Autor Thema: [Sexarbeit] KN 22.1.03  (Gelesen 37041 mal)

Kalle

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« am: 17:12:43 Mi. 22.Januar 2003 »
aus KN-Online:

Kampfansage an das Milieu
Kontrollen in einem Bordell richteten sich gegen Ausbeutung und illegale Beschäftigung
 

 
Es ist eine Kampfansage an das Rotlichtmilieu: Etwa 150 Beamte von Polizei, Bundesgrenzschutz, Arbeitsamt, Steuerfahndung und Ausländeramt durchkämmten gestern gleich zweimal ein Bordell an der Flämischen Straße. Es ist das erklärte Ziel der Aktion, die illegale Beschäftigung von Prostituierten und deren Ausbeutung zu verhindern. Um 13 Uhr riegelten die Beamten der Einsatzhundertschaft aus Eutin den "Innenhof" das erste Mal ab. Mit Sturmhauben maskierte und mit Panzerwesten ausgerüstete Polizisten öffneten die rund 60 Zimmer in dem Bordell und nahmen 30 Frauen vorläufig fest. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass bei 19 Frauen der Verdacht vorliegt, dass sie sich illegal in Deutschland aufhalten. Die Polizei ermittelt bereits seit Jahren gegen die Betreiber der vier Bordelle im Dreieck zwischen Wall und Flämischer Straße. In nur zwei Jahren wurden 170 zumeist osteuropäische Frauen festgenommen, die ohne Arbeitserlaubnis in Deutschland "angeschafft" haben.
30 Frauen nahm die Polizei gestern Mittag im "Innenhof" fest. Bei 19 bestand der Verdacht, dass sie in Deutschland illegal als Prostituierte arbeiten.

Der Betreiber des "Innenhofes" soll ins Visier geraten sein, weil er auch ein Bordell in Rostock und in Grevenkrug betreibt. Das Haus nahe Bordesholm werde derzeit sogar ausgebaut. Aus der Polizei verlautete, dass dieser Betreiber verdächtigt werde, die illegalen Prostituierten zwischen seinen Bordellen hin und her zu schieben. Denn Frauen, die das erste Mal erwischt werden, werden nicht abgeschoben. Sie erhalten eine schriftliche Ausweisungsverfügung und müssen dann innerhalb von drei Tagen Deutschland verlassen. In der Praxis würden die Frauen aber nach dem Aufgriff von ihren Zuhältern nach Lübeck, Neumünster und Hamburg geschafft, um dort weiter zu arbeiten.

Damit das in Kiel möglichst selten geschieht, droht die Polizei mit Kontrollen rund um die Uhr. Gestern Abend schlugen die Beamten ein zweites Mal im "Innenhof" zu, um möglicherweise die "zweite Schicht" in dem Bordell auch noch zu erwischen. Und einige Stunden später war sogar noch eine Gruppe des 2. Polizeireviers im Einsatz, um den Kontrolldruck hoch zu halten. Schleuser, Zuhälter und Frauen sollen erkennen, hieß es gestern, dass stündlich mit Kontrollen zu rechnen sei und dass sich das Geschäft mit den Illegalen nicht mehr lohne.

In den vier Bordellen im Kieler Rotlichtmilieu gibt es zur Zeit rund 170 Betten. Die Betreiber verlangen nach KN-Informationen rund 100 Euro pro Tag und Zimmer - ergibt bei voller Belegung eines Tagesumsatz von 170000 Euro. Aus den Vernehmungen weiß die Polizei, dass zur Zeit vor allem viele Frauen aus Bulgarien von Landsleuten unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt würden. Zwar wüssten sie oft, dass es sich um Prostitution handele - doch über die wahren Verdienstmöglichkeiten würden sie nicht aufgeklärt. Die Polizei spricht von Abhängigkeit und Ausbeutung, die Grenzen zur Zwangsprostitution sind fließend oder gar nicht mehr vorhanden.

Die Aktionen von gestern, die massiv weiter geführt werden sollen, wurden von der neuen Ermittlungsgruppe Milieu (wir berichteten) geplant und organisiert. Die Kontrollen richteten sich nicht gegen die Frauen oder die Prostitution an sich, betonte Kripochef und Einsatzleiter Torsten Steffens, sondern gegen ihre Ausbeutung und die zahlreichen Verstöße gegen das Ausländergesetz. Darum werde die "intensive Zusammenarbeit" mit der Beratungsstelle contra, die sich um Opfer des Frauenhandels kümmert, fortgesetzt.

Tim Holborn

Spiderman

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #1 am: 14:24:23 Do. 23.Januar 2003 »
Welch übler Witz! Die Einsatzleitung behauptet vor der Presse die Razzia sei im Interesse der Frauen und dann erfährt der Leser, die Erstürmung mit Haßkappe und Panzerweste hätte 19 Festnahmen von Frauen und deren mögliche Ausweisung innerhalb von 3 Tagen zur Folge.

Daß sie kein Aufenthalts- und Arbeitsrecht hier haben ist nicht ihnen, sondern der Politik anzulasten. Kein Mensch ist illegal! Erst durch diesen Status können sie noch radikaler ausgebeutet werden als Frauen mit legalen Papieren. Wollte man etwas im Interesse der Frauen tun müßte man ihnen Alternativen anbieten, einen Broterwerb zu besseren Konditionen ermöglichen.

Bulleneinsätze gegen die Schwächsten in der Gesellschaft sind ja nichts neues. Aber das als Kampf gegen die Ausbeutung zu verkaufen, das ist wohl der Geist der heutigen Zeit.

Mike

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #2 am: 01:04:50 Mi. 19.Februar 2003 »
In Hamburg sind Polizeieinsätze gegen "illegal" arbeitende Prostituierte fast Alltag.

Jetzt versucht es wohl auch Kiel mit dem "SCHILL-Kurs" !?!

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #3 am: 19:59:45 Di. 06.Mai 2003 »
Das Forum SEXARBEIT gehört zu den meistbesuchten bei Chefduzen. Man sollte hier Klartext reden und ein paar minimal-Forderungen gegen die Ausbeutung im "ältesten Gewerbe" formulieren!

-Keine Abschiebung von Frauen ohne Aufenthaltsgenehmigung!!!

-Anerkennung der Sexarbeit als Beruf mit allen Konsequenzen wie         Krankenversicherung, Recht auf Umschulung und Rentenzahlung.

-Möglichkeiten entwickeln, daß die Frauen in Selbstverwaltung ihrem Beruf nachgehen können ohne dem ausbeuterischen und gewalttätigen Ludenpack. (bei einem Wettbewerb zum Umbau der Bremer Bordellstraße haben Architekturstudenten ein solches Konzept vorgeschlagen).

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #4 am: 23:22:55 Fr. 24.Oktober 2003 »
Schon wieder stürmten 50 Bullen Kieler Bordelle um die Papiere der Sexarbeiterinnen zu kontrollieren. Und die KN durfte zum Knipsen dabeisein!
Erst erklärt der Polizeipressesprecher, die Aktion würde sich nicht gegen die Frauen richten, dann wird lapidar erwähnt, daß eine Frau die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen mußte um anschließend ans Ausländeramt übergeben zu werden...


Und weitere Bullenüberfälle wurden bereits angedroht.

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #5 am: 14:56:59 Fr. 18.Februar 2005 »
Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V
Engelsburgerstr. 168
44793 Bochum
Telefon (49)-234-9041-380
Telefax (49)-234-9041-381
mfh-bochum@gmx.de
http://www.bo-alternativ.de/mfh


Presseerklärung, Donnerstag, 17.02.2005


Wer Menschenhandel bekämpfen will, muss Rechte von Betroffenen stärken

• „Visa-Erlass“ wird ideologisch zur Affaire gemacht
• Medizinische Flüchtlingshilfe fordert Legalisierung für Opfer von
Frauenhandel
• UN-Konvention zum Schutz der Rechte der WanderarbeitnehmerInnen jetzt unterzeichnen !


Seit Wochen bestimmt ein „Visa-Erlass“ die Schlagzeilen, mit dem das Bundesaußenministerium die Vergabe von Einreisevisa zwischen März 2000 und Juli 2001 erleichtert hatte. Diese vorübergehende Humanisierung der Einreisepraxis lässt in Wahlkampfzeiten die Wellen scheinheiliger Entrüstung höher schlagen. Erhitzt klagen konservative Gemüter über die vermeintliche Begünstigung von Menschenhandel, insbesondere im Prostitutionsgewerbe. In NRW wirft CDU-Spitzenkandidat Rüttgers der grünen Ministerin Höhn vor, es sei "moralisch unanständig", wenn diese darauf verweist, dass Prostituierte, sich häufig in einer viel schlimmeren Situation befinden, wenn diese sich illegal in Deutschland aufhalten müssen. Mit den Vorwürfen der konservativen Parteien wird erneut Stimmung auf dem Rücken der  betroffenen MigrantInnen gemacht.

Die Medizinische Flüchtlingshilfe hat immer wieder auch mit Frauen zu tun, die sich als Prostituierte in Deutschland aufhalten. Wer die Menschenrechte dieser Frauen wirklich stärken will, der muss ihnen zunächst zu einem legalen Status verhelfen. Andernfalls haben diese keine Chance das "Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse von Prostituierten (ProstG)" überhaupt zu nutzen. Nur so wird es auch möglich Opfer von Frauenhandel zu gerichtsverwertbaren Aussagen zu bewegen um den Hintermännern dieses kriminellen Gewerbes das Handwerk zu legen. Die Medizinische Flüchtlingshilfe setzt sich unter beiden Aspekten für die sofortige Legalisierung der Opfer von Frauenhandel ein.

Menschenhandel wird nicht etwa durch eine liberale, sondern durch eine restriktive Einreisepraxis begünstigt. Je höher die Mauern um die Festung Europa gezogen und legale Einreisewege verschlossen werden, desto mehr Menschen sind gezwungen, sich in die Hände krimineller Schleusergruppen zu begeben, wenn sie nach Europa gelangen wollen. Dieser Markt ist ein Produkt der Abwehrpolitik gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen wie sie von den Unionsregierungen in den 90er Jahren in Gang gesetzt wurde.

"Jemand wie Rüttgers sollte sich zum Thema 'Reisefreiheit' besser nicht mehr äußern," erklärt Knut Rauchfuss von der Medizinischen Flüchtlingshilfe. "Schon vor fünf Jahren vergiftete er mit seinem ‚Kinder statt Inder’-Wahlkampf das gesellschaftliche Klima und lieferte den Rechtsradikalen eine ideologische Steilvorlage. Von Rüttgers ist wohl auch heute nichts anderes zu erwarten, als die derzeitigen unappetitlichen Ressentiments gegen Menschen aus Osteuropa," so Rauchfuss weiter.

Die Medizinische Flüchtlingshilfe fordert das Bundesaußenministerium auf, den bisher eher defensiven Umgang mit der Visa-Affaire aufzugeben und sich stärker als bisher einer humanitären Einreisepolitik zu verpflichten.

Um die Menschenrechte hier lebender MigrantInnen zu stärken, ist die Ratifizierung der "UN-Konvention für die Rechte der Wanderarbeitnehmer" längst überfällig.

Am 18. Dezember 1990 verabschiedete die UNO-Generalversammlung die WanderarbeitnehmerInnen-Konvention. Die Konvention konkretisiert die Menschenrechte, wie sie insbesondere in den Internationalen Pakten in allgemeiner Form niedergelegt sind, und formuliert explizit, welche Rechte den ArbeitsmigrantInnen und ihren Familien zustehen. Die Konvention ist am 1. Juli 2003 in Kraft getreten: Bis heute wurde sie von 27 Staaten ratifiziert - nicht von der Bundesrepublik Deutschland.

Die Medizinische Flüchtlingshilfe fordert die Bundesregierung zur Ratifizierung der Konvention auf.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Micki

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #6 am: 10:53:59 So. 20.Februar 2005 »
Zitat
Original von
Das Forum SEXARBEIT gehört zu den meistbesuchten bei Chefduzen. Man sollte hier Klartext reden und ein paar minimal-Forderungen gegen die Ausbeutung im "ältesten Gewerbe" formulieren!

-Keine Abschiebung von Frauen ohne Aufenthaltsgenehmigung!!!

-Anerkennung der Sexarbeit als Beruf mit allen Konsequenzen wie         Krankenversicherung, Recht auf Umschulung und Rentenzahlung.

-Möglichkeiten entwickeln, daß die Frauen in Selbstverwaltung ihrem Beruf nachgehen können ohne dem ausbeuterischen und gewalttätigen Ludenpack. (bei einem Wettbewerb zum Umbau der Bremer Bordellstraße haben Architekturstudenten ein solches Konzept vorgeschlagen).

zu deinem ersten Punkt:
Dies hat nichts mit dem Job zu tun. Es wird immer abgeschoben so keine Aufenthaltsgenehmigung vorhanen und man der Person habhaft wird und das weis.

zu deinem zweiten Punkt:
Da bist du anscheinend nicht auf dem Laufenden.
Sexarbeit ist seit einigen Jahren nicht mehr illegal. Sondern eine freiberufliche Tätigkeit. Man kann auch horizontalgewerblich tätige Personen anstellen mit voller Versicherungsschutz.

zu deinem dritten Punkt:
Also grundsätzlich kann man das immer auf eigene Rechnung machen und einem Zusammenschluß von Horizontalgewerblich Tätigen Personen steht meiner Meinung nach auch nix im wege wer net auf eigene Kappe arbeiten will.

Carpe Noctem

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #7 am: 13:41:52 Di. 22.Februar 2005 »
Zitat
Original von
-Anerkennung der Sexarbeit als Beruf mit allen Konsequenzen wie         Krankenversicherung, Recht auf Umschulung und Rentenzahlung.

Die Legalität besteht bereits. In Folge dessen werden von Arbeitsagenturen inzwischen Frauen zur Arbeit in Bordelle vermittelt. Über solche Konsequenzen hast du mit Sicherheit gar nicht nachgedacht. Männer sollten sich aus feministischen Themen raus halten, da kommt nur Schwachsinn bei rum.

CN
Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"

geishapunk

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #8 am: 15:52:58 Di. 22.Februar 2005 »
Zitat
Original von Carpe Noctem
Zitat
Original von
-Anerkennung der Sexarbeit als Beruf mit allen Konsequenzen wie         Krankenversicherung, Recht auf Umschulung und Rentenzahlung.

Die Legalität besteht bereits. In Folge dessen werden von Arbeitsagenturen inzwischen Frauen zur Arbeit in Bordelle vermittelt. Über solche Konsequenzen hast du mit Sicherheit gar nicht nachgedacht. Männer sollten sich aus feministischen Themen raus halten, da kommt nur Schwachsinn bei rum.

CN

Uhoh... ne, sorry! Ich lasse mir bzw. den Männern die Teilnahme an Themen nicht verbieten! Soweit ist die Gleicherberechtigung dann doch noch nicht!

Bitte mal den Ball schön in Bodennähe halten...

Carpe Noctem

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #9 am: 17:48:34 Di. 22.Februar 2005 »
Zitat
Original von geishapunk
Uhoh... ne, sorry! Ich lasse mir bzw. den Männern die Teilnahme an Themen nicht verbieten! Soweit ist die Gleicherberechtigung dann doch noch nicht!

Na gut, ich ruder schon zurück. Nur so eine desinformierte "Bemerkung zugunsten der Frauen" wie da oben finde ich Schw........... dabei bleib ich auch.

Zitat
Bitte mal den Ball schön in Bodennähe halten...

Dafür müsste ich mich selbst dauerhaft gebückt bewegen. Darin bin ich trotz prekärem Arbeitsvertrag noch sehr ungeübt :D

Nix für Ungut, dich hab ich damit gar nicht gemeint.

Grüsse - CN
Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"

Micki

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #10 am: 17:58:11 Di. 22.Februar 2005 »
So weit ich weis hat die BA folgenden Modus was Horizontalgewerbliche Arbeit betrifft:

Es erfolg normal keine aktiv Vermittlung: d. h. Man nimmt Stellenangebote auf, und wenn gezielt nach solchen Stellen gefragt wird werden die auch weitergegeben.

geishapunk

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #11 am: 13:33:39 Mi. 23.Februar 2005 »
Zitat
Original von Carpe Noctem
Zitat
Original von geishapunk
Uhoh... ne, sorry! Ich lasse mir bzw. den Männern die Teilnahme an Themen nicht verbieten! Soweit ist die Gleicherberechtigung dann doch noch nicht!

Na gut, ich ruder schon zurück. Nur so eine desinformierte "Bemerkung zugunsten der Frauen" wie da oben finde ich Schw........... dabei bleib ich auch.


Jo, über den Sinn oder Unsinn irgendwelcher Bemerkungen kann man ja auch gerne reden.

Zitat
Zitat
Bitte mal den Ball schön in Bodennähe halten...

Dafür müsste ich mich selbst dauerhaft gebückt bewegen. Darin bin ich trotz prekärem Arbeitsvertrag noch sehr ungeübt :D

Nix für Ungut, dich hab ich damit gar nicht gemeint.

Grüsse - CN

Ich hab doch gar nicht von Dir verlangt das Du gebückt gehen sollst!

Ich weiß das du mich nicht gemeint hast, aber indirekt hast Du alle Männer angesprochen! Und persönlich halte ich es für falsch Themen ausschließlich bestimmten Gruppierungen zu überlassen.

Wie gesagt, soweit ist die Gleicherberechtigung noch nicht als das Männer sich aus "feministischen Themen" raushalten müssen!

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #12 am: 12:32:22 Di. 20.März 2007 »
In Österreich ist die Diskussion über Sexarbeit ausgeprägter...und weiter.

http://diestandard.at/?url=/?ressort=fassetten
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #13 am: 14:44:45 Fr. 23.Mai 2008 »
Zitat
Verdacht auf Menschenhandel: Razzien im Norden

Polizei und Staatsanwaltschaft haben in der Nacht zu Freitag eine groß angelegte Durchsuchungsaktion wegen des Verdachts auf Menschenhandel gestartet. Mehr als 150 Beamte durchsuchten bei Razzien in Hamburg und Schleswig-Holstein die Wohnungen von Verdächtigen, gegen die wegen sexueller Ausbeutung und der Schleusung von Ausländerinnen ermittelt wird, wie die Polizei in Itzehoe am Freitagmorgen mitteilte. Dabei wurde nach Informationen der NDR 1 Welle Nord ein 40-jähriger gebürtiger Rumäne aus Pinneberg verhaftet. Die Polizisten stellten außer umfangreichem Beweismaterial auch vier Schusswaffen sicher.

Im Visier der Fahnder waren zwei Bordellbetriebe in Pinneberg und Hamburg-Rahlstedt sowie Wohnungen und Häuser in den Kreisen Segeberg und Stormarn. Die länderübergreifende Aktion lief unter der Federführung der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe. Unterstützt wurde sie von Einsatzkräften der Schutz- und Kriminalpolizeien aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen.
http://www1.ndr.de/nachrichten/razzia16.html

Und was ist mit den Opfern? Ich vermute, sie wurden, wie immer, sofort abgeschoben.
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Sam01

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #14 am: 11:55:44 Sa. 24.Mai 2008 »
Hallo Leute !

Weiß garnicht, worüber ihr euch hier so ereifert - was da geschehen ist, passiert auf deutschlands Baustellen täglich.

Es ist schlicht und ergreifend ein sehr wichtiger Bestandteil im Kampf gegen Schwarzarbeit,  illegaler Einwanderung/Aufenthalt sowie Menschenhandel.

Mit welchem Recht sollte diese Branche davon verschohnt bleiben - richtet sich doch in der Tat nicht gegen die Frauen, sondern gegen die Betreiber/Ausbeuter.

Gruß Sam