Autor Thema: Griechenland streikt!  (Gelesen 19404 mal)

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #45 am: 17:21:11 Fr. 15.April 2011 »
Zitat
Griechenland: Streik wegen antikem Altar in Athen

In Athen ist heute die wichtigste S-Bahn der Stadt, die Verbindung nach Piräus, über Stunden nicht gefahren.


Aktivisten blockierten die Gleise, um gegen die Zuschüttung einer archäologischen Fundstätte zu protestieren. Unterhalb der Akropolis waren bei Renovierungsarbeiten der S-Bahn Teile eines antiken Altars entdeckt worden. Es handelt sich um den sogenannten «Altar der 12 Götter», den Mittelpunkt Athens im Altertum. Vor einigen Tagen hatte die Regierung beschlossen, die Stätte wegen Geldmangels vorerst zuzuschütten.
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker/oid.d3b8b6136e6539cdc108e61e93824bc7.html?s=in

ManOfConstantSorrow

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #46 am: 18:14:05 Mi. 11.Mai 2011 »
Brandgefährliche Proteste in Athen

Griechenland in Verzweiflung: Mit einem 24-stündigen Generalstreik protestieren zehntausende griechische Arbeitnehmer gegen ihre Regierung. Bremsen die heftigen Ausschreitungen das von der EU geforderte Sparprogramm?


Über 40.000 Arbeiter protestieren gegen drastische Sparauflagen und lähmen das öffentliche Leben - mitten in den Beratungen um neue Milliardenhilfen.



Auch 10.000 Mitglieder der Kommunistischen Partei nahestehenden Gewerkschaft PAME marschieren durch die Hauptstadt.




http://www.handelsblatt.com/politik/international/brandgefaehrliche-proteste-in-athen/4161370.html#image
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #47 am: 18:14:57 Sa. 14.Mai 2011 »


Seit einem brutalen Bullenangriff während der Generalstreik-Demo am 11. Mai in Athen liegt der Fotograf und politische Aktivist Yiannis Kafkas mit schwersten Kopfverletzungen im Koma, hier ein Hinweis auf seinen Blog, welcher eine Reihe seiner photographisch-künstlerischen Arbeiten enthält:

http://diffusedlight.blogspot.com/

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #48 am: 14:39:31 Mo. 20.Juni 2011 »
Zitat
Gewerkschaft droht mit Stromausfall in Griechenland

Mitarbeiter der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) streiken. Deswegen könne es in Griechenland besonders während der Mittagshitze zu Stromengpässen kommen.




Wegen eines Streiks der Mitarbeiter im wichtigsten Stromkraftwerk des Landes drohen in Griechenland am Montag Stromausfälle. Die Gewerkschaft erklärte, besonders während der Mittagshitze könne es zu Engpässen kommen, wenn die Menschen ihre Klimaanlagen einschalteten.

In Griechenland weiten sich Proteste gegen den geplanten Verkauf von 17 Prozent der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) aus. Die Beschäftigten gelten als besonders privilegierte Arbeitnehmer.

Die Gewerkschaft der DEI begann am Montag einen als Dauerstreik bezeichneten Ausstand. Zunächst seien sieben Elektrizitätswerke in der nordgriechischen Braunkohleregion um die Stadt Kozani besetzt und vom Netz genommen worden, berichtete das Staatsradio. Gewerkschaftsmitglieder versprachen jedoch, es werde keinen längeren oder gar kompletten Stromausfall geben.

Die DEI-Gewerkschaft macht seit Tagen mobil gegen die Privatisierung. Viele DEI-Arbeitnehmer sind Mitglieder der beiden großen Parteien, der Sozialisten (Pasok) und der Konservativen Nea Dimokratia (ND). Der Staat besitzt zurzeit 51 Prozent der Aktien des Unternehmens, das bis noch vor kurzem Monopolstatus in Griechenland hatte.
http://www.morgenpost.de/politik/article1676644/Gewerkschaft-droht-mit-Stromausfall-in-Griechenland.html

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #49 am: 09:16:18 Do. 22.Dezember 2011 »
Zitat
50 Tage Wilder Streik und Fabrikbesetzung


Bereits 50 Tage dauert der wilde Streik von 400 Stahlarbeiter_innen im Industriegebiet von Attika und die kompletten Belegschaften des Gebietes zeigten mit einem 24-stündigen Streik ihre Solidarität.

Alles ohne Parteien und Gewerkschaften gegen den Terrorismus der Bosse!
400 wildstreikende Stahlarbeiter besetzen seit 50 Tagen ihre Fabrik und das nordwestlich von Athen gelegene größte Industriegebiet Griechenlands - das Thriassio-Feld - solidarisiert sich mit einem 24-stündigen Generalstreik.
Trotzdem können sie in der argentinischen Lösung der massenhaften Fabrik- und Produktionsübernahme bisher keine Perspektive abgewinnen, weil die Bosse sowohl den Rohstoffmarkt als auch die Transportlogistik in ihrer Hand haben.

Auch die Welle der landesweiten Solidarität rollt weiter- Sammlungen, Supermarkt plündern und die Waren den kämpfenden Arbeiter_innen schicken oder ein Soli-Konzert veranstaltet vom Freien Radio 98FM:
 http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/16/athens-benefit-event-in-solidarity-to-the-steelworkers-strikers-1712/
 
Übersetzungen ins Englische von Indymedia Athen:
 http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/13/aspropyrgos-attica-the-%E2%80%98greek-steelworks%E2%80%99-strike-continues-%E2%80%94closely-flirted-by-authoritarian-political-forces/
 http://www.occupiedlondon.org/blog/2011/12/09/solidarity-with-the-struggle-of-the-striking-workers-of-steelworks-lets-go-for-indefinite-wildcat-strikes/

Proletarischer Einkauf


Am Mittwoch, den 30. November wurde eine weitere Supermarktenteignung im südlich gelegenen Athener Viertel Nea Smyrni durchgeführt. Wie die KollegAs, die an der direkten Aktion teilgenommen haben, in ihrem Kommunique schreiben:

Vereint duch gemeinsame klassenbewusste Interessen, müssen die WeltproduzentInnen des Wohlstands jeden Tag auf jene reagieren, die unser Leben beherrschen.

Mit wilden Streiks, Besetzungen, Auseinandersetzungen mit uniformierten Schweinen und kollektiven Enteignungen von Supermärkten und multinationale Unternehmen und durch Wiederaneignung der Bedeutung der Produktion und Durchführung allgemeiner Sabotage werden wir deutlich machen, dass der Wohlstand der AusbeuterInnen das Blut der Ausgebeuteten ist.
 http://de.contrainfo.espiv.net/2011/12/08/3455/
 
http://de.indymedia.org/2011/12/322003.shtml

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #50 am: 17:16:45 Sa. 21.Juli 2012 »
Zitat
Ausschreitungen bei Streik nahe Athen



Die griechische Polizei ist am Freitag mit Tränengas gegen streikende Arbeiter vor einem Stahlwerk nahe der Hauptstadt Athen vorgegangen. Es habe mehrere Zusammenstöße mit den Demonstranten gegeben, sieben seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Im vergangenen Monat hatte ein Athener Gericht den Streik für illegal erklärt. Ministerpräsident Samaras habe sich persönlich für eine Wiedereröffnung des Stahlwerks eingesetzt, das seit Ende Oktober vergangenen Jahres bestreikt wird, berichtete der staatliche Fernsehsender NET. "Das Gesetz wird durchgesetzt und das heilige Recht der Menschen zu arbeiten  ?( wird garantiert", zitierte der Sender den konservativen Regierungschef.
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3072254/ausschreitungen-bei-streik-nahe-athen.story

Zitat
Griechische Polizei greift streikende Stahlarbeiter an


Spontane Solidarität
mit den Streikenden

Die griechische Polizei ist am Freitag morgen mit Tränengas gegen die Stahlarbeiter vorgegangen, die sich seit 263 Tagen im Streik befinden. Als Antwort darauf mobilisierte die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME zu einer grossen Solidaritätskundgebung vor dem Toren des Stahlwerks. Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) verbreitete eine Stellungnahme, in der sie die griechische Regierung für die Eskalation der Lage verantwortlich machte. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut dieses Kommuniqués.



Mitteilung des Pressebüros des ZK der KKE über den Angriff der Polizeisonderkräfte auf die streikenden Stahlarbeiter

Die KKE verurteilt die Regierung von ND – PASOK – DIMAR als die Hauptverantwortlichen für die Erstürmung des Stahlwerks »Chalyvourgia Ellados« durch Polizeisonderkräfte auf Anordnung der  Staatsanwaltschaft. Wir verurteilen den Einsatz von Tränengas und Pfeffergas, das Verprügeln und die Festnahmen von Streikenden, um den Streikbrecher-Apparat vom Industriellen Manesis zu schützen.

Es bestätigt sich zum wiederholten Mal, dass dieser Staat, die Kapitalisten und ihre Regierungen vereint gegen die Arbeiter, gegen alle um ihr nacktes Überleben kämpfenden Volksschichten vorgehen.

Der Schlag, der in den frühren Morgenstunden nach Gangsterart ausgeführt wurde, zielt nicht nur auf die kämpfenden Stahlarbeiter, die seit neun Monaten für ihre Elementarrechte streiken. Es ist ein Angriff auf die gesamte Arbeiterklasse, um sie zu bezwingen, die barbarische volksfeindliche Politik zu erdulden.

Die KKE fordert den sofortigen Rückzug der Polizeikräfte aus dem Stahlwerk und die Freilassung aller Festgenommenen.

Die KKE ruft zur Stärkung der Solidarität mit dem Kampf der Stahlarbeiter. Der Terror gegen unser Volk darf nicht durchgehen!

Athen, 20.7.2012
http://www.redglobe.de/europa/griechenland/5367-griechische-polizei-greift-streikende-stahlarbeiter-an

Zitat
Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern !
von Stefan Waltherin

Stahlwerk in Aspropirgos von Spezialeinheiten gestürmt – Solidarität notwendig!
Kategorie: Griechenland2012


Soeben teilte Jordanis Georgiou, einer der Organisatoren der Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern in Deutschland, „Solidarität International“ mit:


Das von den griechischen Stahlarbeitern bestreikte Werk in Aspropirgos wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei (MAT = „Einheiten für die Wiederherstellung der Ordnung“) gestürmt. Neun Streikende wurden festgenommen. Grundlage dafür soll ein Gerichtsurteil sein, das den Streik für illegal erklärt. Es sind 10 bis 15 Streikbrecher im Werk, die von der Polizei geschützt werden. Der Stahlwerksbesitzer ruft ständig die Streikenden zur Wiederaufnahme der Arbeit auf. Gerüchte werden gestreut, Drohungen ausgesprochen usw. Den streikenden Arbeitern wird der Zugang zum Werk verwehrt. Sie fordern den sofortigen Rückzug der Polizeieinheiten und die Freilassung der Verhafteten. Es versammeln sich immer mehr Menschen aus Solidarität mit ihnen vor dem Werk, obwohl die Polizeieinheiten eine wichtige Zugangsstraße gesperrt haben. Auch landesweit beginnt sich der Protest und die Solidarität zu entwickeln. Für 17.30 Uhr soll eine große Solidaritätsdemonstration organisiert werden.

Der seit über 260 Tagen andauernde Streik ist international ein Symbol des entschlossenen Widerstands gegen die EU-Krisendiktate und ihre Folgen. Ausdrücklich haben die Stahlarbeiter von Aspropirgos erklärt, dass es ihnen nicht nur um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und die Verteidigung ihrer Löhne geht, sondern um die Zukunft aller Arbeiter und ihrer Familien. Offenbar sind die Herrschenden in der EU nach dem Marsch der spanischen Bergarbeiter auf Madrid und den seitdem dort anhaltenden Massenprotesten nervös geworden.

Obwohl sie an der Streikfront dringend gebraucht wurden, reisten die Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, Sofia Roditi, und Gewerkschaftssekretär Panagiotis Katsaros Ende Mai auf Einladung mehrerer Organisationen und zahlreicher Einzelpersonen durch Deutschland. Panagiotis Katsaros rief den Teilnehmern des 7. Internationalen Automobilarbeiterratschlags in München zu: „Wir kämpfen gegen die Konzernherrn, gegen die griechische Regierung und gegen die Troika. Aber auch gegen Widerstand innerhalb der Gewerkschaftsführung. Wir sind mit den Streikbrechern fertig geworden – und wir sind uns so einig wie am ersten Tag. Wir werden unseren Kampf fortsetzen, bis wir die Kapitalistenklasse besiegt haben.“

Jetzt brauchen die griechischen Stahlarbeiter umso dringender die internationale Solidarität. Organisiert Protest- und Solidaritätserklärungen! Rückzug aller Polizeikräfte aus dem Werk in Aspropirgos! Sofortige Freilassung aller Verhafteten! Weg mit dem Streikverbot! Für freie gewerkschaftliche und politische Betätigung!


Adresse der zuständigen Gewerkschaft PAME:

E-Mail: international@pamehellas.gr

FAX Somatio (Direkt Stahlarbeiter): 0030 210 55 78 360


Kopien bitte an buero(at)solidaritaet-international.de
http://www.giessener-zeitung.de/linden/beitrag/69218/solidaritaet-mit-den-griechischen-stahlarbeitern/


Zitat
Bestreiktes Werk der griechischen Stahlarbeiter gestürmt

Im Morgengrauen des 20. Juli stürmten Bürgerkriegseinheiten der griechischen Polizei (MAT) brutal das seit über 260 Tagen bestreikte Stahlwerk Helliniki Halivourgia in Aspropirgos bei Athen. Mit Knüppeln und Tränengas überfielen sie die Streikposten, verhafteten neun Kollegen, darunter mehrere Streikführer. Den streikenden Arbeitern wird der Zugang zum Werk verwehrt. Seit dem Vormittag versammeln sich immer mehr Menschen vor dem Werk. Sie fordern den sofortigen Rückzug der Polizeieinheiten und die Freilassung aller Verhafteten. Noch am gleichen Abend haben sich über 15.000 an einer Solidaritätsdemonstration und -kundgebung vor dem Werk beteiligt.

Die marxistisch-leninistische KOE (Kommunistische Organisation Griechenland), Mitglied der ICOR, schreibt: "Die Regierungsparteien ND, Pasok und Dimap ... wollten die Moral der Streikenden brechen, die Moral der Arbeiter, die kämpfen, die Moral des ganzen griechischen Volkes, das Widerstand leistet. Doch in diesem Fall täuschen sie sich. ... Die Herzen und Hirne von uns allen sind in Aspropirgos. Es ist unser Kampf. Gestern waren es die Madrider und die Bergarbeiter in Spanien. Heute sind wir es."

Die Fackel der spanischen Mineros

Der Versuch der gewaltsamen Unterdrückung des Streiks der griechischen Stahlarbeiter erfolgt nicht zufällig einen Tag nach landesweiten Massenprotesten in Spanien. Mehrere Millionen protestierten in 80 Städten gegen das vom Parlament beschlossene Krisenprogramm, das Kürzungen von 65 Milliarden Euro vorsieht. Allein in Madrid demonstrierten 800.000 Menschen. In den vordersten Reihen marschierten Polizisten und Feuerwehrleute in Uniform, um die Demonstration vor den paramilitärischen Aufstandsbekämpfungseinheiten zu schützen. Rote Fahnen wehten überall und gemeinsam wurde die "Internationale" gesungen. Nachdem Sicherheitskräfte brutal gegen Demonstranten vorgingen und 39 von ihnen verletzten, errichteten Zehntausende Barrikaden im Stadtzentrum.

Seit die spanischen Bergarbeiter Ende Mai gegen die EU-Pläne zum vorzeitigen Bergbau-Ende in den Streik traten und ihren "Marsch auf Madrid" durchführten, hat sich der politische Wind in Spanien gedreht. Sie setzten sich an die Spitze des Volkswiderstands gegen das von der EU diktierte Krisenprogramm im Auftrag des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals. Seit dem 11. Juli, als die Mineros von 100.000 Menschen in Madrid begeistert begrüßt wurden, erschüttern Massenkämpfe mit den Industriearbeitern an der Spitze das ganze Land. In den Regierungszentralen Europas geht die Angst um, dass daraus ein Flächenbrand entsteht, der Geist des Klassenkampfs europaweit um sich greift.

Wer steckt hinter der Werksstürmung?


Der neunmonatige Streik der griechischen Stahlarbeiter ist ein Hauptsymbol für den länderübergreifenden Übergang zur Arbeiteroffensive auf breiter Front. Er hat enge Verbindung zum Kampf der Mineros in Spanien. Die ICOR organisiert in Europa die Solidarität mit diesem Kampf. Deshalb wird er jetzt vom Staatsapparat attackiert.

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras brüstet sich damit, dass er den Einsatz der Sondereinheit der Polizei höchstpersönlich angeordnet hat. Offensichtlich geschah das in Absprache oder auf Anordnung der Troika aus EU, EZB und IWF, die die Politik in Griechenland diktiert. Jedenfalls hat man von Bundeskanzlerin Merkel kein Wort der Kritik an dem Polizeiterror gehört, während sie sich sonst gerne als "Verteidigerin der Menschenrechte" ausgibt.

Samaras droht, er werde "keine Gesetzesbrecher mehr dulden". Während es in diesem System völlig legal ist, für die "Rettung" des internationalen Bankensystems ganze Völker in Massenarbeitslosigkeit und Armut zu stürzen, werden Arbeiter, die sich gegen Massenentlassungen und Lohnkürzungen zur Wehr setzen, als "Gesetzesbrecher" kriminalisiert! Das zeigt nur, wem die herrschenden Gesetze und der bürgerliche Staat dienen.

Betrug, Lügen, Erpressung

Die Medien in Griechenland behaupten, im Werk würde bereits wieder gearbeitet. In Wahrheit waren am Abend des 20. Juli gerade mal zehn von 400 Beschäftigten im Werk, die meisten davon Angestellte. Verbreitet wird auch, die "radikal Streikenden" würden die Arbeitsplätze gefährden. Dabei ist es der Stahlkapitalist Manesis, der mit einer Schließung des Werks droht, um den Streik zu beenden. Er hatte zuvor schon 120 Arbeiter entlassen und will die Löhne um 40 Prozent senken, um seine Profite zu erhöhen.
http://www.rf-news.de/2012/kw29/bestreiktes-werk-der-griechischen-stahlarbeiter-gestuermt-jetzt-ist-die-internationale-arbeitereinheit-gefordert

Zitat
Bestreiktes Werk der griechischen Stahlarbeiter gestürmt - Solidarität entwickelt sich

20.07.12 (17 Uhr) - Im Morgengrauen stürmten heute Sondereinsatzkräfte der Polizei (MAT = "Einheiten für die Wiederherstellung der Ordnung") das seit 263 Tagen bestreikte Stahlwerk von Helliniki Halivourgia in Aspropirgos bei Athen. Mit Knüppeln und chemischen Keulen überfielen sie die Streikposten, verhafteten neun Kollegen, unter anderem Streikführer, um ganze 15 Streikbrecher ins Werk zu bringen (siehe auch Bericht von heute Mittag).

Den streikenden Arbeitern wird der Zugang zum Werk verwehrt. Sie fordern den sofortigen Rückzug der Polizeieinheiten und die Freilassung aller Verhafteten. Seit dem Vormittag versammeln sich immer mehr Menschen aus Solidarität mit ihnen vor dem Werk. Auch landesweit beginnt sich der Protest und die Solidarität zu entwickeln. Für 17.30 Uhr ist eine große Solidaritätsdemonstration geplant.

Der Versuch der gewaltsamen Unterdrückung des Streiks der griechischen Stahlarbeiter erfolgt nicht zufällig einen Tag, nachdem in Spanien Millionen von Menschen gegen das dort verabschiedete Krisenprogramm der Regierung protestierten. Die Nervosität in den Regierungen wächst. Sie reagieren damit auf die Tendenz des Übergangs zum Klassenkampf im eigentlichen Sinne, der mit dem Marsch der streikenden spanischen Bergleute auf Madrid und den daraufhin anhaltenden Massenprotesten von Zehn- und Hunderttausenden in ganz Spanien ein neues Niveau erreicht hat. Die Bergleute haben schon erklärt, dass sie, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden, nach Madrid zurückkehren werden, dann aber "mit Dynamit".

Der Einsatz einer Sondereinheit der Polizei in Griechenland ist auf höchster Ebene abgestimmt. Die Anordnung soll direkt vom Ministerpräsidenten stammen, denn diese Spezialeinheit darf nur auf direkte Anordnung des Innenministeriums eingesetzt werden. Solche weitgehenden politischen Maßnahmen sind sicherlich auch mit der Troika abgesprochen bzw. können von ihr ausgehen.
http://www.rf-news.de/2012/kw29/haende-weg-vom-streik-der-griechischen-stahlarbeiter

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #51 am: 18:52:09 Sa. 21.Juli 2012 »
Zitat
Streikversammlung beschloss Fortsetzung des Streiks

21.07.12 (17 Uhr) - Auf ihrer heutigen Versammlung beschlossen die griechischen Stahlarbeiter des Stahlwerks Aspropirgos mit überwältigender Mehrheit in geheimer Abstimmung, ihren Streik fortzusetzen - vor den Toren und den Fahrzeugen der Spezialeinheit MAT des Inneministeriums. Sie werden erst dann wieder die Arbeit aufnehmen, wenn ihre Forderungen durchgesetzt sind.

Gewerkschaftssprecher Panagiotis Katsaros und die Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, Sofia Roditi, schickten heute eine E-Mail an die Solidaritätskundgebung in Gelsenkirchen, in der sie schrieben: "Vielen Dank für die Solidarität, die sich entwickelt! Wir halten durch!"
http://www.rf-news.de/2012/kw29/aktuell-streikversammlung-beschloss-fortsetzung-des-streiks

counselor

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #52 am: 21:52:57 Mo. 23.Juli 2012 »
Polizei greift erneut griechische Stahlarbeiter an - heute bundesweit Proteste und Solidaritätsaktionen

23.07.12 (15 Uhr) - Die streikenden Stahlarbeiter im griechischen Aspropirgos teilen mit, dass MAT-Sondereinheiten der Polizei sich heute bereits mitten in der Nacht um 3.30 Uhr vor dem Werk postiert haben. Sie wollten LKWs ins Werk einschleusen, damit Ware abtransportiert werden kann. Die streikenden Arbeiter versuchten, dies zu verhindern. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Arbeiter verletzt wurden. Die Solidaritätsbewegung hat dazu aufgerufen, sofort vor das Tor zu kommen und die Streikenden zu unterstützen.
Der Protest gegen das erneute gewaltsame Vorgehen der Sondereinheiten des Innenministeriums muss heute auch zu einem Thema der Solidaritätsaktionen gemacht werden, die auf vielen Montagsdemos geplant sind. Auch vor Konsulaten in größeren Städten wie Frankfurt/Main, Düsseldorf und München waren für heute Protestkundgebungen geplant (siehe auch aktuelles Flugblatt der MLPD). Aus München berichtet ein Korrespondent:
"Heute Vormittag um 11.30 Uhr übergab eine Delegation griechischer und deutscher Kollegen sowie Vertreter fortschrittlicher Organisationen im griechischen Konsulat in München eine Protesterklärung gegen die Unterdrückung des Stahlarbeiterstreiks in Aspropirgos. Griechische Kolleginnen und Kollegen in der Warteschlange und am Eingang zum Konsulat verfolgten aufmerksam und gespannt das Geschehen. Mehrere bedankten sich ausdrücklich für die Solidarität auch deutscher Kollegen und von Marxisten-Leninisten.
 Die Vertreterin des Konsuls nahm die Protesterklärung entgegen, die im Namen der Teilnehmer unter anderem von MLPD, DKP, SDAJ, KKE und Ver.di übergeben wurde. Kaum war die Delegation aus dem Konsulatsgelände wieder auf dem Bürgersteig angekommen, forderte die Polizei die Ausweise sämtlicher beteiligter Personen. Angeblich hätte das Konsulat die Polizei gerufen, was aber ein Vertreter des Konsulats gegenüber dem Polizeieinsatzleiter und der Delegation abstritt.
 Das gemeinsame Warten der Delegationsteilnehmer auf dem Bürgersteig vor dem Konsulat auf den Termin beim Konsul soll nun gegebenenfalls als "unangemeldete Versammlung" ausgelegt werden. Die Delegationsteilnehmer protestierten entschieden gegen diese undemokratische Behinderung, wurden aber von Polizeikräften am Verlassen des Orts gehindert und mussten ihre Personalien feststellen lassen. Teilnehmer der Delegation überlegen nun weitere gemeinsame Schritte in der Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern und gegen jeden Kriminalisierungsversuch des Staatsapparats."

Quelle: RF News

Griechische Stahlarbeiter wehren sich gegen Tränengas und Knüppel

23.07.12 (16.30 Uhr) - Die griechischen Stahlarbeiter berichten aktuell, dass zur Zeit richtige Schlachten mit der Polizei statt finden. Diese setzt Tränengas und Knüppel ein. Ein Arbeiter wurde so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste (siehe Video 1 und Video 2 dazu). Die Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, Sofia Roditi, schreibt per SMS:
"Hier ist die Hölle los. Wir werden mit Tränengas und Knüppeln angegriffen. Wir wehren uns dagegen, dass die MAT-Einheiten Lkw's reinschleusen, um den Stahl weg zu bringen. Der Arbeitsminister hat gestern erklärt, das ab morgen drei Tage lang Gespräche über die Forderungen der Stahlarbeiter statt finden sollen. Als Bedingung stellte er, dass das Tor frei ist und keine Polizei mehr da ist. Was für ein Heuchler? Wer schickt denn die Polizei dahin? Seine Regierung! Derzeit ist der Arbeitsminister nicht erreichbar. Meldet das in der ganzen Welt, damit sie erfahren, wie dieses System mit den Arbeitern umgeht, wenn sie unbeugsam sind und kämpfen!"

Quelle: RF News


http://www.facebook.com/video/video.php?v=4363445606540&oid=112660025463166#
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Nick N.

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #53 am: 00:47:29 Di. 24.Juli 2012 »
Zitat
"Pleite-Griechen''-Debatte kommt Deutsche teuer
Sprachwissenschaftler: Spiel mit Feuer macht Empathie unmöglich
http://www.pressetext.com/news/20120723016
Satyagraha

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #54 am: 18:39:41 Di. 24.Juli 2012 »


"Der Streik geht weiter - wir werden kämpfen, bis wir unser Recht erhalten!"
 
24.07.12 (17 Uhr) - Diese Losung stand auf einem riesigen Transparent, mit dem die griechischen Stahlarbeiter gestern an der Spitze einer Demonstration zum Omoniaplatz im Zentrum von Athen marschierten. Tausende Menschen beteiligten sich an dieser Solidaritätsdemo. Die Demonstranten verurteilten den brutalen Angriffen der MAT-Sondereinheiten der Polizei. In Aspropirgos begleiteten diese heute unter großem Protest der Streikenden zwei Lkw mit Ladungen aus der Fabrik zum Hafen. Dazu wurde zeitweise die gesamte Autobahn gesperrt.
 In 70 weiteren Städten fanden gestern in Griechenland ebenfalls Demonstrationen statt, deren Teilnehmer sich mit den Stahlarbeitern solidarisierten. Auch weltweit gab es zahlreiche Solidaritätsdemonstration und -kundgebungen. In Melbourne und Sydney (Australien) genauso wie in Pakistan, wo sich unter anderem Beschäftigte der Zuckerindustrie und Bahnarbeiter daran beteiligten, und weiteren Ländern.
 In Deutschland machten die Montagsdemonstranten in über 100 Städten die Solidarität zu ihrer Sache und in München, Düsseldorf und Frankfurt/Main gab es Protestkundgebungen vor den griechischen Konsulaten.

Quelle: RF News
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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #55 am: 20:38:01 Do. 26.Juli 2012 »
Streikleitung der Stahlarbeiter von Aspropirgos: "Wir streiken weiter!"

25.07.12 (22 Uhr) - Die Streikleitung der Stahlarbeiter von Aspropirgos wandte sich heute an die Öffentlichkeit und verurteilte die Regierung, weil sie zulässt und unterstützt, dass Lkw die Arbeitsprodukte, die sie vor neun Monaten hergestellt haben, heute wieder um 9.30 Uhr weg transportiert haben. In ihrer Botschaft heißt es:

"Wir sagen es nochmals: Unsere Versammlung hat beschlossen, dass wir den Streik fortsetzen. Wir streiken weiter! Heute ist der 269. Tag. Die Arbeit wird dann aufgenommen, wenn sich die Stahlarbeiter dazu entschließen. Wir wissen, dass Manesis (Besitzer der Stahlfabrik - Anm. der Red.) ohne uns keine Öfen fahren kann. Seine Leute, die er jetzt im Werk hat, können nur putzen."

 Sofia Roditi, Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, und Panagiotis Katsaros von der Gewerkschaft der Stahlarbeiter schreiben: "Vielen Dank Euch allen für Eure Solidarität. Ich hoffe, dass ihr einverstanden seid, wenn wir Eure Solidaritätserklärungen übersetzen und allen zur Verfügung stellen. Sie helfen uns in diesen schweren Stunden, die wir gerade erleben.

 Sie haben heute mit einer größeren Verstärkung der Polizei weitere Transporte von Stahl durchgeführt. Sie nehmen die Produkte, die wir erarbeitet haben. Mit den 20 Angestellten im Werk (davon hat die Hälfte noch nie die Produktionsstätte gesehen) können sie nicht arbeiten. Sie brauchen uns. Ohne uns läuft nichts. Stahl herstellen kann man nicht so einfach wie Brötchen backen. Wir melden uns bald und informieren Euch weiter.

 Heute fand eine Versammlung der Stahlarbeiter statt und es wurde festgelegt, dass das Treffen mit dem Arbeitsminister am Freitag stattfinden soll, mit den bekannten Forderungen. Am Samstag um 11 Uhr wird dann mit allen Stahlarbeitern über die Ergebnisse beraten und das weitere Vorgehen festgelegt."

Quelle: RF News

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1154024.html
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Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #56 am: 11:18:22 Fr. 26.April 2013 »
Zitat
Proteste und Streiks ab heute und bis Ostersonntag

Auf Grund von neuen Sparmaßnahmen der Regierung kommt es in diesen Tagen zu Protestaktionen vor allem im öffentlichen Dienst. In den Streik treten heute Kommunalangestellte und Angestellte der Drogenentzugsanstalten. Am 1. Mai streiken die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes und des Privatsektors.


Zu mehreren Protesten kommt es heute vor allem im öffentlichen Sektor in Griechenland. Hintergrund ist eine Multi-Gesetzesnovelle der Regierung, die am Sonntag verabschiedet werden soll. Festgelegt werden soll darin u. a. das Verfahren, durch das der öffentliche Bereich entschlankt werden soll. Die Angestellten der Kommunalverwaltung mit befristeten Verträgen, die besonders von dieser Regelung betroffen sind, streiken deshalb heute ganztägig. Die übrigen Kommunalangestellten legen ab 11.30 Uhr und bis Dienstende ihre Arbeit nieder. Ab 12.00 Uhr versammeln sie sich zu einer Kundgebung am Karaiskaki-Platz. Es folgt ein Protestmarsch bis vor das Ministerium für Verwaltungsreformen. Ebenfalls um 12.00 Uhr hat die Dachgewerkschaft Öffentlicher Dienst (ADEDY) zu einer Protestkundgebung vor dem Finanzministerium aufgerufen. Heute Vormittag haben die Angestellten der Drogenentzugsanstalten OKANA (siehe Foto) eine Protestaktion vor dem Athener Parlament durchgeführt. Damit wollen sie eine großzügigere Finanzierung ihres Bereiches erreichen. Für den 1. Mai hat die ADEDY in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft der Privatangestellten (GSEE) zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. An diesem Tag werden ganztägig auch die Seemänner in den Ausstand treten. Die Regierung hat hingegen beschlossen, dass die Feierlichkeiten der Arbeitnehmer anlässlich des offiziellen Mai-Feiertages, auf Dienstag, den 7. Mai verschoben werden. Grund dafür ist, dass der diesjährige 1. Mai in die Karwoche der orthodoxen Ostkirche fällt.

Am Karsamstag, dem 4. Mai, werden die Angestellten bei der Athener Vorortbahn „Proastiakos“ ab 18.00 und bis Dienstende ihre Arbeit niederlegen. Am darauffolgenden Ostersonntag (5. Mai) werden sie ganztägig streiken. Offiziell begründen sie das damit, dass sie mit diesem Protest die Unterzeichnung von Rahmentarifverträgen durchsetzen und Privatisierungen in ihrem Bereich verhindern wollen.
http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=14557

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #57 am: 14:08:56 Mi. 18.September 2013 »
Zitat
Protest gegen Entlassungen:
Streikwelle im öffentlichen Dienst in Griechenland beginnt

Tränengas gegen demonstrierende Schulwarte: Zu Beginn der Streikwelle in Griechenland soll die Regierung um Antonis Samaras hart gegen Protestierende vorgegangen sein. Der Arbeitskampf wird sich in den kommenden Tagen weiter zuspitzen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/in-griechenland-hat-streikwelle-im-staatlichen-bereich-begonnen-a-922441.html

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Weitere Streiks gegen Stellenabbau in Griechenland

In Griechenland gibt es weitere Protestaktionen gegen das Sparprogramm der Regierung. Heute früh traten auch Mitglieder der größten Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes in einen 48-stündigen Ausstand. Schulen blieben geschlossen, Krankenhäuser arbeiteten nur mit Notbesetzungen, Bedienstete von Stadtverwaltungen und der Zoll- und Finanzbehörden blieben der Arbeit fern. - Die am Montag begonnenen Proteste richten sich vor allem gegen den Stellenabbau im öffentlichen Dienst Griechenlands. Hier sollen bis Ende des nächsten Jahres insgesamt 15.000 Arbeitspätze abgebaut werden.
http://www.dradio.de/nachrichten/  Mittwoch, 18. September 2013 14:00 Uhr

Kuddel

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #58 am: 13:20:47 So. 31.Januar 2016 »
Syriza und Tsipras wurden von der EU/Deutschland in die Knie gezwungen und vorloren damit ihre Bedeutung.
Der Widerstand geht weiter.
Direkte Aktionen sind ein wichtiges Kampfmittel.

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Brandanschlag auf Tsipras-Berater

Griechenlands Regierung kämpft um die Rentenkürzung. Doch die Proteste werden härter. Brandsätze werden auf das Haus eines Beraters von Ministerpräsident Tsipras geworfen. Auf der Insel Lesbos sitzen Tausende Menschen fest. Die Regierung will die Reformen verlangsamen.


Unbekannte haben im Athener Stadtteil Exarchia mehrere Brandsätze auf das Haus des griechischen Staatsministers Alekos Flabouraris geworfen. Nach Angaben der Polizei entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand. Ein Fahrzeug des Personenschutzes des Beraters von Ministerpräsident Alexis Tsipras sei ausgebrannt, ein zweites schwer beschädigt, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Angriffe gegen Politiker, Banken und Geschäftsleute haben seit Verhängung der unpopulären Sparmaßnahmen als Gegenleistung für die Rettungspakete der internationalen Gläubiger des Krisenlandes erheblich zugenommen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/renten-streit-in-griechenland-brandsatz-auf-alekox-flabouraris-14042760.html

Statt in den Parlamenten, wird wieder in den Betrieben gekämpft:
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Streik wegen Fraport-Einstieg

Aus Protest gegen die Verpachtung von 14 griechischen Regionalflughäfen an ein deutsch-griechisches Konsortium unter Führung des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport will die Gewerkschaft der griechischen zivilen Luftfahrt (OSYPA) an diesem Freitag die Arbeit für 24 Stunden niederlegen. Der Ausstand wird nach Angaben der griechischen Fluglinien keine Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr haben. Dagegen fallen die meisten Inlandsflüge am Freitag aus, hieß es.

Fraport hatte vor knapp einem Monat einen Konzessionsvertrag über 40 Jahre für die Übernahme von 14 Regionalflughäfen im EU-Krisenstaat mit dem griechischen Privatisierungsfonds abgeschlossen. Gemeinsam mit dem griechischen Partner Copelouzos Group will der Konzern die Flughäfen im Herbst übernehmen.

Die griechische Luftfahrtgewerkschaft klagte beim obersten griechischen Verwaltungsgericht. Die Verhandlung beginnt an diesem Freitag. Die Gewerkschaft befürchtet harte Einsparungen seitens der neuen Betreiber. Juristen gingen jedoch davon aus, dass das Gericht die Verpachtung genehmigen wird.

Für die 14 Flughäfen - unter anderem auf den Inseln Rhodos, Santorini und Mykonos - zahlt das Fraport-Konsortium einmalig 1,234 Mrd. EUR, verpflichtet sich zu Investitionen an den Flughäfen (330 Mio. EUR bis 2020) und führt eine jährliche Konzessionsabgabe von 22,9 Mio. EUR an den griechischen Staat ab.
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Streiks und Proteste in Griechenland dauern an

30.01.2016 Athen. Athen (dpa) - Als Protest gegen die geplante Rentenreform blockieren griechische Landwirte auch heute wieder viele wichtige Verbindungsstraßen des Landes. Der Streik der Seeleute dauert ebenfalls an. Noch bis morgen Früh sollen die Fähren in den Häfen liegen bleiben, so dass die meisten Inseln vom Festland abgeschnitten sind. Besonders problematisch ist das für die Inseln, an deren Küsten täglich weitere Flüchtlinge von der Türkei aus anlanden. Auf Lesbos sitzen bereits mehr als 7000 Menschen fest.


Als Protest gegen die geplante Rentenreform blockieren griechische Landwirte auch heute wieder viele wichtige Verbindungsstraßen des Landes. Der Streik der Seeleute dauert ebenfalls an. Noch bis morgen Früh sollen die Fähren in den Häfen liegen bleiben, so dass die meisten Inseln vom Festland abgeschnitten sind. Besonders problematisch ist das für die Inseln, an deren Küsten täglich weitere Flüchtlinge von der Türkei aus anlanden. Auf Lesbos sitzen bereits mehr als 7000 Menschen fest.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/ticker/Streiks-und-Proteste-in-Griechenland-dauern-an-article3164888.html

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Streiks gegen Rentenreform in Griechenland verlängert

Der Links-Rechts-Regierung unter Alexis Tsipras stehen schwierige Zeiten bevor: In Griechenland nehmen die Proteste gegen eine geplante Rentenreform immer größere Dimensionen an. Landwirte, Seeleute, Freischaffende und bald auch die Staatsbediensteten streiken und protestieren auf der Straße. Eine Pattsituation zeichne sich ab, werteten griechische Medien: Ohne die Rentenreform kann Tsipras nicht mit weiteren Hilfen der Gläubiger rechnen. Die Gewerkschaften zeigen sich aber zum Kampf entschlossen.

Am Freitag liefe den dritten Tag in Folge keine Fähren aus Piräus aus. Der Streik werde bis Sonntagmorgen andauern, teilte die Gewerkschaft der Seeleute mit. Ursprünglich sollte dieser Streik am Freitag enden. Das hat auch Folgen für die Migration: Auf den Inseln der Ostägäis sitzen Tausende Migranten fest, weil sie nicht nach Piräus fahren können. Allein auf der Insel Lesbos sollen mehr als 4000 Migranten auf ein Schiff warten.

Auch die Rechtsanwälte verlängerten ihren seit mehr als einer Woche andauernden Streik bis einschließlich Montag. Aufgebracht sind auch die griechischen Bauern: An mehreren Stellen sperrten sie vorübergehend wichtige Straßenverbindungen und Grenzübergänge mit ihren Treckern. Rund 25 000 Trecker sollen nach Schätzungen griechischer Medien auf den Straßen sein. Die Polizei leitete den Verkehr auf Alternativstrecken um. Auch die Straße zum Flughafen Athens wurde am Freitag etwa eine Stunde lang mit Traktoren gesperrt. Die Landwirte ließen aber hier Flugreisende und Notfälle durch, berichtete das griechische Fernsehen. Am 4. Februar sind umfangreiche Streiks angesagt, von den Gewerkschaften als "Generalstreik" eingestuft.

Die geplante Rentenreform sieht im Schnitt Kürzungen von 15 Prozent für alle künftigen Rentner vor. Zudem sollen die Rentenbeiträge für Landwirte und Freischaffende erheblich angehoben werden. Regierungschef Alexis Tsipras hat wiederholt gewarnt, das Rentensystem könnte ohne diese Reform bald zusammenbrechen.
http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/roundup-streiks-gegen-rentenreform-in-griechenland-verlaengert-14041138.html

Rappelkistenrebell

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Re:Griechenland streikt!
« Antwort #59 am: 16:26:06 So. 31.Januar 2016 »
Bereitschaftspolizei in Einsatz gegen die Streikenden!

Die Regierung von SYRIZA – ANEL setzte am Samstag den 21.11 in der Morgendämmerung die Bereitschaftspolizei in Einsatz gegen die Arbeiter des Geflügelzuchtbetriebs  „Sura“ in Thessaloniki gemäß der Anforderung der Arbeitsgeber, weil die Arbeiter wagten, mit Streik ihre seit mehreren Monaten ausstehenden Zahlungen einzufordern!


Um c.a 4:30 Uhr morgens fand ein massiver, organisierter Eingriff der Bereitschaftspolizei in die Anlagen des Betriebs statt, während dessen vor dem Amtsrichter 28 Arbeiter verhaftet wurden. Gegen sie wurden die Anklagen der „illegalen Gewalt“ und der „ Störung des Betriebsfriedens“ erhoben. Unter ihnen waren Leonidas Stoltidis, Sekretär des Arbeitszentrums in Thessaliniki und Mitglied der Exekutivsekretariat von PAME, Manolis Karandoussas, Vorsitzender des Lebensmittelverbandes, Jannis Tzavaras, Vorsitzender der Betriebsgewerkschaft der Untrenehmensgruppe, 4 Mitglieder des Vorstands der Lebensmittelgewerkschaft in Zentralmakedonien u.a.           
Der Eingriff wurde von PAME verurteilt, während eine Delegation der KKE Einspruch an die Polizeidirektion in Thessaloniki erhob. Während der ganzen Mobilisierung, befanden sich an der Seite der Arbeiter eine erweiterte Delegation der Parteiorganisation  der KKE in Zentralmakedonien,  Sakis Vardalis, Mitglied des ZK der KKE und Abgeordneter sowie Sotiris Sarianopoulos, MdEP der KKE.

IM LINK MIT FOTO UND VIDEO


http://inter.kke.gr/de/articles/Bereitschaftspolizei-in-Einsatz-gegen-die-Streikenden/

Gegen System und Kapital!


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