Autor Thema: [Drogen] Marktwirtschaft  (Gelesen 75100 mal)

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #135 am: 09:31:00 Do. 30.Januar 2020 »
Ist wie Alkoholfreies Bier, Cannabis ohne THC, was'n Quasch.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Onkel Tom

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #136 am: 09:44:46 Do. 30.Januar 2020 »
Jo, manche brauchen kein THC.. Der Placeboeffekt reicht ihnen schon, mal so richtig hip
zu sein.. Habe nach CBN geschaut und ja, ohne THC-Anteil müsste man einen Schmerzpatienten
dieses grausliche chemich hergestellte Delta-10-THC geben, um seine Stimmung auf zu hellen..

Das mit "Simmungsaufhellende Medimentikation" ist in der Medizin Gang und Gäbe, damit
Erkrankungszustände sowie Schmerzen das Gemüt weniger belasten..

Was ein Hickhack um "medizinich sinnvollen Einsatz" und "Nichtsgönnertum von Rausch".

Wird Zeit, den Niederländer_innen ne fette Scheibe ab zu schneiden, bevor alles nur noch zur
"Luxus-Homeopatie" verkommt.. Da kommt der gut anvertraute Aphotheker vom Schwarzmarkt
derzeit doch besser und im Vergleich der Apo-Preise doch noch günstiger..
In der Apo = 1 Gramm Gras = 30 Eur ?  :P
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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #137 am: 15:12:22 Do. 30.Januar 2020 »
Zitat
Kennt ihr den schon? Opioid-Hersteller schmiert Hersteller von Mediziner-Expertensystem, damit deren Software Verschreibungen für Opioide empfiehlt (und vorausgefüllt ausdruckt).

Practice Fusion agreed to pay $145 million to resolve civil and criminal cases, according to documents filed in a Vermont federal court. Practice Fusion admitted to the scheme with an unnamed opioid maker, though the details of the government case closely match a public research partnership between Practice Fusion and Purdue Pharma Inc., which makes OxyContin.

Mit anderen Worten: Da wird es mehr als einen zahlenden Drogenpusherkonzern gegeben haben.

Quelle: Fefes Blog

Und ich dachte die Opioid-Mafia hätte man mittlerweile eingedämmt, aber keine treffenden Strafen sondern nur ein halbherzig erhobener Finger beeindruckt Schwerstkrimminelle nicht.
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balanceistischen

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #138 am: 13:14:25 Di. 03.März 2020 »
Ein Bekannter dealt mit Hasch und Gras. Er hat absoluten Horror davor, daß die Schleswig-Holsteinische Landesregierung ernst macht und Cannabis in Apotheken verkauft.

Angebot und Nachfrage. Und in der Marktwirtschaft hofft jeder Unternehmer, daß der Staat für gute Rahmenbedingen sorgt.

Und was ist bis jetzt passiert?

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #139 am: 19:43:51 Di. 03.März 2020 »
Ein Bekannter dealt mit Hasch und Gras. Er hat absoluten Horror davor, daß die Schleswig-Holsteinische Landesregierung ernst macht und Cannabis in Apotheken verkauft.

Angebot und Nachfrage. Und in der Marktwirtschaft hofft jeder Unternehmer, daß der Staat für gute Rahmenbedingen sorgt.

Und was ist bis jetzt passiert?

So gut wie nichts, dein Bekannter ist immer noch ein krimineller Dealer.  ;) ;D
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Onkel Tom

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #140 am: 14:31:36 Mi. 04.März 2020 »
Auf den entkriminalisierten Apotheker oder Coffee Shop warte ich immer noch..
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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #141 am: 09:18:58 Do. 05.März 2020 »
Meine Glaskugel orakelt das weitere Siechtum bei dem Thema sowohl bei der Entkriminalisierung als auch im medizinischen Bereich, es wird vor sich hin dümpeln in der konservativen Hoffnung auf Vergessenheit, einzig durch die geldgeile Marktwirtschaft wird es richten können, Fortschritt durch Habgier erzwungen.
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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #142 am: 13:11:17 Mo. 30.März 2020 »
Zitat
Der große Rausch (1/3)
Das Zeitalter der Imperien


Heroin und Kokain haben in der Weltwirtschaft genauso viel Gewicht wie Erdöl und Textilien. Die dreiteilige Dokumentation zeichnet die Geschichte des globalen Drogenhandels nach. In dieser Folge: Von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis hin zu den neuen synthetischen Drogen

Heroin und Kokain haben in der Weltwirtschaft genauso viel Gewicht wie Erdöl und Textilien. Für die Entstehung der mächtigen Drogenkartelle sind die Kolonialmächte ebenso verantwortlich wie Pharmaunternehmen, Bankensysteme und Geheimdienste der ganzen Welt. In drei Folgen zeichnet ARTE die Geschichte des globalen Drogenhandels nach. Im 19. Jahrhundert breitete sich Opium auf Betreiben der Kolonialmächte in ganz Asien aus. Zur gleichen Zeit entdeckte die pharmazeutische Industrie des Westens mit Morphium, Kokain und Heroin neue Wundermittel. Während sich die Rauschgiftabhängigkeit zum weltweiten Problem entwickelte, wurden Drogen nach und nach verboten. Infolge der Prohibition entstanden die ersten Drogenkartelle, die immer wieder den Schutz der Staaten suchen sollten. Einen beispiellosen Boom erlebten diese kriminellen Netzwerke während des Kalten Krieges, als Geheimdienste Drogen politisch instrumentalisierten. Die USA mussten das teuer bezahlen: Ein Drittel ihrer Soldaten in Vietnam waren 1970 heroinabhängig. Im Jahr darauf rief US-Präsident Richard Nixon in einer historischen Rede den „Krieg gegen die Drogen“ aus.

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Quelle: Arte

Zitat
Der große Rausch (2/3)
Die Stunde der Drogenbarone


Während im Kampf gegen Drogen weltweit aufgerüstet wurde, übernahm Ende der 70er Jahre eine neue Generation von Drogenhändlern, denen es nicht mehr allein um Geld ging, sondern um Macht: Der Kolumbianer Pablo Escobar, der wohl berühmteste Drogenbaron, aber auch Cosa-Nostra-Oberhaupt Totò Riina auf Sizilien oder der birmanische Opiumkönig Khun Sa im Goldenen Dreieck.

1971 zog das mächtigste Land der Welt in den Krieg gegen die Drogen: Die USA griffen hart durch. Doch der Drogenhandel ließ sich nicht besiegen, sondern wurde nur verdrängt und änderte sein Gesicht. Während im Kampf gegen Drogen weltweit aufgerüstet wurde, übernahm Ende der 70er Jahre eine neue Generation von Drogenhändlern, denen es nicht mehr allein um Geld ging, sondern um Macht. Der Kolumbianer Pablo Escobar, der wohl berühmteste Drogenbaron, aber auch Cosa-Nostra-Oberhaupt Totò Riina auf Sizilien, der birmanische Opiumkönig Khun Sa im Goldenen Dreieck oder der mexikanische Drogenboss Félix Gallardo stürzten ihr Land ins Chaos. Sie ließen den weltweiten Drogenhandel explodieren und bedrohten die amtierenden Machthaber. Es dauerte fast 20 Jahre, bis sich die Staaten organisiert hatten und die Drogenbarone stürzen konnten.

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Quelle: Arte

Zitat
Der große Rausch (3/3)
Der globale Drogenkrieg


Unsichtbar zu sein, ist die neue Waffe der Drogenhändler. Und Mit synthetischen Drogen, die sich leicht herstellen und verstecken lassen, tritt eine neue Generation von Drogenhändlern im weißen Kittel auf den Plan.

Polizeiliche Erfolge im Kampf gegen Drogen haben zu einer Zersplitterung der Szene geführt. Unsichtbar zu sein, ist die neue Waffe der Drogenhändler. Der illegale Handel hat sich in schwer kontrollierbaren Kriegsregionen wie in Afghanistan oder Kolumbien verfestigt. In Mexiko haben die Kartelle ihr Land in eine Spirale der Gewalt gestürzt, und auf der ganzen Welt ist die Bilanz des Kriegs gegen Drogen erschreckend ernüchternd. Mit synthetischen Drogen, die sich leicht herstellen und verstecken lassen, tritt eine neue Generation von Drogenhändlern im weißen Kittel auf den Plan.

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Quelle: Arte
Verfügbar vom 24/03/2020 bis 29/05/2020
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Kuddel

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #143 am: 20:08:27 Mo. 20.April 2020 »
Zitat
Preis für Drogen steigt: Kalter Entzug für Süchtige

Obdachlose und Drogenkranke in Schleswig-Holstein trifft die Corona-Pandemie besonders hart: Viele gehören durch ihre Sucht zur Risikogruppe, sind zugleich der Gefahr einer Infektion nahezu schutzlos ausgeliefert. Ein weiteres Problem: Für Abhängige wird es immer schwerer, ihre Sucht zu stillen.
https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Streetworker-in-Kiel-in-Sorge-Corona-ist-kalter-Entzug-fuer-Suechtige (Paywall)

Kuddel

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #144 am: 08:28:28 Do. 26.November 2020 »
Zitat
Marihuana aus Spanien flutet Europa. Auf den Plantagen werden vietnamesische Arbeiter wie Sklaven gehalten.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/drogen-marihuana-spanien-europa-1.5126317?reduced=true

Nix mit Hippiebusiness. Knallharter Kapitalismus mit Sklaverei.
Tanzt mal schön zu Reggaebeats auf der Hanfparade.

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #145 am: 11:41:26 Do. 26.November 2020 »
Das ist nur eine weitere "Chance" die der Kapitalismus nutzt.
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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #146 am: 10:37:20 Fr. 27.November 2020 »
Zitat
Es ist mir eine Freude, Ihnen heute meinen Jahresbericht vorstellen zu dürfen. ...
...

Ob eine Änderung des Betäubungsmittelrechts bei Cannabis etwas zum Positiven oder zum Negativen ändern würde, wird bei uns, aber auch international extrem unterschiedlich bewertet. Ich kann Ihnen deshalb sagen: Bei diesem Thema wird es in dieser Legislaturperiode in keine Richtung für irgendetwas eine Einigung geben. ...
...

Aus dem Jahresbericht der Drogenbeauftragten
Statement Daniela Ludwig (CSU)

Jchhu Stillstand, mit der CSU wir der Drogenkrieg doch noch gewonnen werden(!?), ups nein, es darf/soll sich in der CSU-Wohlfühlwelt ja nichts ändern, darauf ein lecker Bierchen. Alles gut so wie es ist!
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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #147 am: 12:05:56 Do. 03.Dezember 2020 »
Zitat
Der Krieg gegen die eigenen Koka-Bauern kostet Kolumbien jährlich eine Milliarde Dollar.

Jetzt hat mal jemand ausgerechnet, was es kosten würde, wenn man den Koka-Anbau legalisieren würde und der Staat den Bauern die gesamte Ernte abkaufen würde.

680 Millionen.

Gut, die Frage ist natürlich, ob eine Dekriminalisierung und garantierte Abnahme durch die Regierung nicht noch mehr Leute in den Koka-Anbau treibt. Auf der anderen Seite würde vielleicht endlich das Urwaldroden nachlassen.

Quelle: Fefes Blog

Wo ein Trog kommen die Schweine, trotzdem, ob man das so einfach sehen kann, im darauf folgenden Handel fließt ja viel mehr Geld als eine Milliarde, viele Akteure/Beteiligte und jeder möchte sich die Taschen füllen bzw. davon Leben. Erinnert an Kinderarbeit und Prostitution, nur verbieten bringt viel Elend mit sich.
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Petra9

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #148 am: 11:25:23 Mo. 28.Dezember 2020 »
Es wird immer einen Schwarzmarkt geben, da der Staat es nur teuer machen wird. Trotzdem bin ich für eine Legalisierung sogenannter weicher Drogen. Das Alkohol und Zigaretten nicht verboten sind ist doch absurd.

Kuddel

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Re: [Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #149 am: 12:19:31 Fr. 05.März 2021 »
Zitat
Eins der größten deutschen Pharmaunternehmen lanciert seine ersten Cannabisprodukte. Noch sei es ein Nischenmarkt, doch Stada geht von einem großen Wachstumspotenzial aus.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/marihuana-als-medizin-stada-steigt-in-den-cannabismarkt-ein-mehr-akzeptanz-fuer-therapie-die-noch-immer-stigmatisiert-ist/26975854.html

Kleindealer werden kriminalisiert und die Pharmakonzerne sahnen ab.