Autor Thema: Der Preis des Krieges  (Gelesen 25753 mal)

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6646
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #75 am: 17:49:18 So. 17.Februar 2019 »
    U.S. Is Fighting Terrorism in 80 Countries

    Over 480,000 have died due to direct war violence, and several times as many indirectly
    Over 244,000 civilians have been killed as a result of the fighting
    21 million — the number of war refugees and displaced persons
    The US federal price tag for the post-9/11 wars is over $5.9 trillion dollars
    The US government is conducting counterterror activities in 80 countries
    The wars have been accompanied by violations of human rights and civil liberties, in the US and abroad

https://watson.brown.edu/costsofwar/papers/summary
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13115
  • Fischkopp
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #76 am: 10:24:22 Mo. 25.Februar 2019 »
Zitat
Verträge der Bundeswehr verbieten ihr das Reparieren von Waffen ...
… und teilweise sogar das Zuschauen dabei


Einer Antwort des deutschen Bundesverteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zufolge hat sich die Bundeswehr auf Selbstreparaturverzichtserklärungen eingelassen, die inzwischen über ein Drittel ihrer insgesamt 53 Hauptwaffensysteme betreffen. Unter den 20 Waffensystemen, die die Soldaten und Bundeswehrangestellten nicht mehr selbst reparieren dürfen, sind neben dem umstrittenen Eurofighter und der Fregatte F125 auch Hubschrauber und Panzer.

Bei 13 dieser Waffensysteme konnten die Hersteller sogar durchsetzen, dass Bundeswehr-Mechaniker bei der Reparatur nicht einmal zuschauen dürfen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass sie Kenntnisse erwerben, mit denen sie Fehler später einmal selbst beheben können.
...
https://www.heise.de/tp/features/Vertraege-der-Bundeswehr-verbieten-ihr-das-Reparieren-von-Waffen-4317035.html

Langsam wundert es mich, daß Flintenuschi noch so fest im Sattel sitzt.

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13115
  • Fischkopp
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #77 am: 19:31:32 Mi. 06.März 2019 »
Zitat
Führungskräfte von McKinsey beschäftigt
Externe Berater hatten Zugriff auf Bundeswehr-PC: Justiz prüft Anzeige gegen „System McLeyen
https://www.focus.de/politik/deutschland/fuehrungskraefte-von-mckinsey-beschaeftigt-berater-hatten-zugriff-auf-bundeswehr-pc-justiz-prueft-anzeige-gegen-system-mcleyen_id_9784423.html

Zitat
Berater soll doppelt bezahlt worden sein

In der Berateraffäre um Ursula von der Leyen werden neue Vorwürfe laut: Einem Medienbericht zufolge soll ein Manager dieselbe Leistung zweimal abgerechnet - und so 25.000 Euro zu viel kassiert haben.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-berater-im-verteidigungsministerium-doppelt-bezahlt-a-1252513.html

Zitat
Die Staatsanwaltschaft prüft eine Anzeige gegen das Bundesverteidigungsministerium.

    „Es liegt eine anonyme Anzeige gegen Verantwortliche des Ministeriums vor“, sagte der Sprecher der Behörde.
    Dabei geht es um Vorwürfe, Ursula von der Leyen habe externe Berater vorsätzlich als Scheinselbstständige beschäftigt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article182285006/Berater-Affaere-Staatsanwaltschaft-prueft-Anzeige-gegen-Verteidigungsministerium.html

Zitat
Neue Zahlen in Affäre um Bundeswehr-Berater

Berlin. In der Berateraffäre im Bundesverteidigungsministerium sind erste Zahlen an die Öffentlichkeit gelangt. Einzelne externe Berater haben demnach Summen von mehr als 200.000 Euro in nur sieben Monaten erhalten, berichtete Bild am Sonntag unter Berufung auf die Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion von Die Linke. Am heutigen Montag muss das Ministerium unter der Leitung von Ursula von der Leyen (CDU) dem ermittelnden Untersuchungsausschuss erste Akten übergeben. Es geht um die Frage, ob Beraterfirmen in unzulässiger Weise millionenschwere Aufträge von dem Ressort erhalten haben.
https://www.jungewelt.de/artikel/350279.neue-zahlen-in-aff%C3%A4re-um-bundeswehr-berater.html

Zitat
Ministerium holt Berater für Berateraffäre

Das Verteidigungsministerium lässt Mitarbeiter durch eigens angeheuerte Top-Anwälte auf ihre Aussagen vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre vorbereiten. Das bestätigte das Ministerium in Berlin. Laut einem Bericht des "Spiegel" hat das Ministerium für den Beistand ein Budget von 80.000 Euro eingeplant.
https://www.n-tv.de/politik/Ministerium-holt-Berater-fuer-Berateraffaere-article20884052.html

Unter halbwegs rechtsstaatlichen Verhältnissen wäre ein solcher Politiker vorübergehend beurlaubt bis zur Klärung der Vorwürfe und nachdem sich auch nur ein Teil der Vorwürfe sich als wahr herausgestellt haben sollte, müßte derjenige in den Knast.

Aber als wichtiger Pfeiler der Atlantikbrücke ist man politisch scheinbar unkaputtbar.

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13115
  • Fischkopp
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #78 am: 19:07:29 Sa. 09.März 2019 »
Zitat
Das Wehrressort hat seit 2014 mit rund 660 Millionen Euro wohl sehr viel mehr Geld für Berater ausgegeben als bisher bekannt. Details aber hält das Ministerium selbst gegenüber Abgeordneten unter Verschluss.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-ministerium-haelt-zahlen-zu-beraterbudgets-zurueck-a-1257051.html

Ein korruptes Millieu, wie in einer Bananenrepublik.

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13115
  • Fischkopp
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #79 am: 09:47:14 Do. 18.April 2019 »
Zitat
Bundeswehr
Einsatz in Afghanistan kostet Milliarden

Das Engagement der Bundeswehr und Hilfen aus verschiedenen Ministerien kosten Deutschland von 2001 bis jetzt rund 16,4 Milliarden Euro.


Das deutsche Engagement in Afghanistan inklusive des Bundeswehreinsatzes hat seit 2001 rund 16,4 Milliarden Euro gekostet. Im Jahr 2018 beliefen sich die einschlägigen Ausgaben aus den Etats von Verteidigungsministerium, Auswärtigem Amt, Entwicklungs- und Innenressort auf 770 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Nach Regierungsangaben hat allein der Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch bislang 11,9 Milliarden Euro gekostet. Die Ausgaben des Auswärtigen Amtes in Afghanistan seit 2001 belaufen sich auf gut zwei Milliarden Euro, beim Entwicklungsministerium waren es 2,3 Milliarden Euro. Das Bundesinnenministerium investierte in Afghanistan 61 Millionen Euro, aus dem Etat des Agrarministeriums flossen 33 Millionen Euro nach Afghanistan, aus dem der Kulturstaatsministerin 34 Millionen Euro. Zu den Ausgaben der Geheimdienste – insbesondere des Bundesnachrichtendienstes – für Einsätze in dem umkämpften Land macht die Bundesregierung öffentlich keine Angaben.

Ende März hatte der Bundestag mehrheitlich dafür gestimmt, die Bundeswehr für ein weiteres Jahr im Rahmen der Nato-geführten Mission „Resolute Support“ in Afghanistan einzusetzen, vorrangig zur Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte. Union und SPD hatte für die Verlängerung des Einsatzes mit dem Argument geworben, erreichte Fortschritte in Afghanistan dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. Deutschland müsse ein verlässlicher Partner in der Sicherheitspolitik bleiben.

Auch mehr als 17 Jahre nach Beginn des internationalen Engagements in Afghanistan bleibt die Zahl gefolterter oder misshandelter Häftlinge insgesamt hoch – obwohl es laut einer Studie der Vereinten Nationen zuletzt einen leichten Rückgang gegeben hatte. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, gab rund ein Drittel (32 Prozent) der für die Studie Befragten an, sie seien nach ihrer Festnahme oder in Gefängnissen der afghanischen Sicherheitskräfte misshandelt oder gefoltert worden. Auch Minderjährige seien unter den Opfern, teilte die UN-Mission in Afghanistan (Unama) mit. Die am häufigsten gemeldete Form seien Schläge. Für Studie wurden 618 Häftlinge in 77 Einrichtungen befragt, die in den Jahren 2017 und 2018 im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Extremisten festgenommen worden waren.
https://www.fr.de/politik/einsatz-afghanistan-kostet-milliarden-12200726.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13115
  • Fischkopp
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #80 am: 08:30:00 Fr. 17.Mai 2019 »
Soviel zu dem Argument, es sei "kein Geld da":
Zitat
Höchster Etat seit dem Kalten Krieg
Donald Trumps Kritik trägt Früchte: Deutschland erhöht den Verteidigungsetat

Die Bundesregierung akzeptiert die Kritik von US-Präsident Donald Trump an Deutschlands niedrigen Verteidigungsetat. Deshalb wird dieser erhöht - und zwar deutlich.


Deutschland hat der Nato den größten Anstieg der Verteidigungsausgaben seit Jahrzehnten gemeldet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit für das Bündnis relevanten Ausgaben in Höhe von 47,32 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von mehr als fünf Milliarden Euro im Vergleich zu 2018 und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von 1,35 Prozent. Einen solchen Anstieg hat es zumindest seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr gegeben.

2020 sollen die Ausgaben nach dem Ende dieser Woche an die Nato-Zentrale übermittelten Zahlen weiter auf 49,67 Milliarden Euro steigen.
https://www.fr.de/politik/nato-trumps-kritik-traegt-fruechte-deutschland-erhoeht-verteidigungsetat-fuenf-milliarden-euro-12293208.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13115
  • Fischkopp
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #81 am: 21:17:33 Mo. 24.Juni 2019 »
Kriege und Kriegsvorbereitung kosten nicht nur Geld, sondern auch Menschenleben.

Zitat
Über Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Eurofighter der Bundeswehr bei einer Luftkampfübung zusammengestoßen und abgestürzt.
    Die beiden Piloten lösten den Schleudersitz aus. Einer von ihnen überlebte, der zweite konnt nur tot geborgen werden.
https://www.sueddeutsche.de/politik/eurofighter-absturz-1.4497305

Friendly fire, sozusagen.

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7758
  • A Dry Sponge is a Happy Sponge
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #82 am: 13:15:36 Di. 25.Juni 2019 »
So oder wie Fefe sinngemäß meint, Beratung durch McKinsey ist Pazifismus/Abrüstung, jetzt müßen wir nur noch die falsche Umverteilung hinbekommen.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4215
  • Sapere aude!
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #83 am: 18:19:11 Di. 02.Juli 2019 »
Zitat
MECKLENBURG-VORPOMMERN - Kriegsübungen und Waldbrände gefährden die Bevölkerung

Wegen der bisher größten Waldbrände in Mecklenburg-Vorpommern auf 4,7 Quadratkilometern Fläche müssen bereits Häuser und Dörfer evakuiert werden. Die Brände sind eine Folge der extremen Dürre im letzten und in diesem Jahr.

Quelle: https://www.rf-news.de/2019/kw27/gefaehrliche-kriegsuebungen
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13115
  • Fischkopp
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #84 am: Heute um 08:43:28 »
Zitat
Bundesverteidigungsministerium
Schützenpanzer Puma doppelt so teuer wie geplant

Die Bundeswehr hatte um die Jahrtausendwende 350 Schützenpanzer Puma bestellt, zu geplanten Kosten von drei Milliarden Euro. Inzwischen hat sich der Gesamtpreis mehr als verdoppelt. Der Linke-Politiker Höhn spricht von einem Paradebeispiel für Misswirtschaft und Steuerverschwendung im Bundesverteidigungsministerium.
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/schuetzenpanzer-puma-viel-teurer-als-geplant-100.html

Zitat
Die Bundeswehr hat bei Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall 350 Pumas bestellt...

Der Verbrauch liegt nach Angaben der Bundeswehr bei 500 Litern auf 100 Kilometer. Die einfache Variante des Puma wiegt 31,5 Tonnen, mit maximaler Schutzpanzerung kommt er auf 43 Tonnen. Er ist der schwerste Schützenpanzer der Welt – und soll mit neun Millionen Euro auch der teuerste sein.

Die »Welt« berichtet, es könnten nur Panzergrenadiere bis 1,84 Meter im Kampfraum mitfahren, während beim Marder die Grenze bei 1,96 Metern liege. Der Wechsel großer Soldaten auf den neuen Panzer sei deshalb nicht möglich.

Auch das Gewicht wird kritisiert. Der Puma wurde so bestellt, dass er per Flugzeug transportiert werden kann. Er ist aber so schwer geworden, dass der Lufttransport mit voller Panzerung nicht möglich ist. Sie muss extra geflogen und dann im Einsatzgebiet montiert werden.
https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Lippe/Augustdorf/3622175-Der-Puma-ist-da-Nach-47-Jahren-neue-Panzer-fuer-Standort-Augustdorf-Fuenf-Liter-Diesel-pro-Kilometer