Autor Thema: Mehdorn-Thread  (Gelesen 14654 mal)

Motte

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Re:Mehdorn-Thread
« Antwort #15 am: 12:54:15 Do. 13.März 2008 »
Zitat
Original von Zoe
Wenn der damit durchkommt, werde ich in Zukunft die Polizei verklagen wenn sie mich bei einer Kontrolle fragen: "Sind sie der Führer des Kfz mit folgender Nummer...?"


Mit Führerschein

Aloysius

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Re:Mehdorn-Thread
« Antwort #16 am: 12:59:16 Do. 13.März 2008 »
Und dann die Klagen gegen Verlage wegen 'Reiseführern'

Zoe

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  • Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein
Re:Mehdorn-Thread
« Antwort #17 am: 17:55:06 Do. 13.März 2008 »
Und was ist damit: "...der Weg führte über die Autobahn.." gleich zwei gruselig besetzte Wörter,  halt -"besetzt" kann man ja auch nicht ohne Nebenwirkungen sagen.
Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein

unGeDuLdig

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Re:Mehdorn-Thread
« Antwort #18 am: 18:16:27 Do. 13.März 2008 »
Mehdorn hat sich den Titel redlich verdient, nicht nur durch seine permanente Sabotage des Zuges der Erinnerung, sondern auch durch seinen keine Einwände duldenden Führungsstil. Er ist mental irgendwo im späten 19. Jahrhundert stehengeblieben, seine antidemokratische Haltung zeigt sich schon im Versuch, den Börsengang gegen den ausdrücklichen Willen der Eisenbahner und Fahrgäste durchzuziehen. Schade, dass die GDL nicht mutiger war, als er Dezember letzten Jahres auf der Kippe stand.
Es handelt sich darum, den Deutschen keinen Augenblick der Selbsttäuschung und Resignation zu gönnen... Man muss das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen.

Karl Marx, Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

Strombolli

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Re:Mehdorn-Thread
« Antwort #19 am: 23:07:30 Di. 07.April 2009 »
Als hätte es in den letzten nicht genug Zumutungen und Geschmacklosigkeiten der elitären Macht- und Herrscherclique gegeben.
In B***-Online fordert der SuperMann weitere Gehaltszahlung bis 2011.

Ich will das nicht kommentieren. Es ist mir zu doof und typisch maßlos.

Nur so als Anregung möchte ich verkünden, dass, wenn ich was zu sagen hätte, ersteinmal folgendes in der BRD passieren würde:

Grundstoffindustrie, Energieunternehmen, Kommunikation und Medien würden ver-volks-staatlicht.
Manager von der Mehdorn-Art würden ihrer Ämter enthoben, bis auf 2 Mio Gesamtvermögen zwangsenteignet und so sie noch dazu in der Lage sind, in einem Steinbruch 4 Tage die Woche arbeiten. Die restliche Zeit müssten sie die gundlegenden Werke von Marx und Lenin auswendig lernen.
Lobbyisten werden verboten und zum Zeitungsaustragen mit Fahrrad zwangsverpflichtet.
Bewertung und Bezahlung von Leistungen jeglicher Art erfolgt mit "Gesellschafts-Wertscheinen." Gesellschaftswertscheine ist eine Übergangs-
verrechnungseinheit für Leistung an der Gesellschaft.
Börsen erübrigen sich, da es kein Geld mehr gibt.
Die gesamte Industrie wird nach dem Prinzip des ökologischen Bedarfs umgestellt. Damit wird parallele Entwicklung und Herstellung von gleichartigen Gütern reduziert. Güter, die nach einer gewissen Zeit ihren Geist aufgeben oder erkennbar schon bei der Produktion Dreck sind, dürfen nicht hergestellt werden. Es wird nicht mehr erlaubt, dass VW, OPEL, FORD, BMW, Mercedes, ... sich auf gleichartige Fahrzeugklassen konzentriert. Der beste Kombi bspw. wird gewählt und 2 Hersteller spezialisieren sich drauf.

uns so in diesem Grundgedanken weiter...

Na schon Angst?

Ich wäre nach maximal 2 Wochen tot. Erschossen von denen, welchen ich in die bisherige Suppe spucken wollte...

Aber irgendwann .... wird es schon noch so oder ganz ähnlich kommen.

Mein Gesundheitszustand ist so besch..., dass es mir wurscht ist, wie sich die Menschheit weiter in den Abgrund und Zusammenbruch entwickelt. Ein schönes Gefühl, wenn es einem egal ist, ob man weiterlebt oder morgen schon tot ist.
Ich bin doch schon lange tot ... so etwa 2 Monate nachdem ersten ALGII Bezug

P.S. Ach übrigens: Wer pocht eigentlich auf Vertragseinhaltung, wenn es um die Rechte der Arbeiter und Angestellten geht?
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Wilddieb Stuelpner

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Re:Mehdorn-Thread
« Antwort #20 am: 10:35:20 Fr. 31.Juli 2009 »
Das Erbe des Raffzahns Mehdorn:

RBB, Sendung "Kontraste" vom 30.07.09, 21:45 Uhr: Verpatzter Neustart – Die Deutsche Bahn unter Grube

Nach Mehdorns Abgang sollte alles besser werden: Doch dann kam das S-Bahn Chaos in Berlin. Seit Wochen ist der S-Bahn-Verkehr in Berlin durch Zugausfälle so gut wie lahm gelegt. Die Deutsche Bahn als Eigentümer der S-Bahn hat bisher auf maximalen Profit gesetzt und die Wartung der Züge vernachlässigt.

So geht das bei der Deutschen Bahn: Wer für Schlamassel sorgt, wird noch belohnt. Denn die Bahn-Manager, die für das Chaos bei der Berliner S-Bahn verantwortlich sind, wurden jetzt erstmal befördert. Jahrlang war die Berliner S-Bahn, eine Tochter der Deutschen Bahn, finanziell ausgepresst worden wie eine Zitrone, um den Börsengang zu realisieren. Dafür kommt jetzt die Rechnung: die S-Bahn-Ausfälle in Berlin kosten die Bahn Millionen, die zusätzlich um den prestigeträchtigen Auftrag in Berlin bangen muss. Ein reichlich missglückter Neuanfang für Bahnchef Grube, wie Ulrich Kraetzer und Ursel Sieber berichten.

Wer fremde Leute kennen lernen will, und zwar möglichst viele und möglichst hautnah, der ist in der Hauptstadt zurzeit gut aufgehoben. Die Berliner S-Bahn im Berufsverkehr. Ein ganz neues Gefühl von Geselligkeit.

Fahrgäste
„Ick hatte ebend schon lange warten müssen und bin ehrlich jesagt anjepisst, wenn ick ditt ma echt so sagen darf.“
„Weltstadt Berlin: Hallo?!“

Der Grund für das Chaos: Nach dem Bruch eines Rades musste die S-Bahn rund zwei Drittel ihres Fuhrparks außer Betrieb nehmen. Jetzt werden die Radsätze ausgetauscht. Eine Sicherheitsauflage, nachdem die S-Bahn zuvor Selbstverpflichtungen nicht eingehalten und die Aufsichtsbehörde einfach angelogen hatte.

Eine peinliche Angelegenheit. Für die S-Bahn, aber auch für den Mutterkonzern, die Deutsche Bahn AG.

Der neue Chef des Konzerns: Rüdiger Grube. Als Nachfolger des geschassten Hartmut Mehdorn gerade erst im Amt und schon als Krisenmanager unterwegs.

Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG
„Und ich möchte mich in diesem Rahmen auch noch mal bei den Kunden entschuldigen, aber auch bei der Stadt.“

Grube reagiert schnell. Die vier Geschäftsführer der S-Bahn müssen ihre Posten räumen. Ganz plötzlich ist das Berliner Tochterunternehmen das Sorgen- und das Schmuddelkind der Deutschen Bahn.

Die Gewinne hat der Konzern dagegen gern mitgenommen. Das große Ziel, den Gang an die Börse, fest im Auge, setzten die Manager voll auf Rationalisierung.

Sie reduzierten den Personalbestand der Berliner S-Bahn und verkleinerten auch noch den Fuhrpark. Die Rechnung schien aufzugehen. Dank des Sparkurses überwies die S-Bahn dem Konzern für das vergangene Jahr satte 56 Millionen Euro Gewinn. 2010 wollte die Deutsche Bahn ursprünglich sogar doppelt soviel kassieren.

Die immer höheren Gewinnvorgaben seien für die S-Bahn kaum zu erfüllen gewesen, meint Hans-Werner Franz vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.

Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
 „Was ich da weiß, ist in der Tat, dass die Geschäftsführung sehr unter diesen Vorgaben gelitten hat. Und dieser Druck hat sicher dazu geführt, dass einige Handlungen gemacht worden sind, die besser nicht gemacht worden wären.“

Die Folgen der Gewinnsucht bekamen die Fahrgäste zu spüren. Defekte Türen, kaputte Heizungen. Auch mit der Sauberkeit nahmen es die Manager nicht mehr so genau.

Im Januar dieses Jahres gab es rund 2500 Zugausfälle innerhalb von nur vier Tagen. An dem schlimmsten der Chaos-Tage fuhr nur jeder vierte Zug pünktlich.

Der Grund: Die Sicherungssysteme waren eingefroren, die S-Bahn hatte offenbar die Wartung vernachlässigt. Die Bahn rechtfertigte das Chaos mit einem Hinweis aufs Wetter: Es sei eben sehr kalt gewesen.

Heiner Wegner ist seit mehr als 35 Jahren bei der S-Bahn. Als Betriebsrat hat er mitbekommen, wie die Manager nicht nur bei der Qualität sparten, sondern unter dem Druck der Gewinnvorgaben auch einen eisernen Grundsatz aufgaben.

Heiner Wegner, Betriebsrat S-Bahn Berlin
„Lieber mal einen Zug ausfallen lassen, als wie die Sicherheit aufs Spiel setzen. Dieser Grundsatz, der ist verändert worden. Der Grundsatz lautete dann in Zukunft: Gewinnmaximierung. Koste es was es wolle.“

KONTRASTE liegen interne Protokolle der S-Bahn vor, die belegen, dass Grenzwerte zur Instandhaltung überschritten wurden. Der Wert von 44.000 Kilometern für Überprüfungen zum Beispiel der Bremsen – mit einem Federstrich verlängert auf bis zu 48.000 Kilometer.

Die Begründung für die Fristüberschreitung: Keine Reservefahrzeuge vorhanden.

Kein Wunder: Denn um Geld für die Wartung zu sparen, hatte die S-Bahn eigentlich intakte Fahrzeuge verschrottet. Am Ende waren die Reserven so gering, dass die S-Bahn selbst Auflagen des Eisenbahnbundesamtes nicht mehr einhalten konnte.

Nachdem im Mai dieses Jahres bei einem Zug ein Rad brach, versprachen die S-Bahn-Manager, die Radsätze künftig rechzeitig auszutauschen.

Doch den Grenzwert von 1,1 Millionen Kilometern ignorierten sie einfach. Vom Amt als Sicherheitsrisiko eingestufte Räder sollten erst nach 1,4 Millionen Kilometern ersetzt werden.

Die Fristen missachtet und die oberste Sicherheitsbehörde für den Bahnverkehr einfach angelogen – in der Geschichte der deutschen Eisenbahn ein einmaliger Fall.

Heiner Wegner, Betriebsrat S-Bahn Berlin
 „Also das ist nicht nur peinlich, das ist beschämend. Beschämend für uns, was das Management aus dieser funktionierenden Berliner S-Bahn gemacht hat. Das ist für uns nicht nachvollziehbar.“

Die hohen Gewinnerwartungen und der Druck auf die Manager der S-Bahn wurden schon vor Jahren von ganz oben vorgegeben – vom Mutterkonzern, der Deutschen Bahn.

In einem bahninternen Zwischenbericht für die S-Bahnen in Berlin und Hamburg berichteten die Manager schon 2005 stolz, dass die Kosten für die Wartung um 30 % reduziert werden konnten.

Ganz offen heißt es, Zitat:
„Zu den zentralen Maßnahmen gehört zudem die Verlängerung der Wartungsintervalle.“

Einer der Köpfe des Projektes: Alexander Hedderich. Als Leiter Konzernentwicklung damals die rechte Hand von Hartmut Mehdorn. Der Leiter des Projekts: Ulrich Thon, bis März dieses Jahres aktiver Geschäftsführer der Berliner S-Bahn.

Hedderich und Thon gelten als die Gesichter des Rationalisierungskurses. Geschadet hat ihnen das nicht.

Alexander Hedderich wurde gerade erst von Bahn-Chef Grube an die Spitze der Güterverkehrs-Sparte befördert.

Ulrich Thon darf in führender Funktion auch in Zukunft Fristen für die Instandhaltung festlegen für Regional- und Nahverkehrszüge.

Dabei hatte die S-Bahn nach Informationen von Kontraste auch in Thons Amtszeit als Geschäftsführer Grenzwerte für die Instandhaltung überschritten – im Januar dieses Jahres.

Heiner Wegner, Betriebsrat S-Bahn Berlin
 „So lange wie diese Leute, die für dieses Desaster verantwortlich sind, immer noch in verantwortungsvoller Position sind, uns die Regeln vorgeben, nach denen wir zu arbeiten haben, ist es für die Mitarbeiter einfach nicht nachvollziehbar, dass wirklich ein Neuanfang ernsthaft gewollt ist.“

Kein Neuanfang. Schließlich träfe die Manager keine Schuld. Das Verkehrschaos habe es ja nur wegen der offenbar schadhaften Radsätze gegeben, heißt es. Dafür sei der Hersteller verantwortlich. Mit mangelnder Wartung habe das nichts zu tun.

Ulrich Homburg, DB-Vorstand Personenverkehr
„Dass diese Radscheibe technischen Mindestanforderungen nicht genügt, ist nicht dadurch zu beheben, dass Sie diese Radscheibe von irgendjemand blank polieren lassen, das muss man einfach mal in diesem Zusammenhang klarstellen.“

Kein Zusammenhang zwischen Wartung und Haltbarkeit der Räder?

Unsinn, meint Prof. Markus Hecht von der Technischen Universität Berlin. Er hat Räder der S-Bahn schon vor Jahren untersucht. Seine Einschätzung: Die S-Bahn hat die Wartung ganz offensichtlich vernachlässigt. Die Räder seien unrund und wellenförmig.

Markus Hecht, Technische Universität Berlin
„Wenn hier das Rad ist dann sind hier solche Wellen überlagert und diese Wellen geben dann natürlich Kraftspitzen in die Radumlaufrichtung, wenn das Rad abrollt.“
KONTRASTE
„Und wozu führt das dann?“
Markus Hecht, Technische Universität Berlin
„Risse entstehen dann schneller und breiten sich schneller aus.“

Professor Hecht wollte seine Untersuchungen mit den Bahn-Managern besprechen. Doch die waren offenbar nicht interessiert. Das Gespräch kam nie zu Stande.

Die Untersuchungen zur Ursache des Radbruchs sind noch nicht abgeschlossen. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Aus dem Umfeld des neuen Bahn-Chefs Rüdiger Grube heißt es unterdessen, der Börsengang sei wegen der Finanzkrise zwar verschoben, aber keineswegs abgesagt.

Die Fachleute befürchten das Schlimmste.

Beitrag von Ulrich Kraetzer und Ursel Sieber

Nikita

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Aus der Reihe: Mehdorn ruiniert Konzerne
« Antwort #21 am: 23:00:40 Mo. 14.Mai 2012 »
Fefes Blog:

Zitat
Das Verkacken am Berliner Flughafen geht fröhlich weiter. Die haben da schon mal für 15 Millionen Euro Kerosin eingelagert. Das Problem dabei: Kerosin hält nur 4 Wochen.

So und jetzt ratet mal, wer das Kerosin da hingetan hat. Wer sich jetzt denkt: das wird der Flughafen gewesen sein... dachte ich auch. Scheint aber nicht der Fall zu sein.

    „Unser Tanklager in Tegel wird von unseren Jets langsam leer getrunken – das am neuen Airport ist randvoll und ungenutzt – aber wir können das Kerosin ja jetzt nicht quer durch die Stadt fahren.“

Ratet mal, wer das sagt. Kommt ihr NIE drauf! Wer ist so inkompetent, diesen Spezialexperten ihre Deadlines zu glauben, und da 15 Millionen für in den Sand zu setzen? Na?

    Für Air Berlin und Mehdorn nach dem geplatzten BER-Start „totes Kapital“.

Mehdorn! Seit der im Luftverkehr tätig ist, verspäten sich ganze Flughäfen!1!!