Autor Thema: Der Preis des Krieges  (Gelesen 25409 mal)

tleary

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #60 am: 03:10:40 Di. 08.Mai 2018 »
"Freu' dich bloß nicht zu früh".... hieß es einst in einem Lied. - Aber war ohnehin ironisch gemeint. Die 2 % des Bruttoinlandsprodukts wuppt die BRD doch "mit links" für den Kriegsetat. Im Zweifelsfall zwackt man es halt vom Sozialhaushalt ab, darin sind die Regierungen der letzten 30 Jahre doch schon routiniert. "Für Frieden in Freiheit" (CDU-Wahlkampfmotto von anno dazumal). Die Freiheit der Kapitalisten auszubeuten, muß dem Untertan schon 'was wert sein!
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

ManOfConstantSorrow

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #61 am: 14:37:37 Fr. 18.Mai 2018 »
Zitat
Nach einer Schätzung des Stimson Center haben die USA seit 2002 mindestens 2,8 Billionen US-Dollar für die Bekämpfung des Terrorismus ausgegeben
https://www.heise.de/tp/features/Was-hat-der-Krieg-gegen-den-Terror-gekostet-4051565.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Troll

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #62 am: 10:41:09 So. 17.Juni 2018 »
Zitat
Armeen im Griff der Konzerne
Verteidigung als Geschäft


Deutschlands wie Frankreichs Armee ist durch Auslandseinsätze stark gefordert und kämpft mit Finanzproblemen, schlechtem Material und Personalmangel. Outsourcing verspricht günstige Preise und schnelle Lösungen. Gleichzeitig engagieren sich Politiker und Militärs für Waffenexporte, um die heimische Rüstungsindustrie zu erhalten. Doch um welchen Preis?

Die Streitkräfte stehen unter Druck – in Deutschland wie in Frankreich. Beide Armeen sind, wie seit Jahrzehnten nicht, durch Auslandseinsätze von Afghanistan bis Nordafrika gefordert. Dabei kämpft die französische Armee – ähnlich wie die Bundeswehr – mit Finanzproblemen, schlechtem Material und Personalmangel. Outsourcing und die Zusammenarbeit mit zivilen Firmen versprechen günstige Preise und schnelle Lösungen. Bei Auslandseinsätzen geht von der Aufklärungsdrohne bis zur Wäscherei schon jetzt nichts mehr ohne Privatfirmen. Es ist zum Beispiel ein Rüstungskonzern, der das GÜZ betreibt, Deutschlands wichtigsten Truppenübungsplatz. Darüber hinaus engagieren sich unsere Politiker und Militärs für Waffenexporte in alle Welt, um die heimischen Rüstungsindustrien zu erhalten. Ehemalige Minister wechseln als Lobbyisten zu Rüstungsfirmen. Und wer Waffen aus Frankreich oder Deutschland kauft, der bekommt auch gleich eine Ausbildung durch die jeweilige Armee. Externe Firmen liefern längst nicht mehr nur die Ausrüstung der Streitkräfte, sondern auch Know-how und Personal. Wie viel Outsourcing verträgt das staatliche Gewaltmonopol und was heißt das für die demokratische Kontrolle militärischer Aktionen? Unsere Autoren hatten Zugang zur französischen Armee und der Bundeswehr, konnten bei Übungen und Auslandseinsätzen wie in Afghanistan drehen und Verantwortliche aus Politik, Armee und Industrie mit ihren Recherchen konfrontieren. Die investigative Dokumentation legt offen, wie weit die Privatisierung bereits fortgeschritten ist, wie eng die Verbindungen zur Rüstungsindustrie sind und welche fatalen Folgen diese Verstrickungen in der Zukunft haben könnten.

Quelle: Arte
https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/064000/064500/064510-000-A_EQ_0_VOA_03704378_MP4-1500_AMM-PTWEB_yBRXfHkiW.mp4

Gerade diese absurde Doku sollte doch eigentlich grundsätzlich die Frage nach dem Sinn von Militäreinsätzen gestellt werden, Afghanistan sollte doch längst befriedet sein, also theoretisch. Seit 2008 hat sich die Sicherheitslage verschlechtert, private Dienstleister bewegen sich ungeschützt durch die unsichere Regionen, sind ja private Arbeiter und keine Sodaten, alles gut und sicher, sagt der extra aus Düsseldorf angereiste Pressesprecher des Dienstleistungsunternehmens, dessen Mitarbeiter kein Interview geben durften, ein Hauch unserer westlichen Freiheit nehme ich an.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Kuddel

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #63 am: 09:31:58 Mo. 25.Juni 2018 »
Krieg ist ein gutes Geschäft.
Die Privatwirtschaft soll eine größeres Stück vom Kuchen bekommen:

Zitat
Fragwürdige Privatisierung
Wie Ursula von der Leyen die Panzerbranche erfreut

Die Verteidigungsministerin will die Panzerwerkstätten des Bundes privatisieren. Interne Unterlagen zeigen, wie Berater und Rüstungsfirmen davon profitieren würden - die Allgemeinheit aber wohl nicht.
http://www.spiegel.de/plus/wie-ursula-von-der-leyen-die-panzerbranche-erfreut-a-00000000-0002-0001-0000-000158024641

Meldung kurz zuvor:
Zitat
Privatisierung
Bundeswehr hat Panzer-Unterlagen verschlampt


Im Beschaffungsamt der Bundeswehr BAAINBw sind Vertragsunterlagen zur Wartung und Instandsetzung von Panzern und anderem Großgerät verloren gegangen. Das bestätigte das Bundesverteidigungsministerium dem ARD-Hauptstadtstudio. Brisant daran: Die Unterlagen sind auch wichtig für die Arbeit in den Instandsetzungswerken der Bundeswehr (HIL), die verkauft werden sollen.
(...)
Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Untreue. Es geht um die Vergabe von Berateraufträgen. Die SPD hat sich in der vergangenen Woche gegen die Privatisierung gestellt. Jetzt kommen die Nachrichten rund um den Wasserschaden im Beschaffungsamt hinzu. Im Verteidigungsausschuss fragen sich Abgeordnete der Opposition, ob ein Untersuchungsausschuss nötig wäre. Ein Verdacht: Die Ausschreibung ist auf die beiden Konzerne Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann zugeschrieben, die mehrere Fahrzeug-Typen entwickelt und gebaut haben, die in den Werken gewartet und in Stand gesetzt werden.
(...)
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article176946730/Privatisierung-Wie-man-die-HSH-zu-Tode-rettete.html

Kuddel

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #64 am: 08:37:40 Mo. 22.Oktober 2018 »
Zitat
"Trident Juncture"
Nato-Großmanöver kostet Deutschland 90 Millionen Euro

Zehntausend Bundeswehrsoldaten trainieren ab Donnerstag in Norwegen - beim größten Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges. Für Deutschland geht es nicht nur um ein Signal an Russland.


Die Übung wird mit rund 50.000 Soldaten die größte seit Ende des Kalten Krieges. Deutschland beteiligt sich mit rund 10.000 Soldaten, 8000 davon werden in Norwegen vor Ort sein. Die Bundeswehr ist damit nach Gastgeber Norwegen zweitgrößter Truppensteller.

Dass die Bundeswehr so stark beteiligt ist, liegt vor allem daran, dass sie ab Anfang 2019 die Führung der schnellen Eingreiftruppe der Nato übernehmen soll. Die sogenannte VJTF (Very High Readiness Joint Task Force) wurde im Zuge der Ukrainekrise aufgestellt und ist ebenfalls ein Element der Abschreckungsstrategie gegen Russland, der seit 2014 wieder starke Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Für Deutschland ist das Manöver auch eine Gelegenheit, Donald Trump zu demonstrieren, dass es bereit ist, mehr Verantwortung für die Sicherheit Europas zu übernehmen.

"Deutschland nimmt hier bewusst eine Vorreiterrolle ein", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums zur starken Beteiligung an "Trident Juncture". Bei der Übung gehe es ganz wesentlich um die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. "Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, gerade, wenn Truppen aus sehr vielen Nationen im größeren Maßstab zusammenwirken sollen."
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nato-manoever-trident-juncture-kostet-deutschland-90-millionen-euro-a-1234386.html

Konkurrenzukampf der imperialistischen Mächte. Deutschland spielt sich zur Führungsmacht im entstehenden Europäischen Block auf, z.T. in Konkurrenz zu den USA. Offene Drohungen gegen Rußland. Widerliche Kriegstreiber.

BGS

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #65 am: 18:43:31 Mo. 22.Oktober 2018 »
Wie immer: "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" :(

Wird nix werden. V. d. Leyarbeit endlich einweisen zu lassen (Notwehr) wäre besser.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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Kuddel

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #66 am: 12:46:52 Di. 25.Dezember 2018 »
Flintenuschi jongliert mit einigen mächtigen Interessengruppen.

  • Die Truppe selbst. Ein rechter Militaristenhaufen mit Standesdünkel und dem Traum von einer gesellschaftlichen Anerkennung wie zu Kaiserszeiten, ein Staat im Staat, der sich jegliche Kritik verbittet.
  • Die US Regierung, die die Kosten der Nato immer weiter auf ihre Mitglieder abwälzen will, die die Interessen des US Imperialismus weiterhin durchsetzen sollen.
  • Deutsche nationalistische und imperialistische Kräfte. Eine EU unter deutscher Führung soll nicht nur eine wirtschaftliche Macht im globalen Konkurrenzkampf sein, sondern auch eine militärische.
  • Die Rüstungsindustrie. Für sie ist das Verteidigungsministerium ein Selbstbedienungsladen. Die Rüstungslobbyisten haben den Laden quasi übernommen. So kann man sich die Taschen füllen aus der Staatskasse.



Zitat
Der Verteidigungshaushalt wird 2018 um 1,6 Mrd. Euro gegenüber dem bisherigen Finanzplan auf rund 38,5 Mrd. Euro angehoben. Bis 2021 wird der Einzelplan auf 42,4 Mrd. Euro erhöht. Damit wird die Trendwende bei Personal und Beschaffung der Bundeswehr fortgeführt.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2017/06/2017-06-28-PM20-bundeshaushalt-2018.html

Zitat
Fregatten ohne Besatzung

Die Bundeswehr hat Milliarden für vier Fregatten der Klasse F 125 ausgegeben. Laut einem internen Bericht des Rechnungshofs wurde aber die Ausbildung der Crews vergessen.


Wer neue Schiffe baut, muss auch neue Besatzungen dafür ausbilden, die diese Schiffe fahren können. Das klingt selbstverständlich – denn was nützt ein Schiff ohne Mannschaft? Die Marine hat es trotzdem nicht getan.
...
Das bereits jetzt um Jahre verspätete Milliardenprojekt verzögert sich dadurch weiter und wird wohl auch noch teurer.

Das Urteil der Rechnungsprüfer ist vernichtend. Auf 24 Seiten attestieren sie dem Verteidigungsministerium, dass die Beamten zwar neue Schiffe bestellten, sich aber nicht darum kümmerten, wer diese Schiffe später steuern soll. Mehrfach hat das Ministerium demnach die Planung verschleppt, wo und wie die neuen Crews ausgebildet werden sollen und viele Jahre ungenutzt verstreichen lassen.
...
Ein Grund, warum Großprojekte des Militärs so oft schiefgehen, ist der Versuch, sie billiger zu rechnen, damit sie im Parlament genehmigt werden.
...
Die Marine habe vor dem Bauauftrag nicht rechtzeitig geprüft, ob sie auch genug Besatzungen für die Schiffe ausbilden könne, heißt es dagegen in dem Bericht des Rechnungshofes. Daher sei ihr nicht aufgefallen, dass die bisherige Kapazität der Marineschulen nicht genüge und dass sie ein eigenes Einsatzausbildungszentrum für die neuen Fregatten aufbauen müsse. Doch ohne ein solches Ausbildungskonzept hätte es nie einen Bauauftrag geben dürfen, findet der Bundesrechnungshof.
...
Die Klasse F 125 ist das Prestigeprojekt der Marine. Jedes der vier neuen Schiffe ist inzwischen ungefähr so teuer wie die Hamburger Elbphilharmonie, fast 800 Millionen Euro. Der Vergleich mit dem Konzerthaus lässt das Ausmaß des Desasters bei der Marine erahnen
...
Die Hoffnung der Marine, dank der neuen Schiffe mehr internationale Aufträge erfüllen zu können, ist damit dahin. Dabei beklagt sich die Nato jetzt schon über die Deutschen, weil sie so wenig Schiffe haben, ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und ihre Versprechen nicht halten.

Nebenbei wird das Ganze damit wohl auch wieder teurer. Nach derzeit bekannten Informationen sollen die Schiffe samt Ersatzteilen insgesamt 3,1 Milliarden Euro kosten. Doch ein Kostenrisiko wurde in dieser Kalkulation nie berücksichtigt: die Menschen, die die neuen Kriegsschiffe bedienen sollen.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-12/bundeswehr-marine-fregatte-f125-besatzung-fehlt/komplettansicht


dejavu

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #67 am: 15:12:04 Di. 25.Dezember 2018 »
Ach deswegen die aktuelle "Join the Navy" Kampagne auf Plakaten. Mann und Frauschaften müssten doch genug vorhanden sein, die U-Boote fahren ja irgendwie nicht mehr.Umschulung, Weiterbildung, lebenslanges Lernen. Auf geht's!  :)) :))
Irgendwie hab ich das Gefühl, das allen vermittelt werden soll die BW wäre ein einziger Schrottplatz, der dringend wieder hochgepäppelt werden müss.
Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!

counselor

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Re:Der Preis des Krieges
« Antwort #68 am: 15:25:18 Di. 25.Dezember 2018 »
Diese ganze "die BW ist Schrott"-Kampagne dient nur zur Rechtfertigung des massiven Anstiegs der Rüstungsausgaben.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

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Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #69 am: 15:47:23 Sa. 12.Januar 2019 »
Zitat
USA ist ERSTER im Kriegführen, aber den Rest kann man vergessen
 Einar Schlereth
2. Januar 2019

 Darüber hat Lawrence S. Wittner einen längeren Artikel geschrieben. An den Anfang stellte er zwei Berichte von der großmäuligen New York Times und Newsweek, die sich beide überschlagen bei der Darstellung der MÄCHTIGSTEN ARMEE DER WELT, ihren tausend Basen rund um den Globus, ihren aller Orten gegenwärtigen Stiefeln, ihren phantastischen Waffen und den teuersten für ein Budget, das alle anderen haushoch übertrifft. Über den Zustand ihrer Armee und ihrer Waffen schreiben sie gar nichts. Na ja, es gibt da ja nicht viel zu schreiben, außer: Schrott. Und Kriege gewonnen? Haben sie nicht. Deswegen müssen sie lügen, dass sie den 2. Weltkrieg und auch den Krieg gegen die ISIS gewonnen haben, worüber die ganze Welt nur lachen kann. Oh Pardon. Sie haben doch zwei Kriege gewonnen: gegen Panama und Grenada. Also nicht Granada, sondern Grenada – und nicht den Kanal, sondern gegen das Land Panama. Kennt ihr nicht? Dann sucht mal auf der Landkarte, aber nehmt eine große Lupe zur Hand.
 
Lawrence Wittner hat sich aber in seinem Land ein bisschen umgeschaut und was er gefunden hat, das wird vielen Leuten die Sprache verschlagen. Es gibt da ein Programm, bei dem 15-jährige Studenten in 72 Ländern auf ihre Fähigkeiten hin getestet werden. Da kommen die US-Studenten beim Lesen an 24. Stelle, in der Wissenschaft an 25. Stelle und in der Mathematik an 41. Stelle. Na wunderbar. Insgesamt an 31. Stelle, hinter den Studenten aus Slowenien, Polen, Russland und Vietnam.

Aber es kommt noch besser. 30 Millionen erwachsene Amerikaner (ca. 15 %) können nicht lesen, schreiben oder einfachste Mathematik. Im Alphabetismus steht die USA an 26. Stelle der Welt. Das ist eine wohlwollende Einschätzung; manche stellen sie an 125. Stelle.

Das US-Gesundheitssystem ist bekanntermaßen reichlich schlecht. Von elf der fortschrittlichsten Industrieländer kommt die USA an die letzte Stelle. Aber zahlreiche Länder, die wesentlich ärmer sind, haben weit bessere Gesundheits-Systeme, wodurch die USA dann an die 37. Stelle rutscht, noch hinter Zypern, Kolumbien und Marokko.

 Bei der Kindersterblichkeit liegen die USA an 54. Stelle. Dafür haben sie aber den 5. höchste Krebs – Rate unter 50 untersuchten Ländern. Und ihre durchschnittliche Sterblichkeitsrate befindet sich auf Talfahrt. Sie nehmen den 53. Platz ein.

Obwohl die USA das reichste Land der Welt sind, hat es eine ungewöhnlich hohe Armutsrate. Laut dem UNICEF-Bericht von 2017 leben 29 % der Kinder unter sehr ärmlichen Verhältnissen (USA an 35. Stelle). Die USA mit ihrer 15.1 % Armutsrate liegt über Ländern wie Usbekistan, Indonesien, Thailand, Brasilien und Sri Lanka.

In Umweltfragen steht die USA an 27. Stelle, bei der Wasserbehandlung an 36. Stelle, beim Zugang von Trinkwasser an 39. Stelle, bei den Treibhausgas-Emissionen an 73. Stelle. Wittner zählt noch eine Reihe von Indikatoren auf, bei denen die USA ungewöhnlich schlecht dastehen. Aber es gibt dort drüben keinen Grund zur Beunruhigung, weil es den Einprozentern, also den 6 Leuten, denen die halbe Welt gehört, sehr gut geht und den restlichen Einprozentern auch nicht so schlecht.

Zum Schluss noch ein paar Daten, die der gute Stephen Lendman in seinem Artikel ‘Die Raserei der USA nach endlosen Kriegen bedroht den Weltfrieden 2019’ den Amerikanern unter die Nase reibt. Er schreibt: «Die hegemonialen Ziele, sowohl unter Republikanern wie unter Demokraten, stellen die größte Bedrohung für den Weltfrieden und für das Überleben der Menschheit dar.» Und da ist Stephen Lendman nicht allein, sondern das meint auch eine große Mehrheit der Weltbevölkerung. Er zählt die Meriten des Mister John Bolton auf: Er stachelte Trump an, den Iran-Deal aufzukündigen, obwohl das illegal ist, den INF-Vertrag mit Russland zu beenden und hetzte gegen die Verlängerung von New Start (Verringerung und Begrenzung der strategischen Waffen). Er wollte sofort den Iran bombardieren, weil Diplomatie eine «Zeitverschwendung» sei. Er meinte, das beste Mittel zur Beendigung des Nordkoreanischen Atomprogramms sei die Auslöschung Nordkoreas.

Bolton, Pompeo und andere hardliner wollen keinerlei Begrenzung für ihre Waffenprogramme. Sie alle hören überhaupt nicht hin, wenn Putin oder Peskow, sein Pressesprecher, oder der russische Verteidigungsminister Shoigu vom Frieden, von der Reduzierung der Atomwaffen und strategischer Waffensysteme sprechen und deutlich davor warnen, einen Erstschlag zu führen, weil unvermeidbar darauf automatisch ein Vergeltungsschlag folgen wird, den die Amerikaner unmöglich verhindern können und der die USA auslöschen wird. Lendman erklärt es ebenfalls deutlich den Amerikanern: «Ihre Superwaffen übertreffen die besten der USA, wie etwa ihr Avangard Überschall Gleitfahrzeug, das über 30 000 km/h erreicht, das mehrere Atomsprengköpfe für getrennte Ziele trägt und beim Flug die Bahn ändern kann. Die USA haben nichts, was Avangard aufhalten könnte; ihr Raketen-Schutzsystem ist völlig wertlos.»
Und er wiederholt die Worte von Putin: «Der Weltfrieden ist der einzig sinnvolle Weg. Alles andere riskiert die Zerstörung alles Lebens auf Erden.»

Dem kann man nichts hinzufügen.
Quelle: https://einarschlereth.blogspot.com/

MfG

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Kuddel

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Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #70 am: 15:30:24 Do. 17.Januar 2019 »
Das Verteidigungsministerium, ein korrupter Sauhaufen.

Zitat
Das Segelschulschiff mit dem Albatros am Bug, einst Stolz der Marine, ist zum Pannenboot geworden. Seit Ende 2015 liegt der 60 Jahre alte Segler mit Heimathafen Kiel in der Werft, zunächst im niedersächsischen Elsfleth, später im Schwimmdock in Bremerhaven (siehe Kasten). Aus der ursprünglich geplanten, vergleichsweise kleinen Reparatur wurde eine Totalsanierung, aus Kosten von knapp zehn wurden 135 Millionen Euro – und Höhn bezweifelte, ob das überhaupt ausreiche: „Es ist zu vermuten, dass die Sanierungskosten heute noch deutlich höher liegen“, sagte er.

Neben den explodierten Reparaturkosten ist von der Verwendung illegal gewonnener Tropenhölzer die Rede. Die Arbeiten wurden im Dezember gestoppt, um einem Korruptionsvorwurf bei der Vergabe der Aufträge aufzuklären.
Die Skandalchronik

Oktober 2016: Das Schiff liegt in Bremerhaven im Dock. Immer mehr Schäden tauchen auf, die Kosten steigen auf 35 Millionen Euro.

März 2018: Kosten von 135 Millionen Euro stehen im Raum. Die Arbeiten sollen dennoch weitergehen.

Herbst 2018: Neue Zeugen sagen, beim Tod einer Kadettin 2008 habe es sich um Mord gehandelt. Außerdem gibt es Kritik, dass vermutlich illegal geschlagenes Holz aus Myanmar verarbeitet wird.

Dezember 2018: Ein Marine-Mitarbeiter zeigt sich selbst an – er soll einen vergünstigten Kredit von einem Unternehmen erhalten haben, das an der Sanierung beteiligt ist. Kurz vor Weihnachten stellt von der Leyen die Zahlungen ein.

Nun steht auch noch der Vorwurf im Raum, Marine, Beschaffungsamt und Verteidigungsministerium hätten im Vorfeld nicht geprüft, ob eine Sanierung überhaupt wirtschaftlich sinnvoll sei.
http://www.taz.de/Wird-die-Gorch-Fock-neu-gebaut/!5563331/

Kuddel

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Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #71 am: 20:09:14 So. 03.Februar 2019 »
Zitat
Neuer Ärger für von der Leyen: Prestigeprojekt der Marine wird eine Milliarde Euro teurer

Sie soll das neue Flaggschiff der Bundeswehr werden: die Fregatte MKS 180. Noch bevor der Auftrag für vier Schiffe vergeben ist, laufen die Kosten aus dem Ruder. Die Opposition spricht schon über Konsequenzen für die Ministerin.
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Politik/Mehrzweckkampfschiff-180-Prestigeprojekt-der-Marine-kostet-eine-Milliarde-Euro-mehr

counselor

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Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #72 am: 20:16:55 So. 03.Februar 2019 »
Da haben die plötzlich Milliarden, wenn es um die Bundeswehr geht. Aber über die Erhöhung der Regelsätze um 5 € oder über Mindestrenten wird monate- bzw jahrelang im Bundestag diskutiert!
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Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #73 am: 09:34:54 Mo. 04.Februar 2019 »
das ist die Systemrelevanz
bei der Bundeswehr "arbeiten" ganz viele und die brauchen was um "arbeiten" zu können. das sichert die daseinsberechtigung. ein kreis von teufel

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Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #74 am: 16:55:43 Di. 05.Februar 2019 »
Zitat
Trotz angekündigtem Sparkurs - Von der Leyen besteht auf Erhöhung des Verteidigungsetats

In der Großen Koalition droht Streit: Finanzminister Olaf Scholz will am Verteidigungsetat sparen. Ursula von der Leyen gefällt das nicht. Sie will an den Mehrausgaben für ihr Ressort festhalten.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-cdu-besteht-auf-erhoehung-des-verteidigungsetats-a-1251587.html
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