Autor Thema: Selbstmorde bei der Polizei  (Gelesen 12272 mal)

Kater

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #15 am: 17:35:07 Di. 30.Oktober 2007 »
Zitat
«Kollegen werden gezwungen, Urin zu trinken»

München (ddp-bay). Der Brief hatte keinen Absender. Normalerweise werden bei der bayerischen SPD anonyme Schreiben ignoriert, doch in diesem Fall waren die Vorwürfe zu unglaublich: In der zentralen Polizeihundeschule in Herzogau im Bayerischen Wald sollen Ausbilder junge Beamte gedemütigt und sexuell erniedrigt haben. Auch von tschechischen Prostituierten in der Ausbildungsstätte, von Tierquälerei und neonazistischen Umtrieben ist die Rede. Das Innenministerium kündigte am Dienstag an, den «gravierenden» Anschuldigungen «intensiv und mit Nachdruck» nachzugehen.

Auf der dritten Seite des sorgfältig getippten Briefs wird detailliert beschrieben, wie angeblich «Neulinge» bei Abschlussfeiern gequält werden: «Junge Kollegen werden gezwungen, Urin zu trinken oder aus Essensresten und Abfällen gemixte Speisen zu verzehren.»

Vor allem Frauen würden Opfer sexistischer Erniedrigungen, heißt es in dem Brief. Sie müssten niederknien und Bier aus einer Schüssel auf dem Schoß ihres Ausbilders trinken. Zudem würden sie auf den Knien durch den Raum geführt, müssten unter den Tisch kriechen und bellen wie ein Hund. Auch seien junge Polizistinnen mit Stromstößen durch ein Elektrodressurhalsband traktiert worden. In dem Schreiben werden Namen genannt. Ein Ausbildungsleiter wird mit dem Satz zitiert: «Unsere Polizeischlampen sollten lieber kochen lernen, als Polizei spielen zu wollen.»

Dem Schreiben zufolge lebt zudem in der ehemaligen Erholungs- und Fortbildungsstelle für SS-Funktionäre braunes Gedankengut weiter: «Bereits bei der Begrüßung verkünden die Ausbildungsleiter mit stolz geschwellter Brust, dass in unseren Betten bereits ´richtige Männer´ (sprich SS-Offiziere) lagen und wir gar nicht würdig wären, hier nächtigen zu dürfen.»

Auf der achten und letzten Seite des Schreibens begründen die Verfasser ihren anonymen Hilferuf damit, dass sich von den Führungsbeamten der Polizeipräsidien niemand «die Finger verbrennen» wolle. Als dieser Brief vor mehr als einer Woche auf dem Schreibtisch der SPD landete, war den Politikern klar: Das darf nicht ignoriert werden. Die SPD-Landtagsfraktion schaltete sofort das bayerische Innenministerium ein.

«Die Sache muss lückenlos aufgeklärt werden», forderte SPD-Sprecherin Beate Büttner. Ihrer Meinung nach ist der Briefschreiber ein «Insider», der sich in der Hundeschule gut auskennt. Büttner ist schockiert: «Wenn da nur ein Quäntchen dran ist, ist das schon genug.»

Laut Polizei werden in Herzogau, einem Ortsteil von Waldmünchen, 500 Seminarplätze pro Jahr angeboten. Die Lehrgänge erstrecken sich in der Regel über mehrere Tage, es gibt 54 Betten. Insgesamt sind in der Hundeschule zehn Ausbilder tätig.

Die Bereitschaftspolizei in Bamberg hat Ermittlungen aufgenommen - mehr will ein Sprecher vorerst nicht sagen. Nur so viel: Man nehme den Brief «sehr ernst». Er versicherte: «Wir haben ein dringendes Interesse, das schnellstmöglich aufzuklären.» Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben zurzeit, ob die Vorwürfe in dem Brief strafrechtlich relevant sind und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

SPD und Grüne fordern nun einen Bericht im Landtagsausschuss. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) müsse in der Sitzung in zwei Wochen Rede und Antwort stehen, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Maria Scharfenberg. Noch gebe es keine Beweise. «Das wäre wirklich unglaublich», fügte sie hinzu.

Der Bürgermeister von Waldmünchen, Franz Löffler (CSU), zeigte sich von den Vorwürfen überrascht. Ihm seien keine Missstände in der Polizeihundeschule bekannt - im Gegenteil. «Die Qualität der Ausbildungsarbeit ist äußerst positiv», sagte er. Seit fünf Jahren sei in Herzogau die zentrale Diensthundeschule angesiedelt, vorher sei die Ausbildung dezentral organisiert gewesen. Die neue Organisation der Ausbildung habe aber nicht nur Freunde. «Ich will das nicht in Verbindung bringen», betonte Löffler. «Aber eigenartig finde ich es schon», fügte er hinzu.

http://de.news.yahoo.com/ddp/20071030/twl-kollegen-werden-gezwungen-urin-zu-tr-fc06a42_1.html

Krokos

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #16 am: 19:40:42 Di. 30.Oktober 2007 »
mir wirds schlecht wenn ich mir die Artikel durchlese was für Leute unser Gesetz hüten sollen...

Ruby

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #17 am: 00:13:29 Fr. 21.Dezember 2007 »
Eben Augen auf der bei der Berufswahl!

"Drei Selbstmorde bei der Polizei in 30 Monaten"

Ist für mich ein guter Anfang ;-).

Venus

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #18 am: 15:57:38 Sa. 23.Februar 2008 »
Ja, mein Traum war es damals schon als Kind bei der Polizei zu sein. Leider hatte ich nur einen schlechten Hauptschulabschluss und als ich mich beworben habe, war die Zeit zu spät und mir wurde geraten, mich im nächsten Jahr wieder zu bewerben. Leider wurde im dem Jahr dann die Voraussetzungen geändert und es wurden nur noch Realschüler zur Ausbildung in den Polizeidienst angenommen. Leider hatte ich mir bis dahin schon eine Ausbildung als Pharmakantin bei der damaligen Hoechst AG angetan. Leider liessen es auch meine Eltern nicht zu, das ich weiter Schule mache um meinen Traum zu erreichen. Heute versuche ich zwar über die SGD (Fernkurs) das Abitur nachzuholen, jedoch ist für mich der Traum bei der Polizei vorbei, da ich schon 31 bin und keine Ausbildung dort mehr machen kann.

Zu dem Thema mit den Selbstmorden würde ich sagen: In allen Bereichen nehmen sich Leute das Leben. Das es hier vielleicht ausgerechnet Polizisten sind, kann man vielleicht nicht immer nur auf ihren Beruf zurückführen. Vielleicht hatten sie auch private Probleme. Dann zeigt es aber, das so labile Menschen für diesen Job nicht geeignet sind. Ich denke mir, Polizisten/innen haben in ihrem Bereich genügent Hilfe, wenn sie Probleme haben. Es gibt Psychologen und man kann um Versetzungen bitten. Das der Job hart ist, denke ich mir auch, jedoch sollte der Mensch sich bewusst sein, das ein Job nicht alles ist und schon gar nicht wert ist, sich selber das Leben zu nehmen.
Es gibt keine dummen Menschen - es gibt nur Menschen, die weniger wissen!

Woki

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #19 am: 21:04:36 Sa. 23.Februar 2008 »
Witzig finde ich den Spruch von Ruby trotzdem nicht. Egal, welcher Berufsgruppe die Leute angehören.
Fullquote ist ganz schlechter Stil...  :P

matten

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #20 am: 06:30:18 So. 24.Februar 2008 »
Vor ca. 5 Jahren haben sich in meiner alten Firma wo ich beschäftigt

war auch 2 Kolleginnen das Leben genommen.

Witze über so was finde ich ganz einfach scheiße.



mfg
matten

Moebius

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #21 am: 01:40:09 Do. 28.Februar 2008 »
Wie zu Beginn schon einmal gesagt wurde:
Idioten gibts überall. Polizisten sind auch nur Menschen, sind also nicht weniger kriminell als alle anderen. Und JA - Polizisten kriegen wirklich sehr viel zu sehen.. das Spektrum fängt ca bei Taschendieben an und hört bei zerstückelten Kinderleichen auf, wobei letzteres eher die Ausnahme ist.

Und sicher - alle Angestellten in Krankenhäusern haben ähnliche Kacke zu verarbeiten, allerdings können die sich auf solche Situationen vorbereiten. Es ist sicherlich was anderes einen Beinbruch zu versorgen, als eine fremde Wohnung zu öffnen, weil Nachbarn einen merkwürdigen Geruch gemeldet haben. Rubbellos - hinter jeden 13. Tür liegt eine verschimmelte Leiche ;).

Ergo - es würde mich nicht wundern, wenn die Selbstmordrate bei Polizisten überdurchschnittlich hoch liegt.

Grüße, Karl-Johann Moebius.
Konsum muss sein, sprach das Schwein, immer rein, immer rein. Hauptsache ist, dass man frisst und vergisst, dass man ein dummes Schwein war und ist.

Kerkermeister77

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #22 am: 00:58:19 Di. 22.April 2008 »
Wasn hier los? Also die Leute, die hier schreiben "3 Selbstmorde seien ein guter Anfang oder was interessieren mich scheiß Staatsvertreter", die sollten vom Board geschmissen werden. Hier stand doch was von gegenseitiger Fairness und beleidigende Beiträge und so?!

Jeder sucht sich seinen Job selbst aus, d.h. aber nicht, dass die ausgewählten Berufe zum einen die richtigen für den Typ Mensch sind und zum anderen, dass man VORHER sämtliche Risiken oder deren Ausmaß kennen kann.

Fakt ist, dass dieser Beruf eine besonders hohe psychische Belastung darstellt, man muss vieles sehen, ertragen und verarbeiten, trifft viele Menschen und deren Schicksale und wenn man Mensch ist, dann geht das nicht immer spurlos an einem vorüber.

Wen ruft Ihr denn an, wenn

Ihr einen Unfall habt?

Hilfe braucht?

Eure engsten Familienmitlieder ermordet auffindet?

Ihr bestohlen, ausgeraubt worden seid?

Ihr Euer Kind vermisst?

..... etc.... etc....

Nur, weil Ihr es nicht schafft, Euch an ein paar Regeln zu halten und deshalb schon - Eurer Meinung nach - "negative" Erfahrungen gemacht habt, braucht Ihr nicht auf die "scheiß Staatsdiener" zu schimpfen. Irgendwer muss den Job ja machen!! Wenn ihn keiner macht, jeder tut was er will, andere verletzt, tötet, beraubt usw, dann seid Ihr doch wieder die ersten, die schreien!

Erst denken, dann schreiben..........!!!!!!!!

Und glaubt mal nicht, dass die "überbezahlt" sind, denn soviel kann keiner zahlen, was das Leben wert ist, das sie täglich riskieren!

schwarzrot

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #23 am: 06:10:42 Di. 22.April 2008 »
Nunja Kerkermeister77, mach mal halblang, ist ja nur ein einziges post welches sich so negativ gegenüber den herrschaften in bütteluniform ausspricht.
Das sich nicht viel mehr ausgebeutete so vehement zu wort melden, spricht eher FÜR diese forum.
Wenn du weisst, wie viele menschen einmal oder mehrfach bei sozialprotesten zusammengenüppelt oder sonstwie genötigt, beleidigt und weggesperrt/mit prozessen überzogen wurden, wunderst du dich eher wenn nicht viel mehr solche posts kommen.

Auch ich mache ganz bewusst eine unterscheidung zwischen normalen besonnenen streifenpolizisten und uniformierten demoknüppelgarden mit teilweise faschistischer denkhaltung.

Menschen die in so einem job selbstmord begehen, sind aber eher die entfindsameren nicht-arschlöcher, von denen es bei der polizei gerne mehr lebend geben sollte.

Überbezahlt sind die unteren dienstränge sicher nicht.

So ein mist kannst du dir hier aber schenken:
Zitat
Nur, weil Ihr es nicht schafft, Euch an ein paar Regeln zu halten und deshalb schon - Eurer Meinung nach - "negative" Erfahrungen gemacht habt, braucht Ihr nicht auf die "scheiß Staatsdiener" zu schimpfen. Irgendwer muss den Job ja machen!! Wenn ihn keiner macht, jeder tut was er will, andere verletzt, tötet, beraubt usw,

Es gibt durchaus untersuchungen, dass die konfliktlösungsmöglichkeit von normaler bevölkerung viel höher ist, wenn mensch nicht einfach die polizei rufen kann, die dann 'alles' (auf ihre weise) regelt.

Verarmung und repression ist der grund, dass menschen ihre zivilisatorischen möglichkeiten verlieren und durchdrehen.
Mehr polizei/'sicherheits'personal führt z.b. eben oft nicht zu weniger gewalt, sondern zum gegenteil.
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Kerkermeister77

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #24 am: 10:17:02 Di. 22.April 2008 »
Im Gegensatz zu Dir, habe ich mich vorher durchgelesen und darauf basieren meine Beiträge. Diese Äußerungen mancher zu verharmlosen und als einzelne zu reduzieren und meine gerechtfertigten Äußerungen als "Mist" zu bezeichnen, kann angesicht des Verlaufs hier wohl nur ein Scherz sein.

blackplanet 666

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Selbstmorde bei der Polizei
« Antwort #25 am: 00:14:25 So. 08.Juni 2008 »
kann kerkermeister nur zustimmen...
und wenn vietcong mal hilfe von der polizei braucht sollte er sich mal seinen unfug den er hir geschrieben hat durchlesen...
Zitat
Confined in the helpless safety of desires and dreams
We fight our insignificance
The harder we fight
The higher the wall
( Anne Clark )