Autor Thema: Kämpfe in der Automobilindustrie  (Gelesen 88206 mal)

ManOfConstantSorrow

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #15 am: 18:33:18 Di. 27.Juni 2006 »
Opel Bochum: Drei Stunden Solidaritätsstreik - nicht nur gegen Werkschließung in Portugal

27.06.06 - Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Belegschaften in zahlreichen europäischen Werken der Konzernmutter General Motors (GM) gegen die geplante Schließung des portugiesischen Werkes in Azambuja und die versuchte Erpressung aller Arbeiter protestiert. Landesweit traten gestern in Schweden die Arbeiter der drei Saab-Produktionsstätten in Solidaritätsstreiks. Heute waren nun die Bochumer Opel-Arbeiter an der Reihe. Für drei Stunden legte die Frühschicht die Arbeit nieder. Rund 2.500 Kollegen aus allen Werksteilen versammelten sich im Werk 1 und nahmen an einer kämpferischen Protestkundgebung auf dem Werksgelände teil.

Man sollte nicht vergessen, daß hierzulande ein SOLIDARITÄTSSTREIK verboten ist. Daß ein Kollektiver Gesetzesbruch in Deutschland möglich ist, läßt doch noch hoffen.
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ManOfConstantSorrow

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #16 am: 19:04:10 Di. 27.Juni 2006 »
Zitat
Hintergrund: General Motors Europa

General Motors ist der größte Automobilhersteller der Welt (dicht gefolgt von Toyota) und beschäftigt über 325000 Angestellte. Der Hauptsitz ist in Detroit, Michigan.

In Europa betreibt der GM Konzern elf eigene Autofabriken: In Belgien (Antwerpen), Deutschland (Bochum, Eisenach, Rüsselsheim), Polen (Gliwice), Portugal (Azambuja), Rußland (Togliatti), Spanien (Zaragoza), Schweden (Trollhättan) und Großbritannien (Ellesmere Port und Luton). Dazu kommen Zulieferbetriebe in Österreich (Aspern), Frankreich (Strasbourg), Ungarn (Szentgotthard), Deutschland (Kaiserslautern), Polen (Tychy) und Schweden (Göteborg). An weiteren Produktionsstätten (Barcelona, Turin, Graz u. a.) ist GM beteiligt.

Europaweit hat der Konzern rund 65000 Mitarbeiter, knapp die Hälfte davon (29000) in Deutschland. Zweitgrößter Produktionsstandort ist Spanien ist mit 7600Beschäftigten, gefolgt von Großbritannien (6350), Schweden (6200), Belgien und Luxemburg (4900), Polen (2800), Frankreich (1800), Portugal (1200) und Ungarn (900).

Im Stammwerk der Adam Opel AG in Rüsselsheim arbeiten rund 18000 Leute, 9000 in Bochum, 5000 in Kaiserslautern und knapp 2000 im thüringischen Eisenach (inklusive Zulieferer und Dienstleister).

Am heutigen Dienstag wird bei Opel Bochum ab elf Uhr eine außerordentliche Belegschaftsversammlung zur »Information über die Situation bei General Motors Europa« auf dem Werksgelände stattfinden. Ob sich diese »Informationsveranstaltung« auf die vorgesehenen zwei Stunden beschränken wird, ist indes noch unklar. »Wenn sich viele Kollegen zu Wort melden, dann wird es sicherlich länger dauern«, sagte Betriebsratsmitglied Jürgen Schwartz gegenüber jungeWelt.
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ManOfConstantSorrow

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #17 am: 19:11:15 Di. 27.Juni 2006 »
»Historische Chance für europaweite Aktionen«

Bochumer Opel-Werker skeptisch, ob es die Gewerkschaftsspitzen mit Widerstand ernst ist. Ein Gespräch mit Jürgen Schwartz
Jürgen Schwartz ist Betriebsrat bei Opel in Bochum und aktiv in der oppositionellen Gruppe »Gegenwehr ohne Grenzen«


Die Opel-Belegschaften in Bochum und Eisenach werden heute mit Aktionen gegen die Schließung des General-Motors-Werks im portugiesischen Azambuja protestieren. Bereits in der vergangenen Woche haben rund 5000 Arbeiter im Stammwerk Rüsselsheim die Arbeit vorübergehend niedergelegt. Wie kam es dazu?


Der Euro-Betriebsrat und die europäischen Gewerkschaften haben in Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Werks in Azambuja ein Solidaritätsversprechen abgegeben. Dem sollen jetzt offenbar Taten folgen. Ein wenig merkwürdig ist jedoch, daß der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel im Vorfeld von einer 24stündigen Aktion gesprochen hat. Auf Nachfragen, wann diese genau stattfinden soll, antwortete er, es gebe Absprachen im Euro-Betriebsrat, das erst einmal nicht bekanntzugeben. Kurz darauf konnte man dann jedoch aus spanischen Zeitungen erfahren, wann welches Werk die Arbeit niederlegen soll. In Bochum wird das in Form einer Betriebsversammlung stattfinden.

Wenn es bei nur einer Protestaktion bleibt und man nicht nachlegt, werden sich die GM-Manager aber wohl kaum von ihrem Vorhaben abbringen lassen. Die Frage ist: Was kommt danach – und hält man die Forderung aufrecht, daß es keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Werksschließungen geben darf? Denn dazu hat sich der Euro-Betriebsrat mit dem Solidaritätsversprechen im Grunde verpflichtet. Fatal wäre, wenn es am Ende heißt, man habe für die Kollegen in Portugal höhere Abfindungen rausgeschlagen, aber die Schließung nicht verhindern können. Wir haben jetzt die einmalige historische Chance, europaweit Aktionen gegen die Erpressungsversuche von General Motors auf die Beine zu stellen – und die sollten wir auch nutzen.
Aber skeptisch sind Sie dennoch. Warum?

In Bochum ist die Erinnerung an den Arbeitskampf vom Oktober 2004 noch sehr präsent. Damals standen wir alleine da, in Rüsselsheim und anderswo sorgten Betriebsrats- und Gewerkschaftsfunktionäre für Ruhe. IG-Metall-Vize Berthold Huber rief die Bochumer Kollegen gar über die Presse dazu auf, wieder an die Arbeit zu gehen. Man brauche »Ruhe für Verhandlungen«, hieß es. Was dabei herausgekommen ist, ist bekannt: letztlich wurden 6500 Arbeitsplätze vernichtet. Unter den Vertrauensleuten in Bochum herrscht deshalb jetzt teilweise die Stimmung vor: Sollen andere erst mal was machen – wir werden uns dann beteiligen.
Deutet die Tatsache, daß es jetzt – im Gegensatz zum Oktober 2004– Solidaritätstreiks mit Azambuja gibt, auf ein Umdenken bei Huber und Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz hin?

Nun ja, mit Franz und der Gewerkschaftsbürokratie haben wir in Bochum wie gesagt nicht die besten Erfahrungen gemacht. Von daher gibt es in der Belegschaft ein gewisses Mißtrauen. Ich bin aber selbstverständlich der Meinung, daß man die jetzigen Aktionen auch in Bochum unterstützen muß. Diese sind zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Danach muß es aber weitergehen. Die europäischen Belegschaften könnten dem GM-Management ein Ultimatum stellen, die Schließung des Werkes in Azambuja zurückzunehmen. Ansonsten müßten die Proteste massiv ausgeweitet werden. Was es auf keinen Fall geben darf, ist daß nach dem Motto »Geteiltes Leid ist halbes Leid« allen Belegschaften Verzicht abverlangt wird. Die Alternative dazu ist ernsthafter europaweiter Widerstand.
Gibt es neben den offiziellen Gewerkschaftsgremien und dem Euro-Betriebsrat auch an der Basis eine Vernetzung unter den europäischen GM-Werken?

Das gibt es bislang leider nur vereinzelt. Es bestehen Kontakte zu Gewerkschaftern im britischen Ellesmere Port und in Zaragoza. Das ist aber leider alles noch sehr unterentwickelt.

Interview: Daniel Behruzi, jungeWelt
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ManOfConstantSorrow

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #18 am: 19:15:41 Di. 27.Juni 2006 »
Hier mal ganz am Rande eine Meldung, die Zeigt, wie verletzbar auch grße Konzerne sind...
...selbst von kleinen Zulieferern.

Zitat
rf-news 27.06.06 - Streik bei Zulieferer stoppt Produktion von Vauxhall

Die Beschäftigten des Autozulieferers TDS Automotive Logistics im britischen Cheshire traten gestern in einen selbständigen Streik gegen die Entlassung von 240 Kollegen. Diese Entlassungen wurden nach der Streichung der Nachtschicht im Vauxhall-Werk in Ellesmere Port von General Motors ausgesprochen. Wegen fehlender Teile kam die Produktion bei GM/Vauxhall ab 7.30 Uhr vorübergehend zum Stillstand.
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ManOfConstantSorrow

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #19 am: 12:23:22 Do. 29.Juni 2006 »
„Der Autokonzern schreibt Geschichte beim Beschäftigungsabbau, ein Viertel der Arbeitnehmer soll GM verlassen, während die Gewinne schon wieder nach oben gehen und es in Europa zu Konflikten kommt…“ Artikel von Ralf Streck auf telepolis


Autowerker legen EU-weit Produktion lahm

„Bei Opel und Saab bangen die Mitarbeiter um ihren Job, weil der US-Mutterkonzern General Motors sparen will. Mehrere Stunden standen gestern in der Bochumer Opel-Fabrik die Bänder still. Die Mitarbeiter fürchten, der US-Mutterkonzern General Motors (GM) könne ihre Stellen streichen. Damit hat eine europaweite Protestwelle der Gewerkschaften Deutschland erreicht. Sie sehen bis 2014 in Europa rund 30.000 Jobs bei GM und seinen Zulieferern bedroht…“ Artikel der taz
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Staat bescheissen

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #20 am: 11:05:30 Sa. 09.September 2006 »
besonders interessant finde ich,
dass OPEL als americanische Tochter des "GM" Konzerns
in den USA "gebannt" wurde.

d.h. OPEL darf schon seit Jahren -vielen vielen Jahren-
keine Autos mehr in die USA verkaufen, und zwar wegen
erhebl. Mängel.
Der Staat ist der größte Abzocker: Steuern rauf und große Arbeitslosigkeit, und die Politiker zocken groß ab!
WIR WEHREN UNS und schlagen zurück!
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Carsten König

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #21 am: 22:04:51 Do. 23.November 2006 »
Zitat
Mehr als 5000 Beschäftigte des Volkswagen-Werkes in Brüssel haben seit vergangenem Freitag die Arbeit niedergelegt. Anfang der Woche besetzten die Arbeiter auch Teile des Werks, um den Abtransport von fertigen Autos und die Demontage von Maschinen zu verhindern. Am Mittwochvormittag fand vor dem Haupttor eine Massenversammlung der Arbeiter statt, auf der über das weitere Vorgehen beraten wurde.

Seit Monaten war über die Zukunft des Brüsseler VW-Werks spekuliert worden. Gerüchte über einen geplanten Arbeitsplatzabbau wurden von der deutschen Konzernzentrale in Wolfsburg immer wieder dementiert. Am vergangenen Freitag war dann bekannt geworden, dass die Geschäftsleitung im Rahmen von umfassenden Sparmaßnahmen die gesamte Produktion des VW-Golf aus dem Brüsseler Werk abziehen und nach Deutschland zurückverlagern will. Dadurch soll die Produktion "optimiert" und auf die beiden deutschen Werke in Wolfsburg und im sächsischen Mosel verteilt werden.

Quelle: http://www.wsws.org/de/2006/nov2006/vw-n23.shtml

regenwurm

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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #22 am: 22:16:30 Do. 23.November 2006 »
Verlagerung
der Wagen wird jezt hier gefertigt

wie ich las 3500 Arbeitsplätze weg

die ziehn das durch, ob demo oder sonstwas


Zitat
Dadurch soll die Produktion "optimiert" und auf die beiden deutschen Werke in Wolfsburg und im sächsischen Mosel verteilt werden.
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Kuddel

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« Antwort #23 am: 11:15:47 Mo. 27.November 2006 »
Die Arbeiter des VW-Werkes in Brüssel haben beschlossen, ihren Streik bis mindestens 15. Dezember fortzusetzen. Sie streiken bereits seit einer Woche gegen die geplante Vernichtung von 4.000 Arbeitsplätzen und halten das Werk rund um die Uhr besetzt. Für den 2. Dezember ist ein Protestmarsch in Brüssel geplant. Dazu sind auch die Belegschaften der anderen VW-Werke in Europa eingeladen.

regenwurm

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« Antwort #24 am: 09:59:43 So. 03.Dezember 2006 »
Alain Luystermans, der seit 28 Jahren bei VW Brüssel arbeitet, sagt: "Wir haben alles stillgelegt. Nur wenn wir solidarisch sind, können wir etwas verändern. Heute trifft es uns, morgen kann es genauso jemand anderen treffen. Das Großkapital kassiert hier die Subventionen und geht woanders hin, um auch dort zu kassieren. Das Maß ist voll. Aber die Politiker sind ebenfalls verantwortlich, sowohl in Belgien wie in ganz Europa.

Anstatt ein Europa für die Menschen aufzubauen, ist dies einzig und allein ein Europa des Kapitals. Man muss eine Zukunft schaffen, nicht nur für uns, sondern auch für die Generationen, die nach uns kommen."

Nach den europäischen Gewerkschaften gefragt, antwortet Luystermans: "Die heutigen europäischen Gewerkschaften sind nichts als Marionetten. Auf der sozialen Ebene wird nichts gemacht, das ist ein großes Problem."

Quelle
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regenwurm

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« Antwort #25 am: 13:20:41 Mo. 04.Dezember 2006 »
Zitat
von Kuddel
 Für den 2. Dezember ist ein Protestmarsch in Brüssel geplant. Dazu sind auch die Belegschaften der anderen VW-Werke in Europa eingeladen.

Rund 20 000 Menschen haben sich in Brüssel mit den von Arbeitsplatzverlust gefährdeten Beschäftigten des Brüsseler Volkswagen-Werks solidarisiert.
 An dem Zug durch die Innenstadt nahmen auch Gewerkschafter aus deutschen VW-Standorten teil.
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regenwurm

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« Antwort #26 am: 10:45:30 Fr. 08.Dezember 2006 »
Der Gewerkschaftsdelegierte, der uns nicht ohne einen gewissen Stolz "ihre Fabrik" zeigt, schätzt, dass der Streik noch bis Januar andauern wird.
Allerdings sind die finanziellen Einbußen ab jetzt erheblich.
 Bis zum 3.12. hatten sie noch ihren Lohn von VW bekommen.
 Seit dem 4.12. gibt es nur noch das Streikgeld der Gewerkschaft - 25 Euro pro Tag.

Streikauto




Quelle
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« Antwort #27 am: 21:32:00 Mo. 26.Februar 2007 »
26.02.07 - Erneut Streik im belgischen VW-Werk
Heute Morgen ist die Frühschicht im VW-Werk Vorst in Belgien überraschend wieder in den Streik getreten. Auslöser des Streiks war, dass die Arbeiter sauer sind, dass sie nicht angehört wurden vor einer Beratung, die heute stattfindet. Auf dem Treffen geht es um die Verlängerung der Arbeitszeit von 35 auf 38 Stunden.
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« Antwort #28 am: 17:48:24 Di. 06.März 2007 »
Im Automobilwerk Peugeot/Citroën in Aulnay bei Paris stehen seit Mittwoch, 28. Februar, die Montagebänder. Zunächst zeitweise, dann dehnte sich der Streik auf alle Schichten aus, auch auf die Lackiererei. Mittlerweile läuft kein Auto mehr aus der Fabrik. Eine Korrespondentin aus Paris berichtet:

"Unter den Arbeitern spürt man Entschlossenheit und ein regelrechtes Aufatmen, dass endlich mal was geschieht: Der Streik begann nach Abschluss der jährlichen Lohnverhandlungen zwischen Geschäftsführung und rechten Gewerkschaftsführern. Das ausgehandelte Almosen ließ die Sache explodieren. Die Schinderei an den Bändern für 1.100 Euro wollen die Arbeiter nicht länger hinnehmen.

Ein Streikkomitee wurde gewählt und ein Forderungskatalog aufgestellt: 300 Euro Lohnerhöhung, Festeinstellung der Zeitarbeiter, Rente für die über 55-jährigen Kollegen mit Einstellungen, bessere Arbeitsbedingungen ... Die Liste ist lang, die Forderungen sind offensiv - und die Direktion schreit auf, dass die Konkurrenzfähigkeit bei diesen Forderungen gefährdet sei. Bisher verweigert sie die Aufnahme von Verhandlungen.

Das ist der größte Streik seit 25 Jahren bei PSA, nach dem großen fünfwöchigen Kampf 1982 in Aulnay für "Menschenwürde", vor allem das Recht, sich frei gewerkschaftlich organisieren zu dürfen. An diesen Streik wird sich heute erinnert!

rf-news
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Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #29 am: 19:12:08 Di. 06.März 2007 »
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