Autor Thema: Wir können alles. Außer Hochdeutsch.  (Gelesen 6424 mal)

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Wir können alles. Außer Hochdeutsch.
« am: 09:31:10 Mi. 21.Dezember 2005 »

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Zetsche will 2008 Rekordgewinn

Stuttgart - Der künftige DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche will dem "Handelsblatt" zufolge im Jahr 2008 einen Rekordgewinn ausweisen. Die Planung für 2008 sehe einen operativen Gewinn in der Mercedes Car Group von 4,25 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von mehr als neun Milliarden Euro vor, berichtete die Zeitung.

2005 solle der operative Gewinn im Konzern ohne die Kosten für die smart-Sanierung leicht über dem des Vorjahres (5,8 Mrd Euro) liegen. Der Konzern wollte dazu keinen Kommentar abgeben. Schon das Sparprogramm CORE sieht bis 2007 ein Einsparvolumen von drei bis vier Milliarden Euro in der Mercedes Car Group vor.

Um seine Gewinnziele zu verwirklichen, wolle Zetsche offenbar den Stellenabbau forcieren, um die Personalkosten noch stärker zu senken. Unternehmenskreisen zufolge sollen nun zusätzlich zu den bereits geplanten 8500 Jobs weitere 6000 Stellen bei Mercedes und etwa 2000 Arbeitsplätze in der Nutzfahrzeugsparte wegfallen, hieß es weiter. Insgesamt würde DaimlerChrysler damit ohne Berücksichtigung des Verkaufs der Daimler-Tochter MTU Friedrichshafen mit knapp 7000 Stellen in den nächsten Jahren rund 16 000 Arbeitsplätze streichen.

Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge wird bei DaimlerChrysler darüber nachgedacht, den Jobabbau verstärkt über Fluktuation zu erreichen. Die Beschäftigungssicherung bis Ende 2001 gilt nach den Worten von Konzernvorstand Günther Fleig unverändert weiter. Der Autokonzern beschäftigt rund 384 000 Mitarbeiter, davon 185 000 in Deutschland. Die Fluktuationsrate wird mit rund fünf Prozent angegeben. Würden nur ein Prozent der Stellen nicht wieder besetzt, wären dies rein rechnerisch weltweit rund 3840 und in Deutschland etwa 1850 Jobs im Jahr.

Die IG-Metall-Vertreter im Aufsichtsrat hatten am vergangenen Freitag die Personalplanung und die operative Planung für die Jahre 2006-2008 abgelehnt. Sie lehnten damit - wie schon zuvor mehrfach bekräftigt - auch die Zustimmung für das Programm zum Abbau von 8500 Stellen ab. Laut der "FTD" stimmten der amerikanische Gewerkschaftsvertreter Nate Gooden und der Vertreter der leitenden Angestellten, Prof. Heinrich Flegel, der Konzernplanung zu. Quelle

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18.000 Stellen werden gestrichen
 
Zusätzlich zum Personalabbau bei Mercedes - Aufsichtsrat gespalten

Stuttgart - DaimlerChrysler will in den kommenden drei Jahren über den bereits geplanten Stellenabbau hinaus 18.000 Arbeitsplätze streichen.

Nach Informationen unserer Zeitung hat der Aufsichtsrat beschlossen, pro Jahr weltweit 6000 Stellen abzubauen. Dies soll vor allem dadurch erfolgen, dass frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. Auch Programme zum freiwilligen Ausscheiden sollen verstärkt genutzt werden. Kündigungen sind offenbar nicht vorgesehen.

Auch bei Mercedes, wo derzeit der Abbau von 8500 Stellen läuft, könnten weitere 5000 Stellen wegfallen. Die Nutzfahrzeugsparte ist in ähnlicher Größenordnung betroffen. Die neuen Sparmaßnahmen sind Teil der "operativen Planung 2006 bis 2008", die der Aufsichtsrat am Freitag beschloss. Mit ihnen will der Konzern jährlich Kosten von 1,8 Milliarden Euro einsparen.

Über die Notwendigkeit der Sparmaßnahmen gibt es erheblichen Dissens zwischen dem Vorstand und der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat. Die Vertreter des Betriebsrats und der IG Metall im Aufsichtsgremium lehnen die Pläne ab. Der Konzern sei einseitig auf den Unternehmenswert "auf dem Rücken der Arbeitnehmer" ausgerichtet. Der Abbau sei in dem geplanten Ausmaß nicht realisierbar, weil die Beschäftigten unter dem Schutz des Zukunftssicherungsvertrags stehen, der bis 2012 betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

Der Betriebsrat erneuerte seine Kritik an dem Kontingent für die Frühpensionierung bei Mercedes. Daimler will in diesem Jahr 800 Mitarbeiter ziehen lassen, doch allein in Sindelfingen und Untertürkheim haben über 1300 Mitarbeiter ihr Interesse bekundet. "Diejenigen, die freiwillig ausscheiden wollen, sollen auch die Chance erhalten", sagte Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm unserer Zeitung. Quelle

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Daimler baut 18.000 Stellen ab

Stuttgart – DaimlerChrysler will in den kommenden drei Jahren über den bereits geplanten Stellenabbau hinaus 18.000 Arbeitsplätze streichen.

Nach Informationen unserer Zeitung hat der Aufsichtsrat beschlossen, pro Jahr weltweit 6000 Stellen abzubauen. Dies soll vor allem dadurch erfolgen, dass frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. Auch Programme zum freiwilligen Ausscheiden sollen verstärkt genutzt werden. Kündigungen sind offenbar nicht vorgesehen.

Die neuen Sparmaßnahmen sind Teil der „operativen Planung 2006 bis 2008“, die der Aufsichtsrat am Freitag beschloss. Mit ihnen will der Konzern jährlich Kosten von 1,8 Milliarden Euro einsparen.

Über die Notwendigkeit der Sparmaßnahmen gibt es erheblichen Dissens zwischen dem Vorstand und der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat. Die Vertreter des Betriebsrats und der IG Metall im Aufsichtsgremium lehnen die Pläne ab. Der Konzern sei einseitig auf den Unternehmenswert „auf dem Rücken der Arbeitnehmer“ ausgerichtet. Der Abbau sei in dem geplanten Ausmaß nicht realisierbar, weil die Beschäftigten unter dem Schutz des Zukunftssicherungsvertrags aus dem vergangenen Jahr stehen, der bis 2012 betriebsbedingte Kündigung ausschließt. Quelle

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Mercedes-Benz führt Rückrufliste in Deutschland an

Stuttgart - Mercedes-Benz hat einem Bericht der Stuttgarter Fachzeitschrift "auto motor und sport" zufolge in diesem Jahr am meisten Autos zurückgerufen. Wie die Zeitschrift berichtet, wurden rund 350 000 Fahrzeuge der Marke wegen verschiedener Mängel in die Werkstätten geholt.

Hintergrund ist die größte Rückrufaktion bei Mercedes-Benz mit 1,3 Millionen Fahrzeug weltweit, die der damalige Mercedes-Chef Eckhard Cordes zur Behebung von Qualitätsmängeln angeordnet hatte. Vor allem betroffen war die E-Klasse. Die Rückrufe kosteten das Unternehmen nach unbestätigten Berichten einen dreistelligen Millionenbetrag.

Auf dem zweiten Platz der Rückruf-Liste liegt Peugeot mit 65 000 Fahrzeugen, gefolgt von Ford mit 61 440 Rückrufen. Auf Platz vier steht mit der Kleinwagenmarke smart (58 000) eine weitere Marke der Mercedes Car Group auf der Liste. Renault belegt den fünften Platz mit rund 42 500 Rückrufen. Quelle
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Re:Wir können alles. Außer Hochdeutsch.
« Antwort #1 am: 18:39:49 Sa. 04.März 2017 »
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Das versteckte Mahnmal


Was passierte mit dem Mahnmal für die Daimler-Zwangsarbeiter, das bis 2006 vor dem alten Mercedes-Benz-Museum stand? Eine Mitarbeiterin bohrt nach. Jetzt soll es beim neuen Museum aufgestellt werden. Aber nicht davor, sondern weit abseits.

Im Dritten Reich galt die Firma Daimler-Benz nicht nur als "nationalsozialistischer Musterbetrieb", sie war vor allem ein kriegswichtiges Unternehmen wegen ihrer Rüstungsproduktion. Diese hielten ab 1942 Tausende Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten aufrecht. 1944 sollen es über 46 000 gewesen sein, mehr als die Hälfte aller Angestellten des Unternehmens. Bis Daimler anfing, an sie zu erinnern, vergingen mehr als 40 Jahre.
[...]

Quelle: kontextwochenzeitung

Ist doch schon alles ausführlichst in öffentlichen Reden aufgearbeitet, und in unseren ruhmreichen Hartz-Zeiten fangen wir doch lieber nicht damit an über Zwangsarbeit nachzudenken oder gar anregen drüber nachzudenken.
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Re:Wir können alles. Außer Hochdeutsch.
« Antwort #2 am: 20:05:59 Sa. 04.März 2017 »
Ich halte es für notwendig, die Konzerne als antidemokratische gesellschaftliche Kräfte zu outen.

http://www.labournet.de/category/branchen/auto/auto-daimler/dc-argentinien/