Autor Thema: [Drogen] Marktwirtschaft  (Gelesen 66638 mal)

Cillum

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[Drogen] Marktwirtschaft
« am: 12:49:01 So. 19.Januar 2003 »
Ein Bekannter dealt mit Hasch und Gras. Er hat absoluten Horror davor, daß die Schleswig-Holsteinische Landesregierung ernst macht und Cannabis in Apotheken verkauft.

Angebot und Nachfrage. Und in der Marktwirtschaft hofft jeder Unternehmer, daß der Staat für gute Rahmenbedingen sorgt.

no-id

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #1 am: 02:04:47 Fr. 21.Februar 2003 »
Haben er oder du ernsthaft Hoffnung/Befürchtung, dass das durchzusetzen ist? Selbst wenn SH ernsthaft wollte, müsste die Gesetzeslage geändert werden und der Ansatz ist schon Mitte der 90ger mal gescheitert (zwar unter Kohl, die SPD scheint aber in Sachen Cannabis auch nicht reformbereiter), seitdem ist es nicht besser geworden (Führerschein, Samenverbot etc.). Und die Grünen trauen sich offensichtlich auch nicht.
Und seitdem meine Quelle nicht mehr ist, ist meine Laune auch nicht besser :x
Kann und will jemand Helfen? Vielleicht dein Bekannter...  :wink:  *hoffaufpositiveantwort*
00004759@no-id.com

xxx

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #2 am: 07:01:53 Mo. 14.April 2003 »
Zitat
Original von no-id


Und seitdem meine Quelle nicht mehr ist, ist meine Laune auch nicht besser :x
Kann und will jemand Helfen? Vielleicht dein Bekannter...  :wink:  *hoffaufpositiveantwort*
00004759@no-id.com

 :lol:  
lol...guter versuch.
politisch mittlerweile CDU und die Grünen hängen sich ran......

Bimbam

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #3 am: 00:54:45 Mo. 21.April 2003 »
Achja, die alte Kifferdiskussion ist immerwieder beliebt. Es ist aber auch ein absolutes Unding, daß Cannabis nicht legalisiert wurde.

Es ist das Aufrechthalten der alten verschissenen Doppelmoral, die längst von der Zeit überholt wurde. Als in England die Torys die Cannabis -Kriminalisierung weiter verschärfen wollten,  war der Aufschrei derart groß und sie sanken in der Wählergunst in unendliche Keller, da nahmen sie alles wieder zurück. :shock:

swfm(kpu)

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #4 am: 17:02:55 Mo. 19.Mai 2003 »
ihr seid idioten. drogen haben die menschen immer nur ins elend gebracht. vor allem junge leute rutschen dann irgendwann in die scheinwelt ab. anscheinend wollt ihr das und bereichert euch noch an diesem elend. das ist kapitalismus/ausbeutung pur. für dealer müsste die prügelstrafe wieder eingeführt werden, und zwar öffentlich am pranger.
swfm(KPU)

Bimbam

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #5 am: 13:49:56 Fr. 25.Juli 2003 »
Ohjemineh, swfm(kpu)!

Ja, mit simplen theatralischen Aktionen macht man heutzutage wieder Politik. Das große amerikanische Beispiel funktioniert: Auf "den Feind" aussenpolitisch und im eigenen Land mit aller brutalität einschlagen. Ursachen und Zusammenhäünge interessieren nicht Der Feind im eigenen Land (USA) sind alle Minderheiten, die nicht zu den Reichen gehören: Farbige, Homosexuelle, Drogenkonsumenten, Kleinkriminelle...

Auf dieser Welle schwimmen nicht nur die rechten Parteien und sogenannte "Populisten" wie Schill, es gehört inzischen zum Repertoire der großen Parteien. So war es eine absolute Frechheit das Reggae-Festival SUMMERJAM bei Köln die Lizenz zu entziehen, weil dort das Publukum zuviel kifft. Man hat dann mit dem Veranstalter ausgehandelt es doch stattfinden zu lassen unter der Bedingung, daß Bullen massiv durchs Publikum streifen können. Wer hätte das gedacht, daß soetwas heute möglich ist!?!?!

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #6 am: 12:56:40 Di. 23.September 2003 »
Im Radio kam soeben, daß in Italien die Drogengesetze extrem verschärft werden. Es heiß jetzt "zero tolerance" und der einfache Drogensüchtige wird genauso verfolgt wie der Großdealer (oder sogar mehr[!?!], denn auf der Straße sichtbar sind nur die Süchtigen).

Es ist ja ein offenes Geheimnis, daß Berlusconi eine Mafiaregierung führt.
Mit diesen Drogengesetzen werden die Preise für Drogen steigen und der Drogenbiz bringt wieder höhere Gewinnspannen. So arbeiten Staat und Unterwelt Hand in Hand.

webjoker

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #7 am: 10:11:49 Mi. 29.Oktober 2003 »
Zitat
Original von swfm(kpu)

ihr seid idioten. drogen haben die menschen immer nur ins elend gebracht. vor allem junge leute rutschen dann irgendwann in die scheinwelt ab. anscheinend wollt ihr das und bereichert euch noch an diesem elend. das ist kapitalismus/ausbeutung pur. für dealer müsste die prügelstrafe wieder eingeführt werden, und zwar öffentlich am pranger.
swfm(KPU)


Ich denke Du siehst das etwas falsch - mal abgesehen davon, dass Du mit Beleidigungen auch nichts erreichst - denn nicht die Droge macht die Menschen kaputt, sondern die Prohibition!!
Mit reinstem Heroin z.B. kann man durchaus sehr alt werden - es schadet dem Körper nämlich so gut wie überhaupt nicht - von einer Überdosierung mal abgesehen!
Aber trink mal 2 Flaschen Whisky und Du wirst sehen: die Menge macht's!

Ausserdem sollte es m.E. jedem Menschen selbst überlassen sein, mit was er sich bedröhnt - Recht auf freie Entfaltung...

In diesem Sinne

webjoker

Klausi Beimer

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #8 am: 13:29:05 Sa. 22.November 2003 »
Genau so sehe ich das auch!

Ich kiffe jetzt seit ca. 19 Jahren, wobei ich seit ´94 das rauchen aufgegeben habe und ausschliesslich Kekse esse.

Und seit ´94 gehe ich auch wieder 3-4 mal die Woche ´ne Stunde laufen. Mir geht es geistig wie körperlich hervorragend!

Die Gefahren des Hanfes sehe ich nur im zu frühen einsteigen und im Rauch inhalieren allgemein.

Und gerade diesen "Nebenwirkungen" kann man durch eine Legalisierung am besten begegnen.

Wenn schon geraucht werden muss, dann doch bitte potentes Gras/Dope von welchem man nur wenig rauchen muss um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Und die Rahmenbedingungen für eine kontrollierte Abgabe an ausschliesslich Volljährige hätte unser Staat schon lange schaffen können/sollen.

Und abschliessend möchte ich noch sagen, daß sich die Menschen IMMER berauscht haben. Das ist ein genetisch programmiertes Verhalten/Bedürfnis, welches sich nicht lebenslang unterdrücken lässt.

Also berausche ich mich doch lieber mit so einer harmlosen Substanz wie Cannabis, als mich täglich mit dem Teufel Alkohol zu vergiften. (Ein Kater oder Übelkeit und Kopfschmerzen sind nämlich Symptome einer Vergiftung!) Mein Vater ist nach über 12 Jahren Abstinenz gerade wieder rückfällig geworden. Ich weiss also wovon ich schreibe.
Ja genau!

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #9 am: 18:50:45 Mo. 19.Januar 2004 »
Zitat
ORGANISIERTE KRIMINALITÄT

Paten in Nadelstreifen

Ob Heroin und Kokain, Geldwäsche, Glücksspiel, Prostitution oder Menschenhandel: Die Organisierte Kriminalität steuert Geschäfte mit Milliardenumsätzen, und die fest in den jeweiligen Gesellschaften verankerten Syndikate verfügen oft über die besten Kontakte zur Justiz und zur Politik.


Zitat
Bonn/Moskau: Profitiert die Mafia vom Datenaustausch der Sicherheitsbehörden?
Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität wollen deutsche und russische Fahnder eng kooperieren. Innenminister Schily läßt Moskau großzügig BKA-Wissen zukommen - gegen die Regeln polizeilichen Datenschutzes. Experten warnen: Die Daten sickern in die Unterwelt.
 

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #10 am: 13:58:51 Mo. 01.März 2004 »
Wisst ihr Leute, am einfachsten wäre es für alle Beteiligten wenn ihr euch nicht mehr über die Drogenpolitik aufregt und einfache Eure Drogen raucht, fresst oder schnupft ... Dann hat kein Mensch ein Problem. Aufregen hilft eh nichts mehr in diesem Land, das bald untergehen wird (meine Meinung)...

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #11 am: 14:17:58 Mo. 01.März 2004 »
das leben ist für menschen doch eine beängstigende, verwirrende und zu anstrengende angelegenheit. jede kultur hat sich rauschmitteln bedient um diese unbegreiflichen dinge zu bannen...

als junger mensch kann ich sagen, dass die chemische Jungend -wie ich sie nenne- niemals zu stande gekommen wäre, wenn man aus der prohibition die richtigen schlüsse gezogen hätte und schon in den 70ern hanf legalisiert hätte. erst die suche im illegalen umfeld bringt einen mit harten drogen in kontakt ...

und ich glaube die demographen sollten sich mal gedanken machen wieviele der wenigen jugendlichen überhaupt langfristig areitsfähig sind... ich behaupte 30 % sind schon nach 2-3 jahren chemischen parties als langzeitarbeitsloser abzuschreiben

für alle alkoholiker :
nicht cannabis sondern ALK ist einstiegsdroge!!! jeder kiffer hat vor der ersten tüte alkohol getrunken !!!! das muss man erstmal kapieren...

davon abgesehen ist alkohol eine droge für arbeiter, während angestellte tendenziell hanf bevorzugen würden oder sollten. achja :
wir werden eine dienstleistungsgesellschaft ...

Niederer_sachse

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #12 am: 06:24:47 Di. 09.März 2004 »
Irgendjemand hat mal etwas gesagt wie:
Da die Regierung gewählt ist, sie also einen ungefähren Querschnitt der
Gesellschaft wiederspiegelt, ist durchaus anzunehmen, dass dort ebenso
vielle redliche, geistig kranke, etc. sind, wie im Rest der Gesellschaft auch!

Hab mal meine Fantasie bemüht, und die sagt mir, das es dort (prozentual)
ebenso vielle (süchtige) Konsumenten von Drogen (aller Art) geben wird!

Vielleicht haben ja nicht nur Lobbyisten Einfluß auf die Politik, sondern auch
der ein oder andere Dealer/Kiosk-Verkäufer, welcher nach einer
Legalisierung/Verbot nichts mehr verdienen würde.

Vielleicht etwas weit hergeholt, aber einen Gedanken scheint es mir wert. 8)
Das Herstellungsverbot für Drogen zum eigenen Verbrauch
scheint mir dabei Erwähnenswert. :wink:


Nebenbei:
Ich war spätestens mit 15 an Alkohol gewöhnt (süchtig).
Die wöchentliche Flasche Wodka musste es schon sein.
Grüße aus Niedersachsen

Königin

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #13 am: 17:38:59 Do. 15.April 2004 »
Geiler Stoff, Mann! :arrow:  :mrgreen:

Kuddel

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  • Fischkopp
[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #14 am: 16:47:46 So. 27.Juni 2004 »
Hab bei Telepolis nen aktuellen und geistreichen Beitrag zur Drogendiskussion gefunden:

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/mein/17708/1.html