Autor Thema: Arbeiterunruhen in China  (Gelesen 43999 mal)


Kater

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #31 am: 14:14:46 Di. 28.August 2007 »
Zitat
Polizei löst Bauarbeiterdemonstration in Peking auf
AFP - Dienstag, 28. August, 09:30 Uhr

Peking (AFP) - In Peking haben hunderte Bauarbeiter versucht, für die Zahlung ausstehender Löhne zu demonstrieren. Bevor der für China ungewöhnliche Protest beginnen konnte, löste die Polizei ihn jedoch auf und transportierte die Demonstranten in Bussen ab, wie ein AFP-Reporter berichtete. Dabei war zunächst unklar, wohin die rund 300 Demonstranten gebracht wurden. Die Arbeiter planten, mit einem Protestmarsch zum Tiananmen-Platz im Zentrum der chinesischen Hauptstadt gegen ihre privaten Arbeitgeber zu protestieren.

"Wir haben nie unseren Lohn erhalten. Wir verlangen eine Bezahlung und werden nicht mehr arbeiten, bis wir sie bekommen", sagte ein Arbeiter der Nachrichtenagentur AFP. Bei den Bauarbeitern handelte es sich um Wanderarbeiter aus anderen Provinzen des Landes. Diese werden von ihren Arbeitgebern in China häufig schlecht behandelt, da sie in einer schwachen Position sind. Demonstrationen gegen die Arbeitsbedingungen sind aber vor allem in der gut bewachten Hauptstadt selten.

http://de.news.yahoo.com/afp/20070828/tde-china-arbeit-proteste-4cfbaad_2.html

ManOfConstantSorrow

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #32 am: 15:29:21 Di. 28.August 2007 »
Hong Kong      
Insgesamt 2500 nahmen an der Demo der Bauschlosser und Eisenflechter teil, die seit 19 Tagen im Streik sind. Die Streikenden fordern HK$ 950 (ca 90 Euro) pro 8-Stunden- Schicht, der Unternehmerverband will nur 850 (ca. 80 Euro) bezahlen. Der Streik ist der längste in HK seit 30 Jahren.
The Standard, 27.8.07, Forbes.com, 26.8.07
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Kuddel

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  • Fischkopp
Arbeiterunruhen in China
« Antwort #33 am: 17:07:15 Do. 13.September 2007 »
Zitat
Lob für China - und etwas weniger Rechtsstaat, bitte
Der Verband der deutschen Textilindustrie lobt die Fortschritte der Diktatur im Kampf gegen "Marken- und Produktpiraterie"
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26139/1.html

flipper

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #34 am: 09:17:14 Fr. 14.September 2007 »
Zitat
Original von Kater
Polizei löst Bauarbeiterdemonstration in Peking auf
AFP - Dienstag, 28. August, 09:30 Uhr

"Wir haben nie unseren Lohn erhalten. Wir verlangen eine Bezahlung und werden nicht mehr arbeiten, bis wir sie bekommen", sagte ein Arbeiter der Nachrichtenagentur AFP.

china furchtbar. dieses staatskapitalistische diktatorenregime  X(

Mao hat leider vergessen, Deng Xiao Ping erschiessen zu lassen. der hat ihn in den 60ern schon mit seinen kapitalistischen allüren genervt.
naja vielleicht finden sich ja noch beherzte sekretäre in dem was von der KP übrig ist, die was für die arbeiter tun wollen und den privatbossen nicht freie hand im sinne eines ungebremsten wirtschaftswachstums ohne rücksicht auf verluste lassen wollen, arbeitsgesetze und rechtswege gibt es ja, aber die korruption ist verheerend, die behörden jagen die arbeiter mit anträgen einfach weg.  ;( das mit der entschädigung für umgesiedelte shanghai'ler ist auch erträglich geregelt, aber korrupte beamte und miese bodenspekulanten sacken die grossteils ein. und die chinesischen neureichen drohen der regierung dass sie den bettl hinschmeissen wenn sie nicht machen dürfen was sie wollen, und das zieht! genau wie hierzulande, da brauch Fr. Merkel gar ned so heucheln!

wir werden ja sehen ob es die führung mit ihrer rechtfertigung "übergangsphase, kinderkrankheiten" ernst meint.
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ManOfConstantSorrow

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #35 am: 17:14:38 Mo. 17.September 2007 »
Zitat
   Frauen treiben Geld ein    
Yunnan: Mehr als 20 Frauen aus Sichuan reisten ins 1000 km entfernteYunnan, weil ein Subunternehmer für ein Autobahnprojekt an die 200 Millionen Yuan an ihre Männer nicht zahlen wollte oder konnte. Die Arbeit war im Mai beendet, 200 Bauarbeiter waren betrogen worden. Die Frauen zogen zuerst zur Baustelle, wo zu zu Schlägereien kam, bei denen einige Frauen verletzt wurden. Danach gingen sie zur Polizei, dann zum Generalunternehmer. Ohne Erfolg. Erst als sie die Medien dazu brachten, zu berichten, schaltete sich das Arbeitsamt ein und handelte eine Ratenzahlung der rückständigen Löhne aus.

Quelle: Huaxi Metropolis News, via China Digital Times, 11.9.07
Zitat
   Streik erfolgreich beendet
 Hong Kong: Nach 36 Tagen endete der Streik der Eisenflechter. Gewerkschaft und Unternehmerverband einigten sich HK$ 860 Tageslohn für einen acht-Stunden-Tag. Die Arbeiter hatten HK$ 960 gefordert, die Unternehmer HK$ 850 für einen Neun-Stunden Tag angeboten

Quelle: The Standard, 13.9.07
Zitat

Beijing: Restaurantangestellte machten einen Sitzstreik in der
 Lobby des Full Link Plaza, nachdem sie das Management ausgespert hatte.
 
Quelle: Worldpress.org, 14.9.07
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ManOfConstantSorrow

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #36 am: 19:09:41 So. 30.September 2007 »
Yuncheng (Provinz Shanxi: Busfahrer der Yuncheng Highway Company blockierten mit ihren Fahrzeugen die Firmenzentrale. Das Unternehmen stimmte ihren Forderungen zu (die in dem Bericht nicht genannt werden).
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Strombolli

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #37 am: 00:09:31 Do. 01.November 2007 »
Erschreckende Zustände bei chinesischen Wanderarbeitern für 13% Wirtschaftswachstum in China! Davon berichtete soeben VOX in den Nachrichten.

Unterkünfte die mich an die KZs im Nazideutschland erinnern.

Scheinbar möchten zu diesen Zuständen einige Unternehmer hin, entrechtete
zu menschenunwürdigen Löhnen 50 - 150 €/Monat arbeitende Menschen mit dem Traum für ihre Kinder mal ein besseres Leben aufzubauen...

Eine Wirklichkeit die man nur bekämpfen kann und deren theoretische Vorstufen hier in Deutschland der Boden entzogen werden muß!
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ManOfConstantSorrow

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #38 am: 12:43:06 Do. 01.November 2007 »
Zitat
Beijing: Polizeibeamte aus zwei Stadtbezirken (Chongwen, Fengtai) lieferten sich eine Rauferei. Es ging um einen Pfarrer einer christlichen Untergrundgemeinde. Dieser ist im Widerstand gegen ein Großbauprojekt in seiner Nachbarschaft aktiv. Polizisten seines Wohnbezirks Chongwen versuchten, ihn in den Bezirk Fengtai abzuschieben. Aber die Polizei von Fengtai brachte ihn zurück nach Hause. Daraufhin kam es zu einer Prügelei zwischen den Polizisten aus Fengtai und denen aus Chongwen, die außerdem von den Schlägern der Baufirma unterstützt wurden. Es wurden vier Polizisten und der Aktivist verletzt.

   Quelle: The China Post, 12.10.07
 

Zitat
Polizei angeheuert gegen Streik
 
Jiangshui, Hunan: Der Boss der Quixin-Mine hat 2 Millionen Yuan an die Polizei bezahlt, damit die das Bergwerk gegen streikende Bergleute schützt und verhindert, daß die mit ihren Beschwerden in die Provizhauptstadt Changsha fahren können, so ein Bericht des Radio Free Asia. Bei dem Streik geht es darum, daß die Arbeiter erstens bei der Privatisierung (Ausgabe von Anteilsscheinen) benachteiligt worden waren und zweitens Gelder aus der Firma zweckentfremdet worden sind. Acht Arbeiter waren zwischendurch verhaftet, andere wurden unter Hausarrest gestellt.
 
China Labour Bulletin, 12.10.07
 

Zitat
Besetzung seit1.Juli 2007
 
Xiantang (Guangdong) Seit mehr als 3 Monaten halten Dorfbewohner die Gemeindeverwaltung besetzt. Sie wehren sich damit gegen korrupte Beamte, die das von den Bauern genutzte Land an Entwicklungsfirmen vergeben und das Geld für sich behalten haben.
  Quelle: Christian Science Monitor, 18.10.07, The Toronto Star, 11.10.07,
 

Zitat
Chongqing: Mehr als 1000 ältere Frauen, die vor 26 Jahren vom Chongqing-Bergbauamt entlassen worden waren, schrieben einen Brief an das Menschenrechtszentrum in Chengdu. Sie erklären, daß 1981 fast 400 Arbeiter ihren Job dort verloren haben und weder die volle Rente, noch Abfindungen gekommen. Vertreter der Arbeiterinnen waren schon zwei Mal in Beijing, um sich bei verschiedenen Regierungsstellen zu beschweren, aber ohne Erfolg. "Jedes Mal, wenn wir um Gerechtigkeit nachsuchen, werden wir entweder geschlagen, betrogen oder herumgestoßen." Im Jahr 2005 erließ die Stadtverwaltung von Chongqing ein Rundschreiben, nach der freigesetzte Arbeiter öffentlicher Unternehmen, die keinen Rentenanspruch haben, zumindestens eine Basisversorgung bekommen sollen. Die Frauen beantragten dies im Jahr 2005, wurden aber erst 2007 registriert und haben seitdem nichts mehr davon gehört.  
  China Labour Bulletin 23.10.07
 

Zitat
Hotelgewerkschaft Hong Kong
 
Gewerkschafter des Hotel- und Cateringgewerbes demonstrierten bei der Tourismusbehörde gegen einen Vorschlag des Behördenchefs. Weil Hotels über Arbeitskräftemangel klagen, hatte er angeblich vorgeschlagen, Personal aud der VR China anzuwerben. Er sagt jedoch, dies sei ein Mißverständnis.
  The Standard, 25.10.07
 

Zitat
Polizei gegen Dorfbewohner
 
Beijiao (Shunde, Provinz Guangdong): Mehr als 1000 Polizisten beendeten mit Gewalt die Festsetzung des Dorfchefs (Sekretär des Dorfkomittees) durch Dorfbewohner, dabei wurden Elektrostöcke eingesetzt, drei ältere Dorfbewohner verletzt und vier Personen verhaftet. Später demonstrierten 800 zur Dorfverwaltung und verlangten die Freilassung der Gefangenen. Hintergrund: Weil die lokale Verwaltung Bauernland an Fabriken verpachtet und die Beamten den Großteil der Erlöse in die eigene Tasche stecken, anstatt den Bauern Entschädigungen zu zahlen, gibt es seit geraumer Zeit Spannungen zwischen Dorfbewohnern und Verwaltung. Im September unterschrieben 1500 Dorfbewohner eine Petition, in der das Dorfkomittee aufgefordert wird, zu erklären, wo das Geld geblieben ist und den Landbesitz an die Dorfkooperative zurückzuübertragen. Seitdem hielten Dorfbewohner das Dorfkomittee umzingelt, einmal nahmen mehrere hundert an dieser Protestaktion teil. Die Fabriken bezahlen fünf Mal so viel Pacht an die Verwaltung, wie die Dorfbewohner für den Verlust ihres Bodens bekommen.
 Radio Free Asia, 26.10.07
 

Zitat
30 000 südkoreanische Firmen sind seit den frühen 90ern mit ihren Fabriken nach China gezogen. während die "Arbeitskosten" in Südkorea stiegen, gab es billige Arbeitskraft in China. Es handelte sich vor allem um Hersteller von Billigprodukten, wie Textilien, Spielwaren, Accessoirs und Elektronikteile. Diese Firmen verlassen jetzt China, zum Teil "über Nacht", also ohne ausständige Löhne zu zahlen. So sind allein aus Qingdao 39 koreanische Firmen so verschwunden. "Seit diesem Jahr steigt die Zahl der Firmen, die in China schließen, stark an", so ein Sprecher der Koreanischen Handelsförderungsagentur. Der Anteil Chinas an den Auslandsinvestitionen koreanischer Firmen ist entsprechend von noch 41 Prozent im Jahr 2003 auf 31 % im letzten Jahr gefallen. Aber es gibt Hoffnung: "Kleinere und mittlere Firmen können in China Erfolg haben, wenn sie für den Markt der Luxusgüter eigene Marken und Qualitätsprodukte entwickeln". Das empfiehlt jedenfalls der Chef des Shanghaier E-Marts, eine südkoreanische Supermarktkette.
 The Dong-A Ilbo, 30.10.07
 

Zitat
Löhne steigen
 
Laut Regierung sind die Löhne und Gehälter der städtischen Beschäftigten in den ersten drei Quartalen 2007 um 18,8 % gestiegen. Der Durchschnittslohn liegt danach jetzt bei 16 675 Yuan (1550 €; im Monat also 1852 Yuan, 172 €). Wobei die Löhne in den Staatsbetrieben noch stärker gestiegen sind, nämlich um 20,8 % auf 17 819 Yuan. Die Inflation lag bei 4,1 %.
Beijing News, The Standard (HK), 30.10.07
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Strombolli

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #39 am: 13:46:22 Do. 01.November 2007 »
Wenn ich das hier so lese "seit Anfang der neunziger Jahre", also kurz nach der Wende, könnte man ja annehmen, wir - die Leute, die damals in der DDR auf die Strasse gegangen sind - sind schuld an der hemmungslosen Ausbreitung des Kapitalismus und der Globalisierung.

Das verursacht mir Gewissensbisse!

Beruhigen kann ich mich aber damit, dass nur eine einheitliche Wirtschaftsform
für die ganze Erde es möglich machen wird, letztlich die Ausbeutung des Menschen und der Natur durch den Menschen und damit diesen ausufernden
Kapitalismus, zu beseitigen.

Ein nebenher Weiterexistieren des "sozialistischen Weltsystems" hätte die Sache (Globalisierung) nur verzögert. Deshalb sehe ich es auch als Chance, dass die Zuspitzung der Widersprüche früher oder später zu einer Lösung
in unserem Sinne führt.

Besser früher als später!  
(Ich will den Zusammenbruch noch erleben. Knurrrr!)
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« Antwort #40 am: 17:45:05 Di. 27.November 2007 »
Shanghai: 1800 ArbeiterInnen einer Baumwollspinnerei haben sieben koreanische Manager, einschließlich des Chefs, in der Fabrik eingeschlossen. Einige hundert ArbeiterInnen machen abwechselnd Sit-Ins vor den Werkstoren, um die Koreaner am Verlassen der Fabrik zu hindern. Bei der Festsetzung soll es für die Manager auch Schläge gegeben haben. Die Fabrik soll geschlossen werden, die ArbeiterInnen fürchten um rückständige Löhne und fordern Abfindungen. Das koreanische Generalkonsulat hat die chinesischen Behörden aufgefordert, die Koreaner zu beschützen und Verhandlungen zwischen ihnen und den Arbeitern zu organisieren.
 

Quelle: Digital Chosunilbo, 27.11.07
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #41 am: 17:40:08 Mi. 28.November 2007 »
Gewalt gegen eine Arbeitergruppe in Shen Zhen



"Am 20. November wurde Huang Qingnan, auf dem Weg zum Besuch eines verletzten Arbeiters von zwei Personen mit Hackbeilen angegriffen als er das Zentrum verließ. Huang wurde schwer verletzt. In den letzten Monaten berichteten mehrfach Arbeiter von Übergriffen und Bedrohungen durch Arbeitgeber bei Lohn-Beanstandungen. Anzeigen bei der Polizei waren erfolglos oder stießen auf kein Interesse. Die Arbeiter waren enttäuscht darüber, dass dies Lokalregierung völlig gleichgültig ist. Obwohl wir in Hong Kong ansässig sind, sorgen wir uns um die Entwicklung Chinas und arbeiten für die Bildung und Wohlfahrt chinesischer Arbeiter."

http://www.labournet.de/internationales/cn/shenzhen_deu.pdf
http://www.labournet.de/internationales/cn/shenzhen_engl.pdf
http://www.interlocals.net/?q=node/887
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Strombolli

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #42 am: 23:44:24 Mi. 28.November 2007 »
in einer ziemlich depressiven Phase (November, Weihnachten...)
kann ich diese ganze Sch... zur Zeit mal wieder überhaupt nicht mehr ertragen und igele mich ein... ziehe mich zurück...

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Strombolli
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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #43 am: 16:35:08 Do. 29.November 2007 »
Zitat
WDR WELTWEIT - Reportage
Donnerstag, 29.11.2007, 22.00- 22.30 Uhr im WDR Fernsehen

Her mit dem Land! Chinas Bauern kämpfen ums Überleben

Eine WELTWEIT - Reportage von Jochen Graebert

Tausende von Bauernrevolten gibt es jedes Jahr in China. Sie werden schnell und oft blutig niedergeschlagen. Fast immer geht es um staatliches Ackerland, das korrupte Dorf-Funktionäre an private Investoren verhökern - auch zu ihrem eigenen Nutzen. Drei Jahre lang hat das ARD-Studio Peking in zwei ostchinesischen Dörfern den Kampf der Bauern um ihre Existenz begleitet. Der zum großen Teil heimlich gedrehte Film dokumentiert die brutale Gewalt der lokalen Parteikader und den Mut der verzweifelten Bauern. Aus deren Kampf ums Land wird zwangsläufig ein Kampf für mehr Demokratie. "Krieg um Land" ist eine seltene Innenansicht der sozialen Konflikte, die das Wirtschaftswunderland China in ein politisches Pulverfass zu verwandeln drohen.

Redaktion: Werner Zeppenfeld

(Wiederholung am Freitag, 30. November 2007, 10:35 - 11:05 Uhr)

http://www.wdr.de/tv/weltweit/aktuell.phtml

ManOfConstantSorrow

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Arbeiterunruhen in China
« Antwort #44 am: 13:02:24 Fr. 30.November 2007 »
Danke Kater, hab den Bericht gesehen. Unglaublich wieviel Mut die Bauern gezeigt haben.

Zitat
Dongguan, Vorort Houjie (Provinz Guangdong): Einige tausend Arbeiter der Alco Electronics Fabrik (in Hong Kong-Besitz, macht audio-visuelle Geräte für den Export) traten in den Streik und blockierten die Straßen vor der Fabrik. Der Grund: Die Firma hatte vom Lohn 250 bis 300 Yuan für das Kantinenessen abgezogen. Zwei Beamte der Arbeitsbehörde sind zur Schlichtung geschickt worden.

Quelle: Radio Free Asia, 29.11.07
Zitat
Hefei (Provinz Anhui): Einige tausend Studenten einer Militäruniversität randalieren, da sie befürchten, daß ihre Abschlüsse von staatlichen Stellen nicht anerkannt werden und daher nichts wert sind. Die wütenden Studenten gehören nicht dem Militär an, sondern studieren auf eigene Kosten. Private Unis boomen in China, da die Zugangsexamen zu den staatlichen Unis streng sind.

Quelle: Radio Free Asia, 30.11.07


Beilage der Wildcat 80
80 Seiten, 4 € +Versand
erscheint Mitte Dezember

Bezug: Wildcat
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