Autor Thema: Der Toll Collect Sumpf  (Gelesen 8448 mal)

Nikita

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Neue Betrugsvorwürde gegen Telekoms Mautsystem Toll Collect
« Antwort #15 am: 11:04:23 Fr. 10.August 2018 »
Panorama hat einen Beitrag zum Whistleblower bei Toll Collect gemacht. Es gibt deutliche Hinweise auf massiven Abrechnungsbetrug zu Lasten des Steuerzahlers. Der Whistleblower wurde gefeuert. Die Verantwortlichen machen Luxusreisen mit kubanischen Zigarren, die der Steuerzahler berechnet bekommt.
Die Staatsanwaltschafte ermittelt, leitet Razzien ein. Dann kommt "Mr. Maut", Gerhard Schulz, Leiter der Grundsatzabteilung im Verkehrsministerium, heutiger Staatssekretär und sorgt dafür, dass die Ermittlungen nicht mehr fortgeführt werden können.


Wie Toll Collect mit Steuergeld umgeht | Panorama | NDR

https://www.youtube.com/watch?v=LTCp5SGoCOU




Kuddel

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Re: Der Toll Collect Sumpf
« Antwort #16 am: 10:03:56 Di. 18.September 2018 »
Auch die ZEIT hat ausführlich recherchiert und interessante Infos zusammengestellt unter
https://www.zeit.de/2018/33/toll-collect-lkw-maut-staat/komplettansicht

Zitat
Ein Kartell gegen die Steuerzahler

Toll Collect hat dem Staat bei der Lkw-Maut jahrelang Millionen Euro zu viel in Rechnung gestellt. Die Regierung stört das nicht. Sie ließ sich hereinlegen und lernt daraus wenig.

Troll

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Re: Der Toll Collect Sumpf
« Antwort #17 am: 09:55:34 Fr. 30.August 2019 »
Zitat
Toll Collect: Bis zu sieben Prozent Fehlerquote beim Kennzeichen-Scan

Die Kennzeichenerfassung des LKW-Mautsystems Toll Collect hat eine Fehlerrate von vier bis sieben Prozent, wie die zuständige Behörde widerwillig mitteilte.

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Daten könne das BAG erst seit vergangenem September bieten, also seitdem der Bund das Mautsystem von dem privaten Trägerkonsortium übernommen hat, heißt es in der Antwort der Behörde, die auf Fragdenstaat.de veröffentlich wurde. Aktuellere Zahlen über den März hinaus lägen noch nicht vor. Die Quote werde aus der "Gesamtzahl der in einer Stichprobe korrekt identifizierten mautpflichtigen Fahrzeuge" und der "Gesamtzahl der in der Stichprobe tatsächlich mautpflichtigen Fahrzeuge" ermittelt. Absolute Zahlen, die die Dimensionen der Fehlerkennungen verdeutlichen, lieferte die Antwort nicht. heise online hat dazu noch mal beim Bundesamt für Güterverkehr nachgefragt, eine Antwort steht noch aus.
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Informationen erst nach Widerspruch

Sonderlich bereitwillig gab die Behörde die Informationen zur Fehlerquote nicht preis. Zunächst stellte Freiheitsfoo im März eine Anfrage unter dem Informationsfreiheitsgesetz, das den Rechtsanspruch auf amtliche Informationen von Bundesbehörden garantiert. Darauf folgte im Juni zunächst ein ablehnender Bescheid.

"Durch ein Bekanntwerden Ihrer gewünschten Informationen würde das Kontrollkonzept des Bundes im Zusammenhang mit Erhebung der Maut erheblich beeinträchtigt werden“, erklärte darin die Behörde. Die "ordnungsgemäße Kontrolle der Maut als hoheitliche Aufgabe und letztlich auch die vollständige Einnahme der Maut"“ könne durch die Herausgabe der Informationen gefährdet sein.

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Quelle: heise.de

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