

Majestyx

Mephisto

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Ich musste Zeitabrechnungen der MA fälschen...
« Antwort #1 am: 17:06:32 So. 15.Februar 2004 »
Der Start von Zeitarbeit ist zweifelsohne verknüpft mit dem "verheizen" der Arbeiter.

Es ging in Chemiewerken, Atomkraftwerken usw. den Dreck wegmachen.
Festanstellen der Arbeiter hätte bedeutet Schuzmaßnahmen einzuführen, Berufgenosenschaften, Unfallvers. usw. ...
Hier wurden die Leute eben so lang eingesetzt, bis sie kapierten (oder spürten) was man ihnen antut.
Dann wurden sie durch andere ersetzt.

Dies ist noch nicht gänzlich Vergangenheit, erklärt aber die
unfaire Vorgehensweise der ZA-Firmen!