Autor Thema: Die Antideutschen  (Gelesen 6844 mal)

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Die Antideutschen
« am: 23:31:29 Mo. 21.August 2006 »
Zitat
Die Antideutschen
Sie gehören zu einer rätselhaften politischen Subkultur, und sie irritieren nicht nur die Linke im Land - junge Autonome, die US-Fahnen schwenken und für Israel demonstrieren
Frank Nordhausen

BERLIN. Der Berliner Rechtsprofessor Uwe Wesel ist ein Alt-Achtundsechziger, er hat schon einige Wirrnisse erlebt. "Dass ich aber einmal zusammen mit Anarchisten hinter einer amerikanischen Fahne laufen würde, hätte ich nie für möglich gehalten", sagt er. Er lacht. "Das ist skurril. Aber es geht ja um die Sache. Es geht um Israel."

Es sind 600 meist junge Leute, viele mit schwarzen Brillen, schwarzen Baseballkappen und schwarzen Kapuzenshirts verkleidet, die an diesem Sonntag vor zwei Wochen durch die Spandauer Vorstadt im Berliner Bezirk Mitte ziehen. Die dabei den Davidstern und das Sternenbanner schwenken und Transparente tragen, auf denen "Kein Friede mit den Feinden Israels" steht, und darunter "Antifaschistische Aktion". Die lauthals rufen: "Gegen jeden Antisemitismus, nieder mit Deutschland, für den Kommunismus!"

Etwas weiter hinten hat sich Lea Rosh eingereiht, die Initiatorin des Berliner Holocaust-Mahnmals. Sie hat rein akustisch nichts verstanden. "Wie bitte?", fragt sie, "Was brüllen die?" Sie atmet durch. "Also - das müssen Wirrköpfe sein."

Zwei Wochen zuvor wurden solche jungen Leute in einem ähnlichen Aufzug in der West-Berliner City gesichtet. Allerdings waren sie da nicht in der Mehrheit. Die meisten der mehr als tausend Demonstranten, die für Israel zur Gedächtniskirche liefen, waren nicht schwarz gekleidet, nicht vermummt. Viele gehörten zur jüdischen Gemeinde oder zur CDU. Zum Abschluss sprachen die CDU-Politiker Michel Friedman und Eckart von Klaeden. Zahlreiche Teilnehmer glaubten, die jüdische Gemeinde habe die Demonstration veranstaltet - was nur bedingt zutrifft. Die Gemeinde war unter Zugzwang geraten und hatte sozusagen in letzter Sekunde das Kommando übernommen. Denn angemeldet wurde auch dieser Aufzug von Linksradikalen. Von jungen Deutschen, die sich Antideutsche nennen. Deren Slogan lautet: "Bedingungslose Solidarität mit Israel".

Aus Überzeugung

Mit ihrer unbedingten Solidarität drängen sie sich der jüdischen Gemeinde seit einiger Zeit auf. "Ich denke, wir werden mal ernsthaft mit denen reden müssen", sagt der Berliner Gemeindevorsteher Gideon Joffe. Denn da sind sie nun mal.

"Ich bin für Israel. Ich bin Kommunist. Und aus Überzeugung antideutsch", sagt Thomas Sayinski.

Die Antideutschen sind die wahrscheinlich rätselhafteste politische Subkultur in Deutschland. Die politische Bewegung geht auf die Wende von 1989 zurück, als das Motto "Nie wieder Deutschland!" Tausende gegen die Wiedervereinigung auf die Straße brachte. Aus Furcht vor einem "Vierten Reich".

So sagt es Thomas Sayinski, der eigentlich nicht so heißt. Aber seinen echten Namen möchte er nicht genannt haben. Sayinski ist 27 Jahre alt, groß und schlaksig. Er trägt einen Dreitagebart, auf dem Kopf sitzt die Baseballkappe. Ein Autonomer, und einer jener Antideutschen, die die Linke auf ihren Demonstrationen zur Zeit nachhaltig irritieren. Schon während des Irakkrieges wurden Antideutsche von Versammlungen ausgeschlossen, weil sie sich für den Krieg gegen Saddam Hussein aussprachen und die Nahostpolitik von George W. Bush unterstützten. Sie fielen in Dresden auf, wo sie auf Kundgebungen zum Jahrestag der Bombardierung Transparente zeigten, auf denen "Bomber Harris, do it again" stand.

Doch dann gelang den Antideutschen in diesem Sommer ein ganz erstaunlicher Coup. Zu ihren gemeinsamen Kundgebungen mit jüdischen Organisationen gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad kamen im Juni, anlässlich der WM-Spiele des Irans, mehr als dreitausend Menschen; in Nürnberg sprach neben Claudia Roth von den Grünen auch der bayerische CSU-Innenminister Günther Beckstein. Die Antideutschen zeigten Transparente mit dem Slogan "Für die Freiheit - Viva Israel". Thomas Sayinski muss ein bisschen lächeln. "Viele haben nicht kapiert, wie das zusammen geht, wir und Beckstein." Doch wenn man das gleiche Ziel verfolge, seien eben ungewöhnliche Bündnisse möglich. Aber mit Günther Beckstein, der für linke Extremisten schon Vorbeugehaft forderte? "Ich fand es in Ordnung, dass er sprach", sagt Sayinski.

Auf zwei- bis dreitausend Menschen schätzt Sayinski die Zahl der Antideutschen im Land - ihr Einfluss aber dürfte inzwischen deutlich stärker sein. Frühere antideutsche Vordenker schreiben für große Medien wie Spiegel Online oder die Tageszeitung Die Welt. Es sind die Antideutschen, die immer wieder von einem linken deutschen Antisemitismus sprechen, von jenem "gutmenschelnden Judenhass", wie ihn der Publizist Henryk M. Broder nennt. Publizistischer Frontmann der Antideutschen ist Hermann Gremliza, der altlinke Herausgeber des Magazins Konkret. Er hatte früher noch geschrieben, es handle sich bei Israel um "das staatsförmige Eingreifkommando der USA im Nahen Osten". Nun stellt er fest: "Der Antisemit, sagt Sartre, will den Tod der Juden. Der arabische Antisemit will ihn hier und jetzt."

Koalition des Unvereinbaren

Der Verfassungsschutz urteilt in seinen Berichten, die Antideutschen hielten alle Deutschen für latent faschismusanfällig und wollten Deutschland "abschaffen". Deshalb seien sie auch strikt gegen deutsche Truppen in aller Welt. Und dass Israel nun deutsche Truppen wünscht? "Es steht uns nicht an, Israel zu kritisieren", sagt Sayinski dann. Den Widerspruch bemerkt er kaum.

Und nun? Linksradikale für George Bush? Solidarität mit der CDU? Eine Umwertung aller Werte? "Das deutsche Links-rechts-Schema lässt sich nicht einfach auf Israel übertragen", weicht Sayinski aus. Deshalb bereitet es ihm auch nur wenig Bauchschmerzen, dass derzeit die seltsamsten Koalitionen eigentlich unvereinbarer Gruppen stattfinden: Autonome, CDUler, jüdische Gemeindevorsteher vereint hinter dem Davidstern.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/seite_3/579221.html

Carsten König

  • Gast
Die Antideutschen
« Antwort #1 am: 09:34:40 Di. 22.August 2006 »
Zitat
Und nun? Linksradikale für George Bush?

Es geht einfach um die Überlegung, dass der "normale, westliche" Imperialismus - bei aller Abscheulichkeit und Ausbeutung - doch im Vergleich zu seiner blutsorientierten, völkisch-germanischen Variante nur das kleinere Übel darstellt.

Wenn man nicht in der "besten aller Welten" (Leibniz) leben kann, so darf es auch nicht die "schlechteste aller denkbaren Welten" sein. Dies ist - und die Geschichte liefert dazu Anschauungsmaterial - die Welt des Totalitarismus, ob roter oder brauner Farbe, so ändert sich der Kern der Unfreiheit nicht.

Der bürgerlich-imperialistische Staat muß wenigstens formal die Freiheit anerkennen und setzt sich daher von germanischen Räubereien ab. An diese formale Freiheit kann angeknüpft werden, sie perpetuiert den Gedanken der Freiheit. Die innere Dialektik der bürgerlichen Widersprüche treibt die Geschichte weiter: Es gibt in der bürgerlichen Welt eine Entwicklung.

Die totalitären Staaten KONNTEN nur VERNICHTET werden oder UNTERGEHEN. Dort gab es keine Evolution. Der Grund, warum von einer Wende zu sprechen, sich in der DDR/SBZ eigentlich verbat.

An Deutschland ist etwas furchtbares. All das liebenswerte, strahlend der Deutsche Idealismus, war per se kosmopolitisch.

Anti-Deutsch: ist ANALYTISCH zu kurz gefaßt, es geht darum, das Deutsche zu überwinden, POLITISCH-POLEMISCH kann man freilich so formulieren.

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Die Antideutschen
« Antwort #2 am: 02:03:17 Do. 27.September 2007 »
die Antideutschen und die Arbeitswelt (nicht ganz aktuell...)

http://kf.x-berg.de/forum/thread.php?threadid=915

admin

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2837
Re: Die Antideutschen
« Antwort #3 am: 16:18:13 Sa. 10.Januar 2009 »
In diesem Forum gibt es zahlreiche Postings, die ich für politisch falsch und kontraproduktiv halte. Sie bleiben im Forum in der Hoffnung, daß sich politische Fehler in der Diskussion klären lassen.

Faschistische und antideutsche Propaganda werden in diesem Forum nicht toleriert. Diese Grundlage des Betriebs von chefduzen.de ist nicht verhandelbar.

Meine politischen Aktivitäten begannen nicht mit dem Start dieses Forums, sie reichen zurück bis in die 70er Jahre. In den letzten Jahren war ich oft gezwungen, mich mit dem Wirken der Antideutschen auseinanderzusetzen. Ich konnte beobachten, wie die "Mitarbeit" von Leuten aus dieser Szene zu einer Handlungsunfähigkeit politischer und kultureller Initiativen führte und oft deren Ende bedeutete.

Ich habe niemals Nazis und Antideutsche gleichgesetzt. Ihr Gut-Böse-Schema in der Beurteileung von Menschen verschiedener Nationalitäten ist entgegengesetzt. Doch hat ein Gut-Böse-Schema an Hand von Nationalitäten auf einer Plattform der Ausgebeuteten nichts verloren. Die Spaltungslinien anhand von Nationalitität, Ethnie, Religionszugehörigkeit (und ähnliches) gilt es zu überwinden.

Ich halte die Propaganda der Antideutschen für nicht tolerierbar, eine krude Mischung aus marxistischem Vokabular, Islamophobie, Ausrichting an nationolen Kategorien und heimlicher Krieglüsternheit.

Letzteres ist in meinen Augen am unerträglichsten. Diese beginnt mit der Glorifizierung des Kriegsverbrechers Arthur Harris, in der antideutschen Parole: "Do it again, Bomber Harris!"

Zitat
Harris trat 1919 in die Kgl. Luftwaffe ein und diente unter anderem in Britisch-Indien, im Irak und im Iran. Von 1930 an war er im Luftstab für den Nahen Osten tätig, wo er an der blutigen Niederschlagung verschiedener Aufstände der dortigen Bevölkerung gegen die britische Kolonialherrschaft beteiligt war. Dabei setzte er Streubomben, Tretminen und Giftgas gegen die Zivilbevölkerung ein. Er begründete dies damit, dass seiner Ansicht nach Araber und Kurden nur eine Politik der harten Hand verstünden.
(Wikipedia)

Grundsätzlich wird versucht, Kriegsführung als legitimes Mittel in der Durchsetzung politischer Interessen, zu rehabiltieren. Der 2. Weltkrieg wird als Beleg für die Richtigkeit dieser These angeführt, denn dieser habe ja den Faschismus beendet.

Ich möchte an dieser Stelle die Lektüre der aktuellen (Dez. 2008) Sonderausgabe der Gruppe Arbeiterpolitik "Bombenkrieg und Klassenkampf" empfehlen. Da über 60 Jahre nach dem 2. Weltkireg ein US Politiker die verheerenden Luftangriffe auf Deutschland und Japan als Vorbild für heutige Luftangriffe anführt, "Offensichtlich haben wir die Iraker nicht genug schockert. Anders als Deutschland und Japan nach dem 2. Weltkrieg war der Irak nicht ausreichend traumatisiert."(Richard Armitage, Ex-US-Vizeaußenminister) macht man sich daran, dieses Thema aus linker Position zu analysieren. Es wird hier belegt, daß dieser Krieg weniger gegen den Faschismus geführt wurde, denn gegen das Proletariat. Statt Industrieanlangen und mitärische Ziele zu bombadieren, wählte man Wohngebiete.

Zitat
Die historische wie rechtliche Qualifizierung der alliierten Luftkriegsstrategie und damit der Position Harris' bleibt umstritten. Nach sachlichen oder militärischen Kriterien war die gezielte Zerstörung von Wohngebieten und Innenstädten zweifelhaft. Die Angriffe waren formal ein schwerwiegender Verstoß gegen das Kriegsrecht.
(Wikipedia)
Wenn das Heft im politischen Buchhandel nicht erhältlich sein sollte, kann man es über die Herausgeber beziehen: www.arbeiterpolitik.de

Es ist nun auch wenig verwunderlich, daß die Antideutschen den "Krieg gegen den Terror" mit all seinen Konsequenzen unterstützen, sei es seitens der USA oder Israels.






alfred

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3162
.
« Antwort #4 am: 17:09:19 Sa. 10.Januar 2009 »
.
To be is to do (Socrates), To do is to be (Sartre), Do be do be do (Sinatra)

Spiekeroog-Horst

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 266
  • Ich arbeite in einer Agentur und bin wichtig
Re: Die Antideutschen
« Antwort #5 am: 18:52:28 Sa. 10.Januar 2009 »
Hab den Stil aus ner Single-Börse

tapp tapp tapp hereinmarschiert:


tapp tapp tapp herausmarschiert.

Abraxas

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 438
Re: Die Antideutschen
« Antwort #6 am: 20:02:15 Sa. 10.Januar 2009 »
warum palestina? nach allem was deutsche den jüdischen menschen angetan haben wäre es doch fair ihnen bayern zu geben.
"es ist eine dumme idee menschen schlecht zu behandeln, die mit deinem essen alleine sind"

Hakuna_Matata

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 203
  • bedarfsgemeinschaft
Re: Die Antideutschen
« Antwort #7 am: 21:57:09 Sa. 10.Januar 2009 »
warum palestina? nach allem was deutsche den jüdischen menschen angetan haben wäre es doch fair ihnen bayern zu geben.
mensch das war meine idee..

Ziggy

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5010
Re: Die Antideutschen
« Antwort #8 am: 22:28:44 Sa. 10.Januar 2009 »
Wenn schon, dann Österreich.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

hanni

  • Gast
Re: Die Antideutschen
« Antwort #9 am: 22:32:32 Sa. 10.Januar 2009 »
Wenn schon, dann Österreich.

Das kannst Du den Israelis doch nicht ernsthaft antun wollen?

admin

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2837
Re:Die Antideutschen
« Antwort #10 am: 11:32:44 Do. 20.Februar 2014 »
Die Antideutschen mögen längst ihren Zenit überschritten haben, doch sie treiben weiter ihr Unwesen.
Es ist das Resultat aus wenig Wissen und fehlender Diskussion innerhalb der Linken. So tummeln sich diese Vollidioten u.a. innerhalb der Antifaszene...



Ich zitiere jetzt nochmal, was ich bereits vor Jahren in desem Thread geschrieben habe:


Ich halte die Propaganda der Antideutschen für nicht tolerierbar, eine krude Mischung aus marxistischem Vokabular, Islamophobie, Ausrichting an nationalen Kategorien und heimlicher Krieglüsternheit.

Letzteres ist in meinen Augen am unerträglichsten. Diese beginnt mit der Glorifizierung des Kriegsverbrechers Arthur Harris, in der antideutschen Parole: "Do it again, Bomber Harris!"

Zitat
Harris trat 1919 in die Kgl. Luftwaffe ein und diente unter anderem in Britisch-Indien, im Irak und im Iran. Von 1930 an war er im Luftstab für den Nahen Osten tätig, wo er an der blutigen Niederschlagung verschiedener Aufstände der dortigen Bevölkerung gegen die britische Kolonialherrschaft beteiligt war. Dabei setzte er Streubomben, Tretminen und Giftgas gegen die Zivilbevölkerung ein. Er begründete dies damit, dass seiner Ansicht nach Araber und Kurden nur eine Politik der harten Hand verstünden.
(Wikipedia)


schwarzrot

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4516
Re:Die Antideutschen
« Antwort #11 am: 10:08:41 Fr. 21.Februar 2014 »
Scheisse, die antideutschen ham mal wieder was hinbekommen, die reste der piratenpartei versenken und die progressiven kräfte zwischen den reaktionären 'sozialdemokratischen' konservativen und den (ebenfalls reaktionären) 'antideutschen' (die revolutionäre inhalte nur als pose verstanden haben) zu zerreiben:
Zitat
BERLIN taz | Die Piraten diskutieren derzeit darüber, wo die Partei sich im politischen Spektrum verorten soll. Die Vorstände mehrerer Landesverbände werden auf der nächsten Mitgliederversammlung Anträge einreichen, die die Piraten ausdrücklich als „sozialliberale Partei“ positionieren. Die Landesvorstände reagieren damit auf das „Bombergate“, das die Piraten bereits seit Tagen beschäftigt.

Am 13. Februar hatten zwei Piratinnen in Dresden dem britschen Luftwaffenbefehlshaber Arthur Harris für die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gedankt. Die eine Piratin: Anne Helm, die auf Platz fünf der bundesweiten Liste für die Europawahl kandidiert und einzieht, wenn die Piraten fünf Prozent bekommen. Die andere: Mercedes Reichstein, die in Berlin als Landesvorsitzende kandidiert und am 7. Februar aus Protest gegen Putin eine Brandflasche auf die russische Botschaft in Berlin geworfen hatte.

Die Debatte bei den Piraten nahm zunächst nur langsam an Fahrt auf, denn die beiden Piratinnen waren nicht unmittelbar zu erkennen: Sie hatten sich maskiert und die Aktion nicht unter Piratenflagge, sondern mit dem Femen-Symbol der zwei Kreise mit einem senkrechten Strich (symbolisiert Eierstöcke) ausgeführt.

Femen allerdings distanzierte sich per Facebook von der Aktion: „Wir bedauern, dass eine Aktivistin die Initiative ergriffen hat diese Aktion durchzuführen, welche weder mit der Ideologie noch mit dem FEMEN-Hauptoffice übereinstimmt.“

Femen wies auch darauf hin, die Gruppe stehe „für Frieden und Gewaltlosigkeit und kann den Slogan zur Unterstützung vom dem Tod von tausenden unschuldigen Opfern in Dresden nicht unterstützen. Krieg bedeutet Tod und großes Leid, vor allem für Frauen und Kinder.“

...

Linksradikal oder sozialliberal?

Bei der Piraten bricht nun wieder die Auseinandersetzung aus, wie sie sich eigentlich positionieren wollen: Als antideutsche Linksradikale oder als gemäßigte Sozialliberale? Zuletzt kochte die Debatte im Januar hoch, als einige Mitglieder kritisierten, dass in der Veranstaltungshalle eine Antifa-Fahne und die schwarz-rote Fahne des Anarchosyndikalismus hing.

...
http://taz.de/Dresdener-Bombergate/!133432/

So wird das bei der europawahl für die 'piraten', mit ziemlicher sicherheit ein eigentor.

Kann den admin zu dem oben nur zustimmen!

Schlimm auch, dass die FAU (östliche-)syndikate duldet, die von 'antideutschen' dominiert werden und offen den anarchosyndikalistischen grundsätzen widersprechen.
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13419
  • Waldkauz (8>
Re:Die Antideutschen
« Antwort #12 am: 10:29:31 Fr. 21.Februar 2014 »
Zitat
So wird das bei der europawahl für die 'piraten', mit ziemlicher sicherheit ein eigentor.

Hoffentlich!
Solche Leute wie Marina Weisband die sich auf dem Maidan mit Faschisten solidarisiert und behauptet, das Swoboda doch in keinster Weise mit der NPD vergleichbar wäre, dürfen auf gar keinen Fall irgend ein politisches Mandat ausüben.

Politiker die dumm wie 10 Meter Feldweg sind haben wir schon mehr als genug!! >:(

schwarzrot

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4516
Re:Die Antideutschen
« Antwort #13 am: 10:58:59 Fr. 21.Februar 2014 »
Hoffentlich!
Solche Leute wie Marina Weisband die sich auf dem Maidan mit Faschisten solidarisiert und behauptet, das Swoboda doch in keinster Weise mit der NPD vergleichbar wäre, dürfen auf gar keinen Fall irgend ein politisches Mandat ausüben.

Politiker die dumm wie 10 Meter Feldweg sind haben wir schon mehr als genug!! >:(
Da weisst du mehr als ich. Da ich ja leute mag, die informiert sind: Kannst du mir deine infos zeigen, für welches 'piraten'-amt sie in der europa-wahl kandidiert, bzw. von welchem 'mandat' du sprichst?

Zitat
Was denkt Deutschland?

Zu den aktuellen Themen | Impressum
Die letzten wichtigen Nachrichten zum Thema MARINA WEISBAND

 Bild, Mo 14.01.2013 22:21 politikerin
Playboy-Wahl - Marina Weisband heißeste Politikerin Deutschlands

2012 zog sie sich aus der aktiven Politik zurück: Doch noch immer lässt Marina Weisband Männerherzen höher schlagen.Foto: dapd Nachricht lesen...
Fr 21.12.2012
Statistik Bild, Fr 21.12.2012 13:00 weisband, piraten
Piratenpartei - Marina Weisband schließt Comeback aus

Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste, der Höhenflug der Piraten ist längst vorbei. BILD.de erklärt, warum – und wagt einen Ausblick.Foto: Imago Nachricht lesen...
Statistik Hamburger Abendblatt, Fr 21.12.2012 12:48 weisband, piraten
Studium statt Bundestag: Marina Weisband verzichtet auf politisches Comeback bei den Piraten

Die Piraten-Vorzeigefrau Marina Weisband will zur Bundestagswahl nicht erneut für ihre Partei antreten. Beim Wahlkampf wolle sie zwar mitmischen, eine Kandidatur käme aber nicht infrage. Nachricht lesen...
Statistik Shortnews, Fr 21.12.2012 11:03 weisband
Ex-"Piraten"-Politikerin Marina Weisband kandidiert nicht für Bundestag

Sie war das Zugpferd der Piratenpartei, doch nun hat sich Marina Weisband endgültig dazu entschlossen, der Politik den Rücken zu kehren. [...] Nachricht lesen...
http://www.weltflimmern.de/marina%20weisband
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13419
  • Waldkauz (8>
Re:Die Antideutschen
« Antwort #14 am: 11:29:47 Fr. 21.Februar 2014 »
Danke, schwarzrot, wenn ich Dich nicht hätte!
Ich hab den Unterschied zwischen "war" und "ist" mal wieder überlesen! ;D ;D

Vieleicht sollte ich bei denen mal anheuern. Ich bin ja auch nicht schlauer! ;D

Aber mal im ernst!
Sie ist 2012 bei den Piraten ausgetreten, weil sie die rechten Strömungen nicht tolerieren konnte (was sehr, sehr löblich ist) und zwei Jahre später verharmlost die gleiche Frau die Swoboda?
Kann ich nicht nachvollziehen!

PS:
Ok, zur Strafe schwimme ich jetzt einmal nackt durch die Spree und wieder zurück! ;D ;D