Autor Thema: neu und ratlos und die Hosen voll ;)  (Gelesen 9960 mal)

AANewb

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« am: 13:13:32 Mo. 23.Januar 2006 »
Servus mitnander,

seit 14 Jahren arbeit ich doppelt und hab jetzt mit einem absolut psychopatischen Chef und nicht minder geisteskranken Kollegen den richtig großen Fang gemacht. Arbeitszeiten von 14h sind normal und bei weniger als 14h zeigt man sowieso nur halbem Einsatz...das volle Ausbeuter-Chaoten-Programm eben. In Kürze werde ich also Kundin beim Arbeitsamt. Als Deutsche steh ich dem Fakt "Arbeitssuchend" ja etwas verkrampft gegenüber. War halt noch nie in der Situation. Aber weil ich irgendwie meine Motivation in den letzten 5 Kampfmonaten gänzlich verloren hab, muß ich mich jetzt schlau machen; ich will auf folgendes hinaus: wenn schon arbeitslos, dann aber auch 2 Monate Ruhe und nicht jeden Tag Nervenkrieg. So:

- wie lange dauerts ungefähr bis so ein Antrag auf Arbeitslosengeld durch ist? (ich lass mich kündigen)

- wann fängt das AA an, mir die Bude mit sagenhaft lukrativen Stellenangeboten einzurennen? Und wie wehr ich mich dagegen? *g... ich bin nicht faul oder habe vor die nächsten Monate rumzuhängen, aber 8-10 Wochen Pause fänd ich sehr interessant. Und ich weiß genau, was vom AA dann kommen wird, hat nicht annähernd mit dem zu tun, was ich eigentlich machen will und gemacht hab.

- wie stehen die Chancen auf Weiterbildung, sponsored by AA?

- Zeitarbeit kommt für mich echt nicht in Frage. Hab ja schon den einen oder anderen Tipp hier gelesen, aber hm. Klingt alles so... zu einfach. Freunde meinten, dass die Herrschaften von der ZA ohnehin fragen "ob man überhaupt Lust hat". Komische Sache.

Für Hilfe und Gute Tipps, wie ich mich souverän und entspannt an die deutsche Tragödie "arbeitslos" gewöhnen kann bin ich echt dankbar.

Teufel

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #1 am: 13:34:13 Mo. 23.Januar 2006 »
-Hallo erstmal:
ich kann nur sagen - ich würde mir nicht kündigen lassen.
Krankfeiern würde ich - Türen zu, Telefon für bestimmte Nr. nicht zu erreichen.

Zitat
- wie lange dauerts ungefähr bis so ein Antrag auf Arbeitslosengeld durch ist? (ich lass mich kündigen)

Meiner Erfahrung nach geht das recht zügig, wenn die Agentur halbwegs gut arbeitet.
 
Zitat
- wann fängt das AA an, mir die Bude mit sagenhaft lukrativen Stellenangeboten einzurennen? Und wie wehr ich mich dagegen? *g... ich bin nicht faul oder habe vor die nächsten Monate rumzuhängen, aber 8-10 Wochen Pause fänd ich sehr interessant. Und ich weiß genau, was vom AA dann kommen wird, hat nicht annähernd mit dem zu tun, was ich eigentlich machen will und gemacht hab.

Das kommt darauf an, welche Stellen beim Arbeitsamt gemeldet werden. Sind keine da, kommt auch nichts. Sind welche da, bekommt man die auch meistens.
Habe nur festgestellt, das die Agenturen da auch unterschiedlich arbeiten.
Ein Bekannter ist seit Mai arbeitslos - er hat noch nicht ein Angebot bekommen, obwohl welche vorhanden waren. Er hat sie sich selber rausgesucht. Keine Ahnung warum das so läuft.

Zitat
- Zeitarbeit kommt für mich echt nicht in Frage. Hab ja schon den einen oder anderen Tipp hier gelesen, aber hm. Klingt alles so... zu einfach. Freunde meinten, dass die Herrschaften von der ZA ohnehin fragen "ob man überhaupt Lust hat". Komische Sache.

Da wird aber wohl kaum eine Agentur Rücksicht drauf nehmen - die Zeitarbeitsfirmen fragen auch nur, weil sie unmotivierte nicht gebrauchen können (wo die Motivation zur Zeitarbeit herkommen soll, weiß ich allerdings auch nicht) - manche ZAF läßt vieleicht mit sich reden, und man wird dort nicht eingestellt. Aber verlassen würde ich mich nicht darauf.

Weiterhin kann man, wenn keine persönlichen Gründe (Partner, Kinder) vorliegen Bundesweit vermittelt werden.

Ich würde mir das überlegen:
eine hübsche Krankheit würde ich vorziehen.

Schöne Grüße
vom Teufel

 :D

AANewb

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #2 am: 13:51:58 Mo. 23.Januar 2006 »
dankeschön ;)

für Krankfeiern bin ich viel zu verklemmt. Da verzicht ich lieber auf Geld und geh ganz. Da wäre mein schlechtes Gewissen nicht so vordergründig - stell ich mir jetzt wenigstens so vor.
alles banane.. bundesweite Vermittlung. Gruselig. bin grad erst quer durch Deutschland gezogen, ich geh hier NICHT weg.

Mats

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  • Marie Antoinette: Warum hungert das Volk, hat es keinen Kuchen?
neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #3 am: 14:31:10 Mo. 23.Januar 2006 »
Kann dich gut verstehen, bei soviel Arbeit fällt es schwer den Kopf klar zu kriegen. Solltest du erstmal arbeitslos sein, bekommst du den Kopf aber auch klarer und dieses Forum (Dank an Jürgen) hat mir echt gute Tips gegeben, zum Querdenken, sich wehren und sich nicht zu ducken.

Bin jetzt ein Jahr arbeitslos. Im Juli gab´s den ersten Vermittlungsvorschlag, im Dezember den zweiten. Beidesmal bei einer PSA. Jedesmal habe ich mich krankschreiben lassen. Es gab keine Rückfragen. Also keine Bange, so schnell schießen die Preußen nicht.

Es gibt nach 3 Monaten, 6 Monaten und 9 Monaten Sprünge nach unten, bei denen man die Arbeit wegen zu niedrigem Einkommen ohne AGeld-Abzug ablehnen kann. Was meinst du, warum der Vorschlag, bei der PSA mich vorzustellen, gerade im Juli war?

Zu dem einzigen Gespräch mit dem Arbeitsvermittlung (auch nach 7 Monaten erst!!!):

Fragen der AV:

- Ob ich mich schon mal um Zeitarbeit bemüht hätte (ich habe zuletzt fünf, in Worten fünf Jahre Zeitarbeit "gemacht"),  das hat die Ellie nicht gesehen!!!!


- Ob ich schon an Umzug gedacht hätte? Ich sagte, ich bin wegen Arbeitssuche drei Mal umgezogen. Wohne in HH, wenn hier nichts ist, dann wird´s bestimmt im Ruhrgebiet, Cloppenburg oder Potsdam was gescheites geben ;-)))

Also, den Mut nicht verlieren! Ein bestimmtes Auftreten (Partner oder noch besser sachkundigen Vertraute(n) mitnehmen) ist schon die halbe Miete.

Wenn du noch zu "gut" ausgebildet bist, dann gibt´s Weiterbildungsmöglichkeiten oft nur bei Restplätzen, und selbst da stellen die sich pissig an.

Mats

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  • Marie Antoinette: Warum hungert das Volk, hat es keinen Kuchen?
neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #4 am: 14:39:18 Mo. 23.Januar 2006 »
zum Geld: Am Ende des ersten Arbeitslosenmonats hatte ich mein Geld auf dem Konto.

Prozedere: Arbeitlosenmeldung sofort nach der Kündigung!!!Da bekommst du ja die Unterlagen für die Leistungsbeantragung. Sobald der AG seinen Part ausgefüllt hat und du alle Unterlagen zusammen hast, schnellstmöglich zur AA, dann müsstest du dein Geld pünktlich ausgezahlt bekommen.

Wenn nicht: NEEEEERVEN! Das A-Geld I ist kein Almosen sondern eine Versicherungsleistung.

Damit du nachweist,  dass du suchst (aber ja eigentlich nicht willst, weil du erstmal Ruhe brauchst):

e-mail-Bewerbungen werden akzeptiert und du hast keine oder kaum  Konsten dadurch.

Und das Forum gründlich durchchecken!!!!!!!!

AANewb

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #5 am: 15:08:45 Mo. 23.Januar 2006 »
meine weichen Knie haben etwas nachgelassen ;) danke, Mats !

Schmaler Grat, auch für einen selbst. Aber ich merk selbst, dass die Alternativen (Durchhalten, bis was Neues in Aussicht ist / Krankfeiern / ?) keine sind für mich.

Am meisten Angst hab ich halt davor, dass ich a) die Kohle erst in 6 Monaten krieg, b) zugemüllt und gestresst werde, von dubiosen Angeboten, die man pflichtbewußt alle wahrnehmen muß.
Ein Teil von Euch wird über meine brave, spießige Zurückhaltung echt grinsen.

Aber... merci !

Mats

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  • Marie Antoinette: Warum hungert das Volk, hat es keinen Kuchen?
neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #6 am: 16:45:50 Mo. 23.Januar 2006 »
So oder so, du hast ein klassisches Burn-Out-Syndrom!!!!!!!!!!

Will dich ja nicht aufhetzen, aber

a) es wird ein(e) Arzt(in) dich kaum für einen Blaumacher halten,

b) bei deinem Zustand würde ich die Option nicht grundweg abschlagen.

c) wird dir gekündigt und du die bekannten Fristen einhältst, hast du keinen Verzug in der Zahlung von ALG I.

Mats

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  • Marie Antoinette: Warum hungert das Volk, hat es keinen Kuchen?
neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #7 am: 16:48:36 Mo. 23.Januar 2006 »
Nein: Gegrinst wird hier nirgends, wir sind hier nicht bei de(ine)r Arbeit und die meisten von uns hier haben ähnliches erlebt. Dafür ist das Thema zu ernst!

tom1977

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #8 am: 17:33:00 Mo. 23.Januar 2006 »
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Ratrace

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #9 am: 17:53:27 Mo. 23.Januar 2006 »
Hallo AANewb, herzlich willkommen im Chefduzen-Forum!

Ich habe nicht alle Antworten auf Dein Posting gelesen, deshalb möchte ich mich im Voraus schon einmal für eventuelle Redundanzen entschuldigen: Nun mal los:

Du hörst Dich nach Burnout an. Das ist nicht so ein bißchen Erschöpfung, sondern ernstzunehmen.

BITTE: Unterschreibe NIEMALS einen Auflösungsvertrag/Aufhebungsvertrag (das wird Dir Dein Chef wahrscheinlich anbieten anstatt Dich zu kündigen, weil er so einer eventuellen Abfindungsklage aus dem Wege gehen kann), weil das dazu führen kann bzw. wird, daß Du eine Sperre vom Amt bekommst. Du hast das schon richtig vor: Laß Dich kündigen oder begib Dich in Therapie bei einem Therapeuten (am besten einer, der auch noch Mediziner ist), der Dich unterstützt, dies sollte bei einem Burnout auch kurzfristig machbar sein. Wenn der Therapeut ein Attest ausstellt, welches aussagt, daß Du in dieser Firma nicht mehr arbeiten kannst, mußt Du zum Amtspsychologen, der aber auch nichts anderes macht, als mit Deinem Therapeuten zu reden (natürlich nach einer Schweigepflichtentbindung Deinerseits). Und dann gibt's auch keine Sperre, auch nicht bei einer Kündigung Deinerseits, denn es liegt eine medizinische Indikation vor, bei der Firma zu kündigen.

Das ALG war bei mir innerhalb von drei Wochen bewilligt. Das ALG II dauerte wesentlich länger (kurz vor Untätigkeitsklage), aber das ist hier ja noch nicht Thema.

Ich bekam im Jahr meines ALG-Bezuges nicht ein einziges Stellenangebot. Falls das Amt Dich trozudem zu irgend etwas zwingen will, was Du nicht kannst: Ab zum Doc. Es geht hier nicht um Simulantentum, habe das im Hinterkopf! Es geht um die Wahrung Deiner Rechte als kranke Person. Burnout ist kein Spaß! Das braucht oft eine recht lange Zeit, um auskuriert zu werden.

Eine Weiterbildung bezahlt zu bekommen ist schwierig. Die Ämter sind blank.

Wenn Du vom Amt gefragt wirst, ob Du zu irgend etwas Lust hättest - besser nicht verneinen. Könnte nämlich eine Fangfragfe sein, um Dich direkt zu Anfang in eine Sperrzeit zu bekommen.


Grüße,
Ratrace
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

Mats

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #10 am: 19:03:22 Mo. 23.Januar 2006 »
Ratrace hat recht, ich mein: besser ausscheren als zu früh mit ´nem Zettelchen am Fuß auf der Pathologie zu liegen und alles für Chef, Volk und Vaterland gemacht zu haben. Deshalb geht dieses System -ich vermeide schmerzlich den Ausdruck "kapitalistische"- noch: weil das alte Prinzip gilt: einer sitzt im Karren und der andere zieht ihn.

Im Jahre 99 hatte ich z.B. an einem Dienstag nachmittag alles aber auch alles hingeschmissen und bin nie mehr wieder zur Firma zurückgekommen.

Ratrace

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #11 am: 19:18:50 Mo. 23.Januar 2006 »
Jau, ich meine, man muß das Ganze auch mal nüchtern betrachten: Da macht man sich kaputt für einen beschissenen Job, und es wird einem nicht einmal gedankt, daß man Einsatz zeigte. Die möglicherweise für immer eingeschränkte Gesundheit gibt einem auch niemand wieder. Deshalb ist es ein Gebot, die Notbremse zu ziehen, sobald man merklich Federn läßt. Man muß nur ein wenig üben, daß einem das Gekeife der Wohlstandsblagen jedes Alters (von wegen Schmarotzer und so) meilenweit am Arsch vorbeigeht, aber ich habe den Eindruck, daß man deutlich reift, wenn man so weit ist, daß man diese Leue nur noch anlächelt - oder ihnen alternativ einfach den Finger zeigt.
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

tom1977

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #12 am: 20:26:10 Mo. 23.Januar 2006 »
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Wilddieb Stuelpner

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #13 am: 21:16:20 Mo. 23.Januar 2006 »
Alle nötigen Details zum Nachlesen gibt es für angehende Arbeitslose ausführlich in einigen Broschüren:



Leitfaden für Arbeitslose
Der Rechtsratgeber zum SGB III
22. Auflage · Erscheinungsjahr: 2005 · 592 Seiten · Buch/kartoniert
ISBN: 3-936065-35-7 · Preis: 11.00 € inkl. 7.00% MwSt.



Leitfaden zum Arbeitslosengeld II
Der Rechtsratgeber zum SGB II
Erscheinungsjahr: 2005 · 496 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 3-936065-36-5 · Preis: 9.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Die erste Broschüre ist für Alg-I-Bezieher und die zweite nach 12 bzw. 18 Monaten Ablauf dieser Leistung für die Alg-II-Kandidaten.

Beziehen kann man beide Broschüren über den örtlichen Buchhandel oder direkt beim

Fachhochschulverlag Frankfurt am Main
Kleiststr. 31
60318 Frankfurt am Main
Tel. (0 69) 15 33 - 28 20
Fax: ( 0 69) 15 33 - 28 40
Internet: http://www.fhverlag.de
E-Mail: bestellung@fhverlag.de

Die Broschüren erscheinen jährlich, aktualisiert in einer neuen Auflage wieder, zumeist im Mai.

Hast Du die 12 bzw. 18 Monate abgespult und wirst Alg-II-Kandidat, dann findest Du auf der MDR-Internetseite der Sendung "Ein Fall für Escher" Rat und Tat. Schaue Dir diese Sendung regelmäßig jeden Donnerstag ab 20.15 Uhr an bzw. Freitag vormittag gegen 10.00 Uhr. Peter Escher behandelt häufig Probleme von Arbeitslosen und gibt gemeinsam mit Michael Baczko, Fachanwalt für Sozialrecht aus Erlangen gute Ratschläge.

Sie haben folgende Broschüren herausgegeben:

Broschüren zur Kündigung und Arbeitslosigkeit



Kündigung, Arbeitslosigkeit - was dann?

Wie kann ich mich gegen Kündigung wehren? Welche Rechte und Pflichten habe ich gegenüber der Arbeitsagentur? Wie setzt sich mein Arbeitslosengeld zusammen? Wie suche ich nach einer neuen Stelle? - Fragen, die in diesem Buch (und der dazugehörigen CD-ROM) ausführlich behandelt werden. Der Ratgeber gibt Tipps, worauf Sie bei Arbeitslosengeld und weiteren Sozialleistungen achten müssen und zeigt Wege aus der Arbeitslosigkeit: mit den richtigen Methoden zur Jobsuche, einer guten Bewerbung und der richtigen Vorbereitung. Das Begleitbuch "Kündigung, Arbeitslosigkeit - was dann?" ist ein Ratgeber, der die Erfahrungen und das Expertenwissen aus den Sendungen zusammenfasst. Autoren sind der Fachanwalt für Sozialrecht Michael Baczko und die Diplombetriebswirtin Doris Brenner, Beraterin mit den Schwerpunkten Personalentwicklung und Karriereberatung. Auf der CD-Rom finden Sie praktische Unterstützung, u.a. Anträge für ALG I und ALG II mit Ausfüllhilfen, vielen Mustern für Anschreiben und Lebensläufe, Gesetze und Rechtsprechungen im Wortlaut, Checklisten und Arbeitshilfen.

"Kündigung, Arbeitslosigkeit - was dann?"
Rudolf Haufe Verlag, Freiburg im Breisgau 2005
ISBN: 3-448-07211-7
Preis: 14,95 EUR

Bestellungen (Bestell-Nr.: 04254-0001) sind auch unter der Telefonnummer: 01805 / 33 30 11 (12 Cent/Minute) möglich (+ 1,90 EUR Versandkosten).

für Alg-II-Bezieher:



Hartz IV und Arbeitslosengeld II

Seit 01. Januar 2005 gelten für Arbeitslose zahlreiche rechtliche und finanzielle Veränderungen. Viele Betroffene sind auf Grund dieser Reformen verunsichert. Das Begleitbuch "Hartz IV und Arbeitslosengeld II" ist ein Ratgeber, der die Erfahrungen und das Expertenwissen aus unseren Sendungen zusammenfasst. Autor ist der Fachanwalt für Sozialrecht Michael Baczko. Buch und CD-Rom helfen leicht verständlich, die nötigen Anträge auszufüllen, die Bescheide des Arbeitsamtes zu prüfen und notfalls Widerspruch einzulegen. Der Band berücksichtigt auch die neuesten Entscheide der Bundesagentur für Arbeit und der Fallbearbeiter. Auf der CD-Rom finden Sie praktische Unterstützung zum Überprüfen Ihrer Leistungen: Hartz IV-Rechner, Antragsformular zum ALG II, Berechnungsschema, Musterbriefe für Einsprüche und Widersprüche.

ISBN: 3-448-06715-6
Preis: 14,95 EUR

Taschenguide - "Hartz IV und Arbeitslosengeld II"



http://www.haufe.de//shopProductDetails?mm=00870-0001

Das sind Ihre Rechte bei Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe



http://www.haufe.de/SID106.dGqw90O1tuc/shopProductDetails?SAPMaterialNumber=00870-0001&d_start=2&SearchableText=baczko&searchDownloads=true&searchNews=true&UIS=true&UIO=true&searchSeminare=true

Bei Tacheles e.V. Wuppertal, Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. Frankfurt am Main, LabourNet Germany Bochum, Koordinierungsstelle für gewerkschaftliche Arbeitslosengruppen im Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V. Berlin erfährst Du weiteres.

Für Alg-II-Leute gibt Harald Thomé diese Broschüre heraus:



Leitfaden Alg II / Sozialhilfe von A - Z


AG TuWas (Hg.) www.agtuwas.de
Leitfaden Alg II / Sozialhilfe von A -Z,
Autoren: Rainer Roth und Harald Thomé
Stand: März 2005, 364 Seiten, 7,50 Euro
ISBN 3-932246-50-0
Preis:
7,50 EUR incl Versand

Bestellungen:
per Mail: agtuwas@web.de
per Fax: 0 69 / 15 33 - 26 33
per Brief:
AG TuWas
Gleimstr. 3
60318 Frankfurt

Versand gegen Rechnung

Die Autoren:
Rainer Roth, Prof. an der Fachhochschule Frankfurt, seit Jahrzehnten Herausgeber und Autor zahlreicher Sozialhilfeleitfäden, ist auch Herausgeber der Arbeitslosenzeitung "quer" und tätig in der AG TuWas

Adresse: quer
Postfach 13 63
26003 Oldenburg
e-mail: quer.infos@web.de
Tel: 0441/9558449
Fax: 0441/9558443

Probeheft gegen 1,65 €, Jahresabo für Menschen mit geringem Einkommen 12,50 Euro, sonst 25,50 Euro.

und

Harald Thomé von Tacheles e.V., einer Interessenvertretung von Erwerbslosen und Sozialhilfebeziehern aus Wuppertal und Referent für Arbeitslosen- und Sozialhilferecht

Zum Thema Arbeitsrecht ist die Seite arbeitsrecht.de: Das Portal zum Arbeits- und Sozialrecht des gewerkschaftlichen Bund-Verlags Frankfurt am Main zu empfehlen.

Infolgender Literatur findet man Themen zum Arbeitslosenrecht, einsehbar und bestellbar über die Fernleihe in Bibliotheken):

Zeitschrift "Arbeit, Beruf und Arbeitslosenhilfe"
Zeitschrift "Arbeitsrecht im Betrieb" (AiB)
Sozialgesetzbuch II (SGB II) - Grundsicherung für Arbeitsuchende
Sozialgesetzbuch III (SGB III) - Arbeitsförderung
Zeitschrift "Amtliche Nachrichten der Bundesanstalt für Arbeit" (ANBA)
Zeitschrift "Arbeits- und Sozialrecht"
Zeitschrift "Arbeit und Beruf"
Zeitschrift "Arbeit und Recht"
Zeitschrift "Informationsdienst der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e.V." (BAG-SB)
"Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts" (BAGE)
"Bundesarbeitsblatt" (BArbBl)
Zeitschrift "Betriebs-Berater" (BB)
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Breithaupt: "Sammlung von Entscheidungen aus dem Gebiete der Sozialversicherng, Versirgung und Arbeitslosenversicherung" (Breith.)
"Amtliche Sammlung der Entscheidungen des Bundessozialgerichts (BSG)" (BSGE)
"Amtliche Sammlung der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts" (BVerfGE)
Zeitschrift "Der Betrieb" (DB)
Zeitschrift "Deutsche Rentenversicherung" (DRV)
Zeitschrift "Informationen zum Arbeitslosenrecht und Sozialhilferecht" (info also)
Zeitschrift "Neue Juristische Wochenschrift" (NJW)
Zeitschrift "Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht" (NZA)
Zeitschrift "Neue Zeitschrift für Sozialrecht" (NZS)
Zeitschrift "Sozialrecht" (Entscheidungssammlung, herausdgegeben von Richtern des BSG - SozR)
Zeitschrift "Sozialrecht aktuell"
Zeitschrift "Soziale Sicherheit" (SozSich)
Zeitschrift "Die Sozialversicherung" (SV)
"Urteilssammlung für die gesetzliche Krankenversicherung" (USK)

Fortbildung und Umschulung:

Kannst Du Dir abschminken angesichts 1-Euro-Arbeitsgelegenheiten, Kombilohn und Leih- und Zeitarbeit

Frag doch mal Deine zuständige Sachbearbeiterin bei der Arbeitsagentur (AA), ARGE oder Jobcenter nach einen Bildungsgutschein. Da bekommst Du nur die stereotype Abwimmelantwort "Bringen Sie uns erst mal einen Arbeitgeber, der sie auch 150% sicher nach der Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahme (FuU) einstellen will!"

Da stellt sich nur die Frage, warum vermitteln denn die hauptamtlichen Mitarbeiter der AA, ARGE, Jobcenter den Arbeitslosen nicht gleich an einen solchen Arbeitgeber (AG). Dafür sitzen die doch da, oder?

Und wenn die Dich an so einen 150%igen vermitteln würden, dann erledigt sich doch die FuU von selbst. Kein AG braucht eine Belegschaft, die über die Rechte als Arbeitnehmer (AN) bestens Bescheid weiß und sich wehrt. Nur ein dummer AN ist ein guter AN, weil man ihn dann bestens über den Tisch ziehen kann.

AANewb

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neu und ratlos und die Hosen voll ;)
« Antwort #14 am: 12:24:03 Di. 24.Januar 2006 »
...vielen Dank für Eure Hilfestellung und Kommentare. Burn-out, ja, wurde mir in der Tat schon als Befund bestätigt, aber ich frag mich halt dann immer: was haben die Leute früher gemacht? Sorgen, Stress und viel zu viel Arbeit gabs ja immer schon. Moderne Krankheiten, die man mit viel gutem Willen und Sich-Zusammenreißen auskuriert? Anyway. Leute mit Haarausfall, Rückenschmerzen, Doppelsichtigkeit, Schlaflosigkeit hat man früher vielleicht nur weggesperrt oder elektroschockiert.
Mir auch egal. Ich habe bald Zeit mich selbst einzupegeln.

Ich fühl mich seit gestern echt besser, was mein Vorhaben angeht. auch wenn sichs immer noch so anfühlt... wie... wie wenn man vor den Augen einer Unfruchtbaren ein Kind zur Adoption freigibt... kanns nich erklären ;)

Dankschön !

Werde es heute oder morgen - abhängig vom heutigen Grad des Größenwahnsinns der Altvorderen - in die Tat umsetzen.