Autor Thema: Alternative !!!  (Gelesen 1785 mal)

regenwurm

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Alternative !!!
« am: 11:12:20 Di. 26.September 2006 »
Wo ihr arbeiten könnt


Workcamps

Arbeiten auf dem Biobauernhof

WWOOF: Willing Workers On Organic Farms

Umweltpädagogik

Praktische Arbeit

Bürojobs

Arbeiten in Nationalparks




Workcamps
Zur Geschichte:

Die Bewegung der Workcamps wurde mit dem Service Civil International in Europa geboren und ist seit dem Ende des 2. Weltkrieges in der ganzen Welt verbreitet. Das erste Workcamp fand 1920 in Esnes in der Nähe von Verdun statt. Dort kamen damals Franzosen, Schweizer, Deutsche, Österreicher, Engländer und Holländer zusammen, um gemeinsam die, durch den Krieg zerstörten Häuser wiederaufzubauen. Zur Zeit gibt es Workcamps in zahlreichen Ländern, an denen Jugendliche aus der ganzen Welt teilnehmen, um bei den unterschiedlichsten Projekten mitzuhelfen.

Sinn und Ziel:

Durch Eure Arbeit im Workcamp unterstützt Ihr zum Einen Projekte, denen es an finanziellen, materiellen und/oder personellen Mitteln fehlt, indem wichtige und dringende Arbeiten erledigt werden. Zum Anderen bietet sich Euch die Gelegenheit mehr über die Kultur und Religion der Menschen in dem jeweiligen Land zu erfahren. Toleranz, Offenheit und ein solidarisches Zusammenleben sollen keine leeren Worte bleiben.

Allgemeines:

In einem Workcamp arbeitet mensch ca. 4-6 Stunden am Tag. Die Arbeit kann von ungelernten Leuten sowie von Männern und Frauen gleichermaßen bewältigt werden. Unterkunft und Verpflegung sind frei. Es sind international zusammengesetzte Gruppen mit meistens 15-40 Personen.

Das Mindestalter ist 18 Jahre. In der Regel ist Englisch die Campsprache, ansonsten wird gezielt darauf hingewiesen. Da die Arbeit oftmals anstrengend sein kann, solltest du von guter körperlicher Verfassung sein.


Nachstehend sind die Adressen von Internationalen Workcampveranstaltern aufgeführt, die häufig nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Staaten auftreten. Daneben gibt es in den einzelnen Ländern Organisationen, die in ihrem Land Workcamps veranstalten, bei denen natürlich auch TeilnehmerInnen aus dem Ausland herzlich willkommen sind. . Diese Veranstalter könnt Ihr dann unter den entsprechenden Ländernamen finden. Allerdings akzeptieren sie manchmal nur Bewerbungen, die aus dem gleichen Land kommen; die Hinweise dazu findet Ihr unter dem Stichwort Bemerkungen.

Kontaktadressen:

IJGD, Kaiserstr. 43, 53113 Bonn 1,
Tel.: 0228/220012/13, Fax: 02282280024

Vereinigung Junger Freiwilliger, Hans Otto Str. 7, 10407 Berlin,
Tel.: 030/42850603, Fax: 03042850604

IBG, Schlosserstr. 28, 70180 Stuttgart,
Tel.: 0711/6491128, Fax: 07116409867

CFD, Rendelestr. 9-11, 60385 Frankfurt,
Tel.: 069/459071

NIG, Schillerplatz 10, 18055 Rostock,
Tel.: 0381/4922914, Fax: 0381/4900930

Pro-International, Bahnhofstr. 26a, 35037 Marburg/Lahn,
Tel.: 0642/165277

SCI, Blücherstr. 14, 53115 Bonn,
Tel: 0228/2120867


 Renovierung eines Segelschiffes

 
Arbeiten auf dem Biobauernhof
Der Biobauernhof betreibt eine ökologische Landwirtschaft, bei der keine synthetischen oder chemischen Pflanzenschutzmittel, Antibiotika oder andere Leistungsförderer verwendet werden. Natürlich werden auch keine gentechnisch veränderten Tiere oder Pflanzen produziert. Die Tiere werden artgerecht gehalten und weitestgehend mit betriebseigenen Futtermitteln gefüttert.

Arbeit:

Die Aufgaben auf dem Biohof reichen vom Heuen, Ernte einbringen, Stallarbeiten, auf der Alp, im Garten bis zur Arbeit mit Kindern. Allerdings muß das nicht automatisch bedeuten, daß du mit den verschiedenen Aufgaben betraut wirst. Aber wenn du zeigst, daß du motiviert bist und deine Arbeit ordentlich erledigst, wirst du bestimmt auch schnell in andere Tätigkeiten eingewiesen.

Das Leben auf dem Bauernhof beschränkt sich nicht nur auf die gemeinsame Arbeit. Normalerweise wird auch zusammen gegessen und gewohnt.

Entlohnung:

In der Regel bieten die Höfe also eine Unterkunft und Verpflegung. Oft können sie sich nicht mehr als diesen Naturallohn leisten, ansonsten fällt der Lohn sehr niedrig aus. Doch mensch sollte dabei nicht die wertvollen Erfahrungen bei der Arbeit in der Natur und mit den Tieren, die ein Leben lang erhalten bleiben, vergessen.

Arbeitszeiten:

Die Arbeitszeiten sind für Nachteulen nicht gerade eine Wonne, denn die können schon morgens um 5.30 oder 6.00 Uhr (v.a. bei Milchviehbetrieb) beginnen und bis 18 oder 19 Uhr gehen.

Voraussetzungen:

Für die Arbeit auf dem Biohof wird dir u.a. physisch und psychisch einiges abverlangt, bedenke also diese Tatsache, ansonsten kannst du dich noch mal bei dem entsprechenden Hof erkundigen. Weiterhin solltest du von den Grundideen des ökologischen Landbaus überzeugt sein bzw. ihnen zumindest offen gegenüberstehen.



 
WWOOF: Willing Workers On Organic Farms
Geschichte:

WWOOF wurde 1971 gegründet und hat sich 1974 in Neuseeland entwickelt. Seit 1980 gibt es neue Gruppen, die in allen Ecken der Welt aktiv sind.

Was kannst du vom "WWOOFen" erwarten ?

Du wirst direkte Erfahrungen mit biologischem Landbau machen, indem du hilfst, wo es benötigt wird.
Du wirst andere Menschen aus der ökologischen Bewegung treffen und neue Freunde finden.
Du wirst der ökologischen Bewegung helfen, was oft arbeitsintensiv sein wird, aber dafür nicht auf chemische Düngemittel und Gifte angewiesen ist.


Wie funktioniert "WWOOFen" ?

"WWOOFen" ist ein Austausch: Dafür, daß du deine Hilfe ökologischen Bauernhöfen und Gärten anbietest, bekommst du Essen einen Platz zum Schlafen und einen praktischen Einblick in biologisch-dynamische Anbaumethoden. WWOOF stellt regelmäßig eine Liste von ökologischen Farmen zusammen, die deine Hilfe benötigen.Die Arbeitszeiten sind in der Regel 4-6 Stunden pro Tag und 5 Tage die Woche.

Aufgaben der Freiwilligen:

Handarbeit auf ökologischen Farmen, die von kleinen Lebensgemeinschaften und Familien bis hin zu kommerziellen ökologischen Farmen reichen, die Gemüseanbau, Tierhaltung, Ackerbau etc. betreiben.

Bemerkung:

Schreibt die Stellen direkt an, um nähere Informationen anzufordern und vergeßt nicht, immer zwei Internationale Antwortscheine von der Post beizulegen.



 WWOOF Adressen

 
Umweltpädagogik
Unter Umweltpädagogik versteht mensch alle Beschäftigungsformen, welche im weitesten Sinne die Sensibilisierung für die Probleme und Schönheiten von Natur und Umwelt zum Ziel hat. Also Umwelterziehung mit Schulklassen und Führungen für neugierige TouristInnen genauso wie Bereitschaftsdienst in einem Informationszentrum. In jedem individuellem Fall hat mensch mit Menschen zu tun. Egal ob bei der Arbeit mit Sechsjährigen oder der mit Rentnern: es kommt auf eine selbst an, ob sich in den Köpfen der Leute etwas bewegt oder nicht.



 Praxisbericht

 
Praktische Arbeit
Bäume pflanzen, Gräben entschlammen, Wiesen mähen, Wege anlegen, Steinmauern aufschichten, Müll sammeln, Zaunpfähle einschlagen - all diese Tätigkeiten haben eins gemeinsam: du mußt mit Muskelkater und Schwielen an den Händen rechnen. Das so ein derartiger Einsatz in der Natur kein Erholungsurlaub wird sollte, sollte sich jedeR klarmachen, der/die mit dem Gedanken spielt, im schottischen Nebel oder in der Hitze Spaniens Spaten oder Hacke zu schwingen. Niemand wird im Akkord schuften müssen, aber ein gewisses Maß an körperlicher Belastbarkeit und Durchhaltevermögen sollte mensch schon mitbringen, um einen Achtstundentag mit körperlicher Anstrengung durchstehen zu können. Aber wer einmal mit bloßen Händen im Schlamm gewühlt hat oder den Duft selbstgemähten Heus in der Nase gespürt hat, fühlt sich der Natur näher als sonst nirgendwo, ganz zu schweigen von dem Gefühl, wenn du einen Baum gepflanzt hast.



 
Bürojobs
Mit der Professionalisierung der Umweltschutzarbeit hat sich in den Umweltverbänden ein immer größerer Verwaltungsapparat etabliert. Was für den einen ein Graus ist, ist für den anderen ein Segen. Wir wollen das hier auch gar nicht bewerten, sitzen schließlich selber gerade vor dem Computer...

Wenn ihr eine Bürojob haben wollt, sollte es ein Leichtes sein solch einen Job zu bekommen, denn die meisten Freiwilligen wollen an die Küste oder etwas mit Tieren machen, ihr werdet also wenig Konkurrenz haben, außerdem fällt immer genügend Büroarbeit an, wo ihr euch einbringen könnt. Nebenbei könnt Ihr bei solch einen Job einiges lernen (Computerumgang, Verwaltung, Geschäftsführung und ähnliches).

Ihr solltet aber darauf achten, daß ihr nicht nur Eintüt-Jobs machen müßt, sondern einen eigenen Arbeitsbereich erhaltet, den ihr selber gestalten könnt.



 
Arbeiten in Nationalparks
Nationalparks sind, nach internationalen Vereinbarungen, großräumige Schutzgebiete, in den deren ursprüngliche Naturlandschaft erhalten bleiben soll. Sie sind Existenzgrundlage für ihre Bewohner und einzigartige Erlebnisräume für die Besucher. Sie machen uns die Bedeutung der Natur für den Menschen unmittelbar erfahrbar. Das alles können Aufgaben in einen Naturschutzgebiet sein: Den Besuchern das Ökosystem des Nationalparkes erklären (Umweltbildung), Führungen sowie Naturerlebniswanderungen durch den Park, Tierbeobachtungen und Kartierung.

So bieten die Nationalparke in Zusammenarbeit mit der Commerzbank Praktikas in Nationalparken an. Seit 1990 engagiert sich die Commerzbank in Zusammenarbeit mit Europark vor allem für die Bildungsarbeit in allen Deutschen Nationalparken. Diese Praktikas dauern im allgemeinen 6 Monate und es gibt ein Taschengeld sowie Unterkunft und Verpflegung (zusammen zur Zeit 1300,- DM brutto). Die Praktika beginnen im allgemeinen im April Mai, eine Bewerbung solltet ihr bis spätestens Anfang Januar an die zuständige Nationalparkverwaltung geschickt haben.

Es werden besonders Studenten und Leute mit naturkundlicher Vorbildung gesucht. Da die Stellen relativ begehrt sind solltet ihr euch rechtzeitig darum kümmern. Allgemeine Auskünfte könnt ihr bei Europark bekommen oder ihr wendet euch direkt an die Nationalparke (Adressen bei den beiden unten angegebenen Adreseen erfragen). Die Bewerbungsunterlagen könnt Ihr bei der Commerzbank bestellen:


Kontaktadressen:

Commerzbank,
Zentraler Stab Kommunikation,
"Praktikum für die Umwelt",
Pf 100505, 60005 Frankfurt,
Tel: 069/13622818

EUROPARK,
Pf 1153, D-94475 Grafenau,
Tel: +49 (85 52) 96 10 -0, Fax +49 (85 52) 96 10-19
eMail: europarc@t-online.de





 Beispiel - Langeneß


Euronatur

Euronatur ist eine international tätige Stiftung, die sich vor allem den Erhalt von Großschutzgebieten auf die Fahnen geschrieben hat. Da Euronatur jeweils mit regionalen Organisationen kooperiert solltet Ihr Euch bei Interesse direkt an diese wenden:



Frankreich (Bewerbung Französisch)
C.E.E.P., Ecomusée de la Grau,
M. Jean Boutin,
Avenue de Provence,
F-13310 St. Martin de Crau,
Tel: 0033/490/470201,
Fax: 0033/490/470528

Spanien (Bewerbung in Spanisch)
Centro de Información y Estudios Ambientales,
Frau Dr. Manuela Seifert,
Calle Gabrial y Galán, 17,
E-10694 Torrejón el Rubio,
Tel: 0034/27455178,
Fax 0034/27/455096

Island
The Húsavik, Whale Centre,
Hvalamiöstööin A Húsavic,
Ásbjörn Björgvinsson,
Pf 172,
IS-640 Hüsavic

Grichenland (Bewerbung in Englisch)
Jannis George Vlaikos,
Alonnisos, Info-Zentrum,
Patitiri,
GR-37005 Alonnisos


 
http://www.oekojobs.de/informationen/woarb.html#bauer
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