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ALDI

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Kater:

--- Zitat ---Verdi wirft Aldi Nord Bestechung des Betriebsrats vor

München (AFP) - Die Gewerkschaft Verdi wirft der Handelskette Aldi Nord in einer Strafanzeige Bestechung und Verstöße gegen das Betriebsverfassungsgesetz vor. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, geht es um die verdeckte Unterstützung der Betriebsratsorganisation AUB durch Aldi Nord in Höhe von insgesamt rund 350.000 Euro. Die arbeitgeberfreundliche AUB habe als "Gegenleistung" in den Filialen von Aldi Nord Stimmung gegen Verdi gemacht, behauptet die Gewerkschaft dem Bericht zufolge.

Die Anzeige wurde demnach bei der Staatsanwaltschaft Essen eingereicht. "Wir werden den Sachverhalt prüfen", sagte Oberstaatsanwalt Willi Kassenböhmer der "SZ". Aldi Nord wies die Vorwürfe zurück. Der Geschäftsführer der Aldi Einkauf GmbH, Rainer Kämpgen, sagte, das Unternehmen habe sich korrekt verhalten. Wie die "SZ" weiter berichtet, räumte er jedoch ein, Aldi Nord habe über Jahre die Personalkosten für einen AUB-Referenten übernommen, der Betriebsräte der Supermarktkette schulte.

Die Zahlungen erfolgten den Angaben zufolge über eine Essener Anwaltskanzlei an eine Unternehmensberatungsfirma des langjährigen AUB-Vorsitzenden Wilhelm Schelsky. Schelsky wurde im Februar 2007 festgenommen. Er soll von Siemens Millionen erhalten haben, um die IG Metall in Betriebs- und Aufsichtsrat zu schwächen. Dazu soll er die AUB als Anti-Gewerkschaftsorganisation aufgebaut haben.

Die Anzeige von Verdi beruht laut "SZ" auf Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth in der Affäre um die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB). Die Staatsanwaltschaft ermittelte dem Bericht zufolge, dass neben Siemens auch Aldi Nord die AUB unterstützt hat. Die Strafverfolger seien auf drei Rechnungen über 103.000, 120.000 und 130.000 Euro gestoßen.

Aldi Nord teilte dazu laut "SZ" mit, es seien die Personalkosten des AUB-Referenten Mike B. in Höhe von rund 60.000 Euro pro Jahr übernommen. Diese Kosten seien "teilweise für größere Zeiträume nachträglich in einer Summe" beglichen worden. Dadurch ergäben sich die höheren Beträge in den Rechnungen.

Verdi wirft der AUB dem Bericht zufolge vor, Aldi Nord Vorteile "angeboten und gewährt" zu haben. Das sei beispielsweise durch den Abschluss von Betriebsvereinbarungen zu Arbeitszeiten geschehen, denen Belegschaftsvertreter aus den Reihen der Gewerkschaft nicht zugestimmt hätten. Diese Vereinbarungen seien für die Handelsgruppe günstig ausgefallen.
--- Ende Zitat ---

http://de.news.yahoo.com/afp/20080815/tde-d-unternehmen-handel-gewerkschaften-a4484c6.html

ManOfConstantSorrow:

Flashmob gerechter Welthandel
Zusammengebrochen im Aldi - gegen ausbeuterische Discounterpolitik




26. Juli 2009.

Mit einem Flashmob protestierten das Bonner Aktionsbündnis Gerechter Welthandel (AGW Bonn) und die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) gegen die Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferbetrieben in verschiedenen Produktionsländern vor allem in Asien. Um Punkt 12 Uhr sanken 20 AktivistInnen zwischen verdutzten Kunden in der Aldi-Filiale auf der Friedrich-Breuer-Straße für zwei Minuten zu Boden. Auf den Rücken der am Boden liegenden AktivistInnen waren Sprüche wie „20 Stunden ohne Schlaf, doch der Auftrag ist geschafft“ zu lesen.



20-stunden-ohne-schlafMit dieser Aktion machten die Flashmobber auf Arbeitsrechtsverletzungen bei der Produktion von Aldi-Aktionswaren aufmerksam. Begleitend wurde vor der Filiale darüber informiert, wie sich Kunden für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen einsetzen können. Nach dem Flashmob führten die AktivistInnen vor der Filiale ein Straßentheater auf, das eindrucksvoll ausbeuterische Arbeitsbedingungen veranschaulichte.

Hintergrund der Aktion ist die Studie des Siegburger Südwind Instituts „Arbeits- und Frauenrechte im Discountergeschäft - Aldi-Aktionswaren aus China“. Die Studie dokumentiert, dass ArbeiterInnen bis zu 91 Stunden pro Woche arbeiten müssen und Freiheitsrechte durch Ausgangssperren und Besuchsverbot verletzt werden. Gewerkschaften sind verboten, Arbeitsverträge werden verweigert und Löhne willkürlich zurückgehalten.

Das AGW Bonn und die CCC fordern Aldi als Deutschlands größten Discounter auf, die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen in der gesamten Produktionskette sowie beim Verkauf in seinen Filialen in Deutschland (bei Aldi Süd gibt es fast keine Betriebsräte) sicherzustellen.

Die Politik wird dazu aufgefordert, verbindliche Sozialstandards endlich einzuführen, da freiwillige Verpflichtungen der Discounter bisher zu keinen Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen geführt haben.

http://rheinraum-online.de/2009/07/26/zusammengebrochen-im-aldi-protest-gegen-ausbeuterische-discounterpolitik/

Nikita:
http://www.ci-romero.de/mailomat_aldi_klage/

--- Zitat ---ALDI: Kein Maulkorb für KritikerInnen
Kein Maulkorb für KritikerInnen

Die Christliche Initiative Romero verbreitet aktuell eine Persiflage eines ALDI-Prospektes. In dieser weist sie auf menschenrechtlich und arbeitsrechtlich bedenkliche Aspekte der von ALDI angebotenen Billigangebote hin. Die Kritik der Christlichen Initiative Romero an ALDI: Durch seine Billigpreis-Politik fördere das Unternehmen Ausbeutung in Produktionsländern im globalen Süden, etwa in Form von Hungerlöhnen.

Statt sich um diese grundlegenden Probleme der Geschäftspolitik des Discounters zu kümmern, setzten Aldi die KritikerInnen juristisch unter Druck. Wir fordern das Unternehmen daher auf:

    * Stellen Sie unverzüglich alle juristischen Maßnahmen gegen die Christliche Initiative Romero ein.
    * Setzen Sie den Verhaltenskodex der Kampagne für Saubere Kleidung bei Ihren Zulieferern um und lassen Sie dies durch eine externe unabhängige Instanz kontrollieren.
    * Verändern Sie Ihre Einkaufspraktiken, so dass Ihre Lieferanten Sozialstandards einhalten können.
    * Stellen Sie Transparenz her: Nennen Sie Ihre Lieferanten in den  Produktionsländern und berichten Sie regelmäßig über die unternommenen Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
    * Sozialstandards müssen in Produktion (z.B. in Bangladesch) und Verkauf (bei uns) eingehalten werden.

Stand der Aldi-Protestmail Aktion

Protestmail-Aktion: ALDI - Kein Maulkorb für Kritikerinnen
Start der Protestaktion: 03.10.2010 ]
--- Ende Zitat ---

Die abgemahnte ALDI-Prospekt-Persiflage der Christliche Initiative Romero  als PDF zum Download

Nikita:
Kein Maulkorb für ALDI-KritikerInnen!

http://bewegung.taz.de/aktionen/aldi/beschreibung


--- Zitat ---Kein Maulkorb für ALDI-KritikerInnen!

Unterstützen Sie den Protest gegen den Discounter-Riesen!

Münster, 4. Oktober 2010. Mit harten Bandagen geht die bekannte Discounterkette ALDI gegen KritikerInnen ihrer Geschäftspolitik vor: Das in Essen ansässige Unternehmen hat jetzt juristische Schritte gegen die Christliche Initiative Romero (CIR) eingeleitet. Der entwicklungspolitischen Organisation mit Sitz in Münster droht eine Einstweilige Verfügung.

Die Christliche Initiative Romero verbreitet aktuell eine Persiflage eines ALDI-Prospektes. In dieser weist sie auf menschenrechtlich und arbeitsrechtlich bedenkliche Aspekte der von ALDI angebotenen Billigangebote hin. Die Kritik der Christlichen Initiative Romero an ALDI: Durch seine Billigpreis-Politik fördere das Unternehmen Ausbeutung in Produktionsländern im globalen Süden, etwa in Form von Hungerlöhnen.

Statt sich um diese grundlegenden Probleme der eigenen Geschäftspolitik zu kümmern, setzt ALDI die KritikerInnen juristisch unter Druck. Auch ein Gespräch über die Vorwürfe, von der CIR eingefordert, hat der Discounter-Riese abgelehnt. Wir fordern ALDI daher auf:

? Stellen Sie unverzüglich alle juristischen Maßnahmen gegen die Christliche Initiative Romero ein!

? Setzen Sie den Verhaltenskodex der Kampagne für Saubere Kleidung bei Ihren Zulieferern um und lassen Sie dies durch eine externe unabhängige Instanz kontrollieren.

? Verändern Sie Ihre Einkaufspraktiken, so dass Ihre Lieferanten Sozialstandards einhalten können.

? Stellen Sie Transparenz her: Nennen Sie Ihre Lieferanten in den  Produktionsländern und berichten Sie regelmäßig über die unternommenen Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

? Sozialstandards müssen in Produktion (z.B. in Bangladesch) und Verkauf (bei uns) eingehalten werden.

Fordern auch Sie Aldi auf, die juristischen Schritte gegen die Christliche Initiative Romero zu stoppen und die Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen zum Schäppchenpreis zu beenden!

Die ALDI-Prospektpersiflage der Christlichen Initiative Romero gibt es unter www.ci-romero.de zum Herunterladen. Sie kann, gerne auch in größerer Stückzahl, gegen Porto bei der Christlichen Initiative Romero, Breul 23, 48143 Münster, Telefon 02 51 / 8 95 03, bestellt werden.

Auf der CIR-Website kann man sich darüber hinaus an einer Protestaktion gegen ALDI beteiligen.
--- Ende Zitat ---

Nikita:






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