Autor Thema: Die deutsche Heuschrecke  (Gelesen 1635 mal)

Klassenkampf

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Die deutsche Heuschrecke
« am: 13:37:58 Do. 16.März 2006 »
Von Heuschrecken war einst die Rede, welche deutsche Landen überfallen, sich fürstlich subventionieren lassen, um danach zu entschwirren. Nicht anders aber die deutsche Heuschrecke:

Zitat
Deutsche Politiker üben gerne lautstark Kritik, wenn ausländische Konzerne in Deutschland erst Fördergelder kassieren und sich danach aus dem Staub machen.Die eigenen Unternehmen sind aber nicht besser, wie DaimlerChrysler in Südafrika beweist.

Der Autokonzern DaimlerChrysler hat mit Ausstieg aus der Autoherstellung in Südafrika bis zum Jahr 2012 gedroht, wenn die Regierung das Subventionsprogramm für diesen Industriezweig, MIDP, einstellt. Der Vorsitzende von DaimlerChrysler Südafrika, Hansgeorg Niefer, sagte gegenüber der Johannesburger Wirtschaftszeitung »BusinessDay«, ohne Unterstützung durch das »Motor Industrie Development Programme« werde es sehr schwierig, hier Autos zu produzieren. In den letzten elf Jahren bedachte die Regierung die im Lande produzierenden Autokonzerne – neben DaimlerChrysler auch BMW, VW, Nissan, Toyota, Ford und General Motors – mit Subventionen in Höhe von insgesamt 55 Milliarden Rand (7,3 Milliarden Euro).
...

So spielen Unternehmen Standorte gegeneinander aus: Es würde Zeit für einen globalen Konsens der Arbeitnehmerschaft durch die Gewerkschaften - ein edler Traum wohl, weit über die Gürtellinie hinaus stehen Gewerkschaften im Sumpf dieser (schein-)legalen Machenschaften.

Quelle
„Diese Verhältnisse sind nicht die von Individuum zu Individuum, sondern die von Arbeiter zu Kapitalist... Streicht diese Verhältnisse, und ihr habt die ganze Gesellschaft aufgehoben.“
--- Karl Marx, "Das Elend der Philosophie" ---