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Daimler: Milliarden-Gewinn, keine Gewerbesteuern und Arbeitsplatzabbau

<< < (9/11) > >>

Nikita:
Die deutsche Regierung sucht ja in Krisen stets kreativ neue Möglichkeiten, Steuergelder direkt an Großkonzerne weiterzuleiten.

und Daimler schichtet die Steuergelder dann um.

„Pervertierung von Staatshilfen“: Linken-Fraktionschefin Mohamed Ali kritisiert Daimlers Dividendenzahlung an Aktionäre

Die Entscheidung ruft in der politischen Opposition harsche Kritik hervor. „Beschäftigte auf Kurzarbeit zu setzen, während man gleichzeitig weiter Gewinne erwirtschaften kann, um üppige Dividenden zu zahlen, ist eine Pervertierung von Staatshilfen“, sagt Amira Mohamed Ali, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag. „Während die Beschäftigten bei Daimler nicht nur erhebliche Einkommenseinbußen durch Kurzarbeit hatten, sondern jetzt auch noch dank Progressionsvorbehalt Steuern nachzahlen müssen, können die Aktionäre jubeln“, fügt sie an.

Selbst Aktionäre kritisieren Dividendenausschüttung
Daimler nutze damit aus Mohamed Alis Sicht die Möglichkeit aus, die die Bundesregierung dem Konzern „auf dem Silbertablett“ präsentiert habe. „Das Krisenmanagement der Bundesregierung ist ein Fiasko“, sagt die Fraktionsvorsitzende.

Die Dividenden-Entscheidung kommt selbst bei einigen Daimler-Aktionären nicht gut an. Ein Aktionär fragt, ob es nicht ratsamer sei, Teile der Dividende zu streichen und stattdessen in Forschung und Entwicklung, in Wasserstofftechnologie und E-Antriebe zu investieren. Ein anderer Aktionär fragt, ob nicht eine Eindampfung der Dividende um 50 Prozent möglich sei – damit der Konzern die daraus entstehende Differenz in eine Stiftung für Bildung investiert.

Der Verband kritischer Aktionäre legt schließlich den Finger in die Wunde: Wie kann man hohe Dividenden auszahlen, ohne Steuerzahler zu kompensieren?

https://www.businessinsider.de/wirtschaft/mobility/pervertierung-von-staatshilfen-linken-fraktionschefin-mohamed-ali-kritisiert-daimlers-dividendenzahlung-an-aktionaere/

counselor:
Die Staatshilfen an Konzerne wie Daimler dienen der Absicherung der Gewinne.

Nikita:
Fefes Blog:


"Zu meinem Gemecker über die Automobilbranche in Deutschland kam ein Leserbrief rein, der dieses Video über Daimler empfohlen hat. In dem Video geht es darüber, dass Daimler gerade die Dividende erhöhen will.Und das ist ziemlich krass. Sind wir nicht in der Mitte einer Pandemie? Sind die Zulieferer nicht alle massiv unter Druck? Insbesondere von den Zulieferern der Automobilbranche hört man immer wieder, dass die bis weit über die Schmerzgrenze hinaus von den Konzernen über den Tisch gezogen werden, so von wegen grotesken Zahlungszielen weit in der Zukunft, generell beschissener Zahlungsmoral, endlosem Bürokratiescheiß, dem Abwälzen ihrer Geschäftsrisiken auf die Zulieferer (z.B. Währungsschwankungen), und so weiter. Aber Daimler macht so viel Kohle, dass sie a) überhaupt Dividende zahlen können und b) die auch noch erhöhen können?!?


Der Vortragende (ein Professor, der offenbar normalerweise über Spieletheorie Videos macht) sieht aber noch einen weiteren Aspekt daran: Damit signalisiert Daimler, dass sie kein Geld für Investitionen brauchen. Mit anderen Worten: Sie investieren nicht.
Ja gut, denkt ihr euch jetzt vielleicht. Worein würden die auch groß investieren?
Gleichzeitig ist mit dem Umstieg von Verbrenner auf Elektroautos der größte Umschwung der Automobilindustrie am Laufen.
Das Video argumentiert daher, dass Daimler damit signalisiert, dass sie sich auf Lobbyismus, Bailouts und anderweitiges Abgreifen von Staatskohle spezialisiert haben und gar kein Interesse mehr daran haben, innovative Produkte zu entwickeln oder Forschung zu betreiben.
Das war der Punkt, an dem der Leserbriefschreiber an mein Gemecker dachte, und fand, das passt vielleicht.
Finde ich auch. Das passt. Wie Arsch auf Eimer passt das."


https://blog.fefe.de/?ts=9e95a34e

Nikita:
https://bnn.de/mittelbaden/rastatt/daimler-corona-mitarbeiter-vorwuerfe-schnelltests-kuendigung

Neue Vorwürfe gegen Daimler: Leiharbeiter des Rastatter Autobauers machen aus Angst keinen Corona-Schnelltest

Entlässt das Rastatter Daimlerwerk Mitarbeiter wegen einer Corona-Erkrankung? Die Vorwürfe im Umgang mit der Corona-Pandemie reißen nicht ab. Während Daimler betont, dass alles in Ordnung ist, sagen die Mitarbeiter etwas anderes.

Drei Jahre und zwei Wochen – so lange hat der Mann als Leiharbeiter bei Daimler in der Produktion geschafft. Im Herbst wurde ihm gekündigt. „Mein Meister hat mich ins Büro gerufen und gesagt: Wenn du nicht krank gemacht hättest, wärst du noch da.“ Zwar will der Leiharbeiter seine Geschichte erzählen, aber aus Sorge, der Autobauer könnte juristisch gegen ihn vorgehen, möchte er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen. Denn: Der Mann war nicht einfach nur krank. Er hatte Corona.

...

Nach seiner Kündigung habe er sich beim Betriebsrat beschwert. Ohne Erfolg. Immer wieder sei ihm gesagt worden, er habe „krank gemacht“. „Ja, wäre es denn besser gewesen, ich komme und stecke die Leute an?“ Von den 900 Leiharbeitern, denen im Herbst gekündigt wurde, holt der Autobauer später etwa die Hälfte wieder zurück in den Konzern.

Der an Corona Erkrankte erhält keinen Anruf. „Wie ich jetzt weiß, wurde ich wegen meiner Beschwerde negativ bewertet und hatte keine Chance mehr.“ Ein gutes Dutzend Leute kenne er, denen es genauso gegangen sei. Die Folge: „Ich habe Kollegen gehabt, die haben sich aus Angst nicht testen lassen. Die sagen: ‘Dann bin ich ja weg.‘“
...
Die Erzählung des ehemaligen Leiharbeiters bestätigt ein anderer Daimler-Mitarbeiter, der sich bei unserer Redaktion gemeldet hat. Auch er will anonym bleiben, selbst ein Pseudonym macht ihm Sorgen, weil am Ende der Verdacht versehentlich auf einen Kollegen fallen könnte.

„Die Stimmung im Werk ist generell beschissen“, sagt der Mann, der seit zwei Jahrzehnten zur Daimler-Familie gehört. Es herrsche ein enormer Druck, vor allem auf den Leiharbeitern.
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(Schwere Vorwürfe gegen das Gesundheitsamt Rastatt)

Verwundert darüber, dass das Gesundheitsamt nichts zu beanstanden habe, sei er nicht. „Die sind angemeldet und werden im Rohbau rumgeführt. Dort stehen zwei Menschen und bedienen die Roboter.

Natürlich stimmen da die Abstände.“ In der Montage seien es dagegen 30 Leute an einer Linie, „da ist man zu dritt, viert oder fünft an einem Auto“. Im Pausenraum säßen zehn Personen auf Bierbänken. Abstand? „Gibt es nicht.“ Angst um seine Gesundheit habe er aber nicht.


https://bnn.de/mittelbaden/rastatt/landratsamt-registriert-40-corona-faelle-innerhalb-eines-monats-im-rastatter-benz-werk

40 Corona-Fälle innerhalb eines Monats im Rastatter Benz-Werk – Mitarbeiter erhebt Vorwürfe

Das Landratsamt Rastatt hat innerhalb eines Monats 40 Corona-Fälle im Daimler-Werk in Rastatt registriert. Ein Mitarbeiter erhebt Vorwürfe gegen den Konzern. Am Band könnten keine Abstände eingehalten werden. Ein Unternehmenssprecher verweist auf umfangreiche Schutzvorkehrungen.

Nikita:
Ausbeutung ist geil!
Die Aktionäre belohnen das Nicht-Testen bei Daimler mit 3 % Wochengewinn. Der DAX ist auch deswegen wieder auf Rekordkurs.

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