Autor Thema: Proteste von Busfahrern  (Gelesen 49731 mal)

ManOfConstantSorrow

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #30 am: 15:56:35 Do. 21.Januar 2010 »
Zitat
Busfahrerstreik: Heute trifft es Ahrensburg und Niebüll

Die Fahrer fordern 10,7 Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft Ver.di hatte zum Ausstand aufgerufen. Zehntausende Fahrgäste sind davon betroffen.
http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article1350096/Busfahrerstreik-Heute-trifft-es-Ahrensburg-und-Niebuell.html
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Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #31 am: 13:31:49 Fr. 22.Januar 2010 »
Zitat
Unangekündigter Streik - Busse in Niebüll stehen still

Die Busfahrer des privaten Omnibusgewerbes haben am Freitag in Niebüll (Kreis Nordfriesland) ihren Streik fortgesetzt. Der Ausstand legte den kompletten Niebüller Stadt- und Großraumverkehr lahm. "16 Linien wurden bestreikt, es ist kein Bus vom Hof gefahren", sagte Frank Schischewsky, der Sprecher der Gewerkschaft ver.di Nord in Kiel. Zusätzlich war der Schülertransport nach Flensburg eingeschränkt. Nach Angaben der Niebüller Verkehrsgesellschaft (NVB) waren fast 2.000 Fahrgäste betroffen, darunter vor allem Schüler.

Die Gewerkschaft habe den Ausstand nicht angekündigt, weil die Geschäftsleitung der zum Veolia-Konzern gehörenden NVB den Streik in den vergangenen Tagen behindert habe, sagte Schischewsky. Die NVB hatten am Donnerstag einen Notfahrplan aufgestellt und bei einigen Buslinien Subunternehmer eingesetzt. Von der verärgerten Gewerkschaft war dies als Streikbrecher-Aktion aufgefasst worden.

Ver.di spricht von "Vergeltungsmaßnahme"

Während eine NVB-Sprecherin den Streik am Freitag als "nicht nachvollziehbar" bezeichnete, nannte ver.di. die plötzliche Arbeitsniederlegung "eine Vergeltungsmaßnahme". Das Unternehmen müsse sich darauf vorbereiten, häufiger bestreikt zu werden, betonte Schischewsky.

Streiks in Niebüll werden nicht mehr angekündigt


Ob der Streik am Wochenende fortgesetzt werde, entscheide sich im Laufe des Tages. Künftige Streiks - auch am Wochenende - würden in Niebüll nicht mehr angekündigt. Für den Rest des Landes werde die Gewerkschaft Anfang der kommenden Woche bekannt geben, wo Busfahrer in den Ausstand treten.

Nächstes Gespräch am Mittwoch

Vertreter von ver.di und dem Omnibus Verband Nord (OVN) hatten sich am Donnerstag zu einem Gespräch getroffen. Über den Inhalt wurde Stillschweigen vereinbart. "Wir haben aber kein neues Angebot vorgelegt", sagte OVN-Geschäftsführer Walter Koch. Ein weiteres Gespräch sei für den kommenden Mittwoch geplant.

Die Fahrer des privaten Omnibusverkehrs hatten den Streik in einer Urabstimmung beschlossen, nachdem die Tarifverhandlungen zuvor gescheitert waren. Ver.di verlangt eine Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau der übrigen Tarifverträge im Busgewerbe. Bis zu 250 Euro im Monat betragen den Angaben zufolge die Unterschiede.
Stand: 22.01.2010 12:54
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/streik162.html

Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #32 am: 12:43:42 Sa. 23.Januar 2010 »
Zitat
Keine Klagen – Verständnis für streikende Busfahrer

Ahrensburg – Sie streiken für mehr Lohn – etwa 250 Euro brutto mehr. Mehrere Warnstreiks haben die Arbeitgeber bislang nicht überzeugen können. Nun macht Ver.di ernst. Mit Beginn der Frühschicht am Donnerstagmorgen um 4.30 Uhr ging bei der Tochtergesellschaft der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein, der Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft ABG, gar nichts mehr.

Lediglich der Behindertenbus am Nachmittag sollte fahren, sagten die 30 Fahrer am Standort Ahrensburg. Der gestrige Streiktag endete erst mitten in der Nacht, als nämlich um 3.29 Uhr der letzte Bus im Depot eintraf.

Ärger wegen der Streikaktion gab es offenbar bislang noch nicht. Die meisten Fahrgäste waren rechtzeitig von Ver.di oder den streikenden Fahrern informiert worden. So konnten viele noch rechtzeitig reagieren und mit dem eigenen Auto oder per Fahrgemeinschaft zur Arbeit kommen. ABG-Betriebshofleiter Andreas Freund musste sich jedenfalls keine Klagen von Fahrgästen anhören. Die meisten Leute verstehen die Forderungen der Busfahrer, dass sie genauso entlohnt werden möchten, wie andere Kollegen in anderen Landesteilen. Sollte es bei den Tarif-Verhandlungen zu keiner Einigung kommen, werden weitere Streiks folgen. Allerdings will die Gewerkschaft dann auf Vorankündigungen verzichten, um Streikbrüche zu vermeiden. jeb
http://www.ln-online.de/regional/2725032

Eivisskat

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #33 am: 13:33:05 Sa. 23.Januar 2010 »
Hier war allerdings an den Haltestellen sehr viel unwilliges Gemecker über die Busfahrer zu hören, da hatte kaum Jemand Verständnis und auf die Idee den Unmut statt dessen gegen die PVG-Betriebe zu richten, kam sowieso Niemand, leider...

ManOfConstantSorrow

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #34 am: 19:32:39 Di. 02.Februar 2010 »
Zitat
Streik am Donnerstag - Duisburg steht still

Duisburg, 02.02.2010, Annette Kalscheur

Duisburg. Am Donnerstag wird in Duisburg und Umgebung der Öffentliche Nahverkehr bestreikt. Die Wirtschaftsbetriebe, einige Kitas, die Jobcenter der ARGE und andere städtische Dienststellen beteiligen sich ebenfalls an dem Ausstand, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat.

Kein Bus, keine Bahn, keine Müllabfuhr - am Donnerstag werden sich in Duisburg viele Räder nicht drehen, weil Verdi zu einem Warnstreik aufruft. Beteiligen wollen sich auch das Jobcenter der ARGE, die Stadtwerke, einige Kindertagesstätten und andere städtische Dienststellen, „minütlich melden sich weitere Einrichtungen”, beschreibt Thomas Keuer, Verdi-Geschäftsführer, die Streikbereitschaft.

Um 9 Uhr ziehen Demonstrationszüge vom Betriebshof der DVG Am Unkelstein sowie vom Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe in Hochfeld los und treffen sich um 10 Uhr auf dem Burgplatz zu einer Kundgebung. Hier sollen keine professionellen Redner für Stimmung sorgen, sondern Jugendliche aus den Betrieben heraus berichten. In Sachen Transport der Streikenden hat dann allerdings auch Verdi Pech: „Wir müssen private Busunternehmen nutzen.”
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Streik-am-Donnerstag-Duisburg-steht-still-id2474870.html
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ManOfConstantSorrow

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #35 am: 17:17:03 Do. 04.Februar 2010 »
Zitat
Am Freitag stehen noch mehr Räder still

Am Freitag soll es so richtig losgehen mit dem Warnstreik: In allen hessischen Städten und Gemeinden werden die im öffentlichen Dienst Beschäftigten aufgerufen, einen Tag lang die Arbeit niederzulegen. Das bedeutet: Der Nahverkehr wird weitgehend lahm gelegt.
http://www.fr-online.de/top_news/2269111_Streik-geht-weiter-Am-Freitag-stehen-noch-mehr-Raeder-still.html
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ManOfConstantSorrow

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #36 am: 21:40:45 Sa. 20.Februar 2010 »
Zitat
Die Busfahrerstreiks werden am Sonntag fortgesetzt.

Kiel/Hamburg (dpa/lno) - Die Busfahrerstreiks im Norden werden auch am Sonntag fortgesetzt. Dann kommt es vor allem im Hamburger Umland wieder zu etlichen Verspätungen. Wie die Gewerkschaft ver.di Nord am Sonnabend mitteilte, streike erstmalig nicht die erste Schicht, sondern die Beschäftigten werden aus dem laufenden Betrieb heraus die Arbeit niederlegen. Aufgerufen sind ab 12.00 Uhr die Beschäftigten der Elmshorner Verkehrsgesellschaft (EVG), ab 13.00 Uhr die Mitarbeiter der Pinneberger Verkehrsbetriebe, und der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP). Der Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe zieht sich schon seit Monaten hin: Bereits Anfang November 2009 hatte es die ersten Warnstreiks gegeben.
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=wir&module=dpa&id=23893016
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Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #37 am: 12:59:01 Di. 23.Februar 2010 »
Zitat
Busfahrer-Streik im Norden: Kein Ende in Sicht

Erstmals soll der Streik nicht nach 24 Stunden beendet sein. 120.000 Pendler im Norden sind betroffen, 300 Busse stehen still.

Pinneberg. Seit 3 Uhr nachts streiken die Busfahrer im Hamburger Umland - und es sieht erst einmal nicht danach aus, als könnten die Busse morgen wieder fahren. "Es klingt ziemlich sicher so, als ginge der Streik morgen weiter", sagt Susanne Rieschick-Dziabas, Sprecherin der Pinneberger Verkehrsbetriebe (PVG), zu abendblatt.de. "Wir wissen aber noch nichts Genaues." Fest steht: Bis mindestens in die Nacht dauert es noch. „Wir werden erstmalig einen Arbeitskampf ausrufen, der länger als 24 Stunden andauern soll“, hatte ver.di-Pressesprecher Frank Schischefsky angekündigt.

220 Busfahrer der PVG, der Elmshorner Verkehrsgesellschaft (EVG) und der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) treten im Laufe des Tages in den Streik, 300 Busse bleiben in den Depots, 120.000 Pendler sind betroffen. Damit verschärft die Gewerkschaft den Arbeitskampf weiter. Schon seit November hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1394013/Busfahrer-Streik-im-Norden-Kein-Ende-in-Sicht.html

Kuddel

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Warnstreiks im Busverkehr
« Antwort #38 am: 17:28:51 Fr. 18.März 2011 »
Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG)

Warnstreiks im Busverkehr


Kiel - Schleswig-Holsteins Verkehrsbetriebe werden am Montag bestreikt. Allein in Kiel und Region sind etwa 35.000 Fahrgäste der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) betroffen, die sich in der Zeit ab vier Uhr bis 9 Uhr nach anderen Fahrmöglichkeiten umschauen müssen.



Eine davon könnte das Angebot der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) sein, die ihren Probebetrieb für den Frühjahrsfahrplan auf den 21. März vorzieht: So fahren Fördeschiffe um 6.35 Uhr, 7.35 Uhr und 9 Uhr  ab Laboe über die Stationen Friedrichsort, Möltenort, Mönkeberg, Reventlou, Seegarten und legen etwa eine Stunde später an der Bahnhofsbrücke Kiel an. Informationen finden Sie im Internet unter www.kvg-kiel und www.sfk-kiel.de.

Hintergrund der Warnstreiks in Kiel, Lübeck und Flensburg sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr:  Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne um 200 Euro für alle Tarifgruppen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Kommunale Arbeitgeberverband bietet eine Erhöhung um 2,5 Prozent für 18 Monate an.

http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/wirtschaft/223308-Warnstreiks-im-Busverkehr.html

Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #39 am: 14:49:39 So. 27.März 2011 »
Zitat
Durchbruch bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr in Kiel, Lübeck und Flensburg: „Wir haben einen Kompromiss erzielt, der beiden Seiten nicht leicht gefallen ist und der auch nicht ganz einfach zu vermitteln ist, aber Kompromisse haben das gelegentlich so an sich“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di, Gerhard Mette, am Donnerstag in Kiel. Demnach sollen die Löhne und Gehälter der Busfahrer rückwirkend zum 1. Januar 2011 um 103 Euro steigen. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 15 Monaten haben. Am kommenden Montag werde dieses Ergebnis mit der großen Tarifkommission beraten und bewertet. Danach stehe fest, ob aus dem Verhandlungsergebnis ein neuer Tarifvertrag wird. In der vergangenen Woche war es in allen drei Städten zu ersten Warnstreiks gekommen.
http://www.kn-online.de/lokales/kiel/224253-Tarifeinigung-bei-den-Busfahrern.html

Egal was man von der Höhe des Abschlusses halten mag: Es geht doch! Man kann Festgeldforderungen durchsetzen statt der beschissenen Prozentforderungen, von denen hauptsächlich die Besserverdienenden profitieren.

Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #40 am: 17:22:38 Di. 06.September 2011 »
Zitat
Busfahrer streiken - auch Schulbusse betroffen

Busfahrer der Streinburger Linien stehen vor einem Warnstreik-Plakat. Fotograf: Bodo Marks Detailansicht des Bildes Die Fahrer des privaten Omnibusgewerbes verlangen eine Angleichung ihres Gehalts an das anderer Busunternehmen. Tausende Fahrgäste waren am Dienstag von Warnstreiks der Busfahrer in Schleswig-Holstein betroffen. Von Schichtbeginn an bis zum Vormittag fielen rund 200 Verbindungen aus, oder die Busse kamen später. Betroffen waren Linien- und Schulbusse in Dithmarschen, Flensburg, Lübeck und Hamburg-Bergedorf. Auch die Steinburger Linien in Itzehoe und Glückstadt fuhren nicht. Rund 200 Fahrer des privaten Omnibusgewerbes legten nach Angaben von ver.di ihre Arbeit nieder, um für mehr Geld zu protestieren.

Ver.di: Alle Busunternehmen sollen gleich zahlen

Die Fahrer des privaten Omnibusgewerbes verlangen eine Angleichung ihres Gehalts an das anderer Busunternehmen in Schleswig-Holstein. Momentan bestehe beim Bruttogehalt ein Unterschied von rund 200 Euro monatlich, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Das sei teilweise auch bei Fahrern der Fall, die auf den gleichen Strecken wie ihre besser bezahlten Kollegen unterwegs seien. Die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern ist für den 13. September geplant.

Gemischte Reaktionen

Einige sind sauer, weil Busse nicht fahren. Andere können die Busfahrer verstehen.
Audiobeitrag starten (00:33 min)http://www.ndr.de/wellenord/audio85155.html

Bei Schülern und Arbeitnehmern, die auf den Bus angewiesen sind, war die Reaktion auf den Streik gemischt. Viele zeigten sich genervt, dass nun nach den Bahnstreiks auch viele Busse ausfallen und sie erneut die Schule oder den Arbeitsplatz mit Verspätung erreichen. Andere konnten die Situation der Busfahrer verstehen, warteten geduldig oder wichen aufs Auto aus. Die Busfahrer waren genervt und enttäuscht. Seit Monaten wird über den Lohn verhandelt - bisher ohne Ergebnis.

Vielen Busfahrern fehlt das Geld zum Leben

Viele haben immer mehr Schwierigkeiten, ihre Familie zu ernähren. Im Schnitt erhält ein Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe, zum Beispiel bei der Autokraft, 1.968 Euro brutto. Davon bleiben in den meisten Fällen etwa 1.400 Euro übrig. Kollegen von öffentlichen Busbetrieben erhalten ein deutlich höheres Bruttogehalt, sagt Jürgen Reimer von Verdi an der Westküste: "Vergleichbare Kollegen im Bereich der großen Städte liegen durchaus bei 2.200 bis 2.300 Euro." Ver.dis Forderung: "Ein Land, ein Lohn. Für die gleiche Tätigkeit."
Omnibusverband: Warnstreik belastet Verhandlungsklima

Der Omnibus Verband Nord (OVN) nannte die Warnstreiks kontraproduktiv. "Wir befinden uns mitten in Sondierungsgesprächen für eine neue Lohnstruktur, die extra auf Wunsch der Gewerkschaft einberufen wurden und inhaltlich bereits zu Fortschritten geführt haben", sagte der Verhandlungsführer des OVN, Christian Schmidt. Vor diesem Hintergrund belasteten Warnstreiks das Verhandlungsklima.
http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/busfahrerstreik109.html

Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #41 am: 19:36:03 Mo. 14.Mai 2012 »
Zitat
Kiel und Flensburg
Streikende Busfahrer legen Nahverkehr lahm

Auch am Montag haben in Schleswig-Holstein wieder viele Bürger vergebens auf ihren Bus gewartet. Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen hatte die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG), der Aktiv Bus Flensburg und der Stadtwerke Lübeck zum Warnstreik aufgerufen.




Lübeck. Während in Kiel und Flensburg nach Gewerkschaftsangaben die Busse vom Betriebsbeginn bis 12.00 Uhr in den Depots blieben, legten in Lübeck die Beschäftigten in der Verwaltung und den Werkstätten bis zum Mittag die Arbeit nieder.

 Auch diese Taktik der Gewerkschaft sei nicht ohne Wirkung geblieben, sagte der für Verkehr zuständige Gewerkschaftssekretär Gerhard Mette vom Verdi-Landesbezirk Nord. „Weil in der Werkstatt nicht gearbeitet wurde, konnten defekte Busse nicht repariert werden. Vom Warnstreik der Angestellten in der Verwaltung war die Planung des neuen Liniennetzes betroffen, das am 10. Juni in Kraft treten soll“, sagte Mette. Einschränkungen gab es nach Angaben des Stadtverkehrs auch bei der Fähre zur Halbinsel Priwall in Lübeck-Travemünde. In Kiel zogen die Beschäftigten der KVG durch die Stadt zum Hauptbahnhof und verteilten Flugblätter, in denen sie über ihre Situation informierten. Landesweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 400 Beschäftigte an dem Warnstreik.

 Mit der Aktion wollte Verdi ihren Forderungen in den ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft hatte ein Angebot der kommunalen Arbeitgeber nicht akzeptiert, weil es laut Verdi einen Reallohnverlust bedeuten würde. Verdi fordert für die Busfahrer 150 Euro mehr im Monat. Wann die Verhandlungen fortgesetzt werden, steht noch nicht fest.
http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Streikende-Busfahrer-legen-Nahverkehr-lahm

xyu

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #42 am: 13:38:13 Di. 02.Oktober 2012 »
Zitat
Aufruf zur Solidarität mit den BusfahrerInnen

Sağliniza, Santé, Gesundheit…
Gesundheit, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für alle BusfahrerInnen!


Das Aktionsbündnis basta! und die Initiative Roter Punkt Wuppertal rufen zur Solidarität mit den Wuppertaler BusfahrerInnen auf.

Seit einiger Zeit fallen in Wuppertal und Umgebung zahlreiche Busfahrten aus. So waren zeitweise 120 der ca. 750 BusfahrerInnen von WSW mobil und der VSG Verkehrsservice GmbH wegen Krankheit nicht zum Dienst gekommen. Die 15 „Springer“, die kurzfristig Linien erkrankter Kollegen übernehmen, reichten nicht aus, um die dadurch entstandenen Engpässe aufzufangen. Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen und die Löhne im öffentlichen Nahverkehr so beschissen, dass viele FahrerInnen krank werden und sich eine Auszeit nehmen müssen.

Mehrere BusfahrerInnen hatten sich anonym bei Radio Wuppertal gemeldet und auf schlechte Tarif- und Arbeitsbedingungen hingewiesen: „Wir sind nicht alle krank, wir protestieren gegen die Stadtwerke!“ Kritisiert werden u.a. zu lange Arbeitszeiten, eine schlechte Informationspolitik und dreckige Toiletten. Außerdem verdienen einige aufgrund verschiedener Tarifverträge 1.000 Euro weniger im Monat als andere, obwohl sie täglich den gleichen Job machen. Angeblich beteiligen sich 120 Busfahrer an dem Protest durch Krankmeldung. Die Stadtwerke sagten gegenüber Radio Wuppertal, dass sie davon nichts wüssten. Bei der Gewerkschaft Verdi heißt es, man habe Gerüchte darüber gehört. Ein paar Tage später, sieht Martin Orthen von der Gewerkschaft Verdi laut WZ keinen Zusammenhang zwischen dem Krankenstand und der Unzufriedenheit von Busfahrern. „Dass sie grundsätzlich unterbezahlt sind, steht außer Frage“, sagt er. Das sei aber ein generelles Problem und betreffe nicht nur Wuppertal.

Solidarität!

Wir begrüßen diese Form des informellen Arbeitskampfes ausdrücklich. Da der Betriebsrat und die zuständige Gewerkschaft Verdi sich offensichtlich nicht (mehr) ausreichend um die Probleme der BusfahrerInnen kümmern, haben diese zu dieser kreativen Form des Arbeitskampfes gegriffen. Mit Erfolg: Zum ersten Mal wird in Wuppertal über die schlechten Arbeitsbedingungen und miesen Löhne breit diskutiert. Wir hoffen, dass der Druck ausreicht und dass sich was zum besseren ändert!

Wir fordern alle Fahrgäste und NutzerInnen von Bussen und Schwebebahnen der WSW auf, diesem Protest mit Verständnis und Solidarität zu begegnen. Denn wenn die Fahrerinnen und Fahrer sich gegen ihre Arbeitsbedingungen wehren, dann tun sie das zu Recht – und sie tun es für uns alle!!!

Beschissene Bedingungen…

Warum das so ist, beschrieb Harry Gohr, der bis vor sechs Jahren selbst Busfahrer bei den WSW war und überdies 21 Jahre dem Betriebsrat dort angehörte, der WAZ: „Seit der ÖPNV in verschiedene Tochterunternehmen liberalisiert wurde, verdienen die Busfahrer mindestens 1.000 Euro weniger als früher. Hinzu kommt, dass sie bis zu 14 Stunden im Dienst sein können, aber nur noch bezahlt werden, wenn sie auch tatsächlich fahren.“ Da passiere es, dass man im Verstärkungsverkehr morgens und mittags eingesetzt werde und dazwischen unbezahlte Wartezeit habe. Auch er kennt aus seiner aktiven Zeit Probleme mit den hohen Krankenständen „Im Busbereich wird immer am Limit gefahren, zehn Prozent Ausfall sind da normal.“ Auch warum heute kaum noch jemand den Beruf des Busfahrers ergreifen will, kann er sich vorstellen: „Die verdienen bei einer 38,5 Stunden-Woche brutto um die 1.800 Euro.“
Ein weiteres großes Problem ist die Eingruppierung der alten BusfahrerInnen der vormaligen Subunternehmer. So werden erfahrene Busfahrer als Neueinsteiger entlohnt und verlieren dadurch viel Geld.

Die vielen und in zahllosen LeserInnenbriefen dokumentierten Bus-Ausfälle und Verspätungen sind zurückzuführen auf eine rücksichtslose Verdichtung von Arbeitszeiten und die Personalpolitik der WSW seit der Teilprivatisierung.Obwohl ein Teil der Daseinsvorsorge, wird der Öffentliche Nahverkehr mehr und mehr ausgedünnt und vor allem kosteneffizient gemacht. Die Buslinien werden ausgedünnt oder komplett eingestellt, und die Fahrer und Fahrerinnen fahren absolut an der Belastungsgrenze, was Pausen- und Ruhezeiten anbelangt. Diese Unternehmenspolitik ist fahrlässig und geht zu Kosten der Sicherheit und der Lebensqualität, sowohl der Fahrer und Fahrerinnen als auch der NutzerInnen des ÖPNV in Wuppertal und Umgebung!!!

Der Widerstand gegen diese Politik ist richtig und notwendig.

Das sehen wir in Wuppertal, aber auch in anderen Städten und Landkreisen. Nicht zuletzt und in besonders brutaler Form findet dasselbe in Südeuropa statt, wo die von der EU-Troika durchgeknüppelte Kürzungspolitik Existenzen vernichtet und Menschen in Armut stürzt.

In Athen traten praktisch zeitgleich zum „wilden“ Streik der WSW-mobil GmbH
-FahrerInnen die Bus- und BahnfahrerInnen gegen die dortigen Fahrpreiserhöhungen um 25 % in den Ausstand. Sie fordern eine Rücknahme der Fahrpreiserhöhungen – und auch einen kostenfreien Nahverkehr für Arme und StudentInnen. Es wäre an der Zeit diese Kämpfe zu verbinden.

Kann Umverteilung Sünde sein?

Auch hier in Wuppertal müssen wir weitere Zusammenhänge begreifen. Wenn man über die schlechten Löhne der BusfahrerInnen spricht, darf man nicht vergessen, welche Lohnerhöhungen sich die klammen Stadtwerke noch 2011 für ihre Führungskräfte genehmigt haben. Nach WZ Recherchen verdienten die Vorstände 2011 folgende Bezüge: Andreas Feicht, 323.000 Euro im Jahr, Wolfgang Herkenberg 257.000 Euro, Peter Storch 245.000 Euro, Markus Schlomski 270.000 Euro und Ulrich Jaeger 192.000 Euro. Da die Summen offensichtlich nicht ausreichten, griff der Aufsichtsrat der WSW nocheinmal richtig in die Kasse und setzte gegen die Stimme des Vertreters der Linken im Aufsichtsrat durch, dass die Vorstandsmitglieder eine erfolgsabhängige Vergütung zusätzlich zum Grundgehalt erhalten. Die Erhöhung soll 20 % für den Vorstandsvorsitzenden Andreas Feicht und fünf Prozent für die anderen Vorstandsmitglieder betragen. Ob und wann die Erfolgsbeteiligung ausgezahlt wird, hängt vom Erfolg der Stadtwerke ab… Ob die zahlreichen Gaspreis- und Strompreiserhöhungen, die schlechten Löhne der BusfahrerInnen und die hohen Fahrpreise dabei wohl als Erfolg gewertet werden?

Solidarität ist keine Einbahnstraße!

Lasst uns die Kämpfe miteinander verbinden! Unterstützen wir die kritischen Geister in der WSW und VSG -Belegschaft! Solidarität mit den Menschen, die Strom- und Gasabsperrungen in Wuppertal erleiden müssen, Solidarität mit den Leuten, die wegen Schwarzfahren im Knast sitzen.


Solidarität mit schlechtbezahlten BusfahrerInnen in Wuppertal, Athen und überall! Für kostenlosen Nahverkehr für alle!
Für dezentrale und ökologische Energieversorgung! Sozialtarife statt Strom- und Gassperrungen!
Gegen die Kriminalisierung von sog. SchwarzfahrerInnen! Keine Bußgelderhöhung!
basta! Aktionsbündnis gegen das Totsparen und für das Recht auf Stadt - www.basta-wuppertal.de
Die Initiative Roter Punkt in Wuppertal - www.roterpunkt.basta-wuppertal.de
so_ko_wpt - Soli-Komitee-Wuppertal - www.soli-komitee-wuppertal.mobi
http://de.indymedia.org/2012/10/335699.shtml

Kuddel

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #43 am: 12:09:41 So. 14.Oktober 2012 »
Zitat
Regiobus
Warnstreik trifft zehntausende Pendler

Die Busfahrer in der Region Hannover haben gestern für 24 Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Dazu hatte Verdi aufgerufen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ lautet ihre Forderung – Regio-Bus-Fahrer sollen so viel verdienen wie ihre Kollegen bei der Üstra in Hannover. Vom Warnstreik waren etwa 20.000 Pendler betroffen.
http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Warnstreik-trifft-zehntausende-Pendler

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Re:Proteste von Busfahrern
« Antwort #44 am: 20:08:49 Mo. 16.Januar 2017 »
Es gibt seint Jahren eine wachsende Streikbewegung bei Busfahrern. Es gibt sie in den Metropolen und auch in der Pampa, wo sonst nie gestreikt wird.

Zitat
Landesweiter Arbeitskampf
Busfahrer streiken auch Dienstag - Zoff vor Straßenbahn-Depot




Keine Entwarnung für Pendler und Schüler: Die Busfahrer streiken auch am Dienstag. In Darmstadt sorgt der Straßenbahn-Stillstand für zusätzlichen Zündstoff - und für erhöhte Aufmerksamkeit der Polizei.

"Der Busfahrerstreik geht weiter." Was die Gewerkschaft Verdi am Montagnachmittag schon fast routinemäßig auch für Dienstag ankündigte, raubt Berufspendlern, Schülern und anderen Fahrgästen, aber auch den für den Nahverkehr verantwortlichen Verkehrsbetrieben zunehmend den Nerv. In Darmstadt ist die Stimmung zu Beginn der zweiten Streikwoche besonders gereizt: Hier fährt schon seit Tagen auch keine Straßenbahn mehr.

"Solidaritätsstreik" nannte die Gewerkschaft Verdi das vergangene Woche zum Auftakt der Aktion. Aber das trifft die Sache längst nicht mehr ganz. Der Solidaritätsbereitschaft wird kräftig nachgeholfen. Sonst hätten Tramfahrer auf Geheiß des Nahverkehrsunternehmens HEAG mobilo die Arbeit vermutlich wieder aufgenommen. Doch Busfahrer blockieren an den Ausfahrtsstoren der Depots am Böllenfalltor und in Eberstadt die Gleise.

Hingesetzt und weggetragen


Laut Verdi gibt es aber gar keine Blockade mehr. Dazu sei es nur am Donnerstag kurzfristig gekommen, als sich ein Aktivist auf die Gleise setzte und weggetragen wurde. Dafür, dass am Montag noch immer keine Straßenbahn fuhr, sei HEAG mobilo ganz alleine verantwortlich. Denn das Unternehmen habe die Tore geschlossen. "Es gibt noch immer Blockaden“, konterte eine Sprecherin der Verkehrsgesellschaft diese Darstellung. Die Schließung sei eine reine Reaktion und wegen der anhaltenden Blockaden wirtschaftlich notwendig, heißt es gereizt.

Für die Darstellung des Unternehmens sprechen nicht nur die Streikposten mit Verdi-Fahnen, die auch am Montag noch neben der Ein- und Ausfahrt am Depot beim Böllenfalltor postiert waren und die ein Partyzelt aufgebaut hatten. Im Widerspruch zur Gewerkschaftszentrale sagte ein Aktivist am Eingang auch: "Wenn eine Straßenbahn raus will, halten wir sie auf".
http://hessenschau.de/wirtschaft/busfahrer-streiken-auch-dienstag---zoff-vor-strassenbahn-depot,busfahrerstreik-tramblockade-darmstadt-100.html

Die Entwicklungen erscheinen ziemlich spannend. Falls hier kein Busfahrer mitliest, hier nun die Frage, ob nicht jemand aus dem Bekanntenkreis in der Brache arbeitet? Es wäre Interessant ein paar persönliche Berichte zu kriegen und nicht allein von Presseberichten abhängig zu sein.