Autor Thema: [HDW] KN 11.2.03  (Gelesen 70871 mal)

Kalle

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[HDW] KN 11.2.03
« am: 18:56:56 Di. 11.Februar 2003 »
Tag der Wahrheit für HDW: Wie viele müssen gehen?

Werftchef Burmester präsentiert Strukturkonzept - Flaute im Handelsschiffbau
 
 
 
 
Kiel - Hunderte von Jobs gehen verloren, Aus für den Handelsschiffbau - in der Gerüchteküche brodelt es seit Monaten. Nun soll es Klarheit geben: Heute will der HDW-Vorstand unter Führung von Helmut Burmester (63) den Wirtschaftsausschuss des Unternehmens über ein Strukturkonzept informieren, mit dem die Werft der Auftragsflaute im Handelsschiffbau dauerhaft begegnen will. Konkrete Maßnahmen drangen zwar bis gestern nicht an die Öffentlichkeit, doch soviel ist klar: Mit Kurzarbeit für ein paar Hundert Mitarbeiter ist es nicht getan. Nur ein dreiviertel Jahr nach dem jüngsten Personalabbau stehen bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG erneut Arbeitsplätze auf der Kippe.

Nichts Gutes für die Zukunft von HDW als Universalwerft schwant Wolfgang Mädel, dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall Kiel: "Ich befürchte, dass unter dem Deckmantel der Personalanpassung ein Konzept präsentiert wird, das mit seinen Einschnitten den Einstieg in das Sterben des Handelsschiffbaus in Kiel bedeutet."

Fest steht nach Informationen der Kieler Nachrichten allerdings, dass Burmester nicht das Aus für den Bau von Fähren oder Kreuzfahrtschiffen an der Förde verkünden wird. Ein solcher Schritt wäre auch nicht ratsam: Seit jeher profitiert die Werft mit ihren konzernweit mehr als 5000 Stellen (davon knapp 3400 in Kiel) davon, dass sie beides kann: Überwasserschiffe bauen und U-Boote. So können im Idealfall Nachfragelücken in einem durch Aufträge im anderen Segment ausgeglichen werden. Das Problem ist nur: Während der Bau von U-Booten dem Unternehmen Milliarden einbringt, erwirtschaftet der Handelsschiffbau rote Zahlen. Entnervt von dem Millionen-Debakel mit den griechischen "Superfast"-Fähren gab deshalb bereits Ex-Werftchef Klaus Lederer die Losung aus: Handelsschiffbau ja, aber in einem deutlich verringerten Umfang. Und Neuaufträge sollte die Werft nur noch zu Konditionen hereinnehmen, die Verluste in engen Grenzen halten. Doch solche Aufträge scheinen gegenwärtig nicht in Sicht. Die Schere zwischen Nachfrage und Angebot klafft immer dramatischer auseinander, und auch die aggressive Konkurrenz aus Südkorea macht die Preise kaputt.

Doch Mädel warnt den Vorstand davor, sich mit den Argumenten Kostendruck und Marktschwäche aus der Affäre zu ziehen: "Natürlich bewegt sich HDW in rauer See. Das darf aber nicht dazu führen, erneut an der Personalschraube zu drehen." Mit dem Abbau von mehr als 200 Mitarbeitern im vergangenen Jahr habe die Werft bereits die Untergrenze dessen erreicht, was für einen eigenständigen Handelsschiffbau nötig sei. Der Verdacht des Gewerkschafters, der auch Mitglied des HDW-Aufsichtsrats ist: Dem Management fehle es am nötigen Ehrgeiz beim Akquirieren von Aufträgen im Handelsschiffbau: "Warum schafft ausgerechnet HDW nicht das, was anderen deutschen Werften gelingt: Aufträge zu Kosten deckenden Preisen hereinzuholen?" Den Handelsschiffbau weiter zu verkleinern - etwa Teile des Stahlbaus in Billiglohnländer zu verlagern - hieße für Mädel, entscheidendes Know-how unwiederbringlich zu verlieren. Dass der Vorstand nicht einfach zusehen kann, wie die ehemals stolze Gewinne schreibende Werft in die Verlustzone rutscht, sieht auch Mädel ein. "Was wir brauchen, ist eine Überwinterungsstrategie, die uns erlaubt, flexibel zu reagieren, wenn die Auftragslage sich wieder bessert." Eine Reduzierung der Arbeitszeit könne eine Alternative sein. Auch einen finanziellen Beitrag der Beschäftigten schließt Mädel nicht aus. "Der aber macht nur dann Sinn, wenn die Weichen neu gestellt werden." Schließlich hätten die Mitarbeiter in der Vergangenheit bereits Arbeitsstunden ohne Bezahlung geleistet, ohne dass sich die Situation verbessert habe. Dabei seien bereits erhebliche Produktivitätsfortschritte erreicht worden. Mädel ist sicher: "Was diese Werft braucht, ist ein Auftrag, um zu beweisen wie gut sie ist."

Für Werftchef Burmester ist die Bewältigung der Flaute im Handelsschiffbau beileibe nicht die einzige Herausforderung. Nach Kiel geholt hatte die HDW-Mutter OEP den Ex-Chef von VAW Aluminium offenbar auch, um die Eigentümerstruktur der Werft neu zu ordnen. Und das könnte bedeuten: Verkauf von HDW an den ThyssenKrupp-Konzern mit seinen Werften Blohm+Voss (Hamburg) und Thyssen-Nordseewerke (Emden). Man betrachte HDW als "langfristige Investition" heißt es dazu bei OEP, der Investmentochter der amerikanischen Bank One. Bei der Suche nach einem Käufer stehe man nicht unter Zeitdruck

Kalle

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #1 am: 13:06:10 Mi. 12.Februar 2003 »
Schock für Kiel!
HDW baut 750 Stellen ab - Handelsschiffbau soll bleiben
Kiel - Die größte deutsche Werft HDW reagiert mit einem drastischem Personalabbau auf die asiatische Billigkonkurrenz. Die Zahl der Mitarbeiter solle bis Mai 2004 um 750 auf 2650 sinken, sagte Werftchef Helmut Burmester am Dienstag. Er begründete den Personalabbau um 22 Prozent mit dramatisch verschlechterten Wettbewerbsbedingungen im Handelsschiffbau, aber auch in Teilen des Marineschiffbaus. Die Kieler HDW hat derzeit rund 3400 Mitarbeiter, ist im Marine-Schiffbau gut ausgelastet und wird auch nach dem Stellenabbau noch größte deutsche Werft bleiben.

Vor der Werftenkrise der 70-er Jahre beschäftigte HDW allein in Kiel mehr als 10000 Mitarbeiter. Ab April kommenden Jahres sollen es noch 2650 sein. Der Abbau sei schmerzhaft, räumt Burmester ein. Doch Emotionen will sich der Mann, der die HDW-Führung im Oktober 2002 übernommen hatte, nicht hingeben: "Es gibt keine Alternative." Einzelheiten würden nun mit dem Betriebsrat besprochen. Rund 30 Millionen Euro habe das Unternehmen eingeplant, um die Schrumpfkur möglichst sozialverträglich umzusetzen. Die jährliche Einsparung beziffert Burmester auf 50 Millionen Euro.

2650 Mitarbeiter: Ist das das Ende der Fahnenstange? Burmester zögert. "Ich kann keine Garantie dafür abgeben, dass diese Arbeitsplätze in alle Ewigkeit erhalten bleiben. Ich kann aber sagen, das die neue Struktur der Werft belastbar und auf einen längeren Zeitraum gesehen das richtige Konzept ist."

HDW: Die größte deutsche Werft
Die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG ist Deutschlands größter Schiffbauer. Noch bauen rund 3400 Beschäftigte bauen am Kieler Ostufer Marine- und Handelsschiffe. HDW produziert Hochtechnologie - etwa für nichtnukleare U-Boote mit Wasserstoffbrennstoffzelle. Die erste Tarnkappen-Korvette der Welt stammt von der schwedischen HDW-Tochter Kockums. Zusammen mit ihren Töchtern beschäftigt die HDW-Gruppe rund 6500 Mitarbeiter in Deutschland, Griechenland und Schweden. Der Sitz der Gruppe ist Kiel mit Haupt-Aktivitäten in Kiel, Karlskrona und Malmö (Schweden), Rendsburg und Skaramanga (Griechenland). Die Aktienmehrheit an HDW hält One Equity Partners (USA). Im Geschäftsjahr 2000/2001 betrug der Umsatz 461 Millionen Euro, der Auftragsbestand wurde zuletzt mit 4,544 Milliarden Euro angegeben.

Sparky

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #2 am: 01:14:15 Mi. 19.Februar 2003 »
Jetzt ist das Geschrei groß. Die IG Metall wird aufeinmal kämpferisch und will um jeden Arbeitsplatz kämpfen.

Die Situation kommt aber garnicht so überraschend, wie es aussieht. Wer sich dafür interessiert hat ahnte soetwas schon seit dem HDW Verkauf.

Die Belegschaft ist eingeschüchtert und weiß nichtmehr wie ein richtiger Arbeitskampf aussieht.

Serhat

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #3 am: 01:32:53 Mo. 24.Februar 2003 »
Der Kriegsschiffbau ist gut ausgelastet. Krieg hat Konjunktur.

Man muß fast schon froh sein, daß der Handelsschiffbau nicht eingestellt wird. Vor 20 Jahren wurde viel politisch diskutiert. Über Boykott von Waren aus Südafrika. Leute sind mit booten zur Werft gefahren und haben ein U-Boot besetzt und ein Transparent rangehängt. Gegen Waffenexport.

Da haben sich einige Kollegen Gedanken gemacht. Als das "Traumschiff"(Ein Luxusliner für Südafrika) gebaut wurde gingen einige Baupläne in Flammen auf und viele Kabel wurden durchschnitten. Auch bei Kriegsschiffen gab es Sabotage.

Heute wird wenig diskutiert.

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #4 am: 02:31:25 Sa. 01.März 2003 »
KN 1.3.03:

 "Ich verspreche Ihnen ein offenes Ohr"
Vorstand zeigt Gesprächsbereitschaft - "Zum Handeln gezwungen"
 
"Gereizte Stimmung: Rund 3000 Mitarbeiter demonstrierten auf dem Werftgelände für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Nach jetzigem stand will der HDW-Vorstand bis Mai kommenden Jahres 742 Stellen abbauen. "


Demonstrieren auf dem Werftgelände? Warum nicht gleich im eigenen Wohnzimmer?

Kalle

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #5 am: 10:21:14 Do. 24.Juli 2003 »
HDW-Aufsichtsrat Hickel fürchtet Verkauf an französischen Thales-Konzern
 
Der Großwerft HDW droht nach Einschätzung ihres Aufsichtsratsmitgliedes Prof. Rudolf Hickel die Zerschlagung. "Ich sehe die ganz konkrete Gefahr, dass der jetzige Eigentümer OEP den profitablen U-Boot-Bau an den französischen Rüstungskonzern Thales verkauft", sagte der Bremer Ökonom und Schiffbauexperte gestern den Kieler Nachrichten. Ein solcher Schritt würde massive Risiken für den Standort Kiel bedeuten, zumal der defizitäre Handelsschiffbau - an dem ein Großteil der 3400 Arbeitsplätze hängt - ohne die Gewinne aus dem Bau von U-Booten, Fregatten und Korvetten nicht überlebensfähig ist.

Thales Naval ist einer der weltweit größten Anbieter elektronischer Systeme für Marineschiffe. Noch besitzt der Konzern zwar keine Werft. Geplant ist jedoch die Übernahme der französischen Staatswerft DCN und damit des bedeutendsten Konkurrenten von HDW im U-Boot-Bau. DCN selber hatte sich bereits mehrfach als Interessent für HDW zu verstehen gegeben. Die Chancen für einen deutschen Werftenverbund sind hingegen gesunken. Zwar hat ThyssenKrupp ein Angebot im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich vorgelegt. Das jedoch genügt offenbar bei Weitem nicht den Vorstellungen des HDW-Eigentümers. Der US-Finanzinvestor One Equity Partners will sich von seinem Engagement im Schiffbau trennen, da die Bundesregierung sich hartnäckig weigert, den lukrativen Verkauf von U-Booten nach Taiwan zu genehmigen.


Aus den Kieler Nachrichten vom 24.07.2003

KN

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #6 am: 15:24:39 Sa. 23.August 2003 »
Zitat
HDW: Doch Großauftrag? Montag entscheiden die Beschäftigten über Kompromiss
 
Kiel – Neue Hoffnung bei HDW: Die Kieler Werft hat nun doch gute Chancen, den schon verlorenen geglaubten Großauftrag zum Bau von vier Containerschiffen für die Hamburger Reeder MPC an Land zu ziehen. Unternehmensführung, Betriebsrat und IG Metall haben sich nach fast dreiwöchigen Gesprächen auf einen Beschäftigungspakt verständigt, der befristet auf zwei Jahre unentgeltliche Mehrarbeit sowie zum Teil deutliche Einschnitte bei Weihnachts- und Urlaubsgeld vorsieht. Im Gegenzug verzichtet das Unternehmen für drei Jahre auf weitere betriebsbedingte Kündigungen in der Fertigung.


Am Montag sollen die Gewerkschaftsmitglieder unter den rund 3200 HDW-Beschäftigten über den Kompromiss abstimmen. Die Zustimmung des amerikanischen HDW-Eigners One Equity Partners sowie des Aufsichtsrates gilt als wahrscheinlich. Doch auch der Kunde MPC muss noch grünes Licht geben, da sich die ursprünglich vereinbarten Ablieferungstermine verzögern könnten.

Die zum Verkauf stehende Werft ist dringend auf Aufträge im Handelsschiffbau angewiesen. Über den Bau der vier 212 Meter langen Schiffe im geschätzten Gesamtwert von 120 Millionen Euro hatte HDW Ende Juni mit MPC eine Absichtserklärung unterzeichnet. Knapp einen Monat später platzte das Vorhaben wie berichtet, da Vorstand und Gewerkschaft sich nicht über finanzielle Opfer der Belegschaft einigen konnten.

Gestern Vormittag informierte der HDW-Betriebsratsvorsitzende Ernst Kiel die Belegschaft: "Es wird uns viel abverlangt. Dennoch bitte ich Euch um Zustimmung."

Konkret sieht der Beschäftigungspakt vor: Die Arbeitszeit wird für zwei Jahre um insgesamt 276 Stunden je Mitarbeiter ohne Lohnausgleich verlängert. Weihnachts- und Urlaubsgeld schrumpfen auf einheitliche Beträge von 1100 beziehungsweise 1050 Euro. Der durchschnittliche HDW-Arbeiter erhält derzeit 1870 Euro Urlaubs- und 1485 Euro Weihnachtsgeld. Während der Laufzeit des Vertrages (1. September 2003 bis 31. August 2006) sind in der Fertigung betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Dies ändert allerdings nichts an dem bereits angekündigten Abbau von 742 Stellen. Mitarbeiter, die davon betroffen sind, werden von den Kürzungen ebenso ausgenommen wie Auszubildende.

Kiels IG-Metall-Chef Wolfgang Mädel sprach von einem für die Gewerkschaft sehr "ungewöhnlichen Weg", den man aber gehen müsse, um der Werft wieder eine Zukunft zu geben. Man habe den Gesprächsfaden zu keinem Zeitpunkt abreißen lassen. Ursprünglich hatte der Vorstand einen unbefristeten Lohnverzicht von zehn Prozent sowie für zwei Jahre drei Stunden unbezahlter Mehrarbeit pro Woche verlangt.


Aus den Kieler Nachrichten vom 23.08.2003



Welch Farce!
Seit Jahren hat der Betriebsrat die Belegschaft dazu gekriegt "den Gürtel enger zu schnallen" wenn es den Betrieb "schlecht" ging. In Zeiten hoher Profite profitierte die Belegschaft jedoch nie.

Und jetzt wieder: Mehr Arbeit und weniger Geld!
"Dies ändert allerdings nichts an dem bereits angekündigten Abbau von 742 Stellen." Und unlängst werden wieder Leiharbeiter auf der Werft eingesetzt. Urkomisch, nicht wahr?

KN

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #7 am: 18:21:01 Mo. 25.August 2003 »
Na, großartig:

Zitat
Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder bei HDW für Beschäftigungspakt

Kiel (dpa/lno) - Eine große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder bei der größten deutschen Werft HDW hat sich am Montag für den Beschäftigungspakt ausgesprochen, der am vergangenen Freitag zwischen der IG Metall und dem HDW-Vorstand ausgehandelt worden war. Wie die IG Metall mitteilte, stimmten 77,8 Prozent der Mitglieder für die Vereinbarung; 22,2 Prozent erklärten sich dagegen. Die Vereinbarung sieht befristet auf zwei Jahre 276 Stunden unentgeltliche Mehrarbeit und sowie Einschnitte bei Weihnachts- und Urlaubsgeld vor.

dpa/regioline vom 25.08.2003

ManOfConstantSorrow

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #8 am: 01:10:07 Fr. 19.September 2003 »
Man muß sich das mal vorstellen, die Auftragsbücher von HDW sind für die nächsten Jahre voll, jede Menge Leiharbeiter werden zusätzlich auf die Werft geholt, Internationale Investoren zeigen großes Interesse an der High-Tech-Werft und die Arbeiter sammeln für ihren armen Konzern.

Jeder Arbeiter spendet pro Jahr ca. 2500 EURO von seinem Lohn der Werft!

Dieses absurde Spektakel nennt sich sogar BESCHÄFTIGUNGSPAKT und das bedeutet, daß die Entlassungen widerstandslos hingenommen werden. Von Gewerkschaftsvertretungen ist man soetwas ja fast schon gewohnt. Aber daß die Belegschaft dazu noch JA & AMEN sagt stimmt einen nur noch fassungslos.

Es zeigt welche Folgen es hat wenn in der Gesellschaft politische Diskussionen durch Nachbeten von Mediengeschwafel ersetzt werden. Politiker werden eigentlich schon überflüssig. Eine Gummipuppe mit dem "Steuersong" reicht schon, dann noch den BILD-Aufkleber vom Bizeps-Bundesadler und fertig ist das Steuergeschenk für die Reichen und der Griff in die Taschen die Armen. Und die applaudieren noch!
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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #9 am: 23:06:11 Do. 02.Oktober 2003 »
Zitat
HDW überholt Megayacht des Öl-Milliardärs Abramowitsch

Kiel (dpa/lno) - Die größte deutsche Werft HDW hat einen prestigeträchtigen Auftrag an Land gezogen. In Kiel wird in den nächsten vier Monaten die Megayacht "Le Grand Bleu" des russischen Öl-Milliardärs und Besitzers des britischen Fußballclubs FC Chelsea, Roman Abramowitsch, überholt. Das 100-Meter-Schiff lief am Mittwoch in Kiel ein. Über das Volumen des Auftrags machte die Howaldtswerke- Deutsche Werft AG (HDW) keine Angaben. "Er bringt aber Beschäftigung und Reputation für die Werft", sagte ein Sprecher.

dpa/regioline vom 01.10.2003


Zitat

HDW erhält doch noch Auftrag zum Bau von vier MPC-Containerschiffen

 
Kiel (dpa) - Die größte deutsche Werft HDW hat sich doch noch einen Großauftrag zum Bau von vier Containerschiffen gesichert. Nach Unstimmigkeiten über die Bezahlung der Arbeiter haben die Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft AG und die IG Metall nach dpa- Informationen eine notwendige Tarifvereinbarung erzielt. Ende Juli hatte der Vorstand das Projekt abgelehnt, weil die Gewerkschaft und die betriebliche Tarifkommission einem Lohnverzicht für den Auftrag der Münchmeyer Petersen Steamship (MPC) nicht zugestimmt hatten.

dpa/regioline vom 02.10.2003

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #10 am: 22:40:16 Fr. 24.Oktober 2003 »
Sicherheit für Werften bis 2005 - Rohwer sagt volle Wettbewerbshilfe zu

Kiel - Die Werften in Kiel und Flensburg bekommen die volle Wettbewerbshilfe für alle Aufträge. Diese Zusage gab Finanzminister Bernd Rohwer vor dem Nautischen Verein zu Kiel. Damit ist die Finanzierung für bis zu elf Neubauten bei HDW, Lindenau und der FSG in Flensburg gesichert. Diese Aufträge sichern die Auslastung der Werften mit zusammen rund 4000 Mitarbeitern bis in das Jahr 2005 hinein. Rund neun Millionen Euro hat das Land im Haushalt 2004 als Wettbewerbshilfe bereitgestellt. Mit diesen Mitteln wird in Kiel bei HDW der Bau von vier Containerschiffen sowie bei Lindenau der Bau von vier Doppelhüllentankern gefördert. "Damit wird die Wettbewerbshilfe voll realisiert, das gilt auch rückwirkend für die Neubauten bei Lindenau", so Rohwer. Damit ist der Weg für die von der EU bewilligte Wettbewerbshilfe von sechs Prozent des Auftragswertes frei. Sie wird zu zwei Dritteln vom Land und einem Drittel vom Bund gezahlt. Für HDW war diese Zusage der Förderung eine "wertvolle und wichtige Hilfe" für die Akquirierung der vier MPC-Containerschiffe.

In dem Zusammenhang griff Rohwer auch die Ministerpräsidenten Peer Steinbrück und Roland Koch an, die nach seinen Informationen auch die Wettbewerbshilfe sowie die Förderung für die westdeutschen Häfen streichen wollen. Den Vorstoß des Duos bezeichnete Rohwer als inakzeptabel: "Ich finde es nicht so gut wenn unsere maritime Wirtschaft durch nicht so gut informierte Subventionsabbauer kaputt gemacht werden". Das gelte auch für die Tonnagesteuer und den Lohnsteuereinbehalt für deutsche Seeleute.

Bei den langfristigen Rahmenbedingungen malte der Wirtschaftsminister ein düsteres Bild. Die Erwartungen auf eine Lösung der Wettbewerbsverzerrungen zwischen Europa und Asien am Verhandlungstisch zu erzielen, sehe er "bei Null" liegen. "Wir werden im Conatinerwettbewerb mit der asiatischen Konkurrenz langfristig nicht mitkommen", so Rohwer weiter.

In dem Zusammenhang forderte er die Werften auf, sich noch intensiver für die Zukunft zu rüsten und "eigene Anstrengungen unternehmen". Dazu zählte er weitere Steigerungen der Produktivität. Eine Aufgabe, für die Rohwer besonders das Management der Werften ansprach. Dauerhaft sei die Branche nur durch den Bau von Spezialschiffen und straffere Kostenstrukturen zu erhalten.



nordClick/kn vom 24.10.2003

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #11 am: 16:24:36 Sa. 01.November 2003 »
Auftragsboom für deutsche Werften

 
Dank eines kräftigen Auftragsbooms ist die Beschäftigung auf den deutschen Werften für rund zwei bis drei Jahre gesichert.

 
Hamburg (dpa) - Der deutsche Schiffbau erlebt einen kräftigen Auftragsboom. Im laufenden Jahr seien bereits Aufträge für 51 Schiffe im Wert von 2,1 Milliarden Euro hereingekommen, sagte Werner Schöttelndreyer, der Vorsitzende des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), der dpa in Hamburg. Bis zum Ende des Jahres seien weitere 50 Schiffe im Wert von 1,5 Milliarden Euro als neue Aufträge zu erwarten. Die Beschäftigung auf den deutschen Werften sei damit für rund zwei bis drei Jahre gesichert.

dpa/regioline vom 01.11.2003

ManOfConstantSorrow

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #12 am: 11:09:16 So. 02.November 2003 »
Aha! Großes Jammern und Entlassungsdrohungen. Dann den warmen Regen aus öffentlichen Töpfen (die doch stets leer sind, wenn´s um "soziales" geht!). Und plötzlich gibt´s wieder Aufträge.

Glaubt etwa irgendjemand, es hätte nur einen Auftrag weniger gegeben ohne den Griff in öffentliche Kassen?
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ManOfConstantSorrow

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #13 am: 22:55:29 Mo. 15.März 2004 »
Zitat
Original von spiegel-online

FUSIONSPLÄNE

Manager schmieden deutschen Werften-Koloss

Die Werft-Giganten Blohm + Voss und HDW sprechen über eine Fusion und machen dabei große Fortschritte. Ein Abschluss könnte der erste Schritt zur Schaffung einer europäischen Superwerft sein - sie soll der asiatischen Billig-Konkurrenz Paroli bieten.



Blohm+Voss-Werft im Hafen Hamburg: Auch die Gewerkschaft spielt mit
Hamburg - Der Zusammenschluss der beiden norddeutschen Werften solle in den kommenden Monaten vollzogen werden. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, sind die Verhandlungen schon weit fortgeschritten.

Die Mutterkonzerne ThyssenKrupp (Blohm + Voss) und One Equity Partners (HDW) sollen demnach die Bewertung bereits abgeschlossen haben. Eine Sprecherin der zuständigen ThyssenKrupp-Sparte Technologies bestätigte auf Nachfrage entsprechende Verhandlungen. Den in der "FAZ" genannten Termin für einen Abschluss wollte sie nicht kommentieren.

Mit Widerstand der IG Metall gegen das Zusammengehen ist nicht zu rechnen. "Wir sehen darin eine der wenigen Chancen, um die Standorte in Norddeutschland zu erhalten", erklärte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der Gewerkschaft.

ThyssenKrupp will die Mehrheit

HDW und Blohm + Voss sind beide im Segment des militärischen Schiffbaus erfolgreich. Im zivilen Bereich hingegen stehen die Unternehmen mit den übermächtigen asiatischen Werften im Wettbewerb. Die IG Metall hofft, dass durch eine Fusion die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Betriebe beim Bau von Handelsschiffen steigt.

ThyssenKrupp dürfte sich die Konrolle über den neu entstandenen Werftenkoloss sichern. Die Sprecherin sagte weiter, dass der Düsseldorfer Konzern auf jeden Fall eine Mehrheit anstrebt. One Equity hingegen dürfte an einer schnellen Verwertung des Investments gelegen sein. Die Amerikaner hatten HDW vor zwei Jahren von der TUI und dem mittlerweile insolventen Industriekonzern Babcock Borsig übernommen.

Den damals gezahlten Preis von 814 Millionen Euro hatten Beobachter als zu hoch eingestuft. Der schnelle Weiterverkauf an einen US-Rüstungskonzern scheiterte später am Widerstand der Bundesregierung.

"Jeder redet mit jedem"

Der Zusammenschluss der deutschen Schiffbauer könnte der Auftakt zu einer europäischen Werftenlösung nach dem Vorbild des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS sein. In Frankreich sollen sich die staatliche Werft DCN und der Rüstungskonzern Thales bis 2005 zu einem neue Marinekonzern zusammenschließen. Weitergehende Fusionen mit den deutschen Konzernen sind im Gespräch. "Jeder redet mit jedem", heißt es dazu bei ThyssenKrupp.

Eine deutsch-französische Superwerft allerdings bereitet der IG Metall mehr Sorge als das nationale Fusionsprojekt. "Bei den Franzosen redet der Staat mit, bei den Deutschen nur die Privatwirtschaft", warnt Gewerkschaftler Friedrich. Bei möglichen Verhandlungen muss demnach die Bundesregierung wachsam sein, um negative Folgen für die deutschen Standorte zu verhindern.


Ach, es ist langsam langweilig, wie all das eintrifft, was damals die Kommunisten fast gebetsmühlenartig prophezeiht haben, das große Fusionieren, das Schlucken der Kleinen durch die großen Konzerne. Es ist dabei schon fast makaber zu sehen, wie im HDW-Betriebsrat ex-Kommunisten sitzen, die diese Pläne befürworten, genauso wie das gegeneinander Auspielen von Werftarbeitern ("Wir" gegen "die Koreaner", das große Standort-Argument!).

Ich kann garnicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte!
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #14 am: 13:32:23 Mo. 16.August 2004 »
Zitat
Original von KN 13.8.04

Wieder Sorge um HDW

Kiel/Essen – Endgültig entschieden ist noch nichts, doch die Angst um Arbeitsplätze bei HDW wächst. Der Grund: Die Konstruktion eines deutschen Werftenverbundes unter Führung des ThyssenKrupp-Konzerns könnte das Aus für den Überwasserschiffbau bei HDW in Kiel bedeuten.

Nach Angaben des HDW-Betriebsratsvorsitzenden Ernst-August Kiel planen die Eigner des künftigen Schiffbauverbundes – also ThyssenKrupp und die amerikanische HDW-Mutter One Equity Partners – eine "Fokussierung auf Produkte". Das heißt: Um den neuen Werftgiganten so schlagkräftig wie möglich zu machen, sollen sich nach einer Empfehlung der Unternehmensberater die Hauptstandorte Kiel, Hamburg und Emden ganz auf ihre Stärken konzentrieren. Im Fall von HDW wäre dies der U-Boot-Bau. "Ein solcher Schritt würde in Kiel eine große Zahl von Arbeitsplätzen gefährden", sagte der Betriebsratsvorsitzende den Kieler Nachrichten gestern nach einer Sitzung der so genannten "Begleitkommission" in Essen, dem Sitz der ThyssenKrupp Industries AG. Das mit Vertretern von Gewerkschaften, Betriebsräten und Arbeitgebern besetzte Gremium soll den seit Mai laufenden Fusionsprozess beobachten.

Fertigung und Konstruktion im Überwasserschiffbau sichern derzeit rund 800 der insgesamt 3050 Arbeitsplätze bei HDW in Kiel. Der defizitäre Bau von Handelsschiffen leidet extrem unter dem Preisverfall auf dem Weltmarkt und auch im militärischen Überwasserschiffbau ist die Auftragslage aufgrund von Kürzungen in den Verteidigungsetats alles andere als rosig. Die Beschäftigung im Überwasserschiffbau ist durch den Bau von vier Containerschiffen lediglich bis ins kommende Jahr hinein ausgelastet.

Konkretere Informationen über die Zukunft der Werft innerhalb eines deutschen Schiffbauverbundes erhofft sich Kiel heute von einem Gespräch mit dem HDW-Vorstand. "Was wir derzeit wissen, weckt zwar Befürchtungen, ist aber noch sehr unkonkret." Auch über das
Ausmaß eines möglichen Stellenabbaus gebe es keinerlei Hinweise.

Offenbar gestalteten sich die Verhandlungen über die Werftenfusion zäher als erwartet. Ursprünglich sollte es bereits Ende Juli unterschriftsreife Verträge geben, doch nun heißt es, die Gespräche könnten sich noch bis Ende des Jahres hinziehen. Offen ist unter anderem, ob der Sitz des Verbundes Hamburg oder Kiel wird.

Die geplante Unternehmensgruppe (HDW, Blohm+Voss/Hamburg und Nordseewerke/Emden), an der TK Technologies 75 Prozent und OEP 25 Prozent halten sollen, kommt auf insgesamt 9300 Mitarbeiter und einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro.

Von Ulrich Metschies


Hier dachte ich noch, es sei nur ein weiterer Betrieb, der dem Siemens- und Daimler-Chrysler-Beispiel folgt: erst mit dem Abzug von Arbeitplätzen drohen, dann arbeitbedingungen verschlechtern...

Zitat
Original von KN 14.8.04


Entschieden: HDW baut künftig nur noch U-Boote

Für HDW wird der letzte Trumpf entscheidend: das Know-How beim U-Boot-Bau

Kiel/Essen - Jetzt ist es offiziell: Der Bau von Containerschiffen, Fregatten, Korvetten und Megayachten bei HDW in Kiel steht vor dem Aus. Geplant ist, im Zuge der Verschmelzung mit den ThyssenKrupp-Werften den gesamten Überwasserschiffbau von Kiel nach Hamburg und Emden zu verlagern. Im Gegenzug sollen sämtliche U-Boot-Aktivitäten des Werftenverbundes in Kiel gebündelt werden. Dies ist der Kern eines "industriellen Konzeptes" für den neuen Schiffbau-Giganten (Arbeitstitel: European Marine Systems), das die ThyssenKruppTechnologies AG (Essen) gestern veröffentlichte.


Danach sollen die Standorte Kiel, Hamburg und Emden zu "Kompetenzzentren mit klar definierter Produktverantwortung" entwickelt werden. "Dies ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Standortsicherung und eine ausgewogene Entwicklungsalternative", sagte Olaf Berlien, Vorstandschef von TK Technologies. Während Kiel sich auf den U-Boot-Bau spezialisieren soll, konzentriert sich Blohm+Voss in Hamburg auf Überwasser-Marineschiffe, Megayachten und Reparaturen.

Die Nordseewerke in Emden verlieren den U-Boot-Bau und liefern künftig nur noch Überwasser-Marine- und Handelsschiffe. Völlig offen ist, was diese Weichenstellung für die Zahl der Arbeitsplätze an den einzelnen Standorten bedeutet. "Es gibt noch keine Kapazitäts- und Personalplanung", sagte eine Sprecherin von TK Technologies den Kieler Nachrichten. Am Überwasserschiffbau in Kiel hängen rund 800 der insgesamt 3050 Arbeitsplätze, bei den Nordseewerken sind rund 1500 Mitarbeiter beschäftigt, davon 900 in der Fertigung. Blohm+Voss in Hamburg kommt auf knapp 1100 Beschäftigte im Neubau plus 460 im Reparaturbereich.

Mit dem Umbau von HDW zu einer reinen U-Boot-Werft will sich die Landesregierung allerdings nicht abfinden: "Wir halten es nach wie vor für notwendig, neben dem U-Boot-Bau auch den Bau von Überwasserschiffen in Kiel zu ermöglichen", sagte Ministerpräsidentin Heide Simonis. Auch die IG Metall Küste kritisierte die geplante Arbeitsteilung: "Eine nicht-staatliche Werft kann mit rein militärischem Schiffbau nicht überleben." Der Kieler Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels (SPD) bezeichnete den Überwasserschiffbau bei HDW als "Geschäftsgrundlage" für das Vorziehen des Marine-Auftrages zum Bau von vier Fregatten des Typs F 125. "Da kann HDW nicht draußen vor bleiben." Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz hingegen begrüßte die Pläne: "Die Konzentration des U-Bootbaues in Kiel wird den Standort und das Unternehmen mittel- und langfristig stärken."

Von Ulrich Metschies


Naja, von unserer dämlichen Bürgermeisterin haben wir kaum was anderes erwartet. Es sieht aber ernst aus.

In besseren Zeiten hätten die Arbeiter der verschieden Werften einfach die Arbeit niedergelegt um diese Pläne zu stoppen. Die Gewerkschaften haben aber jahrelang das beschissene Standort-Argument hochgehalten (nichts weiter als offene Konkurenz  gegen Kollegen anderer Orte) und so steht jeder für sich da. Und jetzt gibt es die Drohung der Arbeitslosigkeit bei gleichzeitiger Verarmung der Erwerbslosen. Sollen sich jetzt kieler Werftarbeiter darüber freuen, wenn anderswo in der Welt einfache Menschen für Wirtschaftsinteressen aufeinander gehetzt werden, weil das ja gut für den eigenen Arbeitsplatz ist?
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!