Autor Thema: Proteste von Busfahrern  (Gelesen 49499 mal)

ManOfConstantSorrow

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Wilder Streik von Busfahrern in Dublin
« Antwort #15 am: 19:40:26 Mi. 29.April 2009 »
  29.04.09 - Ein dreitägiger selbständiger Streik von rund 100 Busfahrern hat in der irischen Hauptstadt Dublin einen Teil des öffentlichen Nahverkehrs lahmgelegt. Die Busfahrer wehrten sich gegen ein neues Schichtsystem, durch das Arbeitsplätze "eingespart" werden sollen. Der Streik hatte sich am Sonntag schnell ausgebreitet. Jetzt versprach das Unternehmen, nach Streikende die Widersprüche zu klären.
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Re: Proteste von Busfahrern
« Antwort #16 am: 10:52:18 Di. 14.Juli 2009 »
Busfahrer-Streik in Koblenz und Trier - Behinderungen beim Moselfest erwartet

Koblenz/Trier In Koblenz und Trier haben am frühen Freitagmorgen die Warnstreiks der Busfahrer begonnen. Nach Mitteilung der Gewerkschaft ver.di blieben von 4.00 Uhr morgens an in Koblenz 100 Busse stehen, mindestens 55 000 Fahrgäste sind betroffen.


In Trier trifft der ganztägige Warnstreik rund 40 000 Menschen, dort fahren 45 Busse nicht. In den Abend- und Nachtstunden wird es in den Sonderverkehren des Moselfestes zu erheblichen Behinderungen kommen.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die etwa 27 000 Beschäftigen des privaten Verkehrsgewerbes in Rheinland-Pfalz. Die Gespräche waren am vergangenen Montag ergebnislos abgebrochen worden. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von acht Prozent.

Die streikenden Busfahrerinnen und Busfahrer aus Koblenz sind nach Trier gefahren und informierten dort am Vormittag die Trierer Bevölkerung über den Tarifkonflikt und werben um Verständnis für ihre Aktionen. Am Rathaus kam auf die lautstarke Forderung der Streikenden hin ein kurzes Gespräch mit dem Oberbürgermeister zustande. Klaus Jensen (SPD) versprach, sich für eine zügige Wiederaufnahme der Verhandlungen einzusetzen. Bernd Oleynik, ver.di Rheinland-Pfalz: „Wir nehmen dankend an. Wenn der Einsatz des Herrn Oberbürgermeisters nichts bringt, kommen wir mit Verstärkung wieder.“

http://rhein-zeitung.de/on/09/07/10/rlp/t/rzo590522.html
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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #17 am: 12:40:47 Do. 23.Juli 2009 »
Küstenbus droht Streik

Der Gewerkschaft ver.di zufolge verweigert die Küstenbus GmbH seit Monaten fällige Tarifgespräche. Ver.di greift auch den Gesellschafter — den Landkreis — an. Letztes Mittel sei der Arbeitskampf, sagt ver.di.


Bad Doberan „Die Geschäftsführerin der Küstenbus GmbH Bad Doberan ignoriert seit Monaten die Aufforderung zu Tarifverhandlungen mit ver.di“, klagt Gewerkschafter Frank Pieper. Ver.di habe die Geschäftsführerin der Küstenbus GmbH schon mehrfach zu Verhandlungen aufgefordert, zuletzt am 23. März — damals mit der konkreten Forderung zur Übernahme des Spartentarifvertrag für den Öffentlichen Personen Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern (TV-N-MV). Pieper: „Frau Münchow hat es bis heute nicht für nötig erachtet, unser Schreiben zu beantworten. Das zeugt von einer gewissen Arroganz und einer Ignoranz gegenüber den berechtigten Forderungen ihrer Mitarbeiter.“ Pieper kritisiert vor allem die Existenz unterschiedlicher Tarifverträge bei Küstenbus: „Das führt zu unterschiedlichen Löhnen für gleiche Arbeit und zu sozialem Unfrieden.“ Außerdem sei der TV-N-MV ein Flächentarif. Werde der untergraben, sei ein ruinöser Preiskampf der Busunternehmer die Folge — zu finanziellen Lasten der Beschäftigten.

Küstenbus-Chefin Angelika Münchow bestätigt sowohl Forderung als auch Vorwürfe der Gewerkschaft, sieht sich aber im Recht. „Wir haben 68 tariflich gebundene Mitarbeiter bei Küstenbus“, sagt Münchow. 27 seien Mitglieder bei Transnet und im Verband mecklenburg-vorpommerscher Busunternehmen, mit weiteren 29 sei ein Haustarifvertrag abgeschlossen worden. Münchow: „Die übrigen zwölf haben mir die Gefolgschaft verweigert und werden nach einem Alttarif-Vertrag mit ver.di bezahlt.“ Außerdem sei eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen worden, die soziale Belange regelt. Die gelte ab 1. August. „Der Abschluss eines weiteren Tarifvertrages ist für ein so kleines Unternehmen einfach nicht handhabbar“, sagt Angelika Münchow.

Gewerkschafter Frank Pieper sieht auch den einzigen Gesellschafter der Küstenbus GmbH, den Landkreis Bad Doberan, in der Pflicht. Der Kreis müsse dafür sorgen, dass Küstenbus-Chefin Münchow in Tarifverhandlungen eintritt, fordert er. Der stellvertretende Landrat, Dr. Wolfgang Kraatz, sieht keinen Gesprächsbedarf: „Tarifverhandlungen sind nicht Sache der Gesellschafter, sondern von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern“, sagt er. Dem widerspricht Pieper allerdings energisch. Immerhin ist der oberste Verwaltungschef des Landkreises, Landrat Thomas Leuchert, zugleich auch Verbandsvorsitzender des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Mecklenburg- Vorpommern. Leuchert selbst ist für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Grund: Der Landrat befindet sich in seinem Jahresurlaub. Pieper: „Da Leuchert den Spartentarifvertrag TV-N-MV zwischen dem Kommunalen Arbeitgeberverband und der Gewerkschaft ver.di mit unterzeichnet hat, ist diese Reaktion absolut nicht akzeptabel.“ Für den Gewerkschafter ist klar: „Letztes Mittel ist der Arbeitskampf.“ Gebe es nicht unverzüglich Verhandlungen, werde man die Bereitschaft zum Arbeitskampf bei den Küstenbusbeschäftigten erfragen.
KLAUS WALTER

http://www.ostsee-zeitung.de/lokal/index_artikel_komplett.phtml?SID=db4de25c9bf767e7f3b6dadc4f939325&param=news&id=2495918
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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #18 am: 18:19:41 So. 02.August 2009 »
Busfahrer scheinen zu einer rebelliche Berufsgruppe zu gehören:

Zitat
Droht Busfahrer-Streik zum Koblenzer "Rhein in Flammen"?

Koblenz Explosive Stimmung schon vor dem großen Feuerwerk: Rund 100 der etwa 130 Busfahrer der Koblenzer Verkehrs-Service GmbH (Kevag) drohen, sich zu "Rhein in Flammen" am 8. August nicht hinters Steuer ihrer Arbeitsgefährte zu setzen. Hintergrund ist der noch immer schwelende Tarifkonflikt im privaten Verkehrsgewerbe.

Um zumindest einen Streik zu Rhein in Flammen abzuwehren, hat die KVS ihren Fahrern zwar mittlerweile ein Angebot vorgelegt. Dieses wurde vom Betriebsrat jedoch abgelehnt und mit Nachbesserungsforderungen zurück an die KVS-Geschäftsführung geleitet. Sollte es bis Mitte nächster Woche zu keiner Einigung kommen, droht Rhein in Flammen ein verkehrstechnisches Chaos zu werden.

Zu dem Großspektakel wird in Koblenz eine sechsstellige Besucherzahl erwartet. Viele davon nutzen auch die Busse. (agh)

Weiterführende Links:

    * rhein-in-flammen.com/

http://rhein-zeitung.de/on/09/08/01/rlp/t/rzo598625.html
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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #19 am: 20:50:34 Mi. 19.August 2009 »
Busfahrer in Dresden streiken

Rund 150 Busfahrer haben am Mittwochmorgen in Dresden und Umgebung den örtlichen Regionalverkehr weitgehend lahmgelegt. mit dem vierstündigen Warnstreiks bei verschiedenen Busgesellschaften will die Gewerkschaft Verdi Druck auf die Tarifverhandlungen ausüben. Gefordert wird ein Mindeststundenlohn von 10 Euro.

http://www.rf-news.de/2009/kw34/19.08.09-busfahrer-in-dresden-streiken
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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #20 am: 20:22:32 Di. 25.August 2009 »
Busfahrer streiken in Trier den ganzen Tag

ver.di fordert für die Beschäftigten acht Prozent mehr Lohn und Gehalt Die Busfahrer der SWT Stadtbus GmbH in Trier streiken seit Beginn der Frühschicht am Montag. Der Warnstreik, der noch bis Dienstschluss andauern werde, betreffe rund 35 000 Fahrgäste, teilte der ver.di-Verkehrs-Fachbereichsleiter Bernd Oleynik am Montag mit. Der Ausstand in Trier ist nach Angaben der Gewerkschaft der Beginn einer neuen Warnstreikwelle in Rheinland-Pfalz.

Es sei in Trier zu erheblichen Behinderungen im Busverkehr in der ganzen Region gekommen. Der von der SWT eingerichtete Notfahrplan habe nur die Hauptlinien im Stundentakt angefahren. Der Streik sei «mit Rücksicht auf die Bevölkerung» lange im Voraus angekündigt gewesen.

Nachdem die Sommerferien vorbei sind, plant ver.di eine weitere Serie von Warnstreiks im Land. Die Gewerkschaft rief die Bürgermeister in den Städten dazu auf, den Arbeitsgeberverband im privaten Verkehrsgewerbe zu einem Lohnangebot zu bewegen.

ver.di fordert für die etwa 27 000 Beschäftigten im privaten Verkehrsgewerbe acht Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro und 80 Euro mehr Auszubildendenvergütung. ver.do hatte den Tarifvertrag im März gekündigt. Die Arbeitgeber haben bisher kein neues Lohnangebot vorgelegt.

Trier (ddp-rps)

http://www.ad-hoc-news.de/prozent-busfahrer-streiken-in-trier-den-ganzen-tag--/de/Politik/20458012
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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #21 am: 11:55:46 Sa. 28.November 2009 »
Zitat
ÜWAG-Busfahrer streiken ganztags - 6 statt 60 Busse unterwegs

27.11.09 - FULDA - Die Gewerkschaft ver.di hat die Busfahrer in Fulda und Marburg heute überraschend zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Um 4:25 Uhr folgten in Fulda etwa 40 Fahrer dem Steikaufruf und versammelten sich vor dem ÜWAG-Bus-Depot in der Daimler-Benz-Straße. Sie verhinderten Aus- und Einfahrt der Busse. Der Streik ist für den gesamten Tag geplant. In Fulda sind nach Angaben der Polizei die öffentlichen Stadtbusse und die Schulbusse der ÜWAG und der ÜWAG-Tochter ÜVG betroffen. Die Busse aus dem Umland in die Stadt werden nicht bestreikt. Von dem Streik betroffen sind vor allem die Schulbusnutzer. In der Bahnhofstraße ist kein einziges Taxi mehr zu bekommen - viele Eltern haben ihre Kinder offenbar mit dem Pkw in die Schule gebracht - der Verkehr staut sich in der gesamten Stadt.

Mit nur sechs statt üblicherweise 60 Bussen konnten die ÜWAG-Verkehrsbetriebe lediglich einige Schüler- und Linienfahrten durchführen. Auch im Tagesverlauf sei mit deutlichen Einschränkungen im Busverkehr für das Stadtgebiet zu rechnen, teilt die ÜWAG mit. „Wir bedauern außerordentlich, dass die Gewerkschaft auf dem Rücken der Fahrgäste versucht, Druck für die laufenden Verhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und ver.di aufzubauen“, sagt Dipl.-Ing. Thomas Lang, Leiter der ÜWAG-Verkehrsbetriebe. Da die nächsten Verhandlungstermine schon vereinbart seien und konkrete Angebote des LHO bei den Doppelverhandlungen zum Mantel- und Entgelttarifvertrag vorlägen, sei der Warnstreik in Fulda und Marburg unverständlich und überraschend.

Die ÜWAG-Verkehrsbetriebe hätten sechs Fahrzeuge besetzen können und damit Schülerinnen und Schüler vom Aschenberg und aus Künzell in die Stadt gebracht, Fahrgäste zu den Werkstätten des Antoniusheims befördert und die Linien 2 (Ziehers-Süd – Städtische Kliniken – Aschenberg-West), 5 (Giesel – Pilgerzell) und 6 (Bronnzell – Lehnerz) bedient. „Wir bemühen uns, einen Notfall-Verkehr auf den am stärksten frequentierten Linien im Stadtbusbereich weiterhin anbieten zu können - allerdings nicht fahrplanmäßig“, sagt Thomas Lang. Mit starken Einschränkungen sei zu rechnen, wenn der Warnstreik, wie von der Gewerkschaft ver.di geplant, den gesamten Tag andauert.
http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1174794

http://www.osthessen-tv.de/?Kunde=667&ID=9496
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Alex22

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  • Bin Links und das ist gut so www.axelmende.de
Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #22 am: 15:11:20 Sa. 28.November 2009 »
Ist das ein politischer Streik?
Wenn, dann ist er nötig, weil die Profipolitiker so jämmerlich versagen.
Meine volle Solidarität.

ManOfConstantSorrow

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #23 am: 20:19:12 Di. 08.Dezember 2009 »
Wieder Warnstreiks bei Busbetrieben in Schleswig-Holstein
8. Dezember 2009, 04:00 Uhr

Kiel - Kein Busverkehr im Norden: Viele Fahrer haben sich am Montag in mehreren Städten Schleswig-Holsteins an einem Warnstreik beteiligt. Betroffen seien rund 65 Buslinien in Heide, Marne, Niebüll und Itzehoe, sagte Ver.di-Sprecher Gerhard Mette. "Insgesamt sind rund 10 000 Fahrgäste vom Streik betroffen".

http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article5460754/Wieder-Warnstreiks-bei-Busbetrieben-in-Schleswig-Holstein.html
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ManOfConstantSorrow

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #24 am: 19:59:21 Fr. 11.Dezember 2009 »
"Hungerlöhne" - der Streik der Busfahrer

Viele Angestellte arbeiten für 2000 Euro brutto - inklusive Zulagen. "Zu wenig, um eine Familie zu ernähren", sagen die Fahrer.


Itzehoe/Kiel. Für Busfahrer Peter Jahn ist Endstation. Der 49-jährige Familienvater lenkt seinen Linienbus oft mehr als 39 Stunden in der Woche durch Itzehoe, kann von seinem Lohn (mit Zulagen um die 2000 Euro brutto) aber nicht leben. "Es ist viel zu wenig, um als Alleinverdiener Frau und Kinder zu versorgen", klagt er. Vor allem der Nachwuchs kostet. Eines seiner beiden Kinder geht noch zur Schule.

Beim Warnstreik im privaten Busgewerbe ist Jahn sofort dabei. Wie seine Kollegen Holger Grütte (60) und Axel Möncke (51). Sie fahren ebenfalls für das Unternehmen Steinburger Linien (Veolia Konzern), und auch bei ihnen reicht das Gehalt vorn und hinten nicht. "Es kann doch nicht sein, dass wir nur mithilfe von Überstunden unsere Familien ernähren können", sagt Grütte. "Wir wollen nur einen Tarif, der wie bei unseren Kollegen im kommunalen Bereich für ein normales Leben ausreicht", ergänzt Möncke.

http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1302137/Hungerloehne-der-Streik-der-Busfahrer.html
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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #25 am: 19:49:15 Mi. 13.Januar 2010 »
Zitat
Busfahrer stimmen über unbefristeten Streik ab

Lübeck. Die Fahrer privater Busunternehmen in Schleswig-Holstein haben am Dienstag eine Urabstimmung über unbefristete Streiks begonnen. Hintergrund sei die gescheiterte sechste Runde der Tarifverhandlungen, bei denen die Busfahrer eine einheitliche Bezahlung durchsetzen wollen, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette. In den schon länger laufenden Tarifgesprächen zwischen Ver.di und dem Omnibus Verband Nord (OVN) hat die Gewerkschaft bislang erfolglos eine Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau der übrigen Tarifverträge im Omnibusgewerbe gefordert.(dpa) 
http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1340100/Busfahrer-stimmen-ueber-unbefristeten-Streik-ab.html
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Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #26 am: 20:06:41 Fr. 15.Januar 2010 »
Zitat
Busfahrer wollen unbefristet streiken - Schüler betroffen

Lübeck - Busfahrer des privaten Omnibusverkehrs wollen in der kommenden Woche in Schleswig-Holstein mit einem unbefristeten Streik beginnen. Das beschlossen sie in einer Urabstimmung, wie die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Freitag in Lübeck mitteilte. Von 700 Abstimmungsberechtigten seien 92 Prozent für den Streik gewesen.

Ver.di verlangt eine Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau der übrigen Tarifverträge im Omnibusgewerbe. Die Unterschiede betrügen bis zu 250 Euro im Monat, sagte Verhandlungsführer Gerhard Mette. Die Verhandlungen mit dem Omnibus Verband Nord (OVN) waren nach sechs Runden gescheitert.

Die Streiks könnten einige Wochen dauern, erklärte Mette. Betroffen seien vor allem Schüler in fast allen Teilen Schleswig- Holsteins und Fahrgäste im Hamburger Randgebiet. Ob die Streiks schon am Montag beginnen und wo, war zunächst unklar.

Der OVN reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung und kündigte eine harte Linie an. „Trotz Streiks ist kein dramatisch verbessertes Angebot zu erwarten“, sagte der Vorsitzende Johannes Rudolf. Der OVN habe zuletzt fünf Prozent mehr Lohn für 20 Monate angeboten. Hinzu seien 400 Euro Einmalzahlung für das letzte Quartal 2009 gekommen. Nach Gewerkschaftsangaben wurde eine Einkommenserhöhung von 2,5 Prozent bei zweijähriger Laufzeit angeboten.
http://www.kn-online.de/top_themen/132685-Busfahrer-wollen-unbefristet-streiken-Schueler-betroffen.html

rendolf

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #27 am: 10:21:54 Sa. 16.Januar 2010 »
Bei dem Verkehr heutzutage in der Stadt wie auch ausserhalb, sollten die Busfahrer min. eine 3 vorne bei der Abrechnung stehen haben. Dazu kommt ja noch das ein Busfahrer bei Fehlern immer ein "wenig" mehr zur Kasse gebeten wird als ein PKW-Fahrer.
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Eivisskat

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #28 am: 10:33:20 Sa. 16.Januar 2010 »
Busfahrer sind Helden und gehören zu den wahren "Leistungsträgern" unserer Gesellschaft, wie sie stundenlang höchst konzentriert durch die Städte + den schlimmen Verkehr kutschieren, den Bus voll mit Passagieren, die gleichzeitig noch kassiert & beobachtet werden müssen.

Dieser Beruf hat meine Hochachtung und ich will, dass meine Busfahrer gut bezahlt & mit guten Arbeitsbedingungen anerkannt sind, damit ich auch in Zukunft sicher von ihnen von A nach B gebracht werde.


Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #29 am: 15:29:39 So. 17.Januar 2010 »
Zitat
92 Prozent der Busfahrer für Streik

Die Beschäftigten der Pinneberger Verkehrsbetriebe (PVG) werden für höhere Gehälter streiken - das ist das Ergebnis einer Urabstimmung. Wann die Busse des Unternehmens ihren Dienst einstellen, ist offen. Die PVG bedient mit 200 Bussen 38 Linien auf einem Streckennetz mit mehr als 600 Kilometer Länge. Sie betreibt Linien im Westen Hamburgs und im Kreis Pinneberg, unter anderem auch die Stadtverkehre von Elmshorn, Wedel, Schenefeld, den Airport-Bus Hamburg-Lübeck, HVV-Linien im Westen Hamburgs, wie den Metrobus 3, und die Linie 256 im Hamburger Hafen.

92 Prozent der Beschäftigten stimmten für den Streik. Zurzeit verdienen die Busfahrer maximal 1917 Euro - brutto. Fast alle PVG-Beschäftigten nehmen deshalb gerne die 800 Euro "Aktiv-Prämie" mit, die ihnen im Falle eines Arbeitsjahres ohne krankheitsbedingte Fehltage zusteht. Heißt: Wer krank ist, geht bei der PVG auch gerne mal zur Arbeit, weil ihm sonst für jeden Fehltag ein Teil seiner Prämie abgezogen wird. "Das ist so", bestätigt ein Sprecher des Betriebsrats gegenüber dem Abendblatt, sagt aber auch: "Wer ernsthaft krank ist, geht nicht zur Arbeit."

Das ARD-Magazin "Kontraste" hat in einem Beitrag in seiner vergangenen Sendung genau diese jahrzehntealte Praxis kritisiert. Das wiederum bringt den Personalmanager der PVG, Torsten Bökenheide, in Harnisch: "Es kann keine Rede davon sein, dass wir Arbeitnehmer zwingen, krank zu arbeiten."

Richtig sei aber, dass die Beschäftigten mit der Aktiv-Prämie jedes Jahr fest rechneten, "nach meiner persönlichen Meinung verdienen sie zu wenig. Wir stellen uns selbst die Frage, ob die Prämie noch sinnvoll ist." Sie sei vor 20 Jahren bei der PVG eingeführt worden, um Mitarbeiter zu belohnen, die immer gesund waren. Mit der Einführung dieser Prämie, die auch von den Arbeitnehmervertretern mitgetragen wurde, konnte seinerzeit der Krankenstand erheblich gesenkt werden.(tha)
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1344889/92-Prozent-der-Busfahrer-fuer-Streik.html