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Privatbahn

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Didi:
Ein Jahr bevor die Bahn privatisiert wurde elektrifizierte Schläfrig Holzbein das Bahnnetz. Ein Geschenk aus den Steuertöpfen an die Privatwirtschaft. (Hören wir heute nicht immer,daß die Töpfe leer sind und für "soziales" kein Geld da ist?)

Dann kam es zu Europaweiten Streiks bei den verschiedenen Bahnbetrieben in den meisten Europäischen Staaten. Aber die Gwerkschaften sorgten dafür, daß in deutschen Bahnen weitergearbeitet wurde und so fiel man den Europäischen Kollegen, wie den eigenen Mitgliedern in den Rücken. Ist ersteinmal privatisiert wird jede Entscheidung im Unternehmen von der möglichen Profitspanne diktiert.

Großbritannien ist ein gutes Beispiel. Es gab zahlreiche Zugunglücke mit Toten, weil die Kommunikation zwischen den verschiedenen Privatbahnen nicht funktionierte und weil notwendige Sicherheitsmaßnahmen einfach eingespart wurden. Es fahren auf der britischen Insel inzwischen sogar Züge ohne Toilette, weil man an die Stelle auch eine Sitzbank schrauben kann, die ein paar Pfund Sterling zusätzliche Einnahmen bringt.

Ist die Privatisierung ersteinmal vollzogen ist es schwerer vernünftige Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Hier hat das Personal auch schon unterschiedliche Arbeitgeber mit der Bahn AG und den kleinen regionalen Privatbahnen und wenn überhaupt, kämpft jeder für sich allein. :evil:

:
n interessanter link:


http://www.bahnvonunten.de

Jim Knopf:
Nunja, ganz so vereinzelt scheinen sich die Mitarbeiter bereits privatisierter Bahnbetriebe nicht zu verhalten:


23.04.04 - Eisenbahner in Bad Doberan streiken unbefristet

Mitarbeiter der Mecklenburgischen Bäderbahn GmbH in Bad Doberan sind heute ab 9.30 Uhr in einen unbefristeten Streik getreten. "Er wird so lange dauern, bis die Arbeitgeberseite das bereits erzielte und später zurückgezogene Verhandlungsergebnis akzeptiert", sagte Marion Janitschke von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.

ManOfConstantSorrow:
Die auf der Lok wohnen. Führt die Bahn-Privatisierung zu Lohndumping und Ausflaggung?

„Die Privatisierung des Bahnverkehrs macht Fortschritte – auch zu Lasten der Beschäftigten allerdings. Unter der Hand ist bereits von Ich-AG-Fahrpersonal und Ein-Euro-Jobbern bei der Bahn die Rede….“
http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=70769&IDC=42

Eisenbahner gegen Börsengang. Initiative »Bahn von unten« sucht Schulterschluß mit anderen Privatisierungsgegnern
http://www.jungewelt.de/2004/03-08/010.php

ManOfConstantSorrow:
Argentinien: Die vormals staatliche Bahngesellschaft Sarmiento wurde in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts privatisiert, wie damals alle staatlichen Dienstleistungsbetriebe.



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