Öffentlicher Dienst > Schulen, Hochschulen und Berufsausbildung

Labournet: Privatisierung der Bildung

(1/2) > >>

Wilddieb Stuelpner:
Labournet: XI. Diskussion > Wipo > GATS, Privatisierung und Gegenkämpfe > Bildung

There is no business like school-business. Schulen werden mittlerweile häufig von privaten Unternehmen saniert und an die Kommunen vermietet. Ein lukratives Geschäft - für die Investoren

„Ganz harmlos fing es an mit Plänen zur Computerausstattung der Schulen, mit Schulsponsoring für einzelne Projekte. Inzwischen gehen viele Kommunen Public Private Partnerships ein, um zum Beispiel kurzfristig Bauvorhaben umzusetzen, Ministerien beauftragen private Bildungsdienstleister mit der Evaluation von Bildungserfolgen. Auch Pisa ist ein Unternehmen der "Public Private Partnership"…“

Privatisierung der Bildung Teil 5 – Artikel von Karl-Heinz Heinemann in Freitag vom 27.10.06
http://www.freitag.de/2006/43/06430401.php

-------------------------------------------

So wird öffentliches und kommunales Bildungswesen ein Geschäft für Unternehmen, die saftige Mieten für die Schulen kassieren und am Ende den Bildungsnotstand erzwingen, nämlich Einfluß zu nehmen, was unterrichtet werden soll und daß wieder Schulgeld von den Eltern durch diese Unternehmen abgepreßt wird.

Die BRD marschiert im Bildungswesen ins finstere Mittelalter, wo nur die Mönche lesen, schreiben und rechnen konnten. Und genau diese Zustände wollen diese Unternehmen wieder haben - prekäre Bildungsverhältnisse - mit einem geistigen Horizont der Untertanen nicht weiter über den eigenen Tellerrand mit ausgeprägtem Kadavergehorsam vor ihren unterdrückendem Unternehmer.

Profiteure solcher langfristigen, bis zu 25 Jahren dauernden Erpressergeschäfte sind Bauunternehmen, Banken, auf Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen spezialisierte Rechtskanzleien.

Dieser Mist ist lt. Quellenangaben im Artikel wieder mal bei der Bertelsmann-Stiftung gewachsen, die schon in der Hartz-IV-Gesetzgebung ihre dreckigen Pfoten drin hatte. Immer wieder die gleichen Gauner und Räuber, die namentlich genannt werden.

Außerdem umgeht man so die Finanz-, Kredit- und Bauvorschriften der kommunalen Einrichtungen und das Ausschreibungs- und Vergaberecht. Die Kommunen verzichten außerdem auf Gewährleistungsansprüche bei Baumängeln.

uwenutz:
Unter solchen pervertierten, krankhaft geldgeilen Bedingungen wäre
vieles nicht erforscht, entwickelt, philosophisch-literarisches nicht
erbracht worden, hätte im so viel geprisenen Land der früheren
Dichter und Denker gleiches Hirnloszeitalter regiert.

Pinnswin:

--- Zitat ---...von der Schule - über Hartz IV - zur Rente
--- Ende Zitat ---
iss geklaut, ich weiß aber nicht mehr, von wem...  ;(

uwenutz:
...von der Schule - über Hartz IV - zur Rente,
da fehlt mir ein altes Sprichwort wieder ein,
visionär seinerzeit, einem Nostradasmus der Ehre
gereichend sagt:
"Von der Wiege (Schule) bis zu Bahre (Rente)
nichts als Formulare, sprich Anträge, Anträge
und nochmals Anträge um selbst nach dem Tod
noch einen Antrag und sei es die Sterbeurkunde
ausfüllen zu müssen...
aber zum Glück nicht selbst.

ManOfConstantSorrow:
24 Anteilshaber hat die Phorms AG, die über ein Startkapital von einer Million Euro verfügt. Das Geld fließt als Kredit an die Schulen, bis diese in der Lage sind, sich selbst zu tragen. Die einzelnen Schulen müssen nicht profitabel wirtschaften, sie sollen lediglich in der Lage sein, sich über Elterngebühren und staatliche Zuschüsse selbst zu finanzieren.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/290/103187/

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln