Autor Thema: Kriegsgefahr  (Gelesen 26955 mal)

Kuddel

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #90 am: 10:28:11 Mo. 12.August 2019 »
Zitat
Die Kriegstreiber und ihre Verbündeten

Mit Unwahrheiten versuchen die Hardliner in den USA, Partner für einen Krieg am Golf zu finden. Europa sollte sich widersetzen.

Seit Donald Trump sind „alternative news“ weltweit salonfähig geworden. Ereignisse aus ihrem Kontext herauszulösen und damit die Wirklichkeit auf den Kopf zu stellen, gehört zu dieser Kategorie. Es geht dabei um eine Irreführung der öffentlichen Meinung.

In fast allen Erzählungen zur gegenwärtigen Eskalation im Persischen Golf in den „Qualitätsmedien“ beginnen die Kommentatoren sehr auffällig und durchgängig mit der Beschlagnahme des britischen Öltankers „Steno Impero“ und der Bedrohung der freien Schifffahrt durch die iranischen Revolutionsgarden.

Durch die offensichtliche Unterschlagung der Beschlagnahme des iranischen Öltankers Grace 1 durch die britische Marine in der Straße von Gibraltar kann so mir nichts, dir nichts und ganz einfach der Täter zum Opfer erklärt werden.

Und nicht nur das: Mit der Verdrehung der Wahrheit kann dann unschwer und leichtfertig die Rechtfertigung für die Präsenz deutscher oder europäischer Marineeinheiten im Persischen Golf geliefert werden, also für eine Aktion, die angesichts des schwelenden militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran brandgefährlich ist.

Einem solchen Muster folgt auch der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), in der FR vom 6. August. Er wirbt nicht nur für die Präsenz der deutschen Marine am Persischen Golf, sondern auch für das Zwei-Prozent-Ziel der Rüstungsausgaben gleich mit.
(...)
https://www.fr.de/meinung/kriegstreiber-ihre-verbuendeten-12902672.html

Kuddel

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #91 am: 10:46:07 Mo. 12.August 2019 »
Zitat
Trump will das Fünffache an Geld für Militärpräsenz in Japan und Südkorea
https://www.heise.de/tp/features/Trump-will-das-Fuenffache-an-Geld-fuer-Militaerpraesenz-in-Japan-und-Suedkorea-4491912.html

Kuddel

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #92 am: 13:42:16 Mo. 07.Oktober 2019 »
Zitat
37.000 US-Soldaten marschieren durch Deutschland

US-Streitkräfte führen im kommenden Jahr 37.000 Soldaten über Deutschland nach Polen und ins Baltikum. Abschreckung soll das Ziel der Übung sein.


An der militärischen Großübung „Defender 2020“ zur Verlegung von Truppen nach Polen und ins Baltikum werden im kommenden Jahr 37 000 Soldaten teilnehmen. Geplant sei die umfangreichste Verlegung von Soldaten aus den USA nach Europa in den vergangenen 25 Jahren, hieß es am Montag in einer Mitteilung der US-Streitkräfte in Europa.

Marsch der US-Streitkräfte - mit Unterstützung der Bundeswehr

So würden 20 000 Soldaten über den Atlantik geschickt. Ziel sei, die Einsatzbereitschaft innerhalb der Nato zu erhöhen und mögliche Gegner abzuschrecken, erklärte das US-Militär. Deutschland wird logistische Drehscheibe bei der von den US-Streitkräften geführten Übung, an der sich insgesamt 19 Staaten beteiligen. Zwischen April und Mai werden die Truppen mit Unterstützung der Bundeswehr durch Deutschland geführt.

Bei der Übung soll trainiert werden, wie Einheiten schnell verlegt werden und zusammenarbeiten. „Diese Fähigkeit ist wichtig, um kurzfristig Stärke zeigen zu können, unsere Einsatzbereitschaft beruhigt unsere Alliierten und schreckt mögliche Gegner ab“, erklärte der kommandierende General der US-Streitkräfte in Europa, Christopher G. Cavoli.

Zwischen April und Mai werden die Truppen mit Unterstützung der Bundeswehr durch Deutschland geführt. Dazu sind drei sogenannte Convoy-Support-Zentren für die Marschkolonnen und der Aufbau einer Tankanlage auf dem Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide geplant. Die US-Truppen bringen ihr Gerät teils mit, teils lagert es bereits in Europa.

Für die deutschen Stellen geht es auch darum, die Belastbarkeit der eigenen Infrastruktur - Brücken und Verkehrswege - zu überprüfen. Ein Kampfpanzer auf Tieflader kann mehr als 130 Tonnen wiegen. Der Transport von Militärgerät ist auch per Bahn und mit Binnenschiffen geplant. Deutschland hatte im Januar auch die Führung der Nato-Speerspitze (Very High Readiness Joint Task Force - VJTF) übernommen.

Die Speerspitze war 2014 gegründet worden - eine Reaktion auf die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim, die auch in Deutschland zur Neubewertung der Sicherheitslage führte.
https://www.fr.de/politik/abschreckung-37000-us-soldaten-marschieren-durch-deutschland-13075125.html

ManOfConstantSorrow

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #93 am: 09:18:16 Do. 28.November 2019 »
Die Entwicklungen sind erschreckend.

Der Kapitalismus taumelt in seine nächste Krise. Kriege waren schon mehrfach Krisenlösungen.
Es wird aufgerüstet. Es soll die Armee im Ansehen der Bevölkerung aufgewertet werden.
Es wird in Konkurrenz zur Nato eine Europäische Armee aufgebaut.
Auch wenn die Nato eine bedrohliche Terrororganisation ist, wird durch eine Europäische Armee nichts besser.
Die politische und militärische Dominanz über Europa soll Deutschland übernehmen.

Zitat
Militärbündnis:
Deutschland übernimmt größeren Anteil an Nato-Kosten
Ab 2021 wird Deutschland einen gleich hohen Beitrag an die Nato überweisen wie die USA.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-11/nato-ausgaben-deutschland-usa-frankreich-aufteilung-kosten
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

BGS

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #94 am: 21:25:36 Do. 28.November 2019 »
Dafür ist Geld da. Widerwärtig!

Die Armee wirbt heutzutage wohl schon an Schulen, falls ich richtig verstanden habe. Pervers.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Onkel Tom

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #95 am: 23:34:31 Do. 28.November 2019 »
Dafür ist Geld da. Widerwärtig!

Die Armee wirbt heutzutage wohl schon an Schulen, falls ich richtig verstanden habe. Pervers.

MfG

BGS

Yupp, treiben sich als Anwerber für neues Kanonenfutter im JC und bei Jobmessen rum.
In HH gibt es eine Gruppe "Bildung ohne Bundeswehr" (BoB), die sich dagegen befasst, hab
bis jetzt jedoch nur Fressenheft-Links dazu gefunden..
In Schulen haben sie es auch gebracht, wurden jedoch anbei ordendlich "getortet" und so..  ;D
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #96 am: 11:07:12 So. 29.Dezember 2019 »
Übersetzungshilfe:

Zitat
Terror in Westafrika
Kramp-Karrenbauer für robusteres Mandat der Bundeswehr in Mali
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-kramp-karrenbauer-fuer-robusteres-mandat-in-afrika-a-1303034.html

AKK will, daß die Bundeswehr ihre Waffen nicht nur zeigt, sondern sie auch benutzt!

Zitat
Die Verteidigungsministerin wirbt schon länger für ein stärkeres deutsches Engagement bei Auslandsmissionen.
Die Kriegsministrin wirbt dafür, daß die imperialistischen Interessen verstärkt militärisch durchgesetzt werden.

Zitat
In Mali bräuchte Frankreich dringend Unterstützung
Gegenfrage: Was hat Frankreich in Mali zu suchen?

Zitat
In der Sahelzone entstehe gerade eine große Drehscheibe für Terrorismus, für organisierte Kriminalität, für Migration und Menschenhandel. Sie selbst wolle sich gar nicht vorstellen, was Untätigkeit für Folgen haben könne: "Dann müsste man letztlich um ganz Europa Mauern und Stacheldraht legen."
Lieber Krieg in Afrika, als Flüchtlinge in Deutschland.

Zitat
Für den deutschen Beitrag könnten bis zu 500 deutsche Soldaten der Bundeswehr entsandt werden, darunter auch Trainer des "Kommandos Spezialkräfte".
Ganz im Sinne von Wüstenfuchs Rummel: Faschistische Spezialkräfte (KSK) nach Afrika!

dejavu

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #97 am: 12:10:35 So. 29.Dezember 2019 »
Zitat
Gegenfrage: Was hat Frankreich in Mali zu suchen?
Vielleicht soll dort der Faschistische IS bekämpft werden? Alte Kolonialreiche neu errichtet werden?
Was weiß ich.
Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!

counselor

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #98 am: 12:24:08 So. 29.Dezember 2019 »
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #99 am: 12:48:07 So. 05.Januar 2020 »
Zitat
Trump nimmt 52 Ziele im Iran ins Visier

Die USA töten Qassem Soleimani, der Iran deutet eine Vergeltung in der Straße von Hormus an, Trump droht ebenfalls mit Angriffen.


Proteste in mehr als 70 US-Städten

In zahlreichen US-amerikanischen Städten ist es laut CNN am Samstag zu Demonstrationen gegen die Tötung des iranischen Generals Soleimani gekommen. Viele der Demonstrationen werden von der ANSWER-Koalition gesponsert, einer Antikriegsorganisation, die nach den Anschlägen vom 11. September gegründet wurde.

In der Hauptstadt Washington kamen Demonstranten in einem Teil des Lafayette-Parks gegenüber dem Weißen Haus zusammen. Redner forderten die USA auf, den Mittleren Osten zu verlassen. Die Proteste waren bereits noch vor der Tötung Soleimanis geplant worden. Demonstranten hielten Schilder mit der Aufschrift "Stop Bombing Iraq" in die Höhe.

Zu den Rednern in Washington gehörte auch die Schauspielerin Jane Fonda, die wöchentliche Proteste gegen den Klimawandel leitet.
https://www.tagesspiegel.de/politik/eskalation-nach-soleimani-toetung-trump-nimmt-52-ziele-im-iran-ins-visier/25385464.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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Re: Kriegsgefahr
« Antwort #100 am: 19:56:55 Mo. 06.Januar 2020 »
Widerstand gegen den Kriegskurs der USA – Solidarität mit den demokratischen und sozialen Bewegungen im Iran, Irak und der ganzen Region

Wenn Trump jetzt behauptet, sein Mordkommando sei nicht unternommen worden, um einen Krieg zu beginnen, sondern um einen zu verhindern, so gibt es eine naheliegende historische Parallele: Der letzte Nazi-Parteitag vor dem Überfall auf Polen 1939 wurde offiziell „Reichsparteitag des Friedens“ getauft. Die Kontinuität der Kriegspolitik der USA in der ganzen Region ist unübersehbar: Von der stetigen Unterstützung des fundamentalistischen Terror-Regimes in Saudi-Arabien über die Bündnispolitik mit islamistischen Milizen, wenn es gegen Regimes geht, die dieser Politik im Wege stehen – spätestens seit Afghanistan bekannt. Einschließlich der imperialistischen Arroganz, über Leben und Tod anderer zu entscheiden, wie sie sich vor allem in der Unterstützung und Organisierung einer Endlos-Kette von Militärputschen ausdrückt. Wenn es sich um den dringend nötigen Widerstand gegen diesen Kurs handelt, kann dieser nicht darauf ausgerichtet sein, ein seinerseits reaktionäres Regime zu unterstützen – sondern nur darauf, den Kampf so vieler Menschen für gesellschaftliche Veränderungen in nahezu allen Ländern der Region zu unterstützen.

https://www.labournet.de/?p=160199
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