Autor Thema: Leiharbeiterkämpfe anderswo  (Gelesen 39736 mal)

Kuddel

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #45 am: 05:51:02 Do. 02.Mai 2013 »
Zitat
In Indonesien, dem viertbevölkerungsreichsten Land der Welt, forderten Zehntausende Arbeiter höhere Löhne und ein Ende der Auslagerung von Arbeitsplätzen an Leiharbeiter. Einige protestierten auch gegen einen Plan der Regierung, Treibstoff nicht mehr zu bezuschussen, was die Lebenserhaltungskosten der schlecht bezahlten Arbeiter - sie verdienen im Durchschnitt rund 90 Euro pro Monat - deutlich erhöhen könnte.

Auf den Philippinen marschierten rund 8000 Arbeiter durch die Hauptstadt Manila und verlangten von der Industrie feste Jobs anstatt Vertragsarbeit und höhere Gehälter. Einige versammelten sich vor der US-Botschaft und steckten ein Bild in Brand, das Präsident Benigno Aquino III als Lakai von US-Präsident Barack Obama zeigt.

Zu Protesten von Billiglohnarbeitern kam es am 1. Mai unter anderem auch in Taiwan und Kambodscha. In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh verlangten 5000 Textilarbeiter eine deutliche Aufstockung ihrer Löhne von derzeit rund 60 Euro im Monat. In Taiwan gingen 10 000 Arbeiter auf die Straße und protestierten unter anderem gegen einen Plan der Regierung, der Einschnitte bei den Rentenzahlungen vorsieht. Sie warfen der Regierung vor, auf Kosten der Arbeiter das Wirtschaftswachstum vorantreiben zu wollen.
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/2789980/-das-nennt-sich-sklavenarbeit-.html

Kuddel

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #46 am: 16:35:38 Do. 09.Mai 2013 »
Zitat
Breite Proteste gegen Leiharbeit in der Türkei

In einer zum 1. Mai herausgegebenen Extra-Ausgabe der Zeitschrift "Türkei aktuell" wird dazu Folgendes berichtet:


"In der Türkei arbeiten rund 1,7 Millionen Menschen bei Zeit- bzw. Leiharbeitsfirmen. Rund zwei Drittel von ihnen sind in Betrieben des öffentlichen Dienstes beschäftigt. Dabei betrug die Zahl der Leiharbeiter im öffentlichen Dienst zu Beginn der Amtszeit der AKP-Regierung im Jahre 2002 rund 15.000.

Die große Mehrheit der Leiharbeiter bekommt lediglich den Mindestlohn von umgerechnet 350 Euro. Die Zahl von Leiharbeiter, die nach mehrmonatiger Beschäftigung aufgrund fehlender gesetzlicher Schutzbestimmungen ohne Lohn und Abfindung auf die Straße gesetzt werden, geht in die Zigtausende. Auch die Ansprüche auf zusätzliche Sozialleistungen, Urlaub etc. sind für sie Fremdwörter.

Das Arbeitsministerium wird demnächst einen Gesetzentwurf ins Parlament einbringen, mit dem die rechtlichen Rahmenbedingungen der Leiharbeit geregelt werden soll. Nach Angaben von Gewerkschaften dient der Gesetzentwurf nach seiner jetzigen Form lediglich dazu, das Land als ein Paradies für Zeit- bzw. Leiharbeitsfirmen weiter auszubauen. ...

Der Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums stellt den Leiharbeitern in Aussicht, in Gewerkschaften eintreten zu dürfen. Bis heute hatten sie keinen Rechtsanspruch darauf. Allerdings ändere diese Regelung nichts am arbeiterfeindlichen Charakter des Gesetzentwurfs, kritisierte die Generalsekretärin des Gewerkschaftsbunds DISK, Arzu Cerkezoglu. ...

In den Reihen der Gewerkschaften hat sich in den letzten Monaten Widerstand formiert. So nahmen Ende März in Izmir rund 10.000 Arbeiter an einer Demonstration teil. In zahlreichen Betrieben wurden gewerkschaftsübergreifende Arbeitsgruppen gebildet, die Proteste gegen Leiharbeit organisierten.
http://www.rf-news.de/2013/kw18/breite-proteste-gegen-leiharbeit-in-der-tuerkei

Kuddel

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #47 am: 20:22:02 Sa. 15.Juni 2013 »
Indonesien

Zitat
Streik gegen Leiharbeit    

Tanjungmorawa, Nordsumatra: Hunderte ArbeiterInnen der Holzfabrik PT Starindo Prima streiken. Sie fordern die Festeinstellung aller Beschäftigten.
Sumut Pos, 4.6.13

ManOfConstantSorrow

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #48 am: 20:49:34 Do. 12.September 2013 »
Südkorea

Zitat
Protest bei Hyundai    



3000 Leute aus dem ganzen Land demonstrierten zusammen mit 2000 aus der Region vor dem Hyundai-Werk in Ulsan. Dort halten zwei Aktivisten der Zeitarbeiter-Gewerkschaft von Hyundai  seit dem 17.10.2012 einen Hochspannungsmast besetzt. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen mit Riot-Polizei und von Hyundai angeheuerter Security.
Quelle: CINA, 21.7.13
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ManOfConstantSorrow

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #49 am: 12:09:15 Mo. 26.Januar 2015 »
Prekäre und Feste    


[Beschäftigte der Schulen]

Die 350 festangestellten Techniker von Cable and More in Seoul haben sich dem Protest von Leiharbeitern angeschlossen, die seit einigen Tagen ein Protestcamp in der Stadtmitte aufrechterhalten. Die Leiharbeiter haben ihren Job verloren, nachdem der Kabelbetreiber die Leihfirma gewechselt hat. Die Leiharbeiter haben ihre eigene Gewerkschaft, die ist aber mithilfe der Gewerkschaft der Festangestellten aufgebaut worden. Diese streiken nicht nur aus Solidarität, sondern weil sie befürchten, daß es ihnen genauso gehen kann. (The Hankyoreh)

Etwa 20 000 Zeitarbeiter, die in Schulen in den Kantinen, als Hausmeister/ Reinigungskräfte oder als Englischlehrer arbeiten, streiken für 2 Tage. Sie verlangen die gleichen Bedingungen wie die Festangestellten. Das betrifft vor allem eine Essenszulage und die Lohnzahlung auch während der Ferien. (The Korea Herald) (Nov 2014)
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ManOfConstantSorrow

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #50 am: 18:58:31 Fr. 29.Juli 2016 »
Philippinen    
   Leiharbeiterstreik
   

Calamba City, Laguna: Mehr als 400 Arbeiter der Seilfabrik Manila Cordage Company - Manco Synthetics sind seit dem 4. Mai im Streik. Sie sind Leiharbeiter von der Alternative Network Resources und der Work Trusted Cooperative und verlangen die Festeinstellung bei der Fabrik. Während Neueingestellte nach 10 Monaten einen festen Vertrag kriegen, gibt es für sie nur 5-Monatsverträge. Sie verdienen 315 Peso (6 €) am Tag; Schutzkleidung wird ihnen davon abgezogen. Außerdem haben sie herausgefunden, dass die Sklavenhändler nicht alle Sozialbeiträge abführen.

Quelle: Inquirer.net, 25.5.16
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ManOfConstantSorrow

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #51 am: 20:49:58 Fr. 09.September 2016 »
Philippinen
Streik gegen Leiharbeit    


Batangas City, Southern Tagalog: 80 Sackträger der Soro-Soro Ibaba Development Cooperative (Futtermittel) sind in Streik getreten. Sie wehrten sich erst gegen die Entlassung eines Kollegen, der die Missstände angeprangert hat; jetzt sind sie alle "entlassen". Sie arbeiten schon lange (bis zu 31 Jahre) in der Fabrik, sind aber Leiharbeiter. Das waren sie nicht immer, erst 2009 wurden sie von der DCMM "übernommen", die einem Dorfchef gehört. Sie schleppen 300 bis 400 Säcke mit dem Gewicht von bis zu 90 kg für einen Lohn von 340 bis 380 Peso (7,20 €) am Tag. Krankenversorgung gibt es für sie nicht; Arbeitskleidung etc. wird ihnen vom Lohn abgezogen.
Calamba, Laguna: Gestreikt wird auch bei der Renaissance Food Corporation (Kekse). Da geht es um überlange Arbeitszeiten, Unfallversicherung und den Aufbau einer Gewerkschaft im Betrieb.

Quelle: Inquirer News, Bulatlat, Altermidya, 13.6.16
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Fritz Linow

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #52 am: 13:31:16 Fr. 28.Oktober 2016 »
Ein schönes Urteil:

Zitat
Keine Verhältnisse wie beim DGB: In Indien urteilt der Oberste Gerichtshof, Zeitarbeiter müssen denselben Lohn erhalten!

Am 26. Oktober entschied der Oberste Gerichtshof Indiens eine Revisionsklage von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Bundesstaaten Punjab und Haryana – die dortigen Landesgerichte hatten die Klage auf „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ abgelehnt: Diese Urteil hat der Oberste Gerichtshof nunmehr für unzutreffend erklärt. Da Indien internationale Konventionen unterzeichnet habe, die auf Anti-Diskriminierung in der Wirtschaft abzielten, müsse dies auch getan werden – da niemand davon ausgehen könne, dass irgend jemand freiwillig für weniger Lohn arbeite als andere, die dieselbe Arbeit tun...
http://www.labournet.de/internationales/indien/arbeitsbedingungen-indien/keine-verhaeltnisse-wie-beim-dgb-in-indien-urteilt-der-oberste-gerichtshof-zeitarbeiter-muessen-denselben-lohn-erhalten/

Nao

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #53 am: 13:48:13 Do. 02.März 2017 »
Zitat
Proteste in China
Leiharbeiter setzen VW unter Druck

In China hat VW mit dem wachsenden Frust von Leiharbeitern zu kämpfen. In den vergangenen Tagen gingen am Standort in Changchun mehr als 500 Arbeiter auf die Straße. Sie fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit - und drohen mit Klagen.


Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Die mehr als 1000 Leiharbeiter bei VW-FAW fühlen sich ungerecht behandelt. Die beiden in einem Joint Venture zusammengeschlossenen Konzerne betreiben in Changchun im Norden Chinas ein riesiges Werk, unter anderem werden hier die VW-Modelle Golf und Jetta sowie Audi A6 produziert. "Niemand hat mich in meinem Leben so sehr verletzt wie FAW-VW", heißt es in einem Song, den einer der Leiharbeiter geschrieben und ins Netz gestellt hat. "Gleiches Geld für gleiche Arbeit? Das ist ein Märchen."

Musikalischer Protest reicht den Leiharbeitern nun jedoch nicht mehr. Anfang der Woche gingen nach Angaben von Aktivisten mehr als 500 Arbeiter in Jilin bei Changchun auf die Straße. Sie zogen vor das Gebäude eines Schiedsgerichts, dem sie Untätigkeit vorwerfen. Im Netz kursieren Fotos der Aktion. Solche Proteste sind im autoritär regierten China selten, wenn auch nichts komplett Neues.

Vorwurf: Seit Jahren schlechtergestellt

Landesweit kommt es immer wieder zu Protestaktionen von Arbeitern, die sich ungerecht behandelt fühlen. In den staatlichen Medien werden entsprechende Aufmärsche und Aktionen fast immer totgeschwiegen. So auch in diesem Fall. Konkret werfen die Leiharbeiter VW-FAW vor, sie seit Jahren deutlich schlechter als die Stammbelegschaft zu bezahlen.

Das sind Forderungen, die es schon seit Jahren gebe, sagt Keegan Elmer vom "China Labour Bulletin", einer nichtstaatlichen Organisation mit Sitz in Hongkong, die sich für Arbeitnehmerrechte in China einsetzt. Elmer fordert: VW muss sich dringend mit den Wortführern der Leiharbeiter zusammensetzen und verhandeln.

Für Volkswagen ist die Angelegenheit delikat. Denn einerseits ist der Vertragspartner der Leiharbeiter-Firma nicht VW, sondern der Joint-Venture-Partner, also der chinesische Staatskonzern FAW.

Andererseits fühle man sich mitverantwortlich für die Anliegen der Leiharbeiter, betont man in der chinesischen Volkswagen-Zentrale in Peking. Man suche aktiv den Dialog mit den Protestierenden. Das offizielle Statement zu den Protesten allerdings ist allgemein und bürokratisch gehalten: "Die Volkswagen Group China kümmert sich um alle Mitarbeiter der chinesischen Belegschaft und wird sich mit jeder mitarbeiterbezogenen Frage ernsthaft beschäftigen."

Arbeiter drohen mit Klage

Die protestierenden Leiharbeiter drohen inzwischen damit, VW-FAW zu verklagen. Offen sprechen darüber wollte mit dem ARD-Hörfunk Shanghai keiner der Beteiligten. Zu groß ist die Sorge vor Jobverlust oder staatlichen Repressionen. Über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo macht sich ein Leiharbeiter aber wie folgt Luft: "Ich bin traurig und niedergeschlagen. Ich schwöre, dass ich bis zum Ende gegen FAW-VW kämpfen werde." 

"Wenn es vor Gericht geht, wird es ein langer und teurer Kampf für die Arbeiter", sagt Keegan Elmer von der Hongkonger Arbeiterrechte-NGO. Im Moment sieht es so aus, dass die nordchinesischen Protestierer bereit sind, diesen Weg zu gehen.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-leiharbeiter-proteste-china-101.html

Kuddel

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #54 am: 11:13:29 So. 25.Juni 2017 »
Zitat

Athen 21.6.2017 Mülllarbeiter stürmen Innenministerium

Die Müllberge auf Athens Straßen werden stetig höher. An einigen Stellen zieht bereits ein unangenehmer Geruch durch die Metropole. Hintergrund ist ein seit Montag anhaltender Streik der Mitarbeiter der Stadtreinigung. Sie kämpfen darum, dass Angestellte mit Zeitverträgen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Vom Ausstand sind auch andere Gemeinden in Griechenland betroffen.  Vorangegangen war eine Entscheidung des Rechnungshofes. Er hat die normalerweise übliche Verlängerung der Zeitverträge als verfassungswidrig eingestuft. Innenminister Panos Skourletis hat bereits signalisiert, dass die betroffenen Mitarbeiter nun verbeamtet werden sollen.
https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/21959-streik-der-kommunallangestellten-auf-den-stra%C3%9Fen-t%C3%BCrmt-sich-der-m%C3%BCll

Der Streik findet auch an anderen Orten statt und – er findet überhaupt – trotz der Versicherung des Ministers – statt, weil die Übernahme schon mehrfach versprochen worden war (die EU aber hat auch für Einstellungen im öffentlichen Dienst eine Obergrenze diktiert). Zu diesem Bericht gehört auch eine kleine Fotodokumentation über Solidaritätsaktionen der Gewerkschaft der Kommunalbeschäftigten. Siehe dazu weitere aktuelle Beiträge:

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http://greece.greekreporter.com/2017/06/22/municipal-sanitation-employees-extend-labor-action-until-june-29/

http://www.keeptalkinggreece.com/2017/06/22/municipality-workers-protest-greece/




Nao

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #55 am: 21:13:06 Di. 27.Juni 2017 »

Nao

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #56 am: 13:28:16 Mi. 28.Juni 2017 »

Nikita

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #57 am: 23:19:52 Mi. 28.Juni 2017 »
VW China duldet illegale Leiharbeit – Arbeiter in Jilin streiken – Solidarität ist angezeigt!

http://www.labournet.de/?p=112622

VW-Leiharbeiter protestieren gegen ungleiche Bezahlung

http://www.deutschlandfunk.de/china-vw-leiharbeiter-protestieren-gegen-ungleiche-bezahlung.1773.de.html?dram:article_id=380251

Zitat
Als hätte Volkswagen nicht schon genügend Probleme: Ausgerechnet in China, auf dem wichtigsten Absatzmarkt für VW, machen protestierende Leiharbeiter dem Konzern mächtig Ärger. Sie fordern die gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaft. Volkswagen erklärte, man suche den Dialog.
...


Zitat
Proteste in China Leiharbeiter setzen VW unter Druck

Stand: 02.03.2017 04:47 Uhr

In China hat VW mit dem wachsenden Frust von Leiharbeitern zu kämpfen. In den vergangenen Tagen gingen am Standort in Changchun mehr als 500 Arbeiter auf die Straße. Sie fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit - und drohen mit Klagen.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Die mehr als 1000 Leiharbeiter bei VW-FAW fühlen sich ungerecht behandelt. Die beiden in einem Joint Venture zusammengeschlossenen Konzerne betreiben in Changchun im Norden Chinas ein riesiges Werk, unter anderem werden hier die VW-Modelle Golf und Jetta sowie Audi A6 produziert. "Niemand hat mich in meinem Leben so sehr verletzt wie FAW-VW", heißt es in einem Song, den einer der Leiharbeiter geschrieben und ins Netz gestellt hat. "Gleiches Geld für gleiche Arbeit? Das ist ein Märchen."

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-leiharbeiter-proteste-china-101.html

Kuddel

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #58 am: 19:33:07 Mi. 05.Juli 2017 »
In Südkorea ist das Thema Leiharbeit im Fokus.
Es haben die größten Demonstrationen seit langem stattgefunden und der Kampf gegen prekäre Lebensbedingungen steht im Mittelpunkt.
Die Lebensbedingungen der Erwerbslosen sollen verbessert werden, eine erhebliche Erhöhung des Mindestlohns wird gefordert und ein Verbot der Leiharbeit. Die Großdemonstrationen wurden von kleineren Streiks begleitet.

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Nao

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Re:Leiharbeiterkämpfe anderswo
« Antwort #59 am: 21:32:32 Do. 06.Juli 2017 »