Autor Thema: Kämpfe in der Automobilindustrie  (Gelesen 88268 mal)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13330
  • Fischkopp
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #240 am: 15:44:53 Di. 16.Januar 2018 »
Es wird immer mehr O.T., aber einen solchen Scheiß kann man nicht unwidersprochen stehen lassen.
Es nervt aber, sich auf historische Texte und Theoretiker zu berufen, wenn man von der Geschichte keine Ahnung hat.
Den großen revolutionären Führern mag man ja zugestehen, gegen den Kapitalismus gekämpft zu haben, doch Lenin und Mao hatten fürchterliche Angst vor der Macht der Arbeiterklasse und entmündigten sie. Die Macht ging in die Hände der Partei und nicht in die der Arbeiter.

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13420
  • Waldkauz (8>
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #241 am: 16:06:14 Di. 16.Januar 2018 »
Das gleiche passierte ja auch in der Sowjetunion und in der DDR!
Siehe 17. Juni 1953!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13330
  • Fischkopp
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #242 am: 15:18:32 Mi. 17.Januar 2018 »
Zitat
Hungerstreik bei VW India
Volkswagen Employees Union fordert Lohnerhöhungen, der Konzern will das Festgehalt reduzieren

Vor gut einem Jahrzehnt ist die indische Tochter von Volkswagen an den Start gegangen, und 2017 hat VW India ein Rekordergebnis erzielt. Jetzt aber gibt es Negativschlagzeilen: Elf Gewerkschafter vom Werk in Pune (Bundesstaat Maharashtra) sind für höhere Löhne in einen unbefristeten Hungerstreik getreten.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1076434.volskwagen-hungerstreik-bei-vw-india.html

Fritz Linow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1591
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #243 am: 16:03:57 Mi. 17.Januar 2018 »
Der Arbeitsminister hat den Hungerstreik wohl beendet:
Zitat
16.1.18
(...)
In Pune haben Vertreter der örtlichen „Volkswagen Employees Union“ nach rund 14-monatigen ergebnislosen Verhandlungen einen zwischenzeitlichen Hungerstreik (wir berichteten) beendet. Gestern stand eine weitere Gesprächsrunde zwischen beiden Seiten an. Nach einer Intervention des Arbeitsministers hatten die Gewerkschafter ihre Aktion beendet. Das Thema beschäftigt inzwischen auch die internationale Gewerkschaftsplattform IndustriALL in Genf. „Wir fordern Volkswagen auf, sich schnell auf einen Dialog einzulassen und eine faire Lösung zu finden, bevor die Situation sich verschlimmert“, wird Georg Leutert auf der Homepage von IndustriALL zitiert. Er ist dort zuständig für die Automobilbranche. Inhaltlich geht es um die Einführung eines leistungsabhängigen Bausteins im Entgeltsystem.
(...)
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article213131963/Pune-Portugal-Putin-Stress-im-VW-Reich.html

Fritz Linow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1591
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #244 am: 23:12:32 Do. 25.Januar 2018 »
Zitat
25.1.18
18 Prozent mehr – Skoda-Werker wollen am Erfolg teilhaben

Bei der VW-Tochter in Mlada Boleslaw ist ein Streik nicht ausgeschlossen.

Wenn die IG Metall von einem kräftigen Schluck aus der Pulle spricht, dann geht es bei Tarifverhandlungen um Entgelterhöhungen von 5 bis 6 Prozent. Wenn die tschechische Gewerkschaft Kovo die Arbeitgeber zum Tarifpoker bittet, dann liegt die Messlatte bei 18 Prozent. Mit genau dieser Forderung muss sich jetzt das Skoda-Management in Mlada Boleslav auseinandersetzen. Dabei geht es zwar nicht nur um reine Entgelterhöhungen, aber die Forderung hat es dennoch in sich. Denn die tschechischen Mitarbeiter der Traditionsfirma wollen mehr als bisher vom Skoda-Erfolg profitieren. Das Unternehmen eilt seit zweieinhalb Jahren von einem Absatzrekord zum nächsten.

Mit einer ähnlich hohen Forderung (16 Prozent) war im Vorjahr die neugegründete slowakische Gewerkschaft Modern Trade Union an die dortige VW-Tochter herangetreten. Es kam zum Streik und danach zur Einigung. VW konnte immerhin erreichen, dass die Entgelterhöhungen zeitlich gestaffelt bis in den November dieses Jahres hinein erfolgen. Dazu gab es eine Einmalzahlung.

Die Argumente sowohl der slowakischen wie der tschechischen Gewerkschaftsführer ähneln sich. In beiden Ländern spielt die Autoindustrie eine eminent wichtige Rolle. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen in westlichen Ländern. Und: Es zeichnet sich immer deutlicher ein Mangel an Facharbeitern ab. Denn neben VW und Skoda haben sich auch viele andere Autobauer für die Standorte Tschechien und Slowakei entschieden. Skoda hat deshalb in Mlada Boleslav sogar eine eigene Universität gegründet, um an qualifizierten Nachwuchs zu kommen.

Anders als hierzulande gibt es auch keine starke Einzelgewerkschaft wie die IG Metall. In der Slowakei wurde die etablierte Gewerkschaft bei VW von der Modern Trade Union in kürzester Zeit weggefegt. Gewerkschaftschef Zoroslav Smolinsky legte sich während der Verhandlungen keinerlei verbale Zurückhaltung auf. Er spielte dabei die nationale Klaviatur (als ob die IGM nicht die nationale Klaviatur spielen würde) und erhielt Zustimmung aus der Politik. In Bratislava werden unter anderem der Touareg, der Up und der Audi Q7 gebaut. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Konzernmarken gerade mit den Luxusautos sehr viel Geld verdienen. Die Belegschaft leiste eine exzellente Arbeit, werde aber viel schlechter bezahlt als Kollegen in den westeuropäischen Volkswagen-Werken

Bei Skoda hat die Gewerkschaft noch ein Ass im Ärmel. Die Absatzzahlen der VW-Tochter Skoda sind atemberaubend. Die Tschechen sind die Nummer 1 bei den nach Deutschland importierten Fahrzeugen und zudem stark im osteuropäischen Markt. Die Auslieferungen von Škoda Auto stiegen 2017 wieder um 6,6 Prozent auf 1 200 500 Fahrzeuge. Zum vierten Mal in Folge verkaufte Škoda somit innerhalb eines Jahres mehr als eine Million Fahrzeuge. Neben dem Bestseller Octavia gehören der Superb sowie die neuen SUVs Kodiaq und Karoq zu den bedeutendsten Wachstumstreibern. Darüber freut man sich zwar im Konzern. Die Marke VW allerdings hat kein geringes Problem damit, dass die Tschechen von ihren Kernkompetenzen profitieren, dabei aber VW-Qualität zum günstigeren Preis anbieten können. Die deutlich niedrigeren Personalkosten sind im Vergleich zu Deutschland oder anderen westeuropäischen Ländern ein enormer Vorteil. Deshalb ist der Forderungskatalog der Gewerkschaft Kovo lang und anspruchsvoll. Klar ist auch: Das Damoklesschwert Streik würde den Überflieger Skoda in schwere Turbulenzen stürzen.
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article213226915/18-Prozent-mehr-Skoda-Werker-wollen-am-Erfolg-teilhaben.html

Dazu  ergänzend via labournet vom 18.9.17:

Zitat
DGB unterstützt tschechische Kampagne für höhere Löhne

Die Löhne und Lebensverhältnisse in der Europäischen Union müssen Schritt-für-Schritt nach oben angeglichen werden. Das forderte DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann am Donnerstag vor 1500 Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern beim "End of Cheap Labour"-Treffen des tschechischen Gewerkschaftsbundes ČMKOS. ČMKOS (deutsch: Böhmisch-mährische Gewerkschaftskonföderation) kämpft mit der Kampage erfolgreich gegen das niedrige Lohnniveau in Tschechien.
(...)
http://www.dgb.de/themen/++co++93c4a472-994f-11e7-94d0-525400e5a74a

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13330
  • Fischkopp
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #245 am: 16:44:41 So. 11.Februar 2018 »
Zitat
Solidarität mit der verbotenen russischen Autogewerkschaft: In einer Branche, wo selbst die Toten arbeiten…


Solidarität mit der verbotenen russischen Autogewerkschaft

Im Kampf gegen die Zerschlagung der MPRA und für das legitime Recht auf freie und demokratische Gewerkschaften erklären wir unsere volle Solidarität. Wir rufen zum weltweiten Protest und zur breiten Solidarisierung mit der kämpferischen Gewerkschaftsassoziation MPRA auf. Das Verbot und die Auflösung der MPRA richtet sich gegen ihren erfolgreichen Aufbau in mehreren Automobilbetrieben in Russland, wie bei Ford in Wsjewoloshsk bei Sankt Petersburg, AwtoWAS/ Lada in Toljatti, VW Kaluga und in vielen anderen Betrieben. Ebenso soll das Verbot die kämpferische Gewerkschaftsarbeit der rund 4000 Mitglieder treffen. Bedeutende Streiks, wie bei Ford im Jahr 2007, haben ihnen seit her Respekt und Anerkennung unter einer wachsenden Anzahl Arbeitern verschafft.
...
http://www.labournet.de/?p=127746

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6665
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #246 am: 18:46:13 Di. 13.Februar 2018 »
Der gewerkschaftliche Widerstand in Deutschland ist gekauft und befriedet.
Die Belegschaften werden weiter gesplittet und prekarisiert.
Das Management verdient sich dumm und dämlich.

Zitat
Zetsche verdient 8,6 Millionen Euro, Pensionsanspruch steigt auf 42 Millionen Euro

Gehaltssprung nach einer Rekordfahrt: Daimler-Chef Dieter Zetsche hat im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 8,6 Millionen Euro verdient. Zu seinem Grundgehalt von rund zwei Millionen Euro kommen variable Vergütungen in Höhe von rund vier Millionen Euro hinzu, die für die Erreichung kurz- und mittelfristiger Ziele fällig werden. Hinzu kommt ein Bonus in Höhe von 2,6 Millionen Euro, wie der Daimler-Geschäftsbericht für das Jahr 2017 ausweist. Im Jahr 2016 hatte Zetsche mit 7,6 Millionen Euro noch rund eine Million Euro weniger verdient.

An zweiter Position steht Finanzchef Bodo Uebber mit rund vier Millionen Euro. Personalvorstand Wilfried Porth streicht für 2017 ein Jahressalär von 3,5 Millionen Euro ein. Die Gesamtvergütung der neun Daimler-Vorstände beläuft sich auf rund 33 Millionen Euro.

Tatsächlich zugeflossen sind Zetsche einschließlich der Zahlungen aus den fälligen Bonusprogrammen vergangener Jahre 13 Millionen Euro...
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/dieter-zetsche-daimler-chef-verdient-laut-geschaeftsbericht-2017-8-6-millionen-euro-a-1193243.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Rappelkistenrebell

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2900
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #247 am: 21:03:45 Di. 13.Februar 2018 »
Die Buttons kann man noch bestellen...  ;D

AUTOMOBILARBEITERKOORDINATION
Klare Kante für 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich
Am 2. Dezember haben sich Vertreter der Internationalen Automobilarbeiterkoordination aus Deutschland zu einer bundesweiten Delegiertenversammlung getroffen.


Die Buttonmotive (foto: iaar)

Ein praktisches Ergebnis war die Herausgabe von vier Buttons und Aufklebern zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Auf der Homepage der internationalen Automobilarbeiterkoordination heißt es in einem Brief dazu:

 

„Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

… Die Forderung und der Kampf für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ist notwendiger denn je. Für die Arbeiterbewegung ist seit ihren Anfängen die Verkürzung der Arbeitszeit ein wesentliches Element, zusammen zu kämpfen, national und international. ...

 

Mit den Buttons und Aufklebern haben wir eine positive Antwort! Der Kampf für die 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich steht:

für den gemeinsamen Kampf gegen Leiharbeit, Befristungen
für den gemeinsamen Kampf über Ländergrenzen, gegen Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Verlagerung oder Fusionen
gegen die Folgen der sich anbahnenden Strukturkrise, im Zusammenhang mit der zu begrüßenden Umstellung auf E-Mobilität
 

in dieser Tarifrunde für die Kampfeinheit von Ost und West, gegen die Spaltung mit verschiedenen Tarifen und Arbeitszeiten. Ein Offener Brief aus der Verwaltungsstelle Jena-Saalfeld sagt klar. ‚Wir sind keine Arbeiter zweiter Klasse‘. Für einheitliche Tarifverträge in Ost und West.

 

Diese vier Argumente für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich sind in vier Motiven von Buttons und Aufkleber symbolisch dargestellt. Mit dem Symbol der Sonnen wollen wir ausdrücklich an die gewerkschaftlichen Streiks der 1980-er Jahre anknüpfen und für Gewerkschaften als Kampforganisationen werben. ..."

 

Hier kann der komplette Brief gelesen werden!

https://www.rf-news.de/2017/kw51/buttons-und-aufkleber-fuer-die-30-stunden-woche-bei-vollem-lohnausgleich


Buttons und Aufkleber für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich - jetzt bestellen


Die Bestellung bitte an info@iaar.de melden mit Lieferadresse, die Rechnung wird der Sendung beigelegt.

Nähere Infos


http://www.iawc.info/de/2017/buttons-und-aufkleber-fuer-die-30-stundenwoche-bei-vollem-lohnausgleich-jetzt-bestellen
Gegen System und Kapital!


www.mlpd.de

Strombolli

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6741
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #248 am: 06:43:19 Mi. 14.Februar 2018 »
Kann mal bitte jemand explizit erklären, warum es Unternehmen günstiger kommt 300 Leute 40 Stunden arbeiten zu lassen, statt 480 Leute 25?
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13330
  • Fischkopp
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #249 am: 11:54:51 Mi. 14.Februar 2018 »
Zitat
Daimler
Ungarischer Solibesuch bei 24-Stunden-Streik

Bei ihrem 24-Stunden-Warnstreik erhielten die Beschäftigten bei Daimler in Rastatt und Gaggenau einen besonderen Solidaritätsbesuch.




Am 5. Februar erschien eine Delegation der Vasas-Gewerkschaft aus dem ungarischen Standort Kecskemét vor Ort.

Besuch mit Fahne und "Pogácsa"

Kecskemét liegt rund 90 Kilometer südöstlich von Budapest. 3.500 Beschäftigte produzieren dort drei Modelle der Kompaktreihe für den Weltmarkt. Die Delegation brachte eine Fahne mit den Unterschriften der Vasas-Vertrauensleute und jede Menge "Pogácsa" (Salzgebäck) mit.

Die ungarischen Kolleginnen und Kollegen wollen sich ein Beispiel an der Kampfbereitschaft der Beschäftigten in der Metalltarifrunde nehmen. Die stellvertretende Vorsitzende der Kecskeméter Vasas-Grundorganisation bei Mercedes Benz, Kitti Besenyi, sagte: "In der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen auch in Kecskemét Lohnverhandlungen. Wir kämpfen darum, nicht länger zu den billigsten Arbeitskräften in Europa zu gehören."
https://www.rf-news.de/2018/kw07/ungarischer-solibesuch-bei-24-stunden-streik-in-rastatt-und-gaggenau

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13420
  • Waldkauz (8>
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #250 am: 12:21:24 Mi. 14.Februar 2018 »
Kann mal bitte jemand explizit erklären, warum es Unternehmen günstiger kommt 300 Leute 40 Stunden arbeiten zu lassen, statt 480 Leute 25?

Weil die Rendite dann geringer ausfällt und die Anleger Ärger machen?

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13330
  • Fischkopp
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #251 am: 12:40:55 Mi. 14.Februar 2018 »
Kann mal bitte jemand explizit erklären, warum es Unternehmen günstiger kommt 300 Leute 40 Stunden arbeiten zu lassen, statt 480 Leute 25?

Wenn es keinen Lohnausgleich geben würde, also man nur den Stundenlohn für 25 Std. die Woche kriegen sollte, dann sollte es keine geringere Redite für den Konzern geben. Ich würde mit Sicherheit mit 25 Std. Autmobilfacharbeiterlohn gut klarkommen und hätte noch ein halbwegs vernünftiges Leben. Ich fürchte, genau das soll verhindert werden.

Es ist eine ideologische Sache: Dieses System will die Alternative eines guten Lebens nicht, sondern allein die Wahl zwischen arbeiten bis zum Umfallen und Armut kombiniert mit Behördenterror.

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13420
  • Waldkauz (8>
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #252 am: 12:51:16 Mi. 14.Februar 2018 »
Naja, das wären aber 180 Leute mehr, die im Urlaub bezahlt werden, im Krankheitsfall usw.
Das sind ja genau die Kosten die die Arbeitgeber vermeiden wollen, wenn sie Leiharbeiter einstellen.

Strombolli

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6741
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #253 am: 14:14:57 Mi. 14.Februar 2018 »
Dann muß Arbeitgeber eben noch mal neu kalkulieren und bei sich auch Abstriche machen, sonst greift eine Steuer. Aber dazu fehlt ja der poltische Wille.
Deshalb bleibe ich bei meiner Prognose eines schmerzhaften Systemzusammenbruchs.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13330
  • Fischkopp
Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #254 am: 14:45:38 Mi. 14.Februar 2018 »
Zitat
Systemzusammenbruch
Komm doch nicht immer wieder mit dieser Kacke!!

Wenn das System nicht gestürzt wird, wird es weiterexistieren.
Wegen der sich verschärfenden Krisen bereitet man sich darauf vor, die bürgerliche parlamentarische Demokratie durch eine neue Form von Faschismus zu ersetzen. Das politische System wird erneuert, doch das herrschende Wirtschaftssystem bleibt.