Autor Thema: Südkorea  (Gelesen 19531 mal)

ManOfConstantSorrow

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Minerva freigesprochen
« Antwort #30 am: 19:20:56 Mo. 27.April 2009 »
Der Mann, der im letzten Jahr als "Minerva" im Internet einen Blog zur Wirtschaftskrise gemacht und großen Einfluß erzielt hatte, war wegen "Verbreitung von falschen Informationen" verhaftet und angeklagt worden - die Staatsanwälte verlangten 18 Monate Gefängnis, siehe 2 Beiträge höher. In erster Instanz wurde er jetzt freigesprochen; er habe nicht absichtlich die Interessen Südkoreas schädigen wollen. Nicht erfolgreich war jedoch der Versuch, das Gericht zu einer Überprüfung des Gesetzes über "Elektronische Kommunikation" zu drängen. Das Gesetz sieht Strafen von bis zu 5 Jahren Haft für "das Verbreiten von Falschinformation, die das öffentliche Interesse schädigen" vor.

Quelle: The Hankyoreh, 21.4.09
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Re: Südkorea
« Antwort #31 am: 19:45:24 Fr. 19.Juni 2009 »
Attacke auf Werksbesetzer zurückgeschlagen

Eine "company salvation squad" (offensichtlich eine aus Leitenden Angestellten und diversen Streikbrechern zusammengesetzte Truppe aus "Scabs") versuchte mittels eines vermeintlich "wasserdichten" Plans am Morgen des 16. Juni das von den Arbeitern besetzte Werk zu erstürmen. Sie wurden jedoch von den Arbeitern und den sie unterstützenden Familienangehörigen wieder hinausgedrängt...


http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=6895&Itemid=1


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Re: Südkorea
« Antwort #32 am: 11:42:24 Fr. 26.Juni 2009 »


25.06.09 - 1.700 Arbeiter des Ssangyong-Werkes in Pyeongtaek haben seit über vier Wochen das Werk besetzt und legen die Produktion lahm.

Sie kämpfen gegen Entlassungen, nachdem Ssangyong im Februar Insolvenz angemeldet hat. Vor drei Jahren war Ssangyong mehrheitlich von dem chinesischen Autokonzern SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation) übernommen worden. Seitdem war kaum investiert worden.
Als am 16. Juni versucht worden war, die besetzte Fabrik mit Hilfe von höheren Angestellten und Streikbrechern zu stürmen, kamen 700 bis 800 Arbeiter von umliegenden Fabriken, besonders von Kia, zu Hilfe. Seitdem bereiten sich die Ssangyong-Arbeiter auf die bewaffnete Verteidigung der Fabrik vor. Den Kern der Besetzung bilden 50 bis 60 Trupps von je 10 Arbeitern, die je einen Delegierten zu den Streikversammlungen schicken. Gegenwärtig sind noch etwa 1.000 Arbeiter an der Besetzung beteiligt, unterstützt von ihren Familien.

http://www.rf-news.de/2009/kw26/werksbesetzung-in-suedkorea
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Re: Südkorea
« Antwort #33 am: 11:36:41 Sa. 27.Juni 2009 »
Pyeongtaek: Zuerst stürmten 300 "von der Firma angeheuerte Sicherheitsleute" [so jedenfalls Yonhap, JoongAng, Korea Herald u.a., während andere Quellen immer noch von "Beschäftigten der Fabrik" reden, Red] die Fabrik, wobei es zu Auseiandersetzungen mit den Fabrikbesetzern mit Verletzten gekommen ist, danach kam ein starkes Polizeiaufgebot. Im Moment sieht es wohl so aus, daß sich die Besetzer in die Lackiererei zurückgezogen haben. Die Polizei traut sich bislang nicht, diese anzugreifen, weil dort große Mengen entzündlicher Materialien liegen.

Eine Zusammenfassung der Geschichte der Auseinandersetzungen bei Ssangyong (auf englisch) von Loren Goldner:
http://libcom.org/news/pyeongtaek-strike-continues-south-korea-21062009
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Re: Südkorea
« Antwort #34 am: 18:12:35 Mo. 29.Juni 2009 »
1000 Arbeiter verteidigen Motorenfabrik gegen bewaffnete Streikbrecher der Kapitalisten      

motorenwerke2.jpgAm Morgen des 27. Juni sind 3000 von den Kapitalisten angeheuerte bewaffnete Streikbrecher in die von den Arbeitern besetzte Ssongyang-Motorenfabrik eingedrungen. Sie versuchten die Fabrikbesetzer und ihre Familienangehörigen zu vertreiben. Sie griffen die Arbeiter mit Eisenstangen, Tränengasgranaten und Totschlägern an. Diese jedoch hatten zuvor in der Fabrik Befestigungen angelegt und verteidigten sich gegen den Angriff.




Nach 24-stündigen Kämpfen hatten es die Arbeiter geschafft, ihre Festung in der Fabrik gegen den Angriff der Streikbrecher zu verteidigen. 70 Leute wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Gleichzeitig hatte Bereitschaftspolizei alle Zufahrsstraßen abgeriegelt, um zu verhindern, dass die Arbeiter von anderen Belegschaften Unterstützung bekommen. Sie warten einen günstigen Zeitpunkt ab, um selber paramilitärisch zu intervenieren.

Aus Solidarität beschloß die Metallarbeitergewerkschaft, vom 29. Juni an in einen landesweiten Streik zu treten.

Daraufhin erklärten die Kapitalisten gestern in einer Pressekonferenz, die Streikbrecher zurückzuziehen.


Fotos und Videos:

http://www.geocities.jp/dorosien28/index.html

http://www.youtube.com/watch?=F84Ds1MwSgU&feature=player_embedded



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Re: Südkorea
« Antwort #35 am: 17:04:35 Mo. 20.Juli 2009 »
Pyeongtaek:200 bis 300 Polizisten sind in die seit zwei Monaten besetzte Autofabrik Ssangyong eingedrungen, insgesamt sind jetzt 3000 Polizisten innerhalb und außerhalb der Fabrik. Bisher gab es noch keine größeren Zusammenstöße mit den ca. 500 (andere Quellen: 800) entlassenen Arbeitern, die die Lackiererei besetzt halten.   

Quelle: Yahoo! Finance, 20.7.09
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Re:Südkorea
« Antwort #36 am: 17:00:15 Fr. 24.Juli 2009 »
Hunderte südkoreanische Automobilarbeiter haben ihren Betrieb besetzt – belagert von der Polizei. Wasser und Strom sind abgestellt, zu essen gibt es nichts. Eine Angehörige begeht Selbstmord.

http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/toedlicher-arbeitskampf/
http://www.jungewelt.de/2009/07-24/007.php
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Re:Südkorea
« Antwort #37 am: 17:35:37 Sa. 25.Juli 2009 »
Militanter Arbeitskampf bei Ssangyong/Korea



Bei Autohersteller 2670 Entlassungen geplant +++ Fabrik seit über zwei Monaten bestreikt und von ungefähr 1000 ArbeiterInnen besetzt +++ Den BesetzerInnen werden Wasser, Nahrungsmittel und andere benötigte Güter verwehrt +++ Seit 21.07. Angriffe von 3000 Riotcops mit Hubschraubern und Wasserwerfern +++ militante Gegenwehr der BesetzerInnen verhindert Räumung




In Südkorea haben seit über zwei Monaten ungefähr 1000 ArbeiterInnen des Automobilherstellers Ssangyong ihre Fabrik besetzt, um sich gegen ihre geplante Entlassung durch die chinesische Eigentümerfirma SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation) zu wehren. Anfang der vergangenen Woche haben die EigentümerInnen einen Räumungsbescheid erwirkt, seitdem wird das Werk von 3000 Riotcops belagert, die mehrere Angriffe auf die BesetzerInnen gestartet haben, unter anderem mit Tränengasabwürfen aus Hubschraubern und dem Einsatz von Wasserwerfern. Obwohl sie von jeglicher Versorgung abgeschnitten und völlig übermüdet sind, scheinen die streikenden ArbeiterInnen weiterhin entschlossen, die Besetzung aufrecht zu erhalten. Mit großen Zwillen, aus denen sie Stahlmuttern und ähnliches abfeuern und den Einsatz von Molotow-Cocktails konnten die bisherigen Angriffe der Bullen abgewehrt werden. Gleichzeitig wurde auch eine Solidaritätsdemonstration der Metallgewerkschaft, an der sich offenbar 5000 Menschend beteiligt hatten, von Bullen attackiert und nicht bis vor die Werkstore durchgelassen. Der koreanische Gewerkschaftsverband KCTU hat deshalb am Mittwoch zum Generalstreik aus Solidarität mit den ArbeiterInnen bei Ssangyong aufgerufen.

http://de.indymedia.org/2009/07/256862.shtml



















Weitere Berichte:
 http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7089&Itemid=35
 http://libcom.org/news/korean-police-fail-break-ssangyong-factory-occupation-20072009
 http://www.labournet.de/internationales/korea/arbeitskampf.html

Videos von den Auseinandersetzungen:
 http://bronsteyn.wordpress.com/2009/07/21/polizei-versuchte-ssangyong-motorenwerke-in-pyoenteaksudkorea-zu-sturmen-videos/
 

CNN 촬영 경찰 폭행

쌍용차 일촉즉발 대치경찰, 진압용 컨테이너 배치

쌍용차의 끔찍한지게차

쌍용차 노사충돌, 부상자 속출

7월1일 쌍용사측 비인간 작태로 단수된 쌍용차 평택공장 생수 전달식

09년 7월 17일 mbc 쌍용차 사측 수면가스 보도
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Re:Südkorea
« Antwort #38 am: 16:19:28 Mo. 17.August 2009 »
Äußerst mageres Ergebnis
Ein Jahr Kurzarbeit nach Ende der Betriebsbesetzung bei Ssangyong Motors. Südkoreas Polizei startet Repressionswelle

Von Raoul Rigault

Die Betriebsbesetzung beim südkoreanischen Autohersteller Ssangyong Motors wurde in der vergangenen Woche nach 77 Tagen gewaltsam beendet. Das bedeutet allerdings nicht, daß die Konfronta­tion zwischen den am Ende noch 458 Automobilarbeitern und dem Staatsapparat beigelegt wäre. Im Gegenteil leiteten Polizei und Staatsanwaltschaft nunmehr eine Repressionswelle ein.

Am Dienstag wurden gegen weitere 38 Aktivisten Haftbefehle ausgestellt. Damit erhöhte sich die Zahl der Inhaftierten auf 64. Unter ihnen befinden sich neben dem Gewerkschaftssekretär und Chefunterhändler Han Sang-kyun auch elf externe Unterstützer, die sich mit dem Kampf, der weltweit Schlagzeilen machte, solidarisiert hatten. Die Vorwürfe lauten auf »Gewaltanwendung« oder »Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs«. Obwohl das Unternehmen darauf verzichtet hatte, strengten die Polizeibehörden von sich aus eine Schadenersatzklage über 548 Millionen Won (312000 Euro) an. 500 Millionen davon soll die Gewerkschaft KMWU zahlen. Nicht mit Strafverfolgung rechnen müssen die Werkschützer, die unter anderem am 4.August versucht hatten, mit Eisenrohren und Stahlschleudern bewaffnet, Teile des besetzten Geländes zu räumen, dabei aber zurückgeschlagen wurden.

Es handelt sich um die größte Verhaftungswelle wegen »Vergehen gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung« seit zwölf Jahren. 1997 hatte die Föderation der Koreanischen Studentenräte die Yonsei-Universität besetzt. Nach Niederschlagung der Proteste wurden seinerzeit 465 Menschen verhaftet und 438 angeklagt. Ziel der umfangreichen Operation ist es diesmal, neben Abschreckung und Schwächung der Gewerkschaft, vor allem die Unternehmerschaft zu beruhigen. Wie der rechte Staatspräsident Lee Myung-Bak, ein ehemaliger Hyundai-Manager, am Dienstag während der wöchentlichen Kabinettssitzung beklagte, hätten die militanten Proteste bei Ssangyong Motors »einen schlechten Eindruck auf ausländische Investoren gemacht und der Wirtschaft einen hohen Tribut abverlangt«.

Das größte Opfer brachten allerdings die Beschäftigten des insolventen Autobauers. Im erzielten Abkommen vom 7. August ist festgeschrieben, daß von den 974 gekündigten Arbeitern nur 48 Prozent ihren Arbeitsplatz behalten. Die anderen müssen gehen. Unter dem Eindruck des hartnäckigen Widerstandes und zunehmender Solidaritätsbekundungen selbst aus buddhistischen Kreisen hatte das Management am Ende noch einmal leicht nachgebessert. Zuvor war eine Kündigungsquote von 60 Prozent vorgesehen. Bereits vor Beginn des Streiks waren 1670 Beschäftigte mit Druck und Abfindungen zum »freiwilligen« Ausscheiden genötigt worden.

Für die Verbleibenden wurde nun eine einjährige Kurzarbeit vereinbart, wobei das Unternehmen zusätzlich zur staatlichen Arbeitslosenunterstützung von einer Million Won (570 Euro) im Monat lediglich zwei Monate lang ein »Ruhegeld« zu zahlen hat. Zudem soll es – sofern es die Absatzlage erlaubt –in den kommenden zwölf Monaten Teilzeitjobs mit Löhnen von 500 000 Won anbieten. Bislang liegt das Monatseinkommen bei gut drei Millionen Won (etwa 1700 Euro). Darüber hinaus soll allen Betroffenen in Zusammenarbeit mit den Lokalbehörden, der Zentralregierung und anderen Firmen bei der Arbeitsplatzsuche geholfen werden.

Das magere Ergebnis ist neben den ungünstigen politischen Kräfteverhältnissen und der faktischen Spaltung der Belegschaft auch der desolaten betriebswirtschaftlichen Situation geschuldet. In den ersten sechs Monaten des Jahres brach der Absatz des mehrheitlich in chinesischem Besitz befindlichen Unternehmens, das eine Kapazität von 200 000 Fahrzeugen im Jahr hat, um 73,9 Prozent ein. Fraglich ist, ob Südkoreas fünftgrößter Autobauer überlebensfähig ist.

http://www.jungewelt.de/2009/08-13/008.php
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Südkorea: Streikführer festgenommen
« Antwort #39 am: 17:38:24 Di. 15.Dezember 2009 »
  14.12.09 - Die Polizei nahm am Sonntag den Vorsitzenden der Eisenbahnergewerkschaft, Kim Ki-tae, in Haft. Er hatte den Streik von 15.000 Gewerkschaftsmitglieder vom 26. November - 3. Dezember gegen Entlassungen und Lohnkürzungen angeführt. Es war der längste Streik in der Geschichte der südkoreanischen Eisenbahn Korail. Das Unternehmen will 12 Streikführer bestrafen und fordert Schadenersatz.

http://www.rf-news.de/2009/kw51/14.12.09-suedkorea-streikfuehrer-festgenommen
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Kumho Tires steht massiver Streik in Korea ins Haus
« Antwort #40 am: 18:19:29 Sa. 06.März 2010 »
Offensichtlich will Kumho Tires zum 2. April in seiner Reifenfabrik in Gwangju rund 25 Prozent der Jobs streichen. Wie die Korea Times meldet, hätten 1.199 Fabrikarbeiter gestern ihre Entlassungen erhalten. Der Hersteller betont, man wolle aber 1.006 der betroffenen Mitarbeiter über Subunternehmen in der Reifenproduktion weiterbeschäftigen. Nun steht dem zweitgrößten koreanischen Reifenhersteller ein massiver Streik ins Haus, wie die Zeitung weiter schreibt. Wie die zuständige Gewerkschaft ankündigt, seien Streiks ab dem 16. März geplant, sollten die weiter laufenden Verhandlungen keinerlei Ergebnis bringen; Anfang kommender Woche findet dazu eine Abstimmung statt. Die Entlassungen sind Teil des Turnaround-Plans, den die finanziell stark angeschlagene Kumho Asiana Group derzeit verfolgt. Die Gewerkschaft hatte die Entlassungen zuletzt durch Zugeständnisse bei den Löhnen und Zusatzleistungen zu verhindern gesucht – ohne Erfolg.

http://www.reifenpresse.de/news/alle-news/detail/article/kumho-tires-streht-massiver-streik-in-korea-ins-haus.html?tx_ttnews[backPid]=16&cHash=b00ae68cfd
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Re:Südkorea
« Antwort #41 am: 17:32:06 Di. 26.Oktober 2010 »
Südkorea fürchtet "terrorähnliche Proteste" bei G-20-Gipfel

Die Polizei in Südkorea rechnet damit, dass Veteranen den G-20-Gipfel im November in Seoul für gewaltsame Proteste nutzen könnten. Mehr als hundert ehemalige Mitglieder der Elitetruppe UDT der Marine planten "sehr gewalttätige" Demonstrationen, um ihren Forderungen nach höheren Pensionen Nachdruck zu verleihen, sagte der südkoreanische Polizeichef Cho Hyun Oh am Montag in Seoul. "Sie versuchen, terrorähnliche Proteste im Stadtzentrum zu organisieren." Einige Veteranen wollen laut Cho in der Nähe des Tagungsorts der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer Autos und Tanklaster in Brand setzen.

http://www.stern.de/news2/aktuell/suedkorea-fuerchtet-terroraehnliche-proteste-bei-g-20-gipfel-1617359.html
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Re:Südkorea
« Antwort #42 am: 15:22:46 Mo. 13.Juni 2011 »
Zitat
Autozuliefer-Streik    

Asan: Seit Januar wird beim Autoteilezulieferer Yoosung Enterprise (macht u.a. Kolbenringe und Zylinderbuchsen) immer mal wieder für Tarifforderungen gestreikt. Diese sind neue Schichtpläne und Lohnsysteme, höhere Zulagen. Seit fünf Tagen verhandeln Management und Gewerkschaft erneut ohne große Fortschritte. Seitdem wird wieder gestreikt, 500 bis 700 Gewerkschaftsmitglieder haben die Fabrik besetzt und blockieren den Eingang, um andere Arbeiter am Streikbruch zu hindern. Das Unternehmen hat deswegen die Gewerkschaft angezeigt, die Polizei überprüft noch, ob Haftbefehle gegen Rädels- und Gewerkschaftsführer ergehen. Da Yoosung 80 Prozent der Kolbenringe für die koreanischen Autofirmen liefert, mußten Hyundai und Kia bereits die Produktion jeweils eines Modells stoppen. Weitere Produktionsausfälle drohen, auch bei anderen Firmen. Die südkoreanische Autoindustrie ist seit dem japanischen Erdbeben/Tsunami und den damit verbundenen Produktionsverlusten im Aufschwung.
Quelle: Yonhap News, Korea Herald, Chosunilbo, 23.5.11


Zitat
   Räumung    

Asan: Um 15Uhr brachen Gewerkschaft und Management des Autozulieferers Yoosung ihre Tarifverhandlungen ergebnislos ab. Um 16 Uhr begannen zwischen 2500 und 3100 Polizisten die Räumung der von 500 Gewerkschaftern bestreikten und besetzten Fabrik. Es gab nur passiven Widerstand, bis 18 Uhr wurden alle Streikenden fortgebracht und festgenommen, offenbar gab es keine Verletzten. Für zwei Gewerkschaftsführer wurden Haftbefehle ausgestellt. Die Besetzung gilt als illegal, da sie nach der Aussperrung durch die Firma erfolgte. Am 18. Mai stimmten die Gewerkschaftsmitglieder nach erfolglosen Tarifverhandlungen für Streik. Am selben Tag schloss die Firma die Produktion, 2 Tage später wurde die Fabrik von den Streikenden besetzt. Am 22. Mai schloss das Unternehmen eine weitere Fabrik, in Yeongdong. Bei den gescheiterten Tarifverhandlungen geht es um neue Lohn- und Schichtsysteme. Die Gewerkschaft sagt, das Unternehmen habe bei den Tarifverhandlungen im Jahr 2009 deren Einführung versprochen. Das Unternehmen sagt, das neue Sysrtem sei für die Arbeiter zu vorteilhaft
Quelle: Korea Times, Yonhap, JoongAng Daily, Korea Herald, Arirang, 24.5.11


Zitat
   Selbstmord    

Asan: Weil sich ein Hyundai-Gewerkschafter auf einer Fabriktoilette erhängte, traten Montagearbeiter in den Streik und brachten die Produktion zum Erliegen. Der Gewerkschafter hatte in einem Abschiedsschreiben die Firma beschuldigt, seine Pflichten als Gewerkschaftsverteter zu behindern. Das Unternehmen verlangt angesicht eines im letzten Jahr in Kraft getretenen Arbeitsgesetzes von der Gewerkschaft, die Zahl der für Gewerkschaftstätigkeit von der Arbeit freigestellten Mitglieder zu reduzieren. Am 11.6. einigte sich Gewerkschaft und Unternehmen auf eine Zahl von Vereinbarungen bezüglich der Gewerkschaftsarbeit und der Abfindung für die Familie des Toten.   
Quelle: Yahoo! News, 9.6.2011, Yonhap, 11.6.2011
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Re:Südkorea
« Antwort #43 am: 17:51:48 Fr. 17.August 2012 »
17.08.12 - Südkorea: Streik bei Reifenkonzern Kumho Tire

Am Freitag traten in Gwangju in Südkorea 3.100 Beschäftigte des Reifenherstellers Kumho Tire in einen Streik, nachdem es schon seit einem Monat immer wieder Warnstreiks gegeben hat. Die Arbeiter fordern höhere Löhne, die Wiedereinstellung von Entlassenen und die Festeinstellung von Leiharbeitern.

Quelle: RF News
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Kuddel

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Re:Südkorea
« Antwort #44 am: 10:58:14 Mi. 14.August 2013 »
Zitat
Südkorea: Massenprotest gegen Geheimdienstmanipulation

Am Wochenende beteiligten sich in verschieden Städten Südkoreas bis zu 100.000 Menschen an Demos gegen illegale Machenschaften des Geheimdienstes NIS. Die Proteste hatten im Juni begonnen und weiteten sich immer mehr aus. Hintergrund ist, dass der Geheimdienst NSI im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl im Dezember Hunderte Internet-Identitäten schuf und mit mehr als 5.000 Posts + 237.000 Tweets versuchte, die Wahl zu beeinflussen. Die Demonstranten fordern den Kopf des NIS-Chefs Nam Jae-joon.
http://www.rf-news.de/2013/kw33/12.08.13-suedkorea-massenprotest-gegen-geheimdienstmanipulation