Autor Thema: Kämpfe in der Automobilindustrie  (Gelesen 88283 mal)

Strombolli

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #255 am: 15:18:20 Mi. 14.Februar 2018 »
Kacke hin, Kacke her, ich sehe weit und breit keine Kraft, die den Kapitalismus mental und logistisch zu stürzen in der Lage ist.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #256 am: 15:27:47 Mi. 14.Februar 2018 »
Es gibt zur Zeit keine organisierte Gegenkraft.
Korrekt.

Das ist kein Grund sich an das Gefasel der Internet-Verschwörungsärsche zu hängen.

Die Haltung des "Abwartens" auf den "Zusammenbruch" kotzt mich an!
So macht man es sich leicht. Es befreit einen davon, selbst aktiv zu werden.

Zitat
So düster sich die Weltlage derzeit auch präsentiert, es gibt keinen Grund, in Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Auf der einen Seite sieht es so aus, als würde die Bourgeoisie überall fest im Sattel sitzen. Gleichzeitig sitzt sie auf einem Pulverfass, dessen Lunte längst zu brennen begonnen hat. Das Feuer scheint erloschen. Doch unter der fahlen Asche glimmt grimmig die Glut. Es wird den Mächtigen nicht gelingen, diese brennende Lunte auszulöschen. Dafür sorgen allein die gesellschaftlichen Widersprüche, die ausreichend Reibung und Wärme erzeugen, um das Feuer stets von Neuem zu nähren. Das Jahr 2018 hat mit Protesten und Aufständen im Iran begonnen. „Der Druck aus dem Volks ist so gross, dass ihm das Regime nicht standhalten wird“, erklärte ein junger Iraner, der in die Schweiz geflüchtet war, hoffnungsvoll im Interview mit einer grossen Boulevard-Zeitung (www.blick.ch/news/ausland/iranischer-regime-gegner-nima-pour-jakub-30-ueber-die-proteste-das-ist-der-anfang-vom-ende-id7796642.html).
Rainer Thomann
 

Kuddel

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #257 am: 20:10:27 Fr. 16.Februar 2018 »
Jetzt kriegt VW (Skoda)  Gegenwind in Tschechien:
http://www.bursa.ro/angajatii-skoda-ameninta-cu-proteste-pe-fondul-nemultumirilor-salariale-340884&s=print&sr=articol&id_articol=340884.html
(Übersetzung mit Hilfe von Google Translate)

Zitat
Skoda-Arbeiter drohen inmitten von Tarifverhandlungen mit Protesten

BURSA 15.02.2018. Die Gewerkschaften bei Skoda in der Tschechischen Republik haben heute bekannt gegeben, dass sie das Lohnangebot des Autoherstellers abgelehnt haben und die Vorbereitungen für einen möglichen längeren Streik begonnen haben, sagte Agerpres Reuters.

     Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter legten die Einzelheiten des Angebots nicht vor, sagten aber, dass der Erhöhungsvorschlag nur die Inflationsrate von über 2% abdeckte und die Arbeitnehmer eine Änderung des Arbeitsplans akzeptieren mussten.

     "Das Lohnwachstumsangebot ist zu diesem Zeitpunkt gleich Null, da Skodas anfängliche lächerliche Vorschläge auf der Einführung eines atypischen Arbeitsprogramms basieren", heißt es in einer gewerkschaftlichen Erklärung

     Ein Sprecher von Skoda, einer Tochter des deutschen Volkswagen Konzerns, lehnte es gleichzeitig ab, sich zu den Verhandlungen zu äußern. Der Verwaltungsrat wird die Situation am 19. Februar überprüfen.

     Skoda, die profitabelste Marke von Volkswagen, erzielte erneut ein Rekordergebnis für das Jahr 2017. Der weltweite Absatz stieg um 6,6% auf 1,2 Millionen Fahrzeuge.

Fritz Linow

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #258 am: 22:45:05 Di. 20.Februar 2018 »
Zitat
Jetzt kriegt VW (Skoda)  Gegenwind in Tschechien:


Laut dem Pressefuzzi von Skoda, Jens Katemann, gibt es nun folgendes Angebot:

20.2.18
Skoda bietet Gewerkschaft Lohnsteigerung von insgesamt 15% an. Tariferhöhung in vier Stufen über 27 Monate. Höhere Leistungszulage. Plus außerordentliche Zahlungen von insgesamt 25000 CZK über Laufzeit zusätzlich zum normalen Bonus.
https://twitter.com/katemann_jens/status/966043421646389248


Fritz Linow

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #259 am: 22:39:40 Mi. 28.Februar 2018 »
Zitat
23.2.18
Skoda: Gewerkschaft bereitet groß angelegte Streiks vor

Nachdem Gewerkschaftsvertreter das jüngste Gehaltangebot des Skoda-Managements abgelehnt haben, droht dem tschechischen Autobauer nunmehr ein Streik.
(...)
https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/skoda-gewerkschaft-bereitet-gross-angelegte-streiks-vor-391.html

Fritz Linow

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #260 am: 21:23:04 Do. 22.März 2018 »
Zitat
22.3.18
Im Tarifstreit will die tschechische VW-Tochter Skoda Streiks mit einer satten Lohnerhöhung von 8,3 Prozent verhindern. Die Arbeitnehmer wollen jedoch deutlich mehr.
(...)
Gewerkschaftschef Jaroslav Povsik hatte mit einem zehntägigen Streik im Mai gedroht, falls keine Einigung erreicht werde. Die Arbeitnehmervertreter streben ein zweistelliges Lohnplus an.
(...)
https://www.automobilwoche.de/article/20180322/NACHRICHTEN/180329964/vw-tochter-skoda-will-streik-mit-kraeftigem-lohnplus-abwenden

Fritz Linow

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #261 am: 22:46:22 Sa. 07.April 2018 »
Die Androhung eines Streiks und Beharrlichkeit scheinen bei Skoda sehr gute Früchte zu tragen:

Zitat
6.4.18
Die tschechische VW-Tochter Skoda hat sich mit der Gewerkschaft Kovo geeinigt. Beide Seiten hatten wochenlang um einen Abschluss gerungen.

Die Beschäftigten der tschechischen VW-Tochter Skoda erhalten zwölf Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft Kovo teilte am Freitag mit, sie nehme das jüngste Angebot der Arbeitgeber an.
http://creditreform-magazin.de/2018/04/06/handelsblatt-news/handelsblatt/mitarbeiter-von-skoda-erhalten-zwoelf-prozent-mehr-geld/

Fritz Linow

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Re:Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #262 am: 23:01:38 Di. 07.August 2018 »
Zitat
7.8.18
VW-Arbeiter im Werk Kaluga begannen „italienischen Streik“

In der Automobilfabrik Volkswagen Group Rus in Kaluga hat ein „italienischer Streik“ begonnen. Arbeiter verlangsamten die Produktion, indem sie alle Arbeitsvorschriften sorgfältig beachten und regelkonform ausführen, berichtete die Gewerkschaft MPRA, die etwa tausend Mitarbeiter von VW als Mitglieder zählt, auf ihrer Facebook-Seite,

Logistik-Mitarbeiter an den Montagebändern begannen am 6. August aus Protest gegen den Abzug von Arbeitsplätzen im Rahmen von Outsourcing-Maßnahmen die Arbeitsvorschriften streng einzuhalten. „Sie reduzierten die Laufgeschwindigkeit der Montagebänder von 10 auf 5 km pro Stunde, so wie es durch die Arbeitssicherheitsregeln vorgeschrieben ist“, heißt es im Bericht der Gewerkschaft.
(...)
https://www.russland.capital/vw-arbeiter-im-werk-kaluga-begannen-italienischen-streik

Kuddel

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Re: Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #263 am: 11:16:06 Mo. 31.Dezember 2018 »
Zitat
Hyundai-Beschäftigte protestieren gegen Pläne für Niedriglohn-Fabrik

SEOUL (dpa-AFX) - Pläne für eine Niedriglohn-Autofabrik in der südkoreanischen Stadt Gwangju haben die Gewerkschaft beim Volkswagen-Rivalen Hyundai auf die Barrikaden getrieben. Etwa 80 000 Beschäftigte bei Hyundai Motor und dessen Schwesterfirma Kia Motors legten am Donnerstag bei einem Warnstreik für vier Stunden ihre Arbeit nieder. Damit wolle man gegen das "Gwangju-Modell" protestieren, sagte der für die Autoindustrie zuständige Exekutivdirektor bei der koreanischen Gewerkschaft der Metallarbeiter (KMWU), Ha Young Chul.
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/hyundai-beschaeftigte-protestieren-gegen-plaene-fuer-niedriglohn-fabrik-6910914

ManOfConstantSorrow

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Re: Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #264 am: 09:00:13 Do. 17.Januar 2019 »
Zulieferer für General Motors (GM), Ford und Fiat-Chrysler...

Zitat
70.000 (Autozulieferer) im Streik in den Maquiladora-Sonderwirtschaftszonen im Norden Mexikos: Selbstorganisiert



Das Phantom ist wieder da:
Maquiladoras in Nordmexiko von 70.000 bestreikt - ohne Gewerkschaft...

Mindestens 70.000 Arbeiter aus 45 Fabriken – darunter viele Zulieferer für die Automobilhersteller General Motors (GM), Ford und Fiat-Chrysler – sind in der US-mexikanischen Grenzstadt Matamoros in einen wilden Streik getreten. Der Streik ist eine Rebellion gegen die Zuständen in den so genannten „maquiladora“ Produktionsbetrieben und gegen die unternehmerfreundlichen Gewerkschaften. In den 3.000 „maquiladora“-Fabriken, die auf der mexikanischen Seite der Grenze liegen und 65 Prozent der mexikanischen Exporte ausmachen, ertragen über 1 Million Arbeiter niedrige Löhne und Ausbeutung. (…) Auf einer Generalversammlung am Samstag beschlossen die Arbeiter den Streik. Die 2.000 Anwesenden wandten sich dabei gegen die verhasste Gewerkschaft der Arbeiter und Industriearbeiter der Maquiladora-Industrie (SJOIIM) und vereinbarten, Vertreter aus ihren Fabriken zu wählen, um ihren Kampf außerhalb der Kontrolle der Gewerkschaft zu führen. Nach dem Treffen besuchten Streikende jedes Werk, um ihre Kolleginnen und Kollegen herauszurufen und rot-schwarze Banner an geschlossene Werke zu hängen – das traditionelle mexikanische Symbol für eine Fabrikbesetzung. Trotz der Anweisung der Gewerkschaft, bis Mittwoch am Arbeitsplatz zu bleiben, strömten Gruppen von Arbeitern durch die Stadt, um die Eingänge zu den geschlossenen Werke zu blockieren und Tag und Nacht Streikwache zu halten. Die Arbeiter haben auch gemeinsame Streikcafés und andere Anlaufstellen für Streikende eingerichtet…
http://www.labournet.de/?p=142790
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ManOfConstantSorrow

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Re: Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #265 am: 17:58:59 Do. 24.Januar 2019 »
Zitat
Audi-Mitarbeiter in Ungarn wollen eine Woche streiken

Seit dem frühen Donnerstagmorgen steht die Produktion von Audi in Györ still: Die Gewerkschaft hat zum Streik aufgerufen, um Lohnforderungen Nachdruck zu verleihen.



Audi Hungaria ist mit seinem Werk in Györ, 100 Kilometer westlich von Budapest, der größte ausländische Investor in Ungarn.

GyörTausende Mitarbeiter des deutschen Autoherstellers Audi sind am ungarischen Produktionsstandort Györ in einen einwöchigen Streik getreten. Der Ausstand begann wie geplant am Donnerstag um 06.00 Uhr, wie ein führender Vertreter der Unabhängigen Gewerkschaft bei Audi Hungaria (AHFSZ) bestätigte. Die Produktion stehe seitdem still, fügte er hinzu.

Zu dem Streik hatte die AHFSZ aufgerufen, um ihren Lohnforderungen Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitnehmervertretung verlangt eine Steigerung der Löhne um 18 Prozent und um mindestens 75 000 Forint (236 Euro). Die Unternehmensführung hatte Lohnerhöhungen von jeweils zehn Prozent in diesem und im nächsten Jahr angeboten. Die Gewerkschaft hatte mit einem zweistündigen Warnstreik am vergangenen Freitag ihre Kampfbereitschaft signalisiert.

Audi Hungaria ist mit seinem Werk in Györ, 100 Kilometer westlich von Budapest, der größte ausländische Investor in Ungarn. Die Ingolstädter haben seit der Einweihung des Produktionsstandortes 1993 fast sechs Milliarden Euro investiert. 2017 liefen in Györ 105 000 Fahrzeuge und fast zwei Millionen Motoren vom Band. Zum 31. Dezember 2017 waren dort 12 307 Mitarbeiter beschäftigt.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autohersteller-audi-mitarbeiter-in-ungarn-wollen-eine-woche-streiken/23903966.html?ticket=ST-1978382-01fHcfYEVLlFCM6XMZLi-ap3
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ManOfConstantSorrow

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Re: Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #266 am: 13:55:10 Mi. 30.Januar 2019 »
Zitat
Streik in Motorenwerk in Ungarn
Bei Audi stehen die Bänder still



Ein tagelanger Streik im ungarischen Motorenwerk Györ hat das Audi-Werk in Ingolstadt lahmgelegt. Einige tausend Fahrzeuge können nicht produziert werden, weil die Motoren fehlten, sagte ein Sprecher.
https://www.tagesschau.de/inland/audi-ingolstadt-ungarn-101.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Fritz Linow

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Re: Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #267 am: 19:14:56 Mi. 30.Januar 2019 »
Zitat
30.1.19
Streik bei Audi in Ungarn beendet

Der einwöchige Arbeitskampf der Audi-Mitarbeiter in Györ legte die Produktion im Stammwerk in Ingolstadt lahm, auch VW und Porsche waren betroffen. Jetzt ist der Tarifstreit beigelegt – die Beschäftigten bekommen 18 Prozent mehr Geld. (...)
http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Volkswagen/Streik-bei-Audi-in-Ungarn-beendet-Zwangspause-in-Deutschland-bei-VW-Audi-und-Porsche-bald-vorueber

Kuddel

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Re: Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #268 am: 19:29:11 Mi. 30.Januar 2019 »
Die ungarischen Kollegen haben eine 18%ige Lohnerhöhung gefordert und haben 18% mehr Lohn bekommen. Nicht in 3 Jahren sondern ab sofort. Man muß nur die Produktion so lange lahmlegen, bis es dem Konzern spürbar wehtut.
Zitat
Das Unternehmen habe der geforderten Lohnerhöhung um 18 Prozent zugestimmt, teilte die Gewerkschaft AHFSZ am Mittwoch mit. Audi betonte, die Produktion in Györ werde jetzt rasch wieder hochgefahren. Aber im Stammwerk Ingolstadt könnten die Bänder mangels Motoren frühestens an diesem Montag wieder anlaufen - bis dahin herrscht weiter Zwangspause.
https://www.welt.de/regionales/bayern/article187999219/Streik-im-Audi-Motorenwerk-Gyoer-beendet.html
 :)    :D     ;D

Daran sollten die Arbeiter sich hierzulande orientieren! Daran können sie den Wert der hiesigen gewerkschaftlichen Abschlüsse beurteilen.

counselor

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Re: Kämpfe in der Automobilindustrie
« Antwort #269 am: 20:37:01 Mi. 30.Januar 2019 »
Bei Audi in Deutschland geht es jetzt um die Weiterzahlung des Lohnes während der Ausfallzeiten!
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!