Autor Thema: [HDW] KN 11.2.03  (Gelesen 74753 mal)

ManOfConstantSorrow

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[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #30 am: 14:27:47 Mi. 23.Juli 2008 »
In den 80ern hörte ich, 60% der Arbeitsplätze hätten direkt oder indirekt mit Armee und Rüstungproduktion zu tun. Ich kenne keine aktuellen Zahlen, doch  ist wohl vorübergehend die Rüstungsproduktion gesunken und scheint wieder zu steigen.

Kiel ist keine Industriestadt, Verwaltung ist wichtig (Landeshauptstadt), eine große Uni, etwas Forschung. Es gibt Versuche Medien, IT Zeugs, und weitere Forschung herzuholen. Dann gibt es noch gigantomanische Pläne für ein Kongreßzentrum, weiteren Tourismus und Co. und ist wohl nichts weiter als ein Projekt zur Geldversenkung, wie beim Spacecenter Bremen. Ich hoffe das Projekt wird schon in der Planungsphase beerdigt.

Es ist nicht ganz richtig, daß es keinerlei Proteste gegen die Rüstungsindustrie gibt, doch sind die Proteste vergleichbar still geworden.

Aufruf vom Ostermarsch 2007:

Zitat
Für eine Friedensstadt Kiel - Pax Optima Rerum (Frieden ist das höchste Gut)

Nach dem von Deutschland zu verantwortenden letzten Weltkriegs war die "Reichskriegsstadt" Kiel - wie viele andere Städte furchtbar zerstört. Nach einem zunächst hoffnungsvollen zivilen Beginn folgte auch in Kiel bald wieder die Militärproduktion. Kiels ehemals größte Werft produziert heute überwiegend U-Boote für die Bundeswehr und für den Export in aller Welt. Die Bundeswehr wird derzeit mit der hochmodernen U-Boot Klasse 212 (Dolphinklasse, Stückpreis ca. 440 Mio ) ausgerüstet. Diese U-Boote sind nicht für die Landesverteidigung vorgesehen, sondern für den (Kriegs-) Einsatz in aller Welt.

Erschrocken haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Bundestag der Lieferung von mehreren U-Booten an Israel zugestimmt hat. Dies verstößt gegen den Grundsatz, keine Waffen in Krisengebiete zu exportieren. Besondere Brisanz erhält dieser Vorgang dadurch, dass die Lieferung zu großen Teilen aus Bundesmitteln (d.h. aus Steuergeldern) finanziert wurde und wird. Außerdem muss davon ausgegangen werden, dass die an Israel gelieferten U-Boote mit Atomwaffen bestückt werden können.

Kiel muss aus den Kriegserfahrungen lernen und sich zur "Friedensstadt" entwickeln. Der Wahlspruch der Kieler Universität: Pax Optima Rerum sollte Leitgedanke allen politischen Handelns sein. Deshalb:

    Zivile Produktion statt Rüstungsproduktion!

    Kein Export von Kriegsschiffen!

    Stopp der Rüstungsexporte generell!

    [/list]
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    ManOfConstantSorrow

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    Re: [HDW] KN 08.01.2009
    « Antwort #31 am: 20:44:01 Do. 08.Januar 2009 »
    Korea ordert sechs weitere U-Boote bei HDW in Kiel
    Kiel - Die Kieler Werft Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH hat einen Großauftrag aus Korea erhalten. Die koreanische Marine wird sechs weitere U-Boote des Typs 214 mit einem Gesamtwert von über zwei Milliarden Euro erhalten. [/b]

    Der Vertrag zur Lieferung der 66 Meter langen Boote wurde noch im Dezember unterzeichnet. Vertragspartner der koreanischen Beschaffungsbehörde DAPA sind dabei die zum TKMS-Konzern gehörende Kieler Werft und die britische Vermarktungsfirma MarineForce International LLP (MFI).

     Montiert wird das erste der sechs Boote von Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering in Okpo. Südkorea hat bereits im Jahr 2000 drei Boote dieses Typs bestellt, von denen das zweite im November 2008 durch die Hyundai Werft abgeliefert wurde. Die Ergebnisse mit diesen ersten Booten waren dabei so positiv, das Korea jetzt nachbestellte.

     Der Bau der Boote erfolgt mit Bausätzen und Sektionen aus Kiel in Korea. Neben HDW sind an diesem Projekt auch viele Zulieferer aus dem Raum Kiel sowie die Nordseewerke in Emden bis über das Jahr 2013 hinaus beteiligt. Die Materialpakete aus Kiel umfassen auch ganze Rumpfsektionen wie das Vorschiff oder die Brennstoffzellen. Zudem werden die koreanischen Werftarbeiter von HDW-Angestellten geschult.
     
    Durch diesen Auftrag hat HDW seine Position als Marktführer beim Bau konventioneller U-Boote in der Welt ausgebaut. Die Zahl der vom Typ 214 bestellten Boote erhöhte sich auf 13. Die Türkei und Pakistan haben sich darüber hinaus ebenfalls für diesen Typ entschieden. Die Türken möchten für 2,5 Milliarden Euro ebenfalls sechs Boote dieses Typs kaufen.

     Überschattet wird der Bau der modernen Boote weiterhin von der Weigerung Griechenlands, die ausstehenden Zahlungen für die vier Boote zu leisten. Nach Medienberichten haben sich die Außenstände auf 487 Millionen Euro summiert. In Kiel liegt seit drei Jahren das zur Klasse 214 gehörende Boot "Papanikolis" auf. Während die griechische Marine das Boote wegen angeblicher Mängel nicht abnimmt, hat Südkorea just genau den selben Typ nachbestellt.

     Der Typ 214 wurde für den Export entwickelt. Der Antrieb besteht aus Dieselgeneratoren und Brennstoffzellen. Mit 1800 Tonnen Verdrängung gehört der Typ zu den größten in Deutschland gebauten U-Booten.
    Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

    ManOfConstantSorrow

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    Re: [HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #32 am: 09:47:54 So. 05.April 2009 »
    Arbeitsniederlegung bei HDW
    Kiel - Einige hundert Schiffbauer haben am Donnerstag auf der Kieler HDW-Werft nach Angaben des Betriebsrats vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Als Hintergrund der Aktion nannte der Betriebsratsvorsitzende Ernst Kiel die Sorge, dass nach dem Baustopp für zwei Containerschiffe keine neuen Aufträge angestrebt werden könnten und dem zivilen Schiffbau das Aus drohe.


    Kiel sprach von 400 bis 500 Teilnehmern und bestätigte damit einen NDR-Bericht. Anlass sei ein Besuch des zuständigen Vorstandsmitglieds gewesen. HDW hatte die Produktion der Containerschiffe gestoppt, weil die Auftraggeber keine Finanzierungszusage von den Banken erhalten hatten.

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    Kuddel

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #33 am: 15:36:19 Sa. 12.September 2009 »
    Hey,
    vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, HDW wurde verkauft. 300
    Arbeitsplätze sollen in den Kriegsgeräte-Bereich überschrieben werden,
    mind. 100 davon werden allerdings noch gestrichen.
    Montag früh um 07.00 beginnt die Betriebsversammlung. Um etwa 11.00 ist
    zumindest bisher ein Ende eingeplant.

    Deshalb Treffen für alle, denen dies missfällt, die Solidarität zeigen
    wollen, vor allem für alle Angestellten und alle, die sich als
    AntikapitalistInnen oder AntimilitaristInnen verstehen!

    Morgen (Sonntag) um 14.30 Uhr

    ManOfConstantSorrow

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #34 am: 11:32:48 Mo. 24.Mai 2010 »
    Zitat
    HDW kann sechs U-Boote für die Türkei bauen

    Kiel/Berlin - Dem Bau von sechs U-Booten der Klasse 214 für die Türkei steht jetzt nichts mehr im Wege. Nachdem die Türkei im Juli 2009 sich für die deutschen U-Boote entschieden hatte, können jetzt die Vorbereitungen für den Bau der Boote beginnen.  Für die Absicherung möglicher Zinsschwankungen beim Großauftrag hat der Haushaltsausschuss des Bundestags jetzt grünes Licht gegeben. Die CIRR-Bürgschaft (Commercial Interest Reference Rate) soll die Kieler Bauwerft HDW vor möglichen Problemen bei der Finanzierung des Auftrags mit einem Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro absichern. Der Kieler Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels (SPD) begrüßte die Entscheidung des Haushaltausschusses. „Durch den Auftrag für den NATO-Partner Türkei wird auch die Auslastung der Werft in Kiel gesichert“, so Bartels.
    http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/wirtschaft/152832-HDW-kann-sechs-U-Boote-fuer-die-Tuerkei-bauen.html
    Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

    Aloysius

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #35 am: 18:32:23 Mi. 26.Mai 2010 »
    Ja, die SPD bleibt ihrem Kurs treu. Demnächst wird die KN stolz die griechischen Aufträge über U-Boote trotz Sparpaket vermelden

    Aber schön, so machen sie den Linken den Wahlkampf leichter

    Kuddel

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #36 am: 21:42:32 Sa. 09.April 2011 »
    Zitat
    Kurz vor der Staatspleite

    Portugiesen haben HDW-U-Boot noch bezahlt



    Das U-Boot ARPAO wird bei HDW für die Portugiesen hübsch gemacht.
    Die Rechnung ist bezahlt


    Kiel - Der Kieler Werft HDW ist ein zweites Griechenland-Desaster erspart geblieben. Anders als bei dem U-Bootauftrag für Griechenland hat Portugal seine in Kiel bestellten U-Boote "Tridente" und "Arpao" wie vereinbart abgenommen und bezahlt. Griechenland hatte ein fast baugleiches U-Boot jahrelang nicht abgenommen.

    Das Duo löst in Portugal drei veraltete U-Boote des französischen "Daphné"-Typs ab. Den Auftrag hatte das Land 2004 bei HDW platziert. Der Systempreis soll nach unbestätigten Meldungen bei rund 300 Millionen Euro pro Boot liegen.

    Die Finanzkrise in Portugal hat auf den Zeitplan bei der Auslieferung der beiden U-Boote keine Auswirkungen gehabt. Das 68 Metern lange Boot verdrängt getaucht fast 2000 Tonnen und ist damit das größte in Kiel gebaute U-Boot. Das von einem Elektromotor angetriebene Boot verfügt auch über zwei Brennstoffzellen-Module für die Energieerzeugung. Die Bewaffnung besteht aus acht Torpedorohren. Bei HDW konzentriert sich die Fertigung nun auf je zwei U-Boote für die Marine Deutschlands und Israels.
    http://www.kn-online.de/lokales/kiel/226600-Portugiesen-haben-HDW-U-Boot-noch-bezahlt.html

    Das Geld wird man dann den portugiesischen Erwqerbslosen wieder abknöpfen.

    Kuddel

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #37 am: 14:01:24 Do. 26.März 2015 »
    In Kiels bekanntesten Großbetrieb hat der Filz aus IGM und SPD alles unter Kontrolle. Und das Kapital kontrolliert diesen Filz.
    Und das ganze nach den simpelsten Methoden, genau so, wie Klein Erna es sich vorstellt: Mit Schmiergeld.

    Zitat
    U-Boot-Werft HDW
    Thyssen-Betriebsräte kassieren illegale Gehälter

    Eine Tochter von ThyssenKrupp zahlt ihren Betriebsräten ein großzügiges Gehalt. Das ist gesetzeswidrig, aber in der deutschen Wirtschaft offenbar weit verbreitet. Die IG Metall drückt beide Augen zu.


    Nach Volkswagen und Siemens ist ThyssenKrupp damit der dritte deutsche Dax-Konzern, bei dem illegale Zahlungen an Betriebsräte öffentlich werden. Pikant ist, dass mehrere der betroffenen Kieler Betriebsräte auch Mitglieder der IG Metall sind. Die Gewerkschaft behauptet, sie habe von den Vorgängen bei HDW nichts gewusst.

    Gehaltslisten von Thyssens HDW-Werft zeigen nun, dass neben Krüger zwei weitere Betriebsräte 2011 das gleiche 5000-Euro-Gehalt erhielten...

    Der langjährige Vorsitzende des Betriebsrats auf der U-Boot-Werft, Ernst-August Kiel, muss sich fragen lassen, welche Rolle er gespielt hat. Das Protokoll der Betriebsratssitzung, in der das illegale einheitliche Monatsgehalt vermerkt wird, trägt seine Unterschrift. Der Rohrschlosser selbst verdiente 2009 rund 5800 Euro im Monat – 1000 Euro mehr, als es die höchste Stufe in der Tariftabelle vorsah.
    ...
    Auch die Großgewerkschaft IG Metall möchte sich zu ihren Mitgliedern im Betriebsrat der Werft auf Anfrage nicht äußern.
    ...
    "Illegale Betriebsratsbegünstigungen sind ein flächendeckendes Phänomen", sagt der renommierte Münchner Arbeitsrechtsprofessor Volker Rieble. "Fast alle Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zahlen freigestellten Betriebsräten höhere Löhne."

    Leidtragende sind die Arbeitnehmer, die oft nicht merken, wenn ihre Interessen mit weniger Nachdruck vertreten werden als möglich.
    ...
    Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, dass eine Firma Betriebsräte großzügig vergütet, ohne sich etwas davon zu versprechen.
    ...
    http://www.welt.de/wirtschaft/article129611598/Thyssen-Betriebsraete-kassieren-illegale-Gehaelter.html


    Fritz Linow

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #38 am: 22:10:58 Mi. 08.April 2015 »
    Hier ist auch nochmal eine schöne Anzeige:

    Zitat
    Qualifizierung zum Anlagenmechaniker (m/w)
    ThyssenKrupp
    Ort: Kiel
    Berufsfeld: Anlagenmechaniker

    Ihre Aufgaben

    Die Agentur für Arbeit Kiel, das Berufsfortbildungswerk, die Firma ITU Dienstleistungen und ThyssenKrupp Marine Systems bieten Ihnen in Kooperation eine Qualifizierung zum Anlagenmechaniker (m/w) an.

        3 - 4 monatige Qualifizierung
        Anstellung nach erfolgreich abgeschlossener Qualifizierung bei ITU Dienstleistungen GmbH
        Langfristiger Einsatz bei ThyssenKrupp Marine Systems Kiel

    Ihr Profil

        Erfolgreich abgeschlossene Berufsaubildung im Metallbereich oder erste Erfahrung im Anlagenbau
        Motivation, Lernfreude und genaues Arbeiten
        Sie sind derzeit ohne Beschäftigung

     
    ThyssenKrupp Marine Systems GmbH

    Christine Tunnat

    Personalbetreuung CPKB

    Tel.: 0431-700-3561
    http://jozoo.de/job/qualifizierung-zum-anlagenmechaniker-mw-912047

    Das Berufsfortbildungswerk gehört zum DGB. Anstatt wie sonst mit der hauseigenen Leihklitsche zu kooperieren (weitblick – personalpartner GmbH) melkt nun  ITU Dienstleistungen GmbH die Arbeitslosen. ITU sind Klaus und Klemens Stegmann mitsamt einigen anderen Unternehmen (Stegmann Personaldienstleistung GmbH, 7S Group, TEC-Marketing GmbH Kiel usw).
    Der DGB greift die Bildungsgutscheine ab, die Leiharbeitsfirma krallt sich die zukünftigen Leiharbeitsnehmer und die IG-Metall freut sich, bekommen die Betriebsräte bei HDW doch auch ein feines Gehalt.
    Gewerkschaft ist für alle da!

    Fritz Linow

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #39 am: 15:00:08 Mo. 11.Mai 2015 »
    Zitat
    Israel unterzeichnet Kaufvertrag
    Israel lässt in Deutschland vier Kriegsschiffe im Wert von 430 Millionen Euro bauen. Den Vertragsabschluss teilten das israelische Verteidigungsministerium und ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) am Montag mit. TKMS fertigt die Korvetten gemeinsam mit der benachbarten Werft German Naval Yards, die bis vor kurzem noch Abu Dhabi Mar hieß.

    Kiel/ Tel Aviv. TKMS baut in Kiel auch U-Boote für Israel und wird an diesem Mittwoch von Staatspräsident Reuven Rivlin besucht.

    An der Unterzeichnungszeremonie in Tel Aviv habe unter anderem Andreas Burmester teilgenommen, Vorsitzender der Geschäftsführung von TKMS, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Die vier modernen Korvetten sollten der israelischen Marine zur Sicherung der Wirtschaftszone im Mittelmeer dienen. Damit sind die Gasfelder vor der Küste Israels gemeint. Deutschland werde mit 115 Millionen Euro etwa ein Drittel des Handels finanzieren. Die Boote sollten binnen fünf Jahren ausgeliefert werden.

    Die TKMS-Werft in Kiel (früher HDW) will das fünfte von sechs U-Booten für Israel noch in diesem Jahr übergeben. Die „Rahav“ war bereits 2013 in Anwesenheit israelischer Militärs auf der Werft getauft worden. Die Exportgenehmigung liegt vor. Das vierte U-Boot für Israel wurde im vergangenen September ausgeliefert und kostete rund 600 Millionen Euro.

    Der Vertrag über die Korvetten wurde in Tel Aviv einen Tag vor dem 50. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel abgeschlossen. Deutsche Waffenexporte an Israel sind umstritten. Seit Jahrzehnten wird Israel unabhängig von der jeweiligen Lage im Nahost-Konflikt mit Rüstungsgütern aus Deutschland versorgt.

    Das israelische Verteidigungsministerium habe darauf bestanden, dass alle Waffensysteme auf den Booten aus israelischer Herstellung stammen, hieß es. Damit sollten Aufträge in großem Umfang für die israelische Rüstungsindustrie gesichert werden. Die deutsche Werft habe sich zu Gegenkäufen in Israel im Wert von mehr als 700 Millionen Schekel (etwa 163 Millionen Euro) verpflichtet.

    Der Leiter des israelischen Verteidigungsministeriums, Dan Harel, sprach von einer „äußerst wichtigen Vereinbarung“. Sie werde Israels Fähigkeit zum Schutz der strategisch wichtigen Gasfelder „dramatisch verbessern“.

    http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Wirtschaft/Israel-kauft-Korvetten-aus-Kiel-von-der-TKMS-Werft

    Fritz Linow

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #40 am: 01:17:44 Di. 12.Mai 2015 »
    Peer Steinbrück, ein SPD-Penner unter vielen, wurde u.a. in seiner Funktion als Aufsichtsrat beim Stahlkonzern ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2009/2010 mit knapp 50.000 Euro vergütet. https://de.wikipedia.org/wiki/Peer_Steinbr%C3%BCck
    Nun plärrt er auf dem IGZ-Bundeskongress 2015:

    Zitat
    Steinbrück: Ethik-Kodex beweist Selbstverantwortung
    Einen Blick in die Zukunft warfen die knapp 400 Teilnehmer des iGZ-Bundeskongresses im Maritim proArte Hotel in Berlin. „Die Wirtschaft verändert sich, der Arbeitsmarkt verändert sich“, stellte Ariane Durian, iGZ-Bundesvorsitzende, fest. „Heute schauen wir, in welche Richtung die Reise gehen könnte und wie wir uns als Branche darauf vorbereiten können.“
    Peer Steinbrück, Bundesminister a.D., analysierte eingangs die geplanten politischen Regulierungen der Zeitarbeit. „Die Reform richtet sich an die Unternehmen, die nicht Mitglied im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen sind“, stellte er heraus. Es gehe darum, Fehlentwicklungen einzudämmen. Mit dem Ethik-Kodex und der Kontakt- und Schlichtungsstelle hätte der iGZ aber bereits selbst einen weitreichenden Schritt zur Selbstverantwortung gemacht.

    „iGZ hat Weitsicht bewiesen“

    Wie wichtig die Tarifautonomie ist, betonten in der anschließenden Gesprächsrunde sowohl Sven Kramer, iGZ-Verhandlungsführer, als auch Reinhard Dombre, ehemaliger DGB-Tarifverhandlungsführer. Dombre lobte die Weitsicht, die der iGZ schon frühzeitig mit der Forderung eines Branchenmindestlohns bewiesen hatte. „Leider hat die Politik uns damals sehr lange zappeln lassen“, bedauerte er. Seit Beginn 2012 gibt es einen Branchenmindestlohn für die Zeitarbeit. Auch künftig wolle man mit den Tarifpartnern der Zeitarbeitsbranche eigene Regelungen verhandeln. Die Politik solle lediglich die Leitplanken festlegen.

    Weiterbildung muss sich lohnen

    „Warum haben wir tage- und nächtelang gemeinsam mit den Gewerkschaften gerechnet und verhandelt, wenn die Politik nun alles über den Haufen wirft?“, machte Kramer seinem Ärger Luft. Solange die Bezahlung stimme, nutze die Höchstüberlassungsdauer niemandem. „Und die stimmt“, betonte er. Nach neun Monaten erhalte eine Zeitarbeitskraft über die Branchenzuschläge sowieso Equal Pay. Wenn die Zeitarbeit Mitarbeiter aus- und weiterbilde, müsse sie auch die Gelegenheit bekommen, die Kosten zu amortisieren. „Das schaffen wir in 18 Monaten nicht“, beklagte er.

    Erfahrungen der Zeitarbeitskräfte

    Zwei, die es wissen müssen, sind Peter Schubert und Marcus Schormann. Die beiden Zeitarbeitskräfte bereicherten die Gesprächsrunde mit ihren persönlichen Erfahrungen. „Ich schätze an der Zeitarbeit besonders, dass ich fachlich fit bleibe. Ich bin in der M+E-Industrie tätig. Viele Arbeitskräfte dort montieren seit Jahren die ‚Vorderachse links‘. Durch meine wechselnden Einsätze bleibe ich hingegen flexibel“, berichtete Schormann. Durch die Branchenzuschläge sei zudem eine faire Bezahlung gesichert, ergänzte Schubert. (ML)
    http://ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/steinbrueck-ethik-kodex-beweist-selbstverantwortung

    Der ehemalige Kanzlerkandidat findet also ziemlich gut, was die Interessengemeinschaft Zeitarbeit (IGZ) so macht. Alles andere wäre auch verwunderlich, denn die Geschäfte für Thyssen Krupp Marine Systems laufen prächtig auch dank der ganzen Leihsklaven, für deren Einsatz sich die SPD, der DGB und die IGZ mitsamt ihres korrupten und widerlichen Filzes herzlich bedanken.
    Traurig, aber wahr: Das ist nur ein weiteres Indiz für die Ausmaße der Verlogenheit, der Selbstherrlichkeit und der Korrumpierbarkeit eines ganzen Scheißsystems.

    Kuddel

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #41 am: 21:19:35 So. 14.Juni 2015 »
    Donnerstag, den 25. Juni 2015, 20 Uhr (wie immer bei Salzstangen, Wasser und Wein)

    Wir zeigen den Dokumentarfilm:
    “Das war ‘ne gute Übung – 9 Tage Betriebsbesetzung bei HDW"
    mpz und Ingrid Molna 1983 / 90 Min. /s/w
    Ort: Susannenstr. 14 d (Hinterhof). S-Bahn Sternschanze
    http://mpz-hamburg.de/das-war-ne-gute-uebung-9-tage-betriebsbesetzung-bei-hdw/

    Fritz Linow

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #42 am: 10:37:06 Mi. 22.Juli 2015 »
    Die Standortlogiker der IG Metall und der Betriebsrat von HDW dürften im Moment so ziemlich stolz sein auf das, was in den Kieler Docks gerade produziert wird:
    Zitat
    Volle Docks bei Kieler Werften
    ...Algerien bekommt jetzt eine Weiterentwicklung, die noch schwerer bewaffnet ist: Auf dem Bug der Fregatte „910“ wurde ein Mehrzweckgeschütz der italienischen Firma Oto Melara montiert. Dabei handelt es sich um ein 22 Tonnen schweres Geschütz des Typs 127/64LW. Dieses ist auch für die ab 2017 in Fahrt kommenden Fregatten der Klasse 125 der Deutschen Marine vorgesehen. Hauptbewaffnung sind 16 Flugkörper des Typs RBS15Mk3 der Rüstungsfirmen Saab und Diehl Defence (Deutschland) und 32 Luftziel-Flugkörper des südafrikanischen Typs „Umkhonto-IR“. Die Meko A200 Fregatte verfügt über ein Antriebssystem, das aus einer Verstell-Propelleranlage und einem Wasserstrahlantrieb für hohe Geschwindigkeiten besteht. Es gilt als besonders fortschrittlich. Den Bau der Rümpfe hat TKMS der Nachbarwerft German Naval Yards übertragen. Das Auftragsvolumen aus Algerien soll bei rund zwei Milliarden Euro liegen und umfasst auch den Aufbau einer Werft in Oran sowie das Training der Besatzungen.
    http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Wirtschaft/News-Aktuelle-Nachrichten-Wirtschaft/Volle-Docks-bei-Kieler-Werften

    BGS

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #43 am: 17:26:30 Mi. 22.Juli 2015 »
    "Reichskriegsstadt" Kiel

    MfG

    BGS
    "Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

    https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
    (:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

    Fritz Linow

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    Re:[HDW] KN 11.2.03
    « Antwort #44 am: 19:22:01 Do. 30.Juli 2015 »
    Hier kann man sich mal die Kriegstreiber der IG Metall auf einem Gruppenfoto anschauen. Die Mehrzweckkampfschiffe MKS 180 sollen gefälligst hier gebaut werden.

    Zitat
    Kritik an MKS-Ausschreibung
    Jahrestagung AK Wehrtechnik


    Deutliche Kritik haben Betriebsräte der IG Metall an der Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums zur europäischen Ausschreibung der Mehrzweckkampfschiffe MKS 180 gegenüber Staatssekretärin Katrin Suder geübt.
    Von anderen EU-Staaten werden im Marineschiffbau bisher nationale Lösungen praktiziert, denn die Werften werden staatlich subventioniert. Nun soll erstmals der Auftrag für vier MKS-Schiffe (etwa vier Milliarden Euro) europaweit ausgeschrieben werden.

    Nach Fertigstellung der Fregatte F 125 könnte der MKS-Auftrag Know-how und Arbeitsplätze im deutschen Marineschiffbau langfristig sichern. Das Gespräch mit Staatssekretärin Suder fand im Rahmen der Branchentagung Wehrtechnik Ende Juni statt.
    http://netkey40.igmetall.de/homepages/kiel/meldungen/kritikanmks-ausschreibung.html#LayoutElement_568665_463858500

    Das sagt die Satzung der IG Metall dazu (§ 2):
    Zitat
    Die IG Metall bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Sicherung und den Ausbau des sozialen Rechtsstaates und die weitere Demokratisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung und den Schutz der natürlichen Umwelt zur Sicherung der Existenz der Menschheit ein.
    http://www.igmetall.de/internet/docs_4257762_IGM_Satzung_screen_e1588f09eddcc914462821a9a3ef6c00aaa6136d.pdf

    Was für eine verlogene Scheiße.