Autor Thema: Stadtbahnen vor dem Kollaps  (Gelesen 3268 mal)

ManOfConstantSorrow

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« am: 18:17:50 Di. 27.Dezember 2005 »
Zitat
 Handelsblatt, 27. Dezember 2005

In vielen deutschen Großstädten sind die Stadtbahn- und U-Bahnsysteme in die Jahre gekommen. Doch vielerorts ist für Kommunen wie Verkehrsbetriebe völlig unklar, woher das Geld kommen soll, um dringend notwendige Investitionen vornehmen zu können.

Eigentlich hat man sich da wohl gedacht, daß das Pack ohne Auto auch zu Fuß gehen kann.

Aber jetzt jammern die Betriebe, daß sie ihre Billigmalocher dann nicht mehr an den Start kriegen.

Is' wohl doch alles nicht so einfach mit der freien Marktwirtschaft!?!
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Carsten König

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« Antwort #1 am: 18:42:24 Di. 27.Dezember 2005 »
Der angegebene Link führt nur zu dem Strompreiserhöhungschaos. Ist aber auch schlimm genug...

Zitat
Strom wird für Millionen Kunden teurer          Strom wird für mehrere Millionen private Haushalte in Nordrhein-Westfalen im neuen Jahr teurer.

Düsteres Treiben überall...

ManOfConstantSorrow

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« Antwort #2 am: 18:55:29 Di. 27.Dezember 2005 »
Zitat
Der angegebene Link führt nur zu dem Strompreiserhöhungschaos.

Sorry, aber der Reparaturtrupp hat´s inzwischen wieder gerichtet!
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Carsten König

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« Antwort #3 am: 18:59:18 Di. 27.Dezember 2005 »
Zitat
Veraltete Signaltechnik, für die es keine Ersatzteile mehr gibt, Renovierungsbedarf bei Tunnel- und Gleisanlagen, Ersatzbeschaffungen im Fahrzeugpark – millionenschwere Erneuerungsinvestitionen sind fällig, um den Kollaps des Nahverkehrs zu vermeiden.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1162418

Erinnert mich an folgende Meldung:

Zitat
NASA kauft Ersatzteile für Spaceshuttle bei eBay und Yahoo  Houston (pte - Das Raumfahrtprogramm der USA ist abhängig von Ersatzteilen, die nicht mehr produziert werden. Wie die New York Times (http://www.nytimes.com/) berichtet, sucht die NASA (http://www.nasa.gov/) für ihre Spaceshuttles Computerchips, die nicht mehr produziert werden. Selbst die Angebote bei eBay und Yahoo werden von der US-Raumfahrtbehörde nach dem Intel-Chip 8086, der bereits in den ersten PCs von IBM aus dem Jahr 1981 verbaut wurde, durchkämmt. Zuletzt kaufte die NASA große Mengen an ausgedienten medizinischen Geräten, um an die gewünschten Chips zu kommen.

Quelle: http://www.sisol.de/brennpunkt/artikel/2EE2481016F34E6B96AE8B62DA9F8F36.sisol

Die Aussichten im entwickelten Spätkapitalismus.

Wilddieb Stuelpner

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« Antwort #4 am: 21:28:57 Di. 27.Dezember 2005 »
Hätten die sich rechtzeitig zur Wende besonnen, hätte ich noch schnell einige 1.000ende Schaltkreise der Serie U 880 D oder die Austauschschaltkreise der sowjetischen Produktion aus dem Hochregallager des VEB Robotron-Elektronik Riesa vermitteln können. Robotron Riesa war der zentrale Hersteller von bestückten Leiterplatten für die DDR-PC-Rechnerproduktion.

Alle Bauelemente wie Widerstände, Kondensatoren, Relais, Transistoren, Dioden, Schaltkreise, die eine vorgeschriebene Umschlagsdauer und -häufigkeit überschritten hatten, nicht in die Produktion eingesteuert waren, wurden von den Disponentinnen ausgesondert. Dieses Material hatte ich auf Verkaufsmessen und -börsen oder dem Bastlerbedarf anzubieten.

Wie sagte doch Michail Gorbatschow so richtig: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!"

Nur frage ich mich dann, warum die angeblich reparaturbedürftigen Spaceshuttles immer noch in den Kosmos geschossen werden und das sowjetische Gegenstück, die Buran (zu deutsch: "Schneesturm";) nach einen einmaligen Flug eingemottet wurde.

Auf amerikanischer Seite sind gegenwärtig die Discovery, Atlantis und Endeavour im aktiven Einsatz. Die Enterprise war nicht raumflugfähig und stand nur für Erprobungsflüge zur Verfügung, die Columbia verglühte am 01.02.2003 beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, die Challanger explodierte am 28.01.1996 kurz nach dem Start.

Es gab in der Geschichte der Raumfahrt noch weitere Projekte von Raumfähren:

- der britische HOTOL
- der anfangs französische, später europäische HERMES
- der deutsche Raumgleiter SÄNGER
- das amerikanische CRV (Crew Rescue Vehicle) bzw. die X33, X38 oder X43

LinksDenker

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« Antwort #5 am: 22:30:47 Di. 27.Dezember 2005 »
Um mal zu beiden fällen was zu sagen, da es eine Problembereich betrifft:

1) Spaceshuttlle:
In der Raumfahrt nimmt man gerne bewährtes Gerät, man kennt die Fehler, die Entwicklung Dauert Lange und ist teuer. Die Shuttels sollten eine Übergangslösung sein, der Bau des Nachfolgers wurde zu gunsten der Kreigsführung und Weiterentwicklung der Folterzentren eingestellt.

2) Eisenbahn:
Höchste Sicherheitsanforderung, Extreme belastung, und Fahrzeuglebensdauer von 20 - 60 Jahren.

Beiden Systeme ist ein Gemein, der Einsatz von Elektrik und Elektronik.

Schiene Zusätzlich:
Währen beim Autoverkehr klar ist, das man die Straße erneuern muß, wurde dieses beim Schienverkehr Ignoriert, seit den 80er Rosten die Schienenetze zugunsten der Straße vor sich hin, den Rest machen die jetzt auch noch platt.

Zum Thema Elektronik:
beim Spaceshuttel wurden damals die Modernsten Computer genommen, die es gab, nur nach 5 jahren ist jeder Computer Hoffnungslos veraltet.

Bahn das gleich, die Personalintensiven mechanischen Stellwerke sind fast nicht kapput zu bekommen, aber haben immense Personalkosten und Pysische Beschränkungen. Dafür laufen Sie heute noch.

Die Teilelektrichen/Elektrichen Stellwerke ("Gleisbildstellpult") sind jetzt ca. 40 jahre alt, und bekommen schon probleme mit Sensiblen Relais und brüchiger Verkabelung.

Die neuen ESTW ("Computer") Stellwerke sind für 20 jahre gedacht, auch hier wieder der Punkt >Elektronik<. Oder die Baureihe 120 der DB, in den 80er Entwickelt, in den 90er gebaut, heute sind die Leistungshalbleiter nicht mehr zu bekommen, dito ICE1

Es ist immer so, entweder man nimmt was Vollelektronisches, Lebensdaueroptimiertes, was keine folgekosten hat, und muß nach 10/20 Jahren neu kaufen, und somit Rücklagen bilden, oder man nimmt was Altmodisches, robustes und Überkonstuiertes, dann muß man in die Wartung ständig Geld stecken und mit Wirtschaftlichkeitseinschränkungen leben. Man hat aber lange was davon

Und gerade bei Halbleitern ist nach 7 - 10 Jahren Prinzipbedingt  EDF,

Wobei, gerade bei Eisenbahn: Schnelle verfügbarkeit und 100% io hat noch nie geklappt, siehe ICE3. Und selbst in Alttechnik, die Dampflok 01, erstbau 1935, mußte nach dem Krieg generalüberholt und neu bekesselt werden, bis Sie dann ab 1950 richtig genutzt werden konnte. Und die "Standard e-loks 110/140/141", die E-Loks der 60-80er brauchten auch 10 Jahre bis die Kinderkrankheiten weg wahren. Und das Ohne Elektronik...

Politische Bewertung:
Soviel ich von Raumfahrt im Sinne von Positiver Expansion und Forscherdran halte, so wenig sehe ich in der jetzigen Rumfahrt noch irgendeinen Sinn. Sie dient nur der Machterhaltung der Amerikanischen Weltausbeuter und Ausbeutungsüberwachung für Global Abzock Konzerne. Sie ist ein zu stellen. Die Anlagen sind ein zu ebnen, die verantwortliche Ausbeuter aus dem Genpool zu entfernen.

Nahverkerssysteme:
Die Staatsmacht-Sicherstellungsorganisationen und Schmiergeldpolitiker haben längst erkannt, das durch Einschränkung des ÖPNVs eine bessere Kontrolle der Bevölkerung und eine Ausbeutungsmaximierung möglich ist. Weshalb auch vom Spenden* Koch das ÖPNV Netz Radikal abgerissen wurde, als die Sozialmasakersäge an die Armen seines Turboausbeutungslades gelegt wurde. Die Umlenkung der Gelder in die Parteikassen war da ein Nebeneffekt.

Carsten König

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« Antwort #6 am: 23:37:02 Di. 27.Dezember 2005 »
Ist ja interessant, soviel Wissen über Raumfahrzeuge angehäuft zu sehen. Das sollte eigentlich nur als exemplarisches Beispiel für ein grundlegendes Problem der Industriegesellschaft gesehen werden. Nämlich: Die zunehmende Kürze von Produktzyklen.
Einer planenden, rationalen Weltwirtschaft dürfte sowas durchaus nicht passieren.
Also, ein weiteres Argument für ein neues Denken...

LinksDenker

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Stadtbahnen vor dem Kollaps
« Antwort #7 am: 01:27:20 Mi. 28.Dezember 2005 »
Zitat
Original von Carsten König
Ist ja interessant, soviel Wissen über Raumfahrzeuge angehäuft zu sehen. Das sollte eigentlich nur als exemplarisches Beispiel für ein grundlegendes Problem der Industriegesellschaft gesehen werden. Nämlich: Die zunehmende Kürze von Produktzyklen.

Bei Elektronik im Allgemeine und Halbleitern im besondern gilt das Moorche Gesetz, "Alle 2 Jahre verdoppelt sich die Integrationsdichte"
Praktisches beispiel: Speicherkapazität von PC's, da es prinzipbedingt gleichförmige, sich wiederholende Strukturen sind. (Prozessoren dagegen sind nicht gleichförmig). Deshalb kann man daran die Entwicklung am besten sehen. Aber, die Verdopplung wird duch Verkleinerung erreicht. Die dazu notwendigen geräte werden teilweise schon bestellt, wenn der Wissenschaftler nur eine Ahnung hat, wie es gehen könnte.

Andere seits sind Computer dafür Verantwortlich, das in andern Bereichen überhaupt solche Entwicklungen möglich sind. Beispielsweise ermöglicht es nur ein Computer, Loks zu bauen, die mit 4 Achsen 2500t ziehen, mit herkömmlicher E-Technik braucht man 6 Achsen und jede Menge zusätzlicher Energie.

Nur duch Elektronenwanderung beginnd bei Elektronik ab ca. 7 jahren eine Zersetzung, mil und Raumfahrthardware etwas länger, aber dann wird es schon wieder sehr teuer...

Das Spaceshuttel war gedacht, um sich von der Wegwerf-rakete zu trennen, also um Kosten zu Sparen. genau so sollte die ISS auch dafür eingesetzt werden, als UmsteigeBf zum Mond zu dienen. Man sieht es aber lieber, das Geld in Folterforschung und Knastausbeutungskomplexe zu Stecken, und eine Rundumüberwachung aller Bürger zu haben.

Zitat
Original von Carsten König
Einer planenden, rationalen Weltwirtschaft dürfte sowas durchaus nicht passieren.
Also, ein weiteres Argument für ein neues Denken...

Der ICE3 wurde so gründlich wie noch kein Zug geplant, und sehr Lange getestet, die E10 wurde 1960 über 5 Jahre getestet, trotzdem gab es Ärger.

=> Also Planung ist nicht der Weg zum Erfolg. Somit auch keine Zentralverwaltungswirtschaft, das klappt nicht. Nein, es muß ein Mittelding zwischen reinen Kapitalismuß und reiner Zentralverwallungswirtschaft gefunden/ Designt werden, das beide Elemente vereinigt. Wir müßen zu eine System kommen, in dem ein Stark kontrolliertes Spiel kapitalistischer Strukturen die Zentrallen Zielvorgaben Ausführt.

Kurzbegründung:
- Eine zentralle Wirtschaft kann einzelprobleme nich effektiv behandeln
- Ein Selbstlenkender Kapitalismuß ist eine Gefahr für den Menschen und sein Gesellschaftsystem
- Der Mensch selbst ist nur Schwer Planbar, selbst Marx ist letzendlich darn geschietert.

Vom Grunde her Betrache ich beide Systeme nicht als schlecht oder gut, ich bin nur der Meinung das man beide Systeme nicht in Reinform haben sollte da sie dann pervertieren. Der ganze Rest ist was für eine lange Diskussion...