Krank > Mobbing

neu und ratlos und die Hosen voll ;)

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AANewb:
meine weichen Knie haben etwas nachgelassen ;) danke, Mats !

Schmaler Grat, auch für einen selbst. Aber ich merk selbst, dass die Alternativen (Durchhalten, bis was Neues in Aussicht ist / Krankfeiern / ?) keine sind für mich.

Am meisten Angst hab ich halt davor, dass ich a) die Kohle erst in 6 Monaten krieg, b) zugemüllt und gestresst werde, von dubiosen Angeboten, die man pflichtbewußt alle wahrnehmen muß.
Ein Teil von Euch wird über meine brave, spießige Zurückhaltung echt grinsen.

Aber... merci !

Mats:
So oder so, du hast ein klassisches Burn-Out-Syndrom!!!!!!!!!!

Will dich ja nicht aufhetzen, aber

a) es wird ein(e) Arzt(in) dich kaum für einen Blaumacher halten,

b) bei deinem Zustand würde ich die Option nicht grundweg abschlagen.

c) wird dir gekündigt und du die bekannten Fristen einhältst, hast du keinen Verzug in der Zahlung von ALG I.

Mats:
Nein: Gegrinst wird hier nirgends, wir sind hier nicht bei de(ine)r Arbeit und die meisten von uns hier haben ähnliches erlebt. Dafür ist das Thema zu ernst!

tom1977:
.

Ratrace:
Hallo AANewb, herzlich willkommen im Chefduzen-Forum!

Ich habe nicht alle Antworten auf Dein Posting gelesen, deshalb möchte ich mich im Voraus schon einmal für eventuelle Redundanzen entschuldigen: Nun mal los:

Du hörst Dich nach Burnout an. Das ist nicht so ein bißchen Erschöpfung, sondern ernstzunehmen.

BITTE: Unterschreibe NIEMALS einen Auflösungsvertrag/Aufhebungsvertrag (das wird Dir Dein Chef wahrscheinlich anbieten anstatt Dich zu kündigen, weil er so einer eventuellen Abfindungsklage aus dem Wege gehen kann), weil das dazu führen kann bzw. wird, daß Du eine Sperre vom Amt bekommst. Du hast das schon richtig vor: Laß Dich kündigen oder begib Dich in Therapie bei einem Therapeuten (am besten einer, der auch noch Mediziner ist), der Dich unterstützt, dies sollte bei einem Burnout auch kurzfristig machbar sein. Wenn der Therapeut ein Attest ausstellt, welches aussagt, daß Du in dieser Firma nicht mehr arbeiten kannst, mußt Du zum Amtspsychologen, der aber auch nichts anderes macht, als mit Deinem Therapeuten zu reden (natürlich nach einer Schweigepflichtentbindung Deinerseits). Und dann gibt's auch keine Sperre, auch nicht bei einer Kündigung Deinerseits, denn es liegt eine medizinische Indikation vor, bei der Firma zu kündigen.

Das ALG war bei mir innerhalb von drei Wochen bewilligt. Das ALG II dauerte wesentlich länger (kurz vor Untätigkeitsklage), aber das ist hier ja noch nicht Thema.

Ich bekam im Jahr meines ALG-Bezuges nicht ein einziges Stellenangebot. Falls das Amt Dich trozudem zu irgend etwas zwingen will, was Du nicht kannst: Ab zum Doc. Es geht hier nicht um Simulantentum, habe das im Hinterkopf! Es geht um die Wahrung Deiner Rechte als kranke Person. Burnout ist kein Spaß! Das braucht oft eine recht lange Zeit, um auskuriert zu werden.

Eine Weiterbildung bezahlt zu bekommen ist schwierig. Die Ämter sind blank.

Wenn Du vom Amt gefragt wirst, ob Du zu irgend etwas Lust hättest - besser nicht verneinen. Könnte nämlich eine Fangfragfe sein, um Dich direkt zu Anfang in eine Sperrzeit zu bekommen.


Grüße,
Ratrace

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