Autor Thema: [Sexarbeit] KN 22.1.03  (Gelesen 37544 mal)

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #15 am: 12:32:27 Sa. 24.Mai 2008 »
Zitat
richtet sich doch in der Tat nicht gegen die Frauen
woher willst Du das wissen!?!  In allen mir bisher bekannten Fällen kamen die Frauen stets sofort in Abschiebehaft.

In ihrem Heimatland warten wahrscheinlich die gleichen Banden, die sie anschließend in ein anderes Bordell (notfalls in einem anderen Land) schleusen.
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Sam01

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #16 am: 13:03:42 Sa. 24.Mai 2008 »
. . . weißt Du denn,ManOfConstantSorrow wievielen Schwarzarbeitern "nicht deutscher Herkunft" es genauso ergeht - wenn  der Zoll da mal eine Baustelle überfällt ?

(versteht mich da bitte nicht falsch - einige meiner Bekannten schaffen privat an)

vielleicht möchte ich es ja auch nur glauben - wer von uns weiß schon so genau, was "die da oben" wieder ausgeheckt haben ?

Gruß Sam
(unverbesserlischer Romantiker)

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #17 am: 12:15:10 So. 22.Juni 2008 »


 Zwangsprostitution ist nach wie vor ein Tabuthema in den etablierten Medien der BRD. Der deutsche Verdrängungskomplex will nicht wahrhaben, daß zigtausende junger Frauen und Mädchen aus aller Welt in Kerkern der Sklavinnenhändler-Mafia Nacht um Nacht zwischen Kiel und Konstanz schwerste Mißhandlungen über sich ergehen lassen müssen, während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hoffentlich vor Scham erröten, wenn "Sommermärchenland" binnen Kürze in Basel die rote Karte gezeigt wird.
Die Documenta-Stadt Kassel in Nordhessen ist mittlerweile eine Hochburg der Sexsklavinnenhändler-Mafia. Neben der Rüstungsproduktion, u.a. Panzer für die Nato, floriert das Geschäft mit der Zwangsprostitution. Die Kerker, in die junge Frauen und Mädchen aus Osteuropa, Afrika, Asien und Lateinamerika eingesperrt werden, befinden sich auffälligerweise in unmittelbarer Nähe des Polizeipräsidiums, was darauf schließen läßt, daß Teile der Personals der nordhessischen Polizei mit Geld und Prostituierten sowie teuren Dienstwagen für ihr Nichtstun bestochen werden. Der Magistrat übt sich derweil in Ignoranz, während die Staatsanwältinnen und Staatsanwälte um ihr Leben fürchten müssen, sollte der eine oder die andere doch mal den Mut finden, Anklage gegen die Übeltäter zu erheben, wie die Beispiele Dresden und Leipzig im Falle der Sachsenmafia offenbart haben.

Das Photographie zeigt ein Kerkerhaus, in dem Sexsklavinnen ihr unfreiwilliges Dasein fristen, in 34117 Kassel.

Rote Zora, Menschenrechtsaktivistinnen-Netzwerk, BRD, 2008

Literaturempfehlung:

Jürgen Roth/Rainer Nübel/Rainer Fromm: Anklage unerwünscht - Über Korruption und Willkür in der deutschen Justiz. Eichborn 2007

http://de.indymedia.org/2008/06/220366.shtml
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Kuddel

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  • Fischkopp
Vor einer Verfassungsklage? Prostitution zwischen Evaluation und Rebellion
« Antwort #18 am: 17:42:59 Di. 02.Dezember 2008 »


 

"Die Zwangsregulierung, die der politischen Klasse beim internationalen Kapital- und Finanzmarkt partout nicht gelingen will, ist auf dem Markt für sexuelle Dienstleistungen schnöder Alltag: Ein dichtes Gestrüpp von Gesetzen, Erlassen und Verordnungen unter Beteiligung nahezu sämtlicher Verwaltungsebenen sorgt im bundesdeutschen Prostitutionsgewerbe flächendeckend für Sanktionen, Strafen, Bußgelder, Überwachungen, Kontrollen und Razzien. Und damit einhergehend Entmündigung, Einschüchterung und Angst bei den Betroffenen: Mindestens 200000 Frauen, mehr als drei Viertel von ihnen Migrantinnen, sind hierzulande nach wie vor rechtlich diskriminiert und stigmatisiert. Daran hat das 2002 in Kraft getretene und seinerzeit von einem gewaltigen Medienrummel begleitete Prostitutionsgesetz (ProstG) der damals rot-grünen Bundesregierung nichts geändert. »Rechtliche Verbesserungen« versprach der Gesetzgeber seinerzeit - von rechtlicher Gleichstellung mit anderen Berufen war schon damals nicht die Rede. Dem gesellschaftlichen Bewertungswandel von Prostitution wollte man Rechnung tragen. Deshalb sollte das diskriminierende Verdikt der so genannten »Sittenwidrigkeit« von Prostitution fallen, indem man drei Dinge neu regelte: Prostituierte sollten ihre Entgeltansprüche rechtlich einklagen können, erleichterten Zugang zur Sozialversicherung haben, und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sollten für sie straffrei möglich sein?"
http://labournet.de/branchen/dienstleistung/sport/henning.html

Wilddieb Stuelpner

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Re: [Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #19 am: 23:39:50 Di. 02.Dezember 2008 »
aus KN-Online:

Kampfansage an das Milieu
Kontrollen in einem Bordell richteten sich gegen Ausbeutung und illegale Beschäftigung ...

Die tschechische Miliz macht es besser, die Prostitution als menschenverachtend zu brandmarken und rechtlich zu bekämpfen und das mit ganz modernen Mitteln. So legt man den Prostituierten und Zuhältern das Handwerk und macht die Freier öffentlich.

Und die Ehefrau zu Hause macht ihrem sexbessenen Ehegatten die Hölle heiß. Ganz so nebenbei bekämpft man wirksam AIDS und andere Krankheiten, die man sich durch Geschlechtsverkehr zuziehen kann.

So was sollte die deutsche Polizei auch mal gegen einschlägige Etablissements in den Rotlichvierteln durchführen. Der Reeperbahn fehlt dann auf einmal die Kundschaft. Prostituierte und Zuhälter werden Hartz-IV-Empfänger. Das gibt schöne Schlagzeilen.

MDR, Sendung "Umschau" vom 02.12.2008, 20:15 Uhr: Erfolgreicher Kampf gegen die Prostitution

Tschechische Behörden verschicken Briefe an deutsche Freier

Lange Zeit boomte der Straßenstrich in einigen tschechischen Städten im Grenzgebiet zu Deutschland. Mit unkonventionellen Methoden haben die Behörden des Nachbarlandes den Freiern nun den Spaß verdorben. Ein Umschau-Team hat die Entwicklung in Nordböhmen beobachtet.

Chomutov ist eine gute Autostunde von Chemnitz entfernt. Die Lipska-Straße war als Straßenstrich weit über die Grenzen Tschechiens bekannt. Überall standen Prostituierte, die Autofahrer und Anwohner massiv belästigten. Um das zu unterbinden, installierte die Polizei eine Überwachungskamera. Ihre Bilder kann jetzt jeder im Internet sehen. Die polizeilichen Kennzeichnen werden zwar unkenntlich gemacht, man kann jedoch die Autos sehr gut erkennen. Steigt eine Prostituierte in ein Auto, bekommt der Freier Post von der tschechischen Behörde. Aus Angst vor solchen Briefen haben wohl viele deutsche Freier die Sex-Touren nach Chomutov eingestellt. Die Gefahr scheint ihnen zu groß zu sein, dass die Ehefrauen die Post in die Hände bekommen könnten. So zeigt die Videoüberwachung Wirkung. Als die Umschau jetzt in der Lipska-Straße unterwegs war, ist nur noch eine einzige Prostituierte unterwegs. Die andern sieht man jetzt vor der Stadt stehen. Wie unser Team bei den Recherchen erfährt, läuft das Geschäft hier aber schlecht, obwohl die Frauen bereit sind, für wenig Geld fast alles zu tun.

Knapp eine Stunde benötigt man von Dresden nach Dubi. Auf der früheren Transitstrecke E 55 verlief einst Europas größter Straßenstrich. In der Kleinstadt leben rund 8.000 Einwohner. Früher gab es über 200 Prostituierte und 35 Bordelle. Heute sieht man an der Straße keine "leichten Mädchen", lediglich in der Stadt laufen einige umher. Von 35 Bordellen wurden 31 geschlossen.

Der Chef der Stadtpolizei erklärt die positive Entwicklung mit der neuen Autobahn von Dresden nach Prag, die den Verkehr an der Stadt vorbeiführt. Zudem hätten Meldungen über Überfälle viele Freier abgeschreckt.

Doch den größten Erfolg im Kampf gegen die Prostitution hat die Polizei auch hier mit Briefen an die deutschen Freier erreicht. Nach regelmäßigen Kontrollen des bekanntesten Bordells der Stadt bekamen die Herren wie in Chomutov ebenfalls Post von der tschechischen Polizei. In diesen Vorladungen werden sie noch einmal zur Vernehmung nach Dubi zitiert, weil sie gegen die städtische Verordnung gegen Prostitution verstoßen haben. Auch hier hatten die Freier wohl Angst, dass ihre Frauen die Post öffnen könnten. So blieben viele Stammgäste aus. Das bekannteste Bordell der Stadt musste schließen. In den restlichen wird zwar noch fleißig getanzt, aber mehr auch nicht. Oft herrscht hier Freierflaute, sagt man unserem Team.

Cheb liegt gut zehn Kilometer hinter der bayerisch-tschechischen Grenze. Vom sächsischen Bad Brambach sind es 20 Kilometer in die Stadt, die früher Eger hieß. Auch dieser Ort konnte seinen Ruf als Sex-Eldorado ablegen. Bei unserem Besuch in der Stadt fällt auf, dass erst am Nachmittag vereinzelt Prostituierte zu sehen sind. Was wohl viele abschreckt, es wird berichtet, dass nicht wenige der Frauen HIV-infiziert sein sollen. Bei unseren Recherchen begegnet uns Peter St. Er betreibt ein Stundenhotel und klagt, dass die Geschäfte immer schlechter laufen.

Zitat
"Den großen Einbruch hatten wir, als die D-Mark durch den Euro abgelöst wurde und die Deutschen weniger spendabel wurden. Heute ist der Umtauschkurs Euro – Krone ungünstig. Insgesamt beträgt das Geschäft nur noch ein Zehntel dessen, was in den 90er Jahren lief"

Peter St., Betreiber eines Stundenhotels in Cheb

Aber nicht nur die Finanznot der Freier und die Angst vor Aids hat die Prostitution in Cheb zurückgedrängt, sondern auch der Bußgeldkatalog der Polizei. Hier ist schon das Anbahnen käuflichen Sexes strafbar. Freiern und Huren drohen Bußgelder von bis zu 600 Euro.

Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2008, 14:16 Uhr

Saturnous

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Re: [Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #20 am: 16:24:20 So. 07.Dezember 2008 »
Als Mann frag ich dann mal wo die Gleichberechtigung bleibt - wenn Frauen an Bordelle vermittelt werden - sollte dann nicht auch eine Quotenreglung geschaffen werden ? Ich verstehe nicht wo die Feministinnen sich so daran stören - propagieren Sie nicht ständig für die sexuelle Ausbeutung des Mannes ?
"Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit."

Tetrarchos

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Re: [Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #21 am: 16:59:05 Mi. 10.Dezember 2008 »
Tja, Laufhäuser und Eroscenter sind ja noch halbwegs kontrollierbar. Wenn die Kontrollen dort aber zu häufig und heftig werden, dann verlagert sich das Rotlichtgeschäft in Wohnwagen oder private "Wohnungspuffs". Und da ist Kontrolle kaumnoch möglich und somit extremere Bedingungen als in den halb öffentlichen Bordellstraßen.

Sala

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Re: [Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #22 am: 02:17:49 Do. 25.Dezember 2008 »
"Kontrolle" ist echt gut.
Ein prima Beispiel zu genau diesem Stichwort ist die Tatsache, dass eine Freundin vor ein paar Jahren mal von der ARGE(!) zu einer Art Callcenterarbeit vermittelt werden sollte, die sich dann als Telefonsex herausstellte.

Natürlich war das den MA der ARGE anschließend höchstnotpeinlich... natürlich ;)

ManOfConstantSorrow

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Re: [Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #23 am: 12:06:47 Fr. 16.Januar 2009 »
Zitat
Hamburg
Streit um Prostitution: Sperrbezirk Hamburg?


Ganz Hamburg ein Sperrbezirk: So will Markus Schreiber (SPD), der Leiter des Bezirksamts Mitte, die Prostitution zum Schutz der Anwohner aus dem Großteil der Stadt fernhalten, wie NDR 90,3 berichtete. Erst am Donnerstag musste Schreiber ein Großbordell im Stadtteil Hamm-Süd genehmigen. Bis zu 130 Prostituierte werden künftig in dem 10.000 Quadratmeter großen Eroscenter arbeiten.

St. Pauli und St. Georg als "Toleranzbereiche"

Schreiber ist ein strikter Gegner des seit Langem umstrittenen Etablissements. Juristisch ist die Prostitution in Gewerbegebieten nach seinen Angaben jedoch nicht zu verhindern. Um weitere Ansiedlungen zu verhindern, schlägt der Bezirkschef vor, es Bremen nachzumachen und das horizontale Gewerbe im ganzen Stadtgebiet zu verbieten - mit Ausnahmen: "Wir weisen dann diese Gebiete in St. Pauli und St. Georg als Toleranzbereiche aus." Anwohner am Straßenstrich der Süderstraße forderten Schreiber zufolge den Schutz ihrer Kinder.

Polizei-Sprecher: Überwachung wäre schwieriger

Die Pläne des sozialdemokratischen Bezirkschefs stoßen laut NDR 90,3 auf Widerstand. Der CDU-Innenexperte Kai Voet van Vormizeele hält den Vorschlag für unausgegoren. Polizei-Sprecher Ralf Meyer sprach von einer "Schnapsidee". Man könne Prostitution nicht verhindern und dürfe sie nicht in Grauzonen drängen, wo die Überwachung noch schwieriger sei.
Stand: 16.01.2009 07:36
http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/prostitution100.html

Ein Blick in die politische Kultur dieser Zeit, ein Blick in Abgründe. St. Georg wurde derweil von Yuppies und ähnlichem Geschmeiß entdeckt. Junge Medienmenschen, die Caffè Latte trinken in Straßebncafés mit aufgeklapptem Applenotebook, finden den Stadteil mit den kleinen indisch-iranisch-afrikanischen und weiß der Teufel was für bunten Läden, der Drogenszene und der der Prostition plötzlich très chic. Das hat sowas "undergroundiges". Die neue Mittelklasse findet den Stadtteil so herrlich abgefahren. Wo man jetzt da auch wohnt, will man es etwas ruhiger. Es gibt nun "Bürgerinitiativen" gegen die ursprüngliche Bevölkerung. Die Drogenszene wurde auf deren Geheiß zum großen Teil von den Bullen aus der Gegend vertrieben. Nun soll es auch den Prostituierten an den Kragen gehen.

Die reaktionärsten Forderungen kommen von der SPD (eigentlich fehlen da nur noch die GRÜNEN) und die vernünftigste Aussage kommt von den Bullen.

Möge die neue Mittelklasse von der Krise hingerafft werden. Sollen die doch bloß bald von Hartz IV leben müssen, und sollen sie doch ihren Arsch an der Straßenecke anbieten, um sich einen Caffè Latte leisten zu können.
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ManOfConstantSorrow

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Zitat
Mit einer zeitgleich in der ‚Süddeutschen Zeitung' und der ‚Frankfurter Rundschau' geschalteten Anzeige „Schluss mit dem Kesseltreiben – Kein Verbot von Bordellen / ob mit oder ohne Flatrate“ wenden sich am morgigen Dienstag mehr als 70 in Flatrate-Bordellen tätige Frauen aus Fellbach/Stuttgart zusammen mit der Prostituiertenorganisation Doña Carmen e.V. (Frankfurt/Main) an die Öffentlichkeit. (…) Die Frauen kritisieren, dass über ihre Köpfe hinweg mittels Verboten und geplanter Strafrechtsverschärfungen ihre Existenz vernichtet werden soll. Sie fordern ein Ende bürokratischer Bevormundung, den Verzicht auf rassistische Klischees („unbedarfte Frauen“) und den Respekt ihres Selbstbestimmungsrechts…
http://www.donacarmen.de/?p=275
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ManOfConstantSorrow

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Re:[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #25 am: 11:20:44 So. 23.Mai 2010 »
Zitat
Menschenhandel floriert
Sie sind jung, sie werden sexuell ausgebeutet und wie eine Ware verkauft: Immer mehr Mädchen und Frauen werden von Menschenhändlern nach Deutschland gebracht. Über 500 Ermittlungsverfahren, über 700 Opfer.
http://www.fr-online.de/top_news/2671508_Bundeskriminalamt-Menschenhandel-floriert.html
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ManOfConstantSorrow

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Re:[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #26 am: 19:05:14 Di. 29.März 2011 »
“Wir sind nicht kriminell” – Prostituierte demonstrieren für Erhalt des Dortmunder Straßenstrichs

„Fröhlich, bunt und laut haben sie demonstriert. Etwa sechzig Prostituierte und mindestens gleich viele Journalisten, Fotografen, Parteienvertreter, Vertreterinnen der Prostituiertenberatungsstellen und wohl auch einige „Kunden“, so hieß es, liefen von der Dortmunder Nordstadt bis zum Rathaus. Mit Sprechchören wie „Wir lassen uns nicht vertreiben, der Straßenstrich muss bleiben“, Transparenten und Schildern, auf denen steht „Wir sind nicht kriminell“, wollen sie die Schließung des Straßenstrichs verhindern...“ Artikel von Barbara Underberg auf der Seite der Ruhrbarone vom 24 März 2011: http://www.ruhrbarone.de/wir-sind-nicht-kriminell-prostituierte-demonstrieren-fur-erhalt-des-dortmunder-strasenstrichs/

Straßenstrich in Dortmund: Die Verdrängung der Huren
In Dortmund wird kommende Woche entschieden, ob der Straßenstrich geschlossen wird. Die Prostituierten haben Angst vor den dunklen Ecken, die ihnen drohen. Artikel von Jahannes Opfermann in der TAZ vom 25.03.2011: http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/die-verdraengung-der-huren/


»Das ist eine Kampagne gegen Roma-Frauen«

Stadt Dortmund will Straßenstrich schließen. Linke protestieren gemeinsam mit Huren. Ein Interview von Mirko Knoche mit Nancy Ann Ritschl externer Link, Ratsherrin der Linksfraktion in Dortmund, in der jungen Welt vom 28.03.2011: http://www.jungewelt.de/2011/03-28/003.php


Skandal im Sperrbezirk! Wir Frauen vom Dortmunder Straßenstrich gehen auf die Straße
!
Der Aufruf zur Demonstration beim euromayday: http://euromayday.noblogs.org/post/2011/03/24/%C3%A2%E2%82%AC%C5%BEwir-sind-nicht-kriminell%C3%A2%E2%82%AC%C5%93/
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Kuddel

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Re:[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #27 am: 12:26:11 Mo. 23.Januar 2012 »
Zitat
Sexarbeit: Verbot ist keine Lösung

Das schwedische Verbotsmodell gewinnt in Europa immer mehr an Boden. Expertinnen orten darin große Gefahr für SexarbeiterInnen


Sexarbeit verbieten, um Frauen zu schützen? Österreichische Beratungseinrichtungen sind von diesem Prinzip nicht überzeugt. Im Gegenteil: Der prohibitive Ansatz löse keine Probleme, sondern verdränge sie nur.

Renate Blum von der Migrantinnenberatungsstelle Lefö kritisiert beim schwedischen Verbotszugang vor allem eine inhärente Doppelbödigkeit des Sexkaufsverbots, mit dem man eigentlich umgehen will, dass Sexarbeit an sich kriminalisiert wird: "Das hat zur Konsequenz, dass die SexarbeiterInnen automatisch mitkriminalisiert werden. Freier sind letztlich das Geschäft der SexarbeiterInnen, und da gibt es ein bestimmtes Abhängigkeitsverhältnis." SexarbeiterInnen würden alles daran setzen, dass die Freier nicht auffliegen, meint Blum: "Also geht auch die Sexarbeit in den Untergrund." Auch die Eindämmung des Menschenhandels kann die Expertin anhand von Studien sowie Erfahrungsberichten aktiver SexarbeiterInnen und Betroffener von Frauenhandel nicht bestätigen: "Der Frauenhandel geht nicht zurück, nur die Sichtbarkeit. Es bleibt viel mehr unentdeckt, es findet eine Verdrängung statt."

"Jedes Verbot, jede Kriminalisierung, jedes unter Strafe Stellen führt zur Etablierung eines Graubereichs, eines Schwarzmarktes, wo Menschen ungeschützt sind", führt Politkwissenschafterin Sauer die grundsätzliche Problematik eines Verbots aus. "Bei SDL sind es die SexarbeiterInnen, die ausbeutbar sind und kaum staatliche Schutzmaßnahmen in Anspruch nehmen können, die es in jedem anderen Arbeitsverhältnis gibt, von Arbeitszeitregelungen über hygienische Bedingungen bis hin zu sozialen Rechten. Dieser Schwarzmarkt schafft ganz viele verletzbare Positionen und lässt eine Gewaltstruktur entstehen, die sich auch in körperlicher Gewalt auswirkt."
aus: http://diestandard.at/1324410971631/Verbot-vs-Liberalisierung-Sexarbeit-Verbot-ist-keine-Loesung (gekürzt)

Kuddel

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Re:[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #28 am: 10:50:23 So. 20.Mai 2012 »
Zitat
Lohnerhöhung nach Streik
Pariser Nackt-Tänzerinnnen tanzen wieder

Paris (RPO). Die Nackt-Tänzerinnen schwingen wieder die Beine: Der erste Streik in der Geschichte des legendären Pariser Cabarets "Crazy Horse" ist beendet.


Nach zwei Annullierungen des Spektakels "Feu" (Feuer) nahmen die Tänzerinnen des berühmten Nachtclubs ihre Arbeit wieder auf. Das Cabaret bestätigte am Freitag, dass sich das Management mit den Tänzerinnen auf eine Lohnerhöhung geeinigt habe. Die Frauen waren seit Dienstag im Streik.

Der Nachtclub in der Nähe der Prachtstraße Champs-Elysees gehört zu den bekanntesten und geschichtsträchtigsten Cabarets in Paris und lockt jährlich bis zu 140.000 Zuschauer. Das Etablissement mit seinen rund hundert Beschäftigten gehört seit 2005 belgischen Investoren.
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/pariser-nackt-taenzerinnnen-tanzen-wieder-1.2836789

Kuddel

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Re:[Sexarbeit] KN 22.1.03
« Antwort #29 am: 11:21:04 Sa. 18.August 2012 »
Zitat
Hilfe für Prostituierte gefährdet

An einer Bushaltestelle der Messe stehen jede Nacht Prostituierte aus Osteuropa. In einem speziellen Nachtbus bekommen sie Hilfe, wenn sie diese brauchen. Die Stadt will das Geld für dieses Angebot sparen. Fachleute halten dagegen den Nachtbus für „unverzichtbar“.
http://www.fr-online.de/frankfurt/prostitution-messe-hilfe-fuer-prostituierte-gefaehrdet,1472798,16911192.html