Autor Thema: Flieger, die nicht fliegen  (Gelesen 73847 mal)

Kuddel

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #90 am: 11:29:40 Do. 03.Oktober 2013 »
Zitat
Chaostag im Oktober
Fluglotsen drohen mit europaweitem Streik



Tower in Düsseldorf: Der dichteste Luftraum der Welt

Der Flugverkehr in Europa könnte Anfang Oktober vor einem Chaostag stehen. Die Lotsen wollen gegen Pläne der EU-Kommission streiken. Brüssel will die Kosten der Luftraumüberwachung senken.

Frankfurt am Main - Die europäische Fluglotsengewerkschaft ATCEUC ruft ihre 14.000 Mitglieder für den 10. Oktober zu Aktionen gegen Deregulierungspläne der EU-Kommission auf. Diese wolle Arbeitsbedingungen Tausender Fluglotsen verschlechtern und die Flugsicherung privatisieren, klagt die Gewerkschaft.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit warnt im Magazin "Focus" vor chaotischen Verhältnissen auf den Flughäfen, sollte es zu einem Streik der Fluglotsen kommen. Selbst ein kurzer Streik hätte "massive Auswirkungen auf den deutschen Luftverkehr", sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg dem Nachrichtenmagazin. Deutschland habe den dichtesten Luftraum der Welt.

Die EU-Kommission hatte 2004 den einheitlichen europäischen Luftraum (SES II) auf den Weg gebracht, um die Luftfahrt nach Verkehrsströmen und nicht nach Landesgrenzen auszurichten. Ziel ist neben einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen auch ein besseres Flugverkehrsmanagement - dazu zählen Sicherheitsstandards, aber auch eine Senkung der Kosten.

In Deutschland tritt die GdF inzwischen zahmer auf

Arbeitnehmervertreter wie die deutsche Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) werfen der Kommission vor, sie fordere stetige Gebührensenkungen, die den Airlines zugutekämen. Die Flugsicherungsunternehmen würden dabei so stark unter Druck gesetzt, dass dort ein Überlebenskampf beginne, unter dem letztlich die Sicherheit im Luftraum leiden werde, klagte jüngst GdF-Chef Matthias Maas. Die GdF werde sich an dem Aktionstag "im vollen Rahmen ihrer Möglichkeiten" beteiligen, kündigte die Fluglotsen-Vertretung in ihrem Mitgliedsblatt "Der Flugleiter" an.

Die GdF hatte zuletzt 2011 zweimal fast gestreikt - die Gewerkschaft hatte damals nach monatelangen, zähen Tarifverhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) die Fluglotsen in ganz Deutschland zum Ausstand aufgerufen. Diese wurden aber jeweils in letzter Minute abgeblasen.

Später löste erst das Eingreifen des Bundesverkehrsministeriums den Tarifkonflikt - die DFS gehört dem Bund. Die damals verantwortlichen DFS-Vorstände nahmen bald danach ihren Hut. Mit der neuen Führungsriege um Chef Klaus-Dieter Scheurle kommt die kampferprobte GdF Arbeitnehmervertretern zufolge viel besser klar. Deutliches Zeichen dafür ist nicht zuletzt die geräuschlose Tarifeinigung Anfang des Jahres.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/fluglotsen-drohen-mit-europaweitem-streik-a-925189.html

Kuddel

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #91 am: 20:44:14 Di. 24.März 2015 »
Zitat
Nach dem tragischen Flugzeugabsturz über Südfrankreich mit 150 Toten weigern sich offenbar mehrere Crews der betroffenen Airline Germanwings, ihre Flüge mit Maschinen des Unglückstyps von Airbus anzutreten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/germanwings-crews-in-duesseldorf-und-stuttgart-verweigern-start-a-1025378.html

Na, das klingt doch nach einem spontanen wilden Streik.
Geht doch.

Kuddel

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #92 am: 08:36:30 Mo. 07.September 2015 »
Zitat
Piloten streiken am morgigen Dienstag

Bei der Lufthansa wollen die Piloten morgen die Arbeit niederlegen.


Betroffen seien alle Langstreckenverbindungen, teilte die Vereinigung Cockpit mit. Der Streik beginne um acht Uhr und dauere bis Mitternacht. Die Pilotengewerkschaft hatte die Tarifgespräche mit der Lufthansa in der letzten Woche für gescheitert erklärt. Der Konzernvorstand habe keine akzeptablen Vorschläge für die Betriebs- und Übergangsrenten gemacht, hieß es zur Begründung. In dem Tarifkonflikt haben die Lufthansa-Piloten seit April 2014 bereits 12 mal die Arbeit niedergelegt.
http://www.deutschlandfunk.de/lufthansa-piloten-streiken-am-morgigen-dienstag.447.de.html?drn:news_id=522120

Vernünftige Arbeitskämpfe scheinen nur noch außerhalb des DGB möglich zu sein.

Troll

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #93 am: 14:16:17 Mi. 09.September 2015 »
Zitat
Lufthansa-Klage erfolgreich
Landesarbeitsgericht stoppt Pilotenstreik

Das Hessische Landesarbeitsgericht hat den Pilotenstreik bei der Lufthansa vorerst gestoppt. Das Gericht erließ am Mittwoch in Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen die streikende Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit.

Nach anderthalbtägigem Streik ist der Arbeitskampf der Lufthansa-Piloten am Mittwochmittag vorzeitig juristisch beendet worden. Das Hessische Landesarbeitsgericht kam zu der Auffassung, dass es der Vereinigung Cockpit (VC) auch darum gehe, beim Low-Cost-Konzept des Konzerns mehr Mitsprache zu bekommen, erklärte der Vorsitzende Richter. Damit sei der Streik rechtswidrig. Die Kammer hob ein Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt auf, das den Antrag der Lufthansa auf einstweilige Verfügung am Dienstagabend noch abgewiesen hatte.
....

Quelle: hessenschau

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Kuddel

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #94 am: 20:27:28 So. 08.November 2015 »
Und mal wieder ein richtiger Arbeitskampf, wo kein DGB im Weg steht.

Zitat
Im längsten Streik der Firmengeschichte erhöht die Kabinengewerkschaft Ufo den Druck auf die Lufthansa. Am Montag weiten die Flugbegleiter ihre Aktionen massiv aus, Passagiere müssen sich bundesweit auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Wie die Lufthansa am Sonntag mitteilte, fallen 929 Flüge aus. Betroffen seien etwa 113 000 Passagiere.
http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/lufthansa-streik-flugbegleiter-weiten-streik-aus,1473632,32364810.html

Rudolf Rocker

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #95 am: 21:00:41 Di. 26.Juli 2016 »
Eine ganz bittere Entscheidung des BAG:

Zitat
Fluglotsenstreik 2012 war rechtswidrig
Zitat
Das Bundesarbeitsgericht hat einen Fluglotsenstreik im Jahr 2012 für rechtswidrig erklärt. Damit gaben die Richter einer Millionenklage des Flughafenbetreibers Fraport statt. Die Fluggesellschaften Air Berlin und Lufthansa gehen dennoch leer aus.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat eine Millionenklage gegen die Lotsengewerkschaft GdF gewonnen. Überraschend erklärte das Bundesarbeitsgericht (BAG) einen Streik der Fluglotsen im Jahr 2012 für rechtswidrig und gab damit der Schadensersatzklage von Fraport gegen die GdF statt. Einen Anspruch der Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin, die ebenfalls geklagt hatten, wiesen die Bundesarbeitsrichter zurück.
http://www.tagesschau.de/inland/fluglotsen-streik-fraport-101.html

dagobert

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #96 am: 21:43:50 Di. 26.Juli 2016 »
Wieder ein Knüppel zwischen die Beine der wenigen noch verbliebenen kampfbereiten Gewerkschafter.  >:(

Hier die Pressemitteilung vom BAG, der Volltext liegt noch nicht vor:
http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=pm&Datum=2016&nr=18768&pos=0&anz=38&titel=Arbeitskampf_-_Verletzung_der_Friedenspflicht_-_Schadensersatzanspruch

Fritz Linow

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #97 am: 09:33:11 Mi. 27.Juli 2016 »
Abgesehen davon, dass die gesamte Rechtssprechung zu Streik, Tarif und Friedenspflicht in Deutschland für'n Arsch ist, habe ich eher das Gefühl, dass die GdF einfach gepennt hat.
Aus der Pressemitteilung:

Ein Streik, dessen Kampfziel auch auf die Durchsetzung von Forderungen gerichtet ist, welche die in einem Tarifvertrag vereinbarte Friedenspflicht verletzen, ist rechtswidrig.


Das hätte denen eigentlich bekannt sein müssen. Immer schön für Forderungen streiken, die tariflich entweder ausgelaufen sind oder noch nicht verhandelt wurden. So ist das zwar bitter für die GdF, aber dämlich waren die auch.

dagobert

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #98 am: 21:48:35 Do. 28.Juli 2016 »
Zitat
Streik-Urteil ist fatal für Arbeitnehmerrechte

Die Gewerkschaft der Flugsicherung soll Schadensersatz für einen Streik zahlen, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Und schwächt damit Arbeitnehmerrechte.

[...]
Das Urteil ist fatal für Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte. Es schwächt die Arbeitnehmervertreter und kann auf lange Sicht zu einem noch stärkeren Ungleichgewicht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf dem Arbeitsmarkt führen.

Denn auch wenn der von den obersten Arbeitsrichtern ausgedrückte Formalismus juristisch korrekt sein mag, trifft die Rechtsprechung nicht die Realität in der Arbeitswelt. Branchen, Unternehmen und Geschäftsmodelle werden immer flexibler, nicht zuletzt durch den digitalen Wandel. Entsprechend rasant verändern sich die Arbeitsbedingungen, die ebenso agil angepasst werden müssen.

Tarifflucht, um Lohnkosten zu drücken

Darauf müssen Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter aber genau so schnell und flexibel reagieren können, um soziale und materielle Standards für die Beschäftigten abzusichern – etwa in Tarifverhandlungen. Daher sind die Forderungen dort meist ein Paket von Einzelpunkten, die miteinander zu tun haben. Zukunftsforscher sind sich sicher: Das wird durch die Digitalisierung noch häufiger der Fall sein.

Genau hier könnte die BAG-Rechtsprechung aber negative Folgen haben: Tarifarbeit wird unmöglich, wenn aus formaljuristischen Gründen für einzelne Details nicht gestreikt werden darf, die sehr wohl wesentlich für das Gesamtpaket sind.
[...]
Die Bundesarbeitsrichter haben den Arbeitnehmern in Deutschland mit ihrem Urteil einen Bärendienst erwiesen und den Neoliberalismus gestärkt. Besser wäre eine Rechtsprechung, die Streiks auch dann für legal hält, wenn die Friedenspflicht für den überwiegenden Teil der Einzelforderungen abgelaufen ist – aber eben nicht für jeden Einzelpunkt. Eine solche rechtliche Praxis würde die Tarifpartner wieder auf Augenhöhe stellen. So wie es auch die Verfassung vorsieht.
http://www.zeit.de/karriere/2016-07/bundesarbeitsgericht-urteil-gewerkschaften-schadensersatz-arbeitgeber-streik/komplettansicht

dagobert

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Kuddel

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #100 am: 18:49:24 Sa. 26.November 2016 »
Es scheint jedenfalls so, daß das Streiken eher da klappt, wo der DGB nicht im Weg steht.

Zitat
Piloten lehnen Tarifangebot ab

Nur kurz lagen neue Verhandlungen zwischen der Lufthansa und ihren Piloten in der Luft. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit lehnte das jüngste Angebot der Airline ab. Das sei nicht neu und nur der Versuch, die Piloten aufs Glatteis zu führen.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lufthansa-piloten-lehnen-tarifangebot-ab.d2d776d8-3404-4917-9575-9f4a5198e8e8.html

Fritz Linow

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #101 am: 22:14:41 Di. 29.November 2016 »
Zitat
Boden-Betriebsrat ruft zu Demo gegen Pilotenstreik auf

Im zugespitzten Arbeitskampf bei der Lufthansa kommt es zu einem öffentlichen Kräftemessen zwischen den streikenden Piloten und Teilen der übrigen Belegschaft. Für diesen Mittwoch haben sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) als auch der Betriebsrat des Frankfurter Bodenpersonals zu entgegengesetzten Demonstrationen vor der Lufthansa-Unternehmenszentrale aufgerufen.
(...)
Die Kabinengewerkschaft Ufo distanzierte sich ausdrücklich von der Demonstration gegen die Piloten. Der Aufruf sei ein «bitteres Armutszeugnis» für das Gremium, erklärte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies. Verdi distanzierte sich ebenfalls. "Wir halten die Demonstration für falsch und haben unsere Mitglieder aufgefordert, daran nicht teilzunehmen", sagte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle der dpa. Die Verdi-Vertreter im Betriebsrat hätten sich ausdrücklich gegen die Aktion gewendet.
(...)
http://www.fr-online.de/wirtschaft/lufthansa--boden-betriebsrat-ruft-zu-demo-gegen-pilotenstreik-auf-,1472780,34975068.html

Zitat
(...)
Der Bodenbetriebsrat Frankfurt wird von vier Mitarbeitergruppen geführt. Neben der DGB-Gewerkschaft Ver.di sind die Vereinigung Boden, die Unabhängigen Lufthanseaten sowie die Vereinigung Luftfahrt vertreten. Zum Bodenpersonal gehören etwa die Beschäftigten in der Passagierabfertigung, Ticketabrechnung und Wartung.
(...)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streik-bodenpersonal-ruft-zu-anti-piloten-demo-auf-a-1123640.html

Fritz Linow

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #102 am: 10:16:45 Di. 06.Dezember 2016 »
Zitat
Norwegian: Schlecht qualifizierte Cockpitcrews zum Dumpingpreis?

Am 4. November ereignete sich an Bord einer Norwegian-Maschine ein Zwischenfall, der auf eine offensichtlich nicht korrekt arbeitende und scheinbar völlig überforderte slowakische Cockpitcrew zurückzuführen war - aufgedeckt wurde der Skandal durch den Branchendienst "Aviation Herald". Könnte das ein Vorgeschmack darauf sein, was Passagieren blüht, wenn prekären Beschäftigungsverhältnissen bei Billigfliegern nicht endlich nachhaltig vom Gesetzgeber Einhalt geboten wird? Eine Punktlandung aus gegebenem Anlass.
(...)
Die Arbeitsbedingungen bei Norwegian stehen schon länger in der Kritik - so recherchierte etwa der "Berufsverband Cockpitpersonal Swiss" vor rund einem Jahr folgende Informationen: Im Juli 2015 liefert eine Umfrage der Norwegian Pilot Group erschreckende Ergebnisse: die Hälfte der Piloten der Norwegian ist unzufrieden, darüber hinaus sehen sich 50% der Piloten langfristig nicht mehr in diesem Unternehmen.
(...)
Unglücklicherweise sind die Passagiere zum Teil selbst schuld an dieser äußerst bedenklichen Entwicklung, die nicht nur auf Norwegian beschränkt ist. So lange Reisende nämlich ohne schlechtes Gewissen Flugtickets kaufen, die günstiger angeboten werden, als die Taxifahrt zum Flughafen und dabei noch nicht einmal auf die Idee kommen, dass sie sich damit selbst in Gefahr begeben, weil die Qualität der Cockpitcrews nicht mehr durchgehend gewährleistet werden kann, so lange wird das Geschäft der Billigflieger florieren - und damit werden auch große Netzwerkcarrier, die ihre Piloten streng selektieren und für viel Geld bis weit über das gesetzliche Mindestmaß hinaus qualifizieren, unter Druck gesetzt. Früher oder später werden auch sie gezwungen sein, ihre Qualitätsstandards abzusenken, wenn sie mit den Preistreibern mithalten wollen. Doch ist das wirklich erstrebenswert? Sicherlich nicht.

Im Sinne der Flugsicherheit und zum Schutz der der "Geiz-ist-geil-Mentalität" verfallenen Passagiere vor sich selbst, wären die europäischen Gesetzgeber daher gut beraten, prekäre Arbeitsbedingungen wie bei Norwegian, Ryanair und Co endlich dauerhaft und nachhaltig zu unterbinden. Anderenfalls wird der Wahn der Manager, die Kosten um jeden Preis auf Kosten der Qualität zu drücken, irgendwann zu Unfällen mit Todesopfern führen. Dann aber bitte möge niemand sagen, er sei nicht rechtzeitig gewarnt gewesen.

https://www.austrianwings.info/2016/12/billigflieger-norwegian-if-you-peanuts-youll-get-monkeys/
 

Kuddel

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #103 am: 18:07:16 Mo. 02.Januar 2017 »
Sachen gibt's...
Zitat

Streikradar
Topaktuell über Streiks im Reiseverkehr informiert bei streikradar.de
http://www.streikradar.de/category/streik/

Kuddel

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Re:Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #104 am: 15:31:07 Di. 22.August 2017 »
Das klingt verdammt nach einem Wilden Streik!

Zitat
Streik der Gepäckabfertiger stört Flugbetrieb in Brüssel

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mitten in der Ferienzeit hat ein spontaner Streik der Gepäckabfertiger den Betrieb am Brüsseler Flughafen erheblich gestört.

Bis Dienstagmittag waren fast 200 Flüge und rund 10 000 Passagiere betroffen, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Flüge der Lufthansa -Tochter Brussels Airlines hätten ohne aufgegebenes Gepäck starten müssen. Die Gesellschaft forderte Passagiere auf, nur Handgepäck mitzunehmen.

Mit der Dienstagmorgen gestarteten Aktion von Mitarbeitern des Dienstleisters Swissport soll nach Angaben der Gewerkschaft ACV Transcom gegen die hohe Arbeitsbelastung und zu geringe Löhne protestiert werden. Erste Vermittlungsgespräche endeten am frühen Nachmittag ohne Ergebnis, wie es weiter hieß.
http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-Streik_Gepaeckabfertiger_stoert_Flugbetrieb_Bruessel-8074067