Autor Thema: [Drogen] Marktwirtschaft  (Gelesen 66670 mal)

ManOfConstantSorrow

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #30 am: 16:45:58 Do. 13.Dezember 2007 »
Zitat
Drogenpolitik
Dafür gibts was auf die Pfoten

Von Günter Amendt

Keine Gnade für Raucher, Kifferinnen und «Dopingsünder»: Im Neoliberalismus geht die wirtschaftliche Freiheit auf Kosten der Freiheit der BürgerInnen.

Jeder hat das Recht, mit sich und seinem Körper zu machen, was er will. Er darf sich berauschen, er darf sich aufputschen und sich dabei auch selbst schädigen. Das ist ein Rechtsstaatsprinzip erster Ordnung. Es gilt nicht nur für Drogen, sondern auch für Doping. Die Sonderrolle, die der Sport beansprucht, seine Abkoppelung vom allgemeinen gesellschaftlichen Geschehen, ist durch nichts zu rechtfertigen.

Das Dopingproblem ist nur ein Sonderfall des weltweiten Drogenproblems. Folglich schlagen alle Massnahmen gegen Doping auf die gesamte Drogenpolitik zurück. Schliesst eine Hochleistungssportlerin mit einem Veranstalter einen Vertrag, in dem sie versichert, ungedopt an den Start zu gehen, ist sie rechtlich belangbar, wenn sie gegen diese Zusicherung verstösst. Sie ist dann eine Betrügerin. Die herrschende Gesetzgebung reicht aus, BetrügerInnen zur Rechenschaft zu ziehen. Dass dennoch die Forderung, Dopingsünder - ein verräterisches Wort! - wegen des Konsums von Dopingsubstanzen zu belangen, nicht vom Tisch ist, deutet dar auf hin, dass das scheinbar überwundene Abstinenzgebot erneut hervorgekramt wird.

Abstinenz als Dogma

Dabei wissen wir doch, dass diese Politik gescheitert ist. Das kann gar nicht oft genug gesagt werden. Die politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Folgen der Drogenprohibition sind längst schädlicher als der Drogenmissbrauch selbst. Aber im Verlauf der drogenpolitischen Auseinandersetzungen der letzten vier Jahrzehnte gab es auch Erkenntnisfortschritte und  eine drogenpolitische Praxis, die sich gegen die FundamentalistInnen der Abstinenz behaupten konnte.

Wer abstinent leben will, ist zu respektieren - ohne Wenn und Aber. Mit «FundamentalistInnen der Abstinenz» meine ich Gruppen und Institutionen, die Abstinenz als gesamtgesellschaftliches Ideal verankern wollen. Das hat eine lange Tradition. Sowohl im aufstrebenden Bürgertum wie in der Arbeiterbewegung gab es eine äusserst heftige Abstinenzdiskussion - wobei es vor allem um die Droge Alkohol ging. Unterschwellig waren diese Traditionsströme in der drogenpolitischen Auseinandersetzung der Nachkriegszeit immer präsent. Hier liegt der Grund, warum diese emotional so aufgeladen ist und so verbissen geführt wird.

Vor diesem Hintergrund ist es eine Errungenschaft, wenn sich die Drogendiskussion heute nicht mehr am Prinzip von Schuld und Sühne orientiert. Es ist eine Errungenschaft, wenn die Schweizer Fachverbände im Suchtbereich in ihrem neuen Grundsatzpapier schreiben: «Die Entscheidungen des Individuums müssen respektiert werden. Stigmatisierung provoziert sozialen Ausschluss und Isolation. Der Grundsatz einer Suchtpolitik muss also der Schutz von Personen und ihrem Umfeld vor Diskriminierungen und Schädigungen sein» (siehe WOZ Nr. 46/07).

In solchen Feststellungen manifestiert sich ein Wandel der Einstellungen: weg vom Glauben an die Wirksamkeit von Verboten. Dieses Umdenken hat sich in den siebziger und achtziger Jahren ereignet. Es war der Wechsel vom Abstinenzgebot zum Akzeptanzgedanken. Die Bereitschaft, auf moralische Vorverurteilungen zu verzichten, hat den Handlungsspielraum der in der Drogenarbeit Tätigen spürbar erweitert. Lange weigerte sich der drogen politische Mainstream in der Politik und den Medien noch, das Konzept einer akzeptierenden Drogenarbeit auch nur zu diskutieren. Der Widerstand wurde erst gebrochen, als Mitte der achtziger Jahre die Aidspanik ausbrach. Jetzt war keine Zeit mehr für moralische Appelle, jetzt ging es darum, mit einer Politik der Schadensminderung pragmatisch zu handeln.

Der Rauchstreit

In der Tabakpolitik, wo urplötzlich eine legale Droge in den Sog prohibitionistischer Massnahmen geraten ist, vollzieht sich nun ein neuerlicher Wechsel des Denkmusters - zurück zum Abstinenzgebot. Die Vehemenz, mit der überall in Europa - von den USA gar nicht zu sprechen - Rauchverbote erlassen werden, lässt vermuten, dass mehr als nur gesundheitspolitische Motive im Spiel sind.

Ich halte es für legitim, wenn der Staat über die Risiken des Rauchens aufklärt und Schranken zu errichten versucht, die jugendlichen NeueinsteigerInnen den Zugang erschweren sollen. Und ich kann nachvollziehen, dass NichtraucherInnen sich vom Tabakrauch gestört und belästigt fühlen. Deshalb ist es legitim, Massnahmen zu ergreifen, die sie vor derartigen Belästigungen schützen.

Dieser Klarstellung bedarf es, um der Unterstellung entgegenzutreten, wer sich für die Rechte von Raucher Innen einsetze, argumentiere automatisch im Sinne der Tabaklobby oder stünde gar auf deren Lohnliste. Apropos Tabaklobby: Es hat schon etwas Groteskes, wenn sich Leute, die ansons ten mit allem einverstanden sind, was ihnen zugemutet wird, plötzlich zu antikapitalistischen KritikerInnen der Tabaklobby aufschwingen. Und die Öllobby? Die AKW-Lobby? Die Autolobby? Die Pharmalobby? Vergiss es. Es ist die Tabaklobby, der die Schurkenrolle zugewiesen wird. Die hat sie zweifellos verdient. Aber eben nicht sie alleine. Das Ganze hat System. Das Ganze ist ein System.

Kompromiss oder Verbot?

Rauchverbote sind eine massive Einschränkung der Persönlichkeitsrechte von Millionen von Menschen, die vom Rauchgenuss nicht ablassen wollen oder können. Weil sie süchtig sind.

Die rauchenden Menschen bewirken aber eine massive Einschränkung der Persönlichkeitsrechte jener, die sich vom Tabakrauch belästigt oder bedroht fühlen.

Ein Interessenkonflikt. Er kann unterschiedlich gelöst werden - obrigkeitsstaatlich mit Hilfe von Verboten oder zivilgesellschaftlich mit Hilfe von Absprachen und Kompromissen. Am Ende stünde die Aufteilung des öffentlichen Raumes in Raucher- und Nichtraucherzonen, ohne die eine oder die andere Seite zu diskriminieren.

Für diesen Kompromiss braucht es keine medizinischen Begründungen. Diese sind ohnehin oft fragwürdig: Auch wenn es makaber klingt, darf man durchaus fragen, woran einer, als dessen Todesursache Lungenkrebs angegeben wird, tatsächlich gestorben ist, wenn der Betreffende nicht nur Raucher war, sondern sein Haus mit Garten an einer Hauptstrasse gelegen ist, über die täglich Tausende von Dieselfahrzeugen donnern. Und wie glaubwürdig ist die Politik der deutschen Regierung, die mit rigiden Rauchverboten operiert, aber kein Gesetz erlassen will, das den Einbau von Dieselfiltern zwingend vorschreibt? Schliesslich ist auch nicht zu übersehen, dass die Antiraucherpolitik da am rigidesten exekutiert wird, wo die Bereitschaft, Autoabgase und Industrieemissionen zu minimieren, am geringsten ist. Ich meine die USA.

«... aber s ist wunderbar»

Staatlich gelenkten Gesundheitskampagnen ist grundsätzlich mit grösster Skepsis zu begegnen. Sie sind ein Instrument der Exekutive, das Risikobewusstsein der Bevölkerung zu lenken - was immer auch heisst, von anderen, möglicherweise grösseren Risiken abzulenken. Was zum Beispiel ist mit all den Risiken, die man nicht sieht, hört, schmeckt oder riecht? Wie schädlich sind die Hochfrequenzstrahlen, die von Antennenmasten ausgehen, die in immer grösserer Dichte in den Himmel ragen? Wir haben es hier mit einem globalen Massenversuch am menschlichen Objekt zu tun. Vereinzelt regen sich Proteste gegen dieses Experiment, doch eine staatliche Kampagne gegen Antennenmasten und Handys ist undenkbar.

Wenn der Gesetzgeber das Risikoverhalten der BürgerInnen lenken will, greift er gerne auf Risikoanalysen und Risikoabwägungen zurück. Doch nur wenn die vom Verbot Betroffenen die Risikoabwägungen des Gesetzgebers teilen, hat das Verbot eine Chance, sich durchzusetzen. Andernfalls läuft es ins Leere.

Das ist beim Cannabisverbot der Fall. Aus vielerlei Gründen. Die Ver mutung liegt nahe, dass das Verbot selbst zumindest bei jugendlichen Konsument Innen die Lust an der Übertretung herausfordert: «Es ist verboten / was wir da machen, ist verboten /  Dafür gibts was auf die Pfoten / weil was wir machen, ist verboten / Aber s ist wunderbar», hat Rio Reiser gesungen. Fakt ist: Millionen von Konsument Innen innerhalb der EU halten die mit Cannabis verbundenen Risiken für tragbar.

Die Risiken des Illegalen

Selbstverständlich birgt der Konsum von Cannabis Probleme und Risiken. Das wird von niemandem, der sich auskennt, bestritten. Allerdings sind einige dieser Probleme direkte Folgen des Verbotes. Zum Beispiel das Killer argument der GegnerInnen eines straffreien Cannabiskonsums: Der Gehalt des Wirkstoffs THC sei heute wesentlich höher als vor zwanzig oder dreissig Jahren, behaupten sie. Dieser  hohe THC-Gehalt sei verantwortlich für sich häufende Zwischenfälle beim Konsum. Für diesen Zusammenhang gibt es keine wissenschaftlich seriösen Belege, und eine Studie des belgischen Ge sundheitsministeriums betont ausdrücklich, auch keine gefunden zu haben. Doch wenn es so  wäre,  wären europaweit Millionen von Menschen gefährdet.

Es gibt nur eine logische Konsequenz, dieser Gefährdung zu begegnen: Der Staat wäre verpflichtet, zum Schutze der Verbraucher regulierend einzugreifen und eine Höchstgrenze für den THC-Anteil festzulegen. Die niederländische Regierung will übrigens diesen Weg gehen. Es wäre ganz im Sinne einer Politik der Schadensbegrenzung und des Verbraucherschutzes. Allerdings: Verbraucherschutz ist nur dann garantiert, wenn er an Produkthaftung gekoppelt ist. Produkthaftung ist aber nur möglich unter den Bedingungen der Legalität oder Quasilegalität.

Im Übrigen hat Cannabis ein Qualitätsproblem. Das ist wahr. Es war der Repressionsdruck, der die CannabisfarmerInnen Mitte der achtziger Jahre zum Umstieg auf den Indooranbau gezwungen hatte. Was bis dahin den Qualitätsunterschied ausmachte - Bodenbeschaffenheit, Sonneneinstrahlung, Pflege der Pflanze - , ging bei diesem Rückzug ins Treibhaus verloren. Professionelle Pflanzer verlegten sich auf die Hochzüchtung des Wirkstoffgehaltes: Der THC-Anteil wurde zum wichtigsten Verkaufsargument. Das ist eine Folge des Verbotes.

Und die ProduzentInnen?

Wenn aber Verbote als Instrumente zur Steuerung des Konsumverhaltens für legitim erachtet werden, warum werden sie dann nicht auch zur Steuerung der Produktion eingesetzt?

Wie wäre es damit: Der Alkoholindustrie wird verboten, Süssgetränken hochprozentige Alkoholika beizumi schen. Oder damit: Cannabis wird lega lisiert, und der Gesetzgeber setzt THC-Obergrenzen fest. Oder: Der Tabakindustrie wird verboten, ihrem Tabak Zusatzstoffe beizumischen. Einige dieser Stoffe wie Honig, Zucker, Lakritze und Kakao sollen Kindern und Jugendlichen den Einstieg in den Nikotinkonsum erleichtern. Je früher der Einstieg, desto höher das Risiko einer Suchtbildung.

Eingriffe in die Produktion erfordern einen gesellschaftlichen Konsens dar über, dass nicht alles produziert werden darf, was unter Ausnutzung menschlicher Schwächen beworben und verkauft werden kann. Harm Reduction (Schadensminderung) ist das Stichwort.

Doch solche Forderungen treffen den Kern einer Wirtschaftsordnung, die bedingungslos auf Wachstum setzt. Weil unter den Bedingungen der neoliberalen Globalisierung die Freiheit des Gewerbes höher eingestuft wird als die Freiheit der BürgerInnen, ist es nur naheliegend - will man die gesundheitlichen Schäden einer entfesselten Warenproduktion irgendwie in den Griff bekommen - , die Freiheitsrechte der Individuen zu beschneiden, anstatt die Freiheit des Gewerbes einzuschränken.

Deshalb hagelt es Verbote. Denn in einem Klima der allgemeinen Verunsicherung steigt die Bereitschaft, autoritäre Lösungen zu akzeptieren. Das ist eine historische Erfahrung.

Fitte gegen Fette

Als Nächstes trifft es die Trinkenden und die Dicken: In Deutschland tritt das Gesundheitsministerium mit seiner Kampagne «fit statt fett» an die Öffentlichkeit, in der Schweiz  heisst es plump: «Die Schweiz wird immer dicker.» Slogans, die sich demonstrativ absetzen von Präventionsstrategien, die in den achtziger und neunziger Jahren entwickelt wurden und bewusst auf Abwertung, Einschüchterung und Ausgrenzung verzichteten. So läuft das, wenn man die Entsolidarisierung einer Gesellschaft vorantreiben will. Man teilt die Menschen auf: in Trinker und Nichttrinker, in Raucherinnen und Nichtraucherinnen, in Fette und Fitte. Dann ordnet man die einen den Guten und die anderen den Bösen zu. Das  beginnt mit gesellschaftlicher Ausgrenzung und  endet mit dem Ausschluss aus der  Solidargemeinschaft des Gesundheits systems.

Sucht wird wieder zu einer Charakterfrage. Streng dich an! Du musst nur wollen! Der mühsam erreichte Konsens über den Umgang mit Sucht droht aufgekündigt zu werden. Süchtige als  Kranke zu behandeln, ihnen beizustehen, statt sie zu verfolgen, ist mit dem neoliberalen Zeitgeist nur schwer vereinbar. Denn das Persönlichkeits ideal des Neoliberalismus verlangt von den MarktakteurInnen nicht nur, mobil und flexibel zu sein, sie sollen auch fit sein und vor Lastern zurückschrecken. Notfalls muss man sie dazu zwingen.

Der Drogenexperte Günter Amendt lebt in Hamburg und schreibt seit langem für die WOZ. Sein neustes Buch, «Die Legende vom LSD», wird im Februar 2008 bei Zweitausendeins erscheinen. Dieser Text basiert auf einem von der WOZ bearbeiteten Vortrag, den Amendt zum Abschluss der Suchtwoche 2007 in Hamburg gehalten hat.

WOZ vom 06.12.2007

http://www.woz.ch/artikel/2007/nr49/leben/15719.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Ruby

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #31 am: 23:16:47 Do. 13.Dezember 2007 »
Ach und nun mal ganz ehrlich, der Wahnsinn in unserem Land ist nüchtern ja kaum noch zu ertragen.

Ach ja und ausserdem hab ich bei dem Grössenwahn der Neoliberalen eh den Verdacht das Sie öfter mal die Toilette zum koksen missbrauchen. Das wird immer schicker und geduldeter in unserer Gesellschaft. Auch ein Beispiele das man mit Geld sogar Rechte kaufen in Deutschland. Der kleine Kiffer hat eben keine Lobby, den fickt es eben.

Schrubberbude

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #32 am: 23:26:28 Do. 13.Dezember 2007 »
Zitat
... Grössenwahn der Neoliberalen eh den Verdacht das Sie öfter mal die Toilette zum koksen missbrauchen.
Die Kifferpfeife in der Tasche eines schnöden Bürgers gilt als abscheulich während das goldene Löffelhalsband eines Neoliberalen als extravagant durchgeht.


Gruss aus der Schrubberbude.
Regiert, überwacht und ausgebeutet vom legalisierten organisierten Verbrechen.

ray bradbury

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #33 am: 13:48:27 Mi. 19.Dezember 2007 »
es war interessant, wie die renaissance des cannabis sogar eine deutsche hip hop-szene gefördert hat und kultur aus deutschland plötzlich gefragt war.
danach wurden alle jugendlichen als kiffer verteufelt und sanktioniert und die marihuana-touristen in ost-holland bekommen heutzutage nachschub nur gegen ihren personalausweis und fingerabdruck.

ein paar jahre später ist hip hop bei gewaltthemen und pseudo-gangstern gelandet, jeder sekundarschulhof wird von drogenschmuggel unterwandert. statt cannabis ist kokain zur modedroge geworden, die die jungen menschen sich wie auch immer leisten und erwerben können.

aber gibt es hilfen von seiten der politik, dass die jugend daran nicht zugrundegeht? eher wird das thema totgeschwiegen, weil die profitzirkel eher nicht gestört werden sollten und die politik und die ganze oberschicht vor lauter drogensucht keinen plan mehr von der wirklichkeit hat.

so werden falsche vorbilder gemacht und generationen zerstört. ganz zu schweigen von den undurchschaubaren amphetaminen, die schon in den dorfdiscos zur flotten sohle bitten.

das wird bald nicht mehr cool sein, wenn sich die konsequenzen zeigen...
Montag, you're looking at a coward. I saw the way things were going, a long time back. I said nothing. I'm one of the innocents who could have spoken up when no one would listen to the 'guilty,' but I did not speak and became guilty myself.

mutti1

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #34 am: 18:27:53 Mi. 19.Dezember 2007 »
hallo, hab nicht alles gelesen, aber wenn ich mal zeit habe. bin hängen geblieben an-

 :aggressiv> ........abstinenz, ja mein lieber, wir alg2-empfänger können meist 1 lied singen davon.
sublimierung nennts der her siegmund freud,
was muß man denn noch alles
nicht dürfen, klar
drogen sind das letzte und gefährlichste, sie
sind teuer u. gestreckt, mit alkohol gehst du auf 1
tripp.
laut 1 der das 1 x nahm.
was bleibt, ist etwas alkohol,
ab und zu zigaretten, wer nicht im verräucherten loch leben will.
freunde
familie, kinder,
kann man vergessen,
urlaub, reisen, chice klamotten erster hand
und gutes essen sind
schon weit weg.
und immer öfter werden tote gefunden, in ihren wohnungen.
und was mit den kindermorden u. vergewaltigungen los geht, ist
das man ja seit aids auch
noch nicht mal
sex haben kann,
ohne gewissensbisse.
hartz4 brachte vereinsamung, erniedrigung,
und so weiter,
 :aggressiv>

Strombolli

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #35 am: 00:16:06 Fr. 21.Dezember 2007 »
Eben lief bei polylux ein Beitrag über das Checken von Drogen bei Technoveranstaltungen. In Deutschland hält man nichts davon. Man lässt also schmutzige Drogen zu, die Konsumenten im Unklaren was für ein Zeug sie sich reinpfeifen. Motto: Besser keine Drogen, als eine Droge!
Anders in Österreich: Dort lässt man die Überprüfung zu und sich die Sache auch etliche zig-tausend Euro kosten.

Unabhängig davon, dass ich Drogen Schei*** finde (wegen Ablenkung usw. - wir sprachen schon anderswo darüber) sieht man hier wieder einmal, wie wichtig dem deutschen Staat doch seine Mitbürger sind.

Keine Prophylaxe, sondern Behandlung. Kinder erst in den Brunnen fallen lassen und dann erstaunt tun. Heuchler! Menschenverachtende Heuchler!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

regenwurm

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #36 am: 12:05:19 Fr. 21.Dezember 2007 »
Zitat
Gerade zu Weihnachten und Silvester wird das deutsche Alkoholproblem besonders sichtbar, sagt Sabine Bätzing (SPD), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. 9,5 Millionen Menschen bescheinigt sie einen "riskanten Konsum".
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Systhemfehler

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #37 am: 23:07:45 Mo. 24.Dezember 2007 »
G.Y.O.      -   ist die einzige Alternative, unterstützt nicht die Drogenmafia und man hat ein bleifreies und auch sauberes Endprodukt, solange man selber keinen Mist macht !

Hexenbändiger

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« Antwort #38 am: 22:45:05 Do. 27.Dezember 2007 »
Zitat
Original von swfm(kpu)
ihr seid idioten. drogen haben die menschen immer nur ins elend gebracht. vor allem junge leute rutschen dann irgendwann in die scheinwelt ab. anscheinend wollt ihr das und bereichert euch noch an diesem elend. das ist kapitalismus/ausbeutung pur. für dealer müsste die prügelstrafe wieder eingeführt werden, und zwar öffentlich am pranger.
swfm(KPU)

^^ okay, die Prügelstrafe & den Pranger fände ich generell nicht schlecht,
allerdings was das Thema Drogen angeht.. drauf geschissen.
Mittlerweile funktioniert Drogenmerktwirtschaft überall und immer. Das ist eine nebenerscheinung unserer Zivilisation. Zwar git es Drogen schon immer, und die Leute nehmen schon immer, aber wo liegt der Unterschied, ob se sich Pilze oder Graß im Wald pflücken, oder kaufen. Scheissegal.
Oft gilt es einfach nur wer "günstiger" ist. Drogen kursieren immer.
Die Leute die anghängig sind, sind einfach zu dämlich zu leben, und verdanken es Harz4, dass sie nicht verhungern.
>>>>>IHR WILLE IST ZU SCHWACH<<<<<
Auf diese Menschen ist geschissen. Sie haben den Tod verdient, so wie die meißten. Wenn sie leben ist es glückssache, wenn sie sterben, ihre strafe.
Das Leben ist verdammtnochmal zu kurz, um sich das ganze Elend der Welt reinzuziehn!! [denk ma drüber nach]
Wenn du dir über diese belanglosen Inividuen Gedanken machst, bist du der Idiot. Schon immer gab es Obdachlose, etc... die Opfer der Zivilisation.
DOCH IN DIESEM ZEITALTER IST EIN ÜBERLEBEN MÖGLICH!
Ja, ich weiß, das amt gibt immer sanktionen, etc etc.. aber egal!
Wie viele Ideoten habe ich schon labern hören:
*überzogene darstellung^^* "hmmpf ich bin ein armes, belangloses inividuum, verjunkt, noch die gebuckelt, aber h4 is zu wenig. wählen? niemals würde sowas einfallen! politik ist eh scheiße.. bla bla..."
genau zu so nen Konsorten gehören die Junkies.
[so ne Leute müsste man mit nem Fallschirm, ner Packung Zündhölzer, und nem Sandwich über nem 3. Welt- Land abwerfen]
Klar, das unsere Regierung unser tolles System immer mehr vernichtet is scheiße, aber [an die jungen] seit ma leiber froh, dass ihr nicht verhungern müsst, wie es NATÜRLICH wäre!

kellerkind

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #39 am: 17:26:06 Fr. 28.Dezember 2007 »
Zitat
okay, die Prügelstrafe & den Pranger fände ich generell nicht schlecht,

Zitat
Die Leute die anghängig sind, sind einfach zu dämlich zu leben, und verdanken es Harz4, dass sie nicht verhungern.
>>>>>IHR WILLE IST ZU SCHWACH<<<<<
Auf diese Menschen ist geschissen. Sie haben den Tod verdient, so wie die meißten. Wenn sie leben ist es glückssache, wenn sie sterben, ihre strafe.

Zitat
[so ne Leute müsste man mit nem Fallschirm, ner Packung Zündhölzer, und nem Sandwich über nem 3. Welt- Land abwerfen

Zitat
Klar, das unsere Regierung unser tolles System immer mehr vernichtet is scheiße, aber [an die jungen] seit ma leiber froh, dass ihr nicht verhungern müsst, wie es NATÜRLICH wäre!

Wenn Du Deinen unausgegorenen Sozialdarwinismus mit Stammtischsprüchen und misanthropem Gepfeife unter die Leute bringen willst, tu das nicht hier.

Sollte ich zukünftig noch mehr derlei menschenfeindliches Geschwafel von Dir lesen müssen, fliegst Du raus.


Kellerkind

regenwurm

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[Drogen] Marktwirtschaft
« Antwort #40 am: 09:38:08 Mo. 28.Januar 2008 »
Zitat
28.01.2008
In allen  Bundesländern haben Polizei und Staatsanwaltschaft am heutigen Morgen nach illegalen Cannabisplantagen gesucht.
An welchen Orten die Durchsuchungen stattgefunden haben, ist noch unbekannt. Auch der Grund für die bundesweite Aktion wurde noch nicht mitgeteilt.


Zitat
Kohle durch Kiffen
In wirtschaftlich harten Zeiten besinnen sich die Holländer auf ihren grünen Daumen: In Schlafzimmern und auf Dachböden züchten die Niederländer Cannabis auf Heim-Plantagen und finanzieren so ihren Urlaub.  Den Haag - Natürlich wird kontrolliert. Auf den Autobahnen und in den internationalen Zügen von Amsterdam nach Paris oder Frankfurt. Und gefunden wird von Polizei und Zollfahndern immer etwas. Und so wandern stets mehr Niederländer in deutsche und französische Gefängnisse - und 80 Prozent von ihnen wegen Drogendelikten, wie das Justizministerium jetzt mitteilte.  

Hohe Gewinnmargen
Abgesehen von Kokain oder Heroin ist es vor allem Cannabis, das von Holland aus ins Ausland transportiert wird. Cannabis ist die in Europa am häufigsten konsumierte illegale Droge, die nicht mehr als harmlose Alltagsdroge betrachtet wird.  

Weil hohe Gewinnmargen locken, sich aber auch die wirtschaftliche Lage vieler Niederländer verschlechtert hat, ist der Anbau von Cannabis auf Dachböden oder in Schlafzimmern zu einem beliebten Hobby geworden. In etwa 100 000 holländischen Wohnungen und Häusern, so schätzen die Wohnbauvereinigungen, werden Cannabisplantagen vermutet.  700 Euro netto  Schon mit sechs Pflanzen kann der Hobbyzüchter bei optimalen Bedingungen monatlich bis zu 700 Euro verdienen. Viele Züchter bezahlen davon Hypotheken für ihre Häuser oder finanzieren ihren Urlaub. Um ihre Kosten zu senken und nicht wegen der hohen Strompreise aufzufallen, zapfen Züchter immer zahlreicher illegal Strom ab.  
 Die Elektrizitätsunternehmen schätzen, dass ihnen dadurch jährlich rund 200 Millionen Euro Einnahmen entgehen. Wöchentlich entdeckt allein der Elektrizitätskonzern Nuon 20 illegale Cannabisplantagen.  
 Und Versicherungskonzerne kalkulieren die Brandschäden in den illegalen Wohnhausplantagen auf jährlich rund 60 Millionen Euro.
Quelle
 
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regenwurm

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« Antwort #41 am: 07:08:20 Di. 29.Januar 2008 »
Hausdurchsuchung bei Headshop-Kunden

Wer im Grow-Shop einkauft - völlig legales Sortiment - ist "auffällig" und steht im Verdacht, Cannabis anzubauen. Dies die Begründung des LKA Nordrhein-Westfalen, nachdem bei 214 Kunden eines Growshops Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden. Anlass: sie standen auf der Kundenliste des Shops.


Die Zeit berichtet von dem Vorfall auf ungewohnt reißerische Weise: kein Ton vom straffreien privaten Konsum, aus "40 Plantagen-Betreibern" wurden in der Überschrift flott "hunderte Home-Grower" und der Generalverdacht gegen Shopkunden wird als "Razzia" gefeiert, in der die Polizei "hunderten Kiffern" das "Handwerk legte".
 
Dass offenbar allein durch den Besuch völlig legaler Shops inzwischen ein Anfangsverdacht konstruiert werden kann, der bis zur Hausdurchsuchung alles erlaubt, zeigt einmal mehr, dass mitnichten schärfere Gesetze und erweiterte Befugnisse für Ermittler vonnöten sind, sondern vielmehr heute schon offenbar aus beliebig haltlosen Unterstellungen eine Kriminalisierung konstruiert werden kann. Udo Vetter zitiert eine Polizeisprecherin mit dem Statement zum Grow-Shop, dass die "Konstellation des Angebots 'auffällig' gewesen" sei und kommentiert:

"Auffällig gleich verdächtig. Diese neue Formel wird man sich wohl merken müssen. ... Ansonsten ist nämlich für Monate dafür gesorgt, dass unzählige Polizeibeamte Beschäftigungstherapie machen, statt Kriminalität von etwas mehr sozialer Relevanz zu bekämpfen."

Auffällige Konstellation des Angebots - eine Spinnerei, bei der man gerne mitspinnen mag. Denn warum bei den Headshops aufhören? Wer die Datenschleuder per Post kriegt, hackt auch das BKA, DVD-Rohlinge im Elektromarkt dienen bekanntlich zum Brennen von Mordkopien, wer seinen Rechtsanwalt aufsucht, tut das möglicherweise wegen illegalen Handlungen, und wenn ein Kathole beichten geht, hat er definitiv was angestellt. Warum nicht dort auch gleich hausdurchsuchen?

Quelle

Linktip: Wie verhalte ich mich bei Hausdurchsuchungen ?
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Pinnswin

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« Antwort #42 am: 08:10:59 Di. 29.Januar 2008 »
Zitat
Bundespolizei stellt 550 kg Khat sicher
14.01.2008

Am Sonntag, den 13.01.2008, gegen 04.30 Uhr stellte eine Streifenwagenbesatzung der Bundespolizei auf der BAB 7 einen Ford Transit mit dänischen Kennzeichen fest... Die Beamten ließen den Laderaum öffnen und entdeckten insgesamt 51 Jutesäcke der Kaudroge Khat... Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen dänischen Mietwagen. Mit diesem Mietwagen wurden in einer Woche über 9000 km gefahren. Das Khat im Laderaum wies ein Gesamtgewicht von 550 kg auf... Weiterhin stellten die Polizeibeamten fest, dass der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist... Erst am 04.01.2008 hatte die Gemeinsame Fahndungsgruppe Autobahn (Landespolizei, Bundespolizei, Zoll) einen Khat-Transport mit 1044 kg vereitelt... Der Schwarzmarktwert in Dänemark liegt bei 250,- bis 500,- dänische Kronen je Kilogramm (ca. 60,- Euro / kg).

Quelle: Bundespolizeiamt Flensburg


http://www.bundespolizei.de/cln_048/nn_249932/DE/Home/01__Aktuelles/2008/0801/080113__khat.html
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #43 am: 13:11:56 Mi. 30.Januar 2008 »
Zitat
Hanf aus dem Automaten

Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es ab sofort erleichterten Zugang zu Marihuana - allerdings nur für registrierte Patienten.


Marihuana für medizinische Zwecke ist im US-Bundesstaat Kalifornien nun erstmals am Automaten erhältlich. Die ersten beiden Hanf-Verkaufsautomaten sind nach Angaben des Herstellers in dieser Woche in Los Angeles in Betrieb genommen worden.

Er wolle den Patienten den Zugang zu ihrer Medizin erleichtern, sagte Vincent Mehdizadeh, Betreiber des Zentrums für pflanzliche Ernährung (Herbal Nutrition Center) der Zeitung "Los Angeles Daily News". Bedienen können sich nur registrierte Patienten mit ärztlichem Rezept. Sie erhalten Zugang per Magnetkarte und nach dem Prüfen ihres Fingerabdrucks. Zur Sicherheit werden die Automaten bewacht, zudem wird die Transaktion von einer Kamera festgehalten.

Die kalifornischen Wähler hatten 1996 in einem Referendum dafür gestimmt, das Rauschmittel als Medikament einzusetzen. In insgesamt elf US-Staaten ist Marihuana zur Behandlung von Schmerzen und Appetitlosigkeit zugelassen. Nach den Bundesgesetzen ist Marihuana aber eine illegale Droge, deren Anbau und Vertrieb verboten ist.

Die Maschine bietet 5 verschiedene Sorten Marihuana in Mengen von 3,5 und 7 Gramm an. Patienten können pro Woche höchstens 28 Gramm der Arznei beziehen. Mehdizadeh verspricht sich von der Automatisierung einen bequemeren und billigeren Vertrieb rund um die Uhr. Das Herbal Nutrition Center in Los Angeles ist eine von mehr als 200 Arznei-Ausgabestellen in dem Westküstenstaat für medizinisches Marihuana.

(dpa, jüsc)
http://www.sueddeutsche.de/,ra2m1/panorama/artikel/633/155228/
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regenwurm

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« Antwort #44 am: 07:05:08 Di. 25.März 2008 »
Zitat
  Seit geraumer Zeit geraten "Homegrower" immer häufiger in das Visier der Polizei. Die großflächig angelegte Razzia Ende Januar, bei der mehr als 200 Beschuldigte mit Hausdurchsuchungen bedacht wurden, ist nicht als Endpunkt der Aktion anzusehen. Das LKA hatte zuvor die Kundendaten eines Aachener Grow-Shops ausgewertet, um die Identität von Käufern "auffälliger" Produkte festzustellen. Jetzt werden die ersten Verurteilungen von Personen, die zum eigenen Bedarf anbauen, bekannt.  

Das Grüne Hilfe Netzwerk e.V. berichtete von einer ersten Verurteilung in Albstadt. Der Angeklagte hatte ebenfalls Produkte im Aachener Head-Shop "Catweazel" bestellt, die ihm per Post zugeschickt wurden. Aufgrund von acht Cannabis-Pflanzen in einer Höhe von 20 cm wurde er nun zu 3.000 Euro (125 Tagessätze á 24 Euro) verurteilt. Beim bloßen Besitz von Cannabis für den Eigenkonsum existiert dank des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) längst eine so genannte "Geringe Menge", die nicht weiter straffrechtlich verfolgt wird. Doch die gängige Praxis der "geringen Menge" greift beim Eigenanbau nicht - schon wenige Blüten übersteigen diese Grenze.    

Über seinen Anwalt Christian Niederhöfer aus Tübingen hatte der Betroffene Akteneinsicht angefordert, doch das Urteil des Amtsgericht Albstadt erging, noch ehe die angeforderten Akten eintrafen. RA Christian Niederhöfer hat im Namen des Verurteilten Widerspruch eingelegt. Das Grüne Hilfe Netzwerk ruft zur Teilnahme an einer Protestmail an Frau Zypries auf. Mit der Androhung und Vollstreckung solch harten Strafen wird der Anbau und Besitz geringer Mengen kriminalisiert. Die Konsumenten werden sich zur Beschaffung ihres Eigenbedarfs künftig vermehrt an den illegalen Schwarzmarkt wenden, um solchen Strafen zu entgehen. Der Verein befürchtet, dass sich Hanf-FreundInnen wieder vermehrt auf die unsauberen Bedingungen des Schwarzmarktes einlassen, anstatt sich zum Eigenbedarf sauberes Cannabis selbst zu züchten. Im Schwarzmarkt werden nicht selten gefährliche Streckmittel eingesetzt. Im Umkreis von Leipzig wurde dem Endprodukt beispielsweise bleivergiftetes Gras beigemischt.  

Dazu kommt: Bei den 235 durchsuchten Wohn- und Geschäftsräumen wurden nur zwei "Profiplantagen" und neun "Großplantagen" mit 100 bis 1.000 Pflanzen entdeckt. 66 Durchsuchungen betrafen Kleinanbauer und bei 158 verblieb der Polizeieinsatz gänzlich ohne Ergebnis. Bei fast 95 Prozent der Durchsuchungsopfer handelte es sich also um kleine oder keine Fische. Wer sich am Versand der Protestmail an Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) beteiligen will: Diese kann von der Website des DHV bequem verschickt werden.

Hanf - Baustoff der Zukunft
Als eine der ältesten Kulturpflanzen kann Hanf helfen, die Menschen ausreichend mit Kleidung, Öl, Brennstoff,Nahrung und Brennmaterial zu versorgen.
Quelle
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.