Autor Thema: Streik Der Hafenarbeiter  (Gelesen 23045 mal)

regenwurm

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3536
  • Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Streik Der Hafenarbeiter
« am: 08:49:37 Mi. 11.Januar 2006 »
11.01.2006 STREIK DER HAFENARBEITER
 
Nachmittags Demo in der City
Leichte Verkehrsbehinderungen
FRANK RESCHREITER, SWD

Eigentlich steht der Hafen niemals still. Doch das wird heute anders sein. Die Hafenarbeiter streiken seit gestern Abend, 23 Uhr. Bis heute Abend (23 Uhr) protestieren sie so gegen das Port Package II. Über die Richtlinie wird am 17. Januar das Europäische Parlament entscheiden. Daher bleiben heute europaweit Containerboxen auf den Pötten. Begleitet wird der Streik von einer Demonstration in der City.

Ab 16 Uhr müssen Autofahrer im Bereich Willy-Brandt-Straße mit Störungen rechnen. Im Verlauf der Demonstration wird es rund um die Mönckebergstraße und während der Abschlusskundgebung auf dem Carl-Legien-Platz zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommen. Im Hafen muss mit Behinderungen durch sich stauende Lkw gerechnet werden, da sie ihre Ladung nicht loswerden oder keine erhalten.

Mit der Richtlinie Port Package II, die vom CDU-Abgeordneten Georg Jarzembowski vorangetrieben wird, sollen die Dienstleistungen im Hafen über Ausschreibungen neu geregelt werden. Die EU verspricht sich davon mehr Wettbewerb und Kostensenkungen. Hafenwirtschaft und Gewerkschaften befürchten, dass asiatische Konzerne die Herrschaft im Hafen übernehmen und im großen Stil Jobs abbauen könnten.

(MOPO vom 11.01.2006 / SEITE 10)
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7028
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #1 am: 17:45:44 Mi. 11.Januar 2006 »
11.01.06 - In zwölf europäischen Ländern beteiligten sich heute laut Ver.di rund 35.000 Hafenarbeiter an einer europaweiten Streikaktion gegen die geplante EU-Richtlinie über den "Marktzugang für Hafendienstleistungen" ("Port Package II"). In Rotterdam, dem größten Hafen Europas, wurde genauso gestreikt wie in Kopenhagen, Antwerpen, Liverpool, Marseille, Barcelona und Piräus. In Deutschland führten 4.500 Hafen-Beschäftigte in acht Häfen Streiks, Kundgebungen und Betriebsversammlungen durch. Die Beschäftigten der Hamburger Hafenbetriebe hatten bereits in der Nacht zum Mittwoch die Arbeit niedergelegt. Am Vormittag zogen rund 2.000 Arbeiter zur Kundgebung auf das Betriebsgelände der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) am Burchardkai. "Der Hamburger Hafen steht still", berichtete dort der Betriebsratsvorsitzende von HHLA. Vor allem bei der Lkw-Abfertigung kam es zu erheblichen Staus und empfindlichen Verzögerungen



In Bremerhaven legten am frühen Morgen rund 600 Arbeiter den Betrieb des Containerterminals lahm, 1.200 nahmen an einer Kundgebung teil. Weitere Aktionen gab es in Lübeck und Travemünde. Dort beteiligten sich ver.di-Angaben zufolge rund 300 Beschäftigte an kurzfristigen Arbeitsniederlegungen. In Rostock, Bremen, Nordenham, Brake und Emden protestierten ebenfalls Hafenarbeiter. Auch die Lotsenversetzer, die auf der Elbe und der Weser die Lotsen auf die Schiffe bringen, beteiligten sich an den Protesten. Dadurch wurde der gesamte Schiffsverkehr stark beeinträchtigt.

Die europaweiten Aktionen richten sich gegen den erneuten Versuch der EU-Kommission, im Auftrag der internationalen Monopole in den europäischen Häfen der Billiglohn-Konkurrenz Tür und Tor zu öffnen. Im Jahr 2003 war sie mit dem ersten Richtlinien-Entwurf ("Port Package I") bereits am erbitterten Widerstand der Hafenarbeiter und ersten europaweiten Aktionen gescheitert. "Port Package II" sieht nach Auffassung der Europäischen Transportarbeiter-Föderation, die zu der heutigen Protestaktion aufgerufen hatte, noch weitergehende Deregulierungen der geltenden Hafenbestimmungen vor. So ist vorgesehen, dass die meist in Niedriglohnländern angeheuerten Seeleute selbst Schiffe be- und entladen können. Auch die Abfertigung an Land soll durch von den Reedern angestelltes Personal und über ihre eigene Abfertigungsanlagen erfolgen. Um damit Druck auf die bestehenden Hafendienste auszuüben, sollen deren Konzessionen immer wieder neu ausgeschrieben und dann jeweils an die günstigsten Anbieter vergeben werden.

Die Folge wären nicht nur drastische Lohnsenkungen in diesem Bereich, sondern auch die Entlassung tausender zu geltenden Tarifen eingestellter Hafenarbeiter. "Egal, was die europäischen Institutionen beschließen mögen: Die Hafenarbeiter werden nicht tatenlos zusehen, wenn ihre Arbeitsplätze zerstört werden. (...) Deshalb muss der Entwurf zu Port Package II vom Tisch, genauso überigens wie der Entwurf zur sogenannten Bolkestein-Richtlinie", rief der ver.di-Vorsitzende Bsirske bei der heutigen Kundgebung im Hamburger Hafen. Ver.di kündigte weitere Protestaktionen für den Beginn der kommenden Woche an. Am 16. Januar wollen Hafenarbeiter aus zahlreichen europäischen Ländern in Straßburg demonstrieren, wo am folgenden Tag im Europäischen Parlament über "Port Package II" abgestimmt werden soll.

(rf-news)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

regenwurm

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3536
  • Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #2 am: 08:54:01 Do. 12.Januar 2006 »
Frontalangriff auf die Arbeiter«
Hamburger EU-Abgeordneter will Richtlinie durchsetzen / Arbeiter demonstrieren gegen das »Port Package II«
SWANTJE DAKE

Kein Kran bewegt sich. Alle Brücken an den Terminals sind hochgeklappt. Kein Container verlässt die festgemachten Schiffe. Lkw-Fahrer werden ihre Last nicht los. Das Leben im Hamburger Hafen stand gestern still, ebenso in vielen anderen europäischen Häfen. Der Demonstrationszug mit 2300 Brückenfahrern und Laschern durch die City sorgte im Feierabendverkehr für kurzzeitige Behinderungen.
Die Hafenarbeiter protestierten gegen das Port Package II (Hafenpaket). Das Europäische Parlament wird in der kommenden Woche über die Richtlinie entscheiden. Die Hafenarbeiter und die Gewerkschaft Ver.di lehnen das Paket ab.

Was ist das Port Package II?

Mit der "Richtlinie über den Marktzugang für Hafendienstleistungen" will die EU den Wettbewerb zwischen und innerhalb der Häfen ankurbeln. Dienstleistungen, etwa das Abfertigen von Schiffen, soll über Ausschreibungen neu geregelt, der Betrieb effizienter und kostengünstiger werden. Konzessionen für das Lotsen, Schleppen und den Güterumschlag sollen laut Hafenpaket nur für eine begrenzte Zeit (maximal 46 Jahre) vergeben werden. Außerdem könnten die Besatzungen der Schiffe künftig das Be- und Entladen übernehmen. Bisher sind dafür die in den Häfen ansässigen Unternehmen, in Hamburg überwiegend HHLA und Eurogate, zuständig.


Quelle:

S.T.R.E.I.K
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

LinksDenker

  • Gast
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #3 am: 12:12:08 Do. 12.Januar 2006 »
KwTm

Carsten König

  • Gast
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #4 am: 13:05:45 Mi. 18.Januar 2006 »
Zitat
EU-Parlament stoppt Hafen-Liberalisierung    

Das Europa-Parlament hat das Paket zur Liberalisierung von Hafendienstleistungen abgelehnt. Eine Schlappe für die EU-Kommission - und ein Triumph für die Hafenarbeiter. Sie hatten in den vergangenen Tagen mit Demonstrationen gegen die Pläne mobil gemacht.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,395856,00.html

Ein kleiner Sieg? Man möchte es denken, jetzt noch weg mit der Bolkestein-Richtlinie.

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7028
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #5 am: 18:09:03 Mi. 18.Januar 2006 »
jetzt noch weg mit der Bolkestein-Richtlinie!!!

Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7028
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #6 am: 19:05:11 Mo. 23.Januar 2006 »
Am 14.2. entscheidet das europäische Parlament über die so genannte Bolkestein-Richtlinie in Straßburg. Ihr Kernstück ist das so genannte "Herkunftslandprinzip", nach dem "Dienstleistungen" in jedem Land Europas nach den Lohn-, Arbeits- und Umweltschutzbedingungen des Herkunftslands erbracht werden sollen. Die Arbeiter Europas sollen in eine ungeheure Konkurrenz gegeneinander um die niedrigsten Löhne und die schlechtesten Arbeitsbedingungen getrieben werden.

Immer mehr Produktionsarbeiten in der Industrie (Reparaturen, Wartung, Versorgung, usw.) wurden und werden zu "Dienstleistungen" erklärt. Auch Leiharbeitsfirmen gelten mittlerweile als "Dienstleister". "Bolkestein" richtet sich also keineswegs nur gegen Handwerker und den Gesundheits- und Bildungsbereich, sondern gegen die gesamte europäische Arbeiterklasse und vor allem die Industriearbeiter.

Der Europäische Gewerkschaftsbund und die DGB-Führung rufen für Dienstag, den 14.2. zur Demonstration nach Straßburg auf. Es wird eine großer Beteiligung aus Frankreich, Belgien und anderen europäischen Ländern erwartet.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7028
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #7 am: 18:19:31 Do. 26.Januar 2006 »
Die französische Polizei verweigert der Demonstration gegen die Dienstleistungsrichtlinie am 11. Februar das Recht, vor dem Europaparlament zu demonstrieren. Vertreter von Attac kündigten an, dass gegen die Entscheidung juristisch vorgegangen werde. Keine Beschränkungen gibt es bisher für die vom Europäischen Gewerkschaftsbund am 14. Februar vor dem Europaparlament angekündigte Demonstration.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15088
  • Fischkopp
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #8 am: 11:46:03 Sa. 28.Januar 2006 »
Zitat
Demonstration gegen die Dienstleistungsrichtlinie am 11. Februar

Zitat
Der Europäische Gewerkschaftsbund und die DGB-Führung rufen für Dienstag, den 14.2. zur Demonstration nach Straßburg auf.

Kann mir jemand mal erklären, warum attac und die Gewerkschaften gegen die gleiche Sache an unterschiedlichen Tagen demonstrieren wollen?

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7028
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #9 am: 20:31:49 Fr. 15.Dezember 2006 »
Am Donnerstag legten über 2.000 Beschäftigte der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) von 6.00 Uhr bis 15.00 Uhr die Arbeit nieder. Nach einer morgendlichen Betriebsversammlung marschierten sie zur Konzernzentrale und legten große Teile des Hafens und der Innenstadt still. Der Protest richtet sich gegen die geplante Privatisierung und der damit zu erwartenden Vernichtung von Arbeitsplätzen und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Der CDU-Senat will zunächst 49,9 Prozent der Anteile an dem bisher staatlichen Unternehmen verkaufen. Ein Bieter ist unter anderem Dubai Ports World.

15.12.06
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7028
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #10 am: 17:46:38 Sa. 24.Februar 2007 »
Gestern legten die Beschäftigten der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) die Arbeit nieder und zogen nach einer Betriebsversammlung durch die Innenstadt. Die fast 2.000 Demonstranten lehnen die vom Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) betriebene Privatisierung des Hafens ab. Thomas Mendrzik, stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender, sagte zu den Erfahrungen mit der Privatisierung, dass diese "von den Rendite- und Profiterwartungen der internationalen Großkonzerne abhängig gemacht" werden. "Das geht auf Knochen der Hafenarbeiter, die ihre Sozialstandards verlieren."
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #11 am: 00:40:23 Di. 05.Juni 2007 »
Zitat
Docker gegen Billigheuer
Solidarität maritim: Hafenarbeitergewerkschaften wollen Tarifvertrag für Seeleute erzwingen. Aktionswoche in mehreren europäischen Häfen
Von Andreas Grünwald
 
Mit einer nordeuropäischen Aktionswoche reagiert die Internationale Transportarbeiterföderation (ITF) auf das zunehmende Lohn- und Sozialdumping in der internationalen Schiffahrtsbranche. Denn betroffen davon sind nicht nur die Seeleute asiatischer, afrikanischer oder südamerikanischer Reedereien. Auch etwa 3200 deutsche Schiffe laufen inzwischen unter sogenannten Billigflaggen – wie der von Nigeria, von Panama, von Burma, den Bermudas oder den Bahamas. Und für 50 Prozent dieser deutschen Schiffe gelte dann auch kein Tarifvertrag, sagte ITF-Vertreter Dieter Benze am Montag auf einer Pressekonferenz in Hamburg. Die Crewmitglieder müssen für wenige hundert Euro im Monat schuften.

Die ITF strebt an, einen Mindestsatz für alle Seeleute durchzusetzen – die Heuer eines Matrosen soll danach bei 1550 Euro im Monat liegen - inklusive 103 Überstunden. Noch bis Freitag rufen die Hafenarbeitergewerkschaften in allen nordeuropäischen Ländern, aber auch in Rußland und Frankreich, gemeinsam dazu auf, ohne Tarifvertrag fahrende Schiffe zu boykottieren. Abgefertigt werden sie erst dann, wenn der jeweilige Kapitän oder die Reederei den Tarifvertrag der ITF unterschrieben hat.

Diese Unterstützung durch die Hafenarbeiter sei aber auch bitter nötig, unterstrichen die ITF-Vertreter in Hamburg. Denn die Mannschaften unterliegen dem Seerecht. Und dort sind die Grenzen zwischen Streik und »Meuterei« häufig fließend. Seeleuten aus Burma etwa droht sogar Gefängnis, wenn sie sich an Streikaktionen beteiligen.

Doch die Unterstützung durch die Hafenarbeiter geschehe nicht nur aus Solidarität, sondern auch aus »kollektivem Eigennutz«, unterstrich der bei ver.di für die Docker zuständige Gewerkschaftssekretär Andreas Bergmann. Denn im Tarifvertrag der ITF gibt es auch eine sogenannte Hafenarbeiterladungsklausel. Und nach der ist es den Reedern verboten, ihre Schiffe mit der eigenen Besatzung zu löschen oder weitere typische Hafenarbeiterdienstleistungen zu verrichten.

Wie kriminell die Aktivitäten der Reeder hingegen sind, darauf verwies in Hamburg ITF-Vertreterin Barbara Ruthmann. Denn selbst auf jenen Schiffen, für die es schon gelungen sei, einen Tarifvertrag der Organisation durchzusetzen (etwa 2800 der weltweit 21000 Schiffe, die unter Billigflaggen laufen), würden die tariflichen Standards häufig unterschritten. So nötige man die Seeleute vielfach, falsche Lohnabrechnungen zu unterschreiben. Die Inspekteure der ITF wollten deshalb während der Aktionswoche gezielt das Gespräch mit den Besatzungen tarifgebundendener Reedereien suchen, so Ruthmann. Kämen dabei derartige Mauscheleien ans Licht, werde das Schiff so lange nicht entladen, bis den Seeleuten die Heuer laut Tarifvertrag nachgezahlt ist. Schwerpunkte der bereits zwölften ITF-Aktionswoche dieser Art sind in Deutschland die Seehäfen von Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Nordenham, Lübeck, Saßnitz und Rostock.

Mit Hilfe von Billigflaggen lassen sich arbeitsrechtliche Vorschriften im Land des Reeders umgehen – gleichzeitig erlauben sie es, extrem lange Arbeitszeiten und sicherheitsgefährdende Arbeitsbedingungen zu erzwingen und dafür auch noch niedrige Heuern zu bezahlen. Billigflaggenschiffe haben keine Nationalität im eigentlichen Sinne, daher gehören sie auch nicht zum Bereich einzelner nationalstaatlicher Seeleutegewerkschaften. Die ITF organisiert deshalb auf internationaler Basis Besatzungen von Billigflaggenschiffen. Seit 1948 führen ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften der Seeleute und der Hafenarbeiter eine zähe Kampagne gegen Reeder, die sich auf der Suche nach möglichst billigen Besatzungen und möglichst niedrigen Ausbildungs- und Sicherheitsanforderungen für ihre Schiffe von der Flagge ihres Herkunftslandes verabschieden. Der 1896 gegründeten Föderation gehören nach eigenen Angaben mehr als 681 Gewerkschaften mit über 4,5 Millionen Mitgliedern im Bereich Transport und Verkehr in mehr als 148 Ländern an.

http://www.jungewelt.de/2007/06-05/029.php

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #12 am: 18:25:27 Di. 20.Mai 2008 »
Zitat
Gewaltsame Proteste von Hafenarbeitern gegen Privatisierung

Marseille (AP) Gewaltsame Proteste gegen Privatisierungspläne und ein Fischerstreik wegen steigender Dieselpreise haben zahlreiche Häfen in Frankreich blockiert. In der südlichen Hafenstadt Marseille lieferten sich Hafenarbeiter am Dienstag eine Straßenschlacht mit den Sicherheitskräften. 500 Arbeiter warfen Stühle, Steine und Flaschen auf die Bereitschaftspolizei, die die Menge mit Tränengas auseinandertrieb. Ein Polizist wurde am Kopf verletzt, ein Streifenwagen in Brand gesteckt, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Der Hafen von Marseille, ein wichtiger Umschlagplatz für Öl, Gas und Chemikalien, hat seit Beginn der Streiks vor einem Monat mehr als eine Million Euro verloren. Das Gesetzesvorhaben zur Privatisierung der Häfen wird seit Dienstag vor dem Senat verhandelt.

Sarkozy prüft neue Subventionen

Die Fischer blockierten unterdessen einen weiteren wichtigen Ölhafen bei Marseille. 50 Demonstranten besetzten das Terminal Fos-sur-Mer und setzten Autoreifen und Kisten in Brand, wie die Hafenverwaltung mitteilte. Nach La Rochelle und anderen Häfen an der Westküste wurde auch der Ölhafen Lavera an der Südküste am Montag bestreikt, am Dienstag wurde die Blockade dort aber aufgehoben.

Die Hochseefischer verlangen höhere Subventionen. Viele sehen sich angesichts einer Verdoppelung der Dieselpreise in den letzten zwölf Monaten in ihrer Existenz bedroht. Nach ersten Protestaktionen im November sagte Staatspräsident Nicolas Sarkozy den Fischern 310 Millionen Euro zu, vor allem zur Modernisierung der Boote. Am Dienstag versprach er, angesichts der weiter kletternden Ölpreise zusätzliche Hilfe zu prüfen. Die Hochseefischerei sei «entscheidend für die Wirtschaft der Küstenregionen». Am Mittwoch will sich Wirtschaftsminister Michel Barnier mit den Gewerkschaften treffen.

Ein Sprecher des Ölkonzerns Total erklärte, die Streiks hätten die Lage kompliziert gemacht und einige Lieferungen verlangsamt. Die zeitweiligen Blockaden im Großraum Marseille hätten aber bisher ausgeglichen werden können.

http://de.news.yahoo.com/ap/20080520/tpl-gewaltsame-proteste-von-hafenarbeite-cfb2994.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15088
  • Fischkopp
Re:Streik Der Hafenarbeiter
« Antwort #13 am: 14:08:44 Di. 24.November 2009 »
Komitee "Wir sind der GHB!"
Wir arbeiten überparteilich, antifaschistisch, demokratisch und kämpferisch für Arbeiter!
http://www.wirsindderghb.de.vu/

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7028
Hafenarbeiter im Zorn
« Antwort #14 am: 20:04:16 Mo. 18.Januar 2010 »
Am 14. Januar begannen die Tarifverhandlungen für die bremischen Häfen, und sie endeten ohne Ergebnis. Die Hafenarbeiter reagierten darauf frustriert und verärgert, weil ihnen Dumpinglöhne drohen. Dazu fürchten sie, dass der Gesamthafenbetrieb als Personaldienstleister im Hafen keine Zukunft mehr hat…


Video:
http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=023428



Zitat
Billiglohngruppe verärgert im Hafen
Die Billiglohngruppe im Hafen ärgert die BLG-Mitarbeiter maßlos. Anonyme Zuschriften an die Redaktion belegen den Frust im Hafen. Da ist von einer BLG-Spitze die Rede, die bei der Durchsetzung ihrer Ziele „über Leichen geht
http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Startseite/Billiglohngruppe-veraergert-im-Hafen-_arid,295677_puid,1_pageid,52.html

Zitat
52.000 Euro Gehalt für nur fünf Sitzungen
Wenn im Hafen von einer Billiglohngruppe die Rede ist, können die Bezüge der BLG-Aufsichtsratsmitglieder nicht gemeint sein. Der Vorsitzende, Ex-Senator Josef Hattig (CDU), bekommt 52 000 Euro pro Jahr, Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) 19 000 Euro. Nebenher, versteht sich. Nun sollen zumindest den Senatoren die Aufsichtsrats-Bezüge gekürzt werden…
http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Startseite/52000-Euro-Gehalt-fuer-nur-fuenf-Sitzungen-_arid,296229_puid,1_pageid,52.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!