Autor Thema: Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau  (Gelesen 22057 mal)

Carsten König

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Genau dieser Dreiklang an Grausamkeiten zeichnet heutige Unternehmen aus:

Zitat
Die Steuerberater von DaimlerChrysler sind ihr Geld offenkundig wert: Einem Zeitungsbericht zufolge wird der Industrieriese in diesem Jahr trotz eines Milliarden-Ergebnisses keine Gewerbesteuer zahlen. Für die Region Stuttgart eine Belastung - zugleich baut Daimler Stellen ab.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,415387,00.html

Und das wahrscheinlich unter dem wahnhaften Applaus von Politik und Aktionären...

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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #1 am: 10:37:05 Sa. 13.Mai 2006 »
Zitat
Mercedes fehlen Mitarbeiter

1000 Ferienkräfte benötigt

Stuttgart (kö) - Bei Mercedes kommt es nach dem Personalabbau zu ersten Engpässen. Für die überarbeitete E-Klasse werden vorübergehend 1000 Mitarbeiter benötigt.
Grund dafür ist die hohe Nachfrage, die sich nach der Auffrischung des Modells ergeben hat. Weil zugleich die Urlaubszeit naht, setzt Mercedes nun auf Ferienkräfte und Kurzzeitbeschäftigte mit befristeten Verträgen. Allerdings soll das Personal nach bisherigen Plänen nur bis Ende Oktober verstärkt werden. Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm erklärte, der Engpass zeige, dass derzeit von „Personalüberhängen in der Produktion derzeit keine Rede" sein könne. Daimler-Personalvorstand Günther Fleig sagte gegenüber unserer Zeitung dagegen, an der grundsätzlichen Notwendigkeit des Personalabbaus habe sich nichts geändert. Die vorübergehenden Einstellungen hingen mit der Ferienzeit zusammen. Denn nach wie vor müsse Mercedes seine Effizienz erheblich steigern.
Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm übte deutliche Kritik an den Abbauplänen von Konzernchef Dieter Zetsche. Es sei zu befürchten, dass sich der Konzern ins eigene Fleisch schneide. Bei den anstehenden Verhandlungen werde man darauf drängen, die Folgen für die Betroffenen möglichst gering zuhalten.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten 13. Mai 2006
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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #2 am: 11:28:36 Do. 18.Mai 2006 »
Zitat
Arbeitslose sollen E-Klasse montieren

Sindelfingen (ise) - Die Arbeitsagentur in Stuttgart sucht für DaimlerChrysler 620 Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger, die mit befristeten Verträgen bei der Montage der neuen E-Klasse im Werk Sindelfingen aushelfen. Insgesamt soll es rund 1000 bis Oktober befristete Jobs geben. Seit Herbst 2005 will der Konzern in Sindelfingen über 3000 reguläre Stellen abbauen.
Quelle: Stuttgarter Nachrichten 18. Mai 2006

Da kann ich nur sagen "Verantwortung übernehmen" und Zetsche bis Oktober, für gleichen Lohn, ans Band stellen bevor er entlassen wird.
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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #3 am: 11:17:13 Di. 30.Mai 2006 »

Zitat
DaimlerChrysler zahlt weiter keine Steuern

Stuttgart (rpo). DaimlerChrysler zahlt offenbar 2006 trotz Milliardengewinns keine Steuern an die Kommunen. Ungeachtet des Steuergeheimnisses gebe es entsprechende Signale aus Stuttgart, Sindelfingen und Esslingen, so ein Medienbericht am Mittwoch. Dabei erwartet das Unternehmen für 2006 einen Gewinn von über sechs Milliarden Euro.

Damit entgingen den Kommunen erneut Gewerbesteuereinnahmen in Millionenhöhe, berichteten die "Stuttgarter Nachrichten". DaimlerChrysler hatte schon im vergangenen Jahr in Deutschland keine Steuern gezahlt. Dabei nutzt DaimlerChrysler die steuerlichen und bilanziellen Spielräume eines internationalen Konzerns, Einnahmen und Ausgaben in verschiedenen Ländern zu haben. Zu dem Bericht wollte sich Konzernsprecher Thomas Fröhlich nicht äußern.

Der US-deutsche Autobauer erwartet für das laufende Jahr zwar einen Betriebsgewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen von mehr als sechs Milliarden Euro. Dennoch belastet der laufende Personalabbau bei Mercedes und in der Verwaltung sowie die teuere Sanierung der Kleinwagenmarke Smart das Ergebnis erheblich. Seit Ende vergangenen Jahres versucht DaimlerChrysler, vor allem ältere Mitarbeiter durch hohe Abfindungsangebote und Vorruhestandsregelungen zum Ausstieg zu bewegen. RP Online

Da fällt mir spontan ein: Schmarotzer, Parasiten, asoziale Abzocker
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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #4 am: 23:11:43 Do. 01.Juni 2006 »
Zitat
Da fällt mir spontan ein: Schmarotzer, Parasiten, asoziale Abzocker

ich möchte mich nicht gleich unbeliebt machen,  den ich stimme dir grundsätzlich zu.

nun sehen wir es doch mal wie es ist:

arbeitslose habe keine lobby
sie organisieren sich nicht

es gibt zig seiten im net, aber es scheint nicht möglich eine halbwegs gemeinsame interessenvertretung zu bilden.
es gibt keine möglichkeit die cdu/spd zu ändern.
es ist aber möglich eine politische kraft zu bilden. leider muß ich ein negativ beispiel bringen:

die grünen.

wer hat vor 20 jahren gedacht, das diese leute mal in die regierung kommen? absurd was so passiert ist. aber das ökologieverständniss hat seit dem stark zugenommen.

wir reden (jedenfalls damals) von einer kleinen gruppe radikalen. vergleichen wir das mit dem jetzt: ca. 4,5 mio arbeitslose.... das sind alles wählerstimmen. die nicht bei irgendwelchen parteien laden müßten oder noch schlimmer überhaupt nicht wählen....
eine interessenvertretung mit 4,5 mio wählerstimmen das kann berge versetzen.
bedenkt man noch die niedriglohnsektoren, mir fällt leider nur einer ein: friseurhandwerk,
gibt es bstimmt noch 1-2 millonen zusätzliches potential.

solange es keine gemeinsame front gibt, wird der arbeitslose immer mehr ins abseits gedrängt. die ein euro jobs usw, sind doch nur eine
beschäftigungstherapie. sie soll die leute davon abhalten über ihre situation klar zu werden. schließlich hätten wir schon längst französische verhältnisse, wenn alle kapieren würden das es auch sie treffen kann.
der deutsche (hauptmann von köpenick) ist halt durch erziehung und gesellschaft, der typische befehlsempfänger. leider legt er dies nicht mal bei einem lebensünwürden 300 € im monat, ab.

um auf den punkt zu kommen, eine initiative ist die einzige möglichkeit.

politisch und auch als kundenpotiental.

es müßte ein buch/liste veröffentlicht werden, dort sollten alle unternehmen die in deutschland geld verdienen aber keine steuern zahlen, namentlich genannt sein. dann könnte man mit einer petition, z.b.  mit 200.000 unterschriften an die public relations abteilung von xy (medienwirksam) überreicht werden. man könnte auch einen satirischen "standortpreis" überreichen.

so lange das nicht passiert, kann sich der einzelne darüber aufregen.aber es wird nichts passieren.
nur durch bewußt machen in der öffentlichkeit (+ es negativ bewerten) damit kannst du  unternehmen auf mit solchen praktiken zum umdenken bringen.
so lange sie ungeschorren bzw hofiert werden, von medien und politik wird es schlimmer werden, nicht besser.

dabei wundert es mich schon seit einiger zeit, das sich unternehmen dieser größe nicht "generell" von der steuer befreien lassen. schließlich zahlen sie viele gehälter und der staat hat durch die arbeitnehmer die erträge. aber eine öffentliche erpressung, wäre warscheinlich schlecht fürs image.

der letzte gedanke hierzu:

würden du oder ich es als verantwortliche anders machen? bei derzeitiger lage?

die unternehmen vergessen einfach, das auch leute geld haben müssen um produkte zu kaufen. lohnniveau ständig senken, arbeitsplätze abbauen, bedeut auch weniger kunden/konsum. als unternehmer hat man auch eine sozialpolitische verantwortung, die aber schon lange nicht mehr zählt. selbst bei den mittelständlern, ist dies schon vergangheit....  sie haben von den größen gelernt....
wir führen sie ein:
zwangsarbeit

hartz IV:
wer nicht für einen euro arbeitet,
wird um seine existenz gebracht.

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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #5 am: 10:22:31 Fr. 02.Juni 2006 »
Zitat
es müßte ein buch/liste veröffentlicht werden, dort sollten alle unternehmen die in deutschland geld verdienen aber keine steuern zahlen, namentlich genannt sein. dann könnte man mit einer petition, z.b. mit 200.000 unterschriften an die public relations abteilung von xy (medienwirksam) überreicht werden. man könnte auch einen satirischen "standortpreis" überreichen.
Wünschenswert wäre so etwas.
Ist zwar nicht 100% konform mit Deiner Vorstellung aber nah dran.
http://www.wirtschaftskontrolle.de/seiten/aktuelles.php

Ansonsten ganz klar, produkte dieser Firmen meiden, bei DC fällt das mit HIV nicht sonderlich schwer  :D

Das Problem liegt im Solidarisieren verschiedenster Gruppen, meist Glauben sie auch nur so verschieden zu sein, der Politik gelingt es aber permanent einen Keil zwischen diese Gruppen zu treiben. Erschreckend viele Beispiele findest Du hier im Forum.


Zitat
ich möchte mich nicht gleich unbeliebt machen
Hey, ich bin ein Troll, im unbeliebt machen kenne ich mich etwas aus und Deine Antwort taugt nicht dazu  ;) :D
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KT-95

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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #6 am: 14:08:34 Fr. 02.Juni 2006 »
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old dad

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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #7 am: 16:11:00 Fr. 02.Juni 2006 »
Zitat
Original von KT-95
Ich möchte keine gemeinsame Front. Mich stört die generell-einseitige Denkrichtung. Alternativvorschläge kommen nur am Rande vor. Manche passen so gar nicht ins Schema. Nach aussen hin - ja - innerlich brodelt es. - Ich würde mir generell was ganz anderes vorstellen.

mein lieber kt-95,
in einem demokratischen staat, wirst du aber keine andere möglichkeit haben was zu verändern. es gibt zwar radikale, siehe frankreich, aber das wird sich hier nicht durch setzen. d.h. eine politische und vielleicht sogar eine moralische kraft müßte sich formieren. gerade unterdrückte haben sich immer im laufe der geschichte formiert, bestehende missstände zu ändern.

solltest du mit der jetzigen situation zufrieden sein, verstehe ich deine weigerung.

ich möchte sogar mein ursprüngliches posting erweitern. großunternehmen die produktiv arbeiten (also im plus bereich), sollte strafzölle auf ihre waren bekommen. da dies im handel sehr schwer umzusetzen ist, würde ich diese strafzölle/strafsteuern direkt vom unternehmen verlangen. dies gilt natürlich nur für unternehmen, die keine sonstigen steuern abführen.
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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #8 am: 16:35:27 Fr. 02.Juni 2006 »
Zitat
Ich möchte keine gemeinsame Front. Mich stört die generell-einseitige Denkrichtung. Alternativvorschläge kommen nur am Rande vor. Manche passen so gar nicht ins Schema. Nach aussen hin - ja - innerlich brodelt es. - Ich würde mir generell was ganz anderes vorstellen.

Ohne gemeinsame Front, solidarisierung, hätte nie ein erfolgreicher Arbeitskampf stattgefunden bzw. stattfinden können.
 ?( Aha, nicht so sondern, anders halt.
Deine Denkweise scheint tatsächlich nicht einseitig zu sein, sie lässt zumindest im genannten Teil unendlich Raum für alles.
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ManOfConstantSorrow

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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #9 am: 17:52:10 Mo. 17.Juli 2006 »
Protest gegen Fremdvergabe bei DaimlerChrysler in Bremen

Rund 3000 Kolleginnen und Kollegen haben am Freitag, den 14.7.06, für knapp zwei Stunden die Arbeit nieder gelegt, um aus Protest gegen Fremdvergabe, gegen die Androhung von Änderungskündigungen und gegen den Personalabbau durch das Werk zu marschieren, sowie eine Kundgebung abzuhalten. Unmittelbarer Anlass war die Fremdvergabe des Motorenlagers am heutigen Tag an die Firma Rhenus, die wiederum über Leiharbeitsfirmen Billiglöhner zu 7 bis 8 Euro anheuert.
Die Kollegen des Motorenlagers sind die Ersten von mehreren Hundert, die nun fremd vergeben werden sollen, nachdem sie sich in einer Abstimmung gegen die Übernahme des Dienstleistungstarifvertrags ausgesprochen hatten.
Besonders skandalös ist die Tatsache, dass der von der Werkleitung behauptete Personalüberhang in Bremen damit noch um einige Hundert vergrößert wird.
Nach Ansicht vieler Kolleginnen und Kollegen war die Aktion zwar sehr gut gelungen, aber leider auch etwas spät. Bereits seit einem Jahr hat es großen Druck auf die IG Metall und die Vertrauenskörperleitung gegeben, endlich in Aktion zu treten. Der Druck hat heute erste Früchte getragen und deshalb muss er weiter gehen.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #10 am: 19:04:42 Do. 27.Juli 2006 »
Zitat
Mercedes steigert Daimler-Chrysler-Gewinn

27. Juli 2006
Der weltweit fünftgrößte Autohersteller Daimler-Chrysler hat im zweiten Quartal trotz eines Gewinneinbruchs bei der amerikanischen Tochter Chrysler einen unerwartet kräftigen Zuwachs beim Betriebsgewinn erzielt. Vor allem die vor Jahresfrist noch einem Verlust knapp entkommene Mercedes-Pkw-Gruppe beflügelte mit kräftigen Absatzzuwächsen den Gewinn.

Das deutsch-amerikanische Unternehmen teilte am Donnerstag bei der Vorlage seines Berichts über die Monate April bis Juni in Stuttgart mit, der operative Gewinn sei auf 1,857 Milliarden von 1,671 Milliarden Euro vor Jahresfrist gestiegen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Betriebsgewinn auf Vorjahresniveau gerechnet. Beim Umsatz blieb der Konzern mit 38,6 Milliarden Euro weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres und deutlich unter den durchschnittlichen Erlöserwartungen der Analysten von 40,2 Milliarden Euro. StN
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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #11 am: 13:51:23 Fr. 28.Juli 2006 »
Ganau das ist eine der Geldquellen, mit der man die Sozilaen Standarts weltweit verbessern kann. :]
Als Erwerbsloser kannst du in diesem Staat nur ein Dissident sein.

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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #12 am: 18:23:24 Fr. 28.Juli 2006 »
Zitat
Original von Lichtkämpfer
Ganau das ist eine der Geldquellen, mit der man die Sozilaen Standarts weltweit verbessern kann. :]

Könnte!
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Re:Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #13 am: 15:43:26 Mo. 13.Mai 2013 »
Zitat
Hungerlohn am Fließband
Lohndumping bei Daimler

An den Fließbändern des Autobauers Daimler werden Menschen beschäftigt, die so wenig verdienen, dass sie davon nicht leben können. Ein Reporter des SWR ließ sich über eine Leiharbeitsfirma anstellen und arbeitete undercover mit der Stammbelegschaft der Stuttgarter. Sein Verdienst allerdings war mehr als mau.

Der SWR-Mitarbeiter wurde von der Leiharbeitsfirma an eine Logistikfirma verliehen. Dort wurde er aber nicht für Transportarbeiten eingesetzt, sondern direkt am Fließband des Mercedes-Benz-Werkes in Untertürkheim. Bei seiner Arbeit verdiente er einen Stundenlohn von 8,19 Euro. Das macht monatlich etwa 1.220 Euro brutto, also ungefähr 990 Euro netto.

Nach Angaben von Daimler-Betriebsräten liegt die niedrigste Tarif-Lohnstufe für die Daimler-Stammbelegschaft mit etwa 3.400 Euro knapp dreimal so hoch. Der Verdienst des SWR-Reporters als Billiglöhner war so gering, dass er als Familienvater mit vier Kindern Anspruch auf Hartz-IV-Aufstockung in Höhe von 1.550 Euro monatlich hatte.
....

Quelle: SWR

Vorzeigeunternehmen, gerne auch politisches Aushängeschild.
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Re:Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau
« Antwort #14 am: 15:22:31 Fr. 23.August 2013 »
Ich weiß, daß es viele Vorbehalte gegen die Gewerkschaften gibt, aber letztendlich sind sie die einzige Lobby, die wir haben. Bevor man also einen völlig neuen Verein gründet, tretet doch einfach in die Gewerkschaft ein. Es stimmt nicht, daß die Gew. sich nur um die Mitglieder kümmert und nru um die die Arbeit haben. Inzwischen haben sie es echt kapiert.