Autor Thema: [HDW] KN 11.2.03  (Gelesen 70869 mal)

Fritz Linow

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Re:[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #45 am: 10:06:51 Mi. 09.September 2015 »
Die Rüstungsindustrie in Kiel blickt gelassen in die Zukunft und steckt nochmal ordentlich Geld rein. Mit den 50 Millionen könnte man bestimmt viele Dinge stemmen, die dafür sorgen würden, dass man nicht in Rüstung investieren müsste, andererseits will der ganze Filz aus ZAFs, DGB, AA und lokales Politikerpack ja auch bezahlt werden.

Zitat

Bauboom unter Wasser


Es läuft rund im Schiffbau – jedenfalls dort, wo Kreuzfahrt- und Kriegschiffe gebaut werden. Wegen voller Auftragsbücher will ThyssenKrupp jetzt 50 Millionen in den Ausbau seiner Kieler Werft investieren.

Kiel. Andreas Burmester gehört neben Bernard Meyer aus Papenburg zu den Werftchefs, die derzeit gut lachen haben. Meyer profitiert von der ungebremsten Lust auf Kreuzfahrten und TKMS-Chef Burmester profitiert von der sich rasant verändernden Sicherheitslage in der Welt. „Die Frage der nationalen Sicherheit ist auf einmal zurück auf den Tagesordnungen der Politik“, sagte Burmester am Dienstag bei der Begrüßung der Delegationen zur Subcon 2015 in Kiel. Auf der Kongressveranstaltung treffen sich bis Freitag 350 Experten, Wissenschaftler und Militärs aus mehr als 20 Ländern.

Die unsichere Weltlage führt zu mehr U-Boot-Bestellungen. Der Kieler Konzern ThyssenKrupp Marine Systems hat derzeit 22 Aufträge im Bestand: zehn Überwasserschiffe und zwölf U-Boote. Zwölf U-Boote und sechs Korvetten werden am Standort Kiel gebaut. Das Auftragsvolumen bewegt sich auf die Marke von neun Milliarden Euro zu. In Kiel waren auch Delegationen aus Ländern, die bislang noch keine U-Boote aus Kiel fahren: Vietnam, Mexiko und die Philippinen. Zum Kreis der Interessenten für U-Boote aus Kiel gehören außerdem Polen, Norwegen und Australien.

Der Standort Kiel ist ein Hauptthema auf der Subcon. „5900 Arbeitsplätze sind allein in Kiel in der Wehrtechnik angesiedelt. Bei TKMS sind an den Standorten Kiel, Hamburg und Emden 3500 Menschen beschäftigt“, so der Werftchef. 2500 sind es allein bei TKMS in Kiel. Damit diese Arbeitsplätze auch bis über das Jahr 2030 ausgelastet sind, soll der Standort Kiel umfassend modernisiert werden. Am Rande der Konferenz wurde das Projekt „ThyssenKrupp Marine Systems Yard 2020“ präsentiert. Die Kieler Werft soll bis 2020 umgebaut werden. Größere Hallen, ein Gebäude für 200 Arbeitsplätze, neue Entwicklungssoftware, eine neue Pier und eine große Bohr- und Fräsanlage für den Bau von Rumpfsektionen oder Torpedorohren sollen angeschafft werden. Der Konzern will in den Ausbau 50 Millionen Euro investieren. „Das machen wir, um uns auf die Märkte von morgen vorzubereiten“, sagte Burmester.

Bei der Subcon standen gestern nicht nur neue U-Boote auf dem Programm. Es waren auch neue Gesichter da. Vietnam gehört seit kurzem zum Kreis der U-Boot-Nationen. Das Land hat angesichts der Aufrüstung Chinas sechs U-Boote in Russland bestellt. Kiel ist für den Vietnamesen aber dennoch interessant. Der deutsche Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, begrüßte Konteradmiral Do Minh Thai, den Chef der vietnamesischen U-Boote. Krause stellte in seiner Rede klar, dass die Rolle des U-Bootes heute eine ganz andere als früher sei. „Der Einsatz gegen Drogenschmuggler und Piraten gehört zu den Aufgaben moderner U-Boote“, sagte Krause.

An die Industrie appellierte Krause, Boote zu bauen, die auch langfristig einsetzbar und bedienbar sind. „Bitte vergesst die Soldaten bei der Konstruktion nicht“, mahnte Krause. Lange Liegezeiten und komplexe Systeme hatten zuletzt auch in der Deutschen Marine für Kritik bei U-Bootfahrern gesorgt.
http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Wirtschaft/News-Aktuelle-Nachrichten-Wirtschaft/ThyssenKrupp-Bauboom-unter-Wasser

Fritz Linow

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Re:[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #46 am: 09:52:11 Di. 15.September 2015 »
Zitat
Werften gehen die Aufträge aus
Auf den deutschen Werften geht wieder die Angst vor einem Personalabbau um. Grund sind rasant schrumpfende Auftragsbestände bei den Werften, die auf zivile Schiffe setzen. Die Gewerkschaft IG Metall Küsten hatte die Betriebsräte von 40 Schiffbaubetrieben befragt und stellte die Ergebnisse am Montag in Hamburg vor.
„Einige Betriebe wie Nordic Yards in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft oder Nobiskrug in Rendsburg benötigen dringend neue Aufträge“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

 Die gute Nachricht: Am 31. Dezember 2014 arbeiteten 15.592 Menschen in den 40 deutschen Werftbetrieben. Das sind 400 mehr als 2013. Doch diese Zahl ist nur ein Lichtblick. Im Vergleich zu 2009 sind fast 5000 Menschen weniger auf den deutschen Werften beschäftigt. Und es droht neuer Kummer. „Die Auslastung reicht teilweise nur noch für einige Monate“, so Geiken. An den drei Standorten der Nordic Yards in Wismar, Warnemünde und Stralsund wackeln derzeit mehrere Hundert der 1300 Jobs. In Schleswig-Holstein entwickeln sich besonders die Nobiskrug Werft in Rendsburg sowie die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) zu Sorgenkindern.

 Die Flensburger Werft dominierte über Jahre den Fährschiffbau. Jetzt ging die Werft innerhalb weniger Monate im Wettbewerb um Aufträge leer aus. Ein Auftrag der kanadischen Fährreederei BC Ferries ging nach Polen – zuvor hatte die Reederei vier Fähren aus Flensburg bekommen. Und auch an der Obereider in Rendsburg ist es still geworden. Am Stammsitz der Nobiskrug-Gruppe gibt es zwar Verhandlungen über mögliche Aufträge aus dem Segment der Luxusjachten und Spezialschiffe. Im Moment reicht bei Nobiskrug der Auftragsbestand laut IG Metall aber nur noch für zwölf Monate – genauso wie in Flensburg. Die Zahl der Auftragseingänge sank von September 2014 bis August 2015 auf 25 Schiffe – von September 2013 bis August 2014 waren es noch 33.

 Ganz anders die Situation bei den Werften Meyer, TKMS und Lürssen. Die Bremer Lürssen-Gruppe ist mit ihren Standorten an der Weser in Wolgast und Schacht-Audorf bei Rendsburg über 33 Monate ausgelastet. Die Werften, die keine Probleme haben, sind sämtlich im Kriegs- oder Kreuzfahrtschiffbau aktiv. Erstmals seit fünf Jahren gab es keinen neuen Auftrag aus dem Offshore-Bereich. Geiken sieht darin „ein erschreckendes Signal“. Einen Monat vor der Nationalen Maritimen Konferenz fordern die Gewerkschafter deshalb ein klares Signal von der Bundesregierung. Die Vergabe von Bauaufträgen für Offshore-Windparks an Werften aus Asien hatte bereits heftige Kritik ausgelöst.

 Besonders wichtig und dringend erwartet seien für die Werften zudem Aufträge zum Bau neuer Spezialschiffe. So wird das Kieler Forschungsschiff „Poseidon“ in Kürze 40 Jahre alt und sollte längst ersetzt werden. Aber auch Mehrzweckschiffe des Bundes, wie die „Scharhörn“ oder die Bundespolizei-Schiffe, sind längst am Ende ihrer Lebensdauer angekommen.

 Trotz der teilweise düsteren Aussichten ist das Interesse beim Nachwuchs am Schiffbau groß. Laut IG Metall gibt es im Durchschnitt 23 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz auf einer Werft.
http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Wirtschaft/News-Aktuelle-Nachrichten-Wirtschaft/IG-Metall-Umfrage-Werften-gehen-die-Auftraege-aus

Um bei den Werften eine höhere Auslastung zu erzielen, müsste die IG-Metall jetzt eigentlich konsequenterweise die Umstellung auf Kriegsschiffe fordern, soweit sie es nicht eh schon macht.

Fritz Linow

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Re:[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #47 am: 11:38:26 Fr. 23.Oktober 2015 »
Eine von der SPD persönlich zugelassene Lobbygruppe im Bundestag ist der Think Tank ECFR (European Council on Foreign Relations).
Die geben unter anderem solche Schriften heraus:
„How to stop the demilitarisation of Europe“ http://www.ecfr.eu/page/-/ECFR40_DEMILITARISATION_BRIEF_AW.pdf

Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. ordnet ECFR so ein:
 „Man trifft sich bei Veranstaltungen, die von diesen Gruppen organisiert werden, tauscht sich über die Bedürfnisse aus und bildet so einen Militarisierungskonsens, für den die weitere Aufrüstung der Europäischen Union eine unhinterfragbare Notwendigkeit ist.
Der so herausgebildete Militarisierungskonsens wird zusätzlich von einem an
einige wenige Denkfabriken angedockten Expertenzirkel verfestigt und in die Öffentlichkeit getragen. Einige der wichtigsten dieser „Schaltstellen“ sind das
Egmont Institute, der European Council on Foreign Relations (ECFR),...“ http://www.imi-online.de/download/Ruestungstreiber_online_2012.pdf, S.15

Die Arbeitsgruppe „Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ in der SPD Fraktion beschäftigt sich unter anderem schwerpunktmäßig mit der Abrüstungspolitik.
http://www.spdfraktion.de/fraktion/arbeitsgruppen/arbeitsgruppe-sicherheits-und-verteidigungspolitik?tab1=pos

Die SPD holt sich also freiwillig eine Lobbygruppe ins Boot, die genau das Gegenteil will?

Für die SPD ist das kein Problem: Weiterhin auf der persönlichen Liste steht ThyssenKrupp Marine Systems GmbH.
Der SPD-Wehrbeauftragter Bartels aus Kiel, ein durch und durch korrupter IGM-Betriebsrat bei TKMS,  der Leutnant der Reserve und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Aufsichtsrat von Thyssen Krupp mit besten Kontakten nach Kiel, ein willfähriges Arbeitsamt, das Arbeitslose über das DGB-Fortbildungswerk zum Anlagenmechaniker umschulen lässt, die dann wiederum von der Leihklitsche ITU bei TKMS eingesetzt werden.
Was in den Hinterzimmern des Bundestages ausgeheckt wird, setzt man vor Ort konkret um.
Wie lassen sich solche Sauereien stärker in die regionale Öffentlichkeit tragen, wenn gleichzeitig ein stilles Abkommen des Verschweigens herrscht?   


 

Kuddel

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Re:[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #48 am: 12:36:12 Fr. 23.Oktober 2015 »
Eigentlich sollte einen das nicht wundern. Ich bin aber stets geschockt von solchen Infos.

Fritz Linow

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Re:[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #49 am: 22:55:30 Di. 15.Dezember 2015 »
Die Rüstungsindustrie in Kiel frohlockt und (hurra!) immer mehr Mitarbeiter:

Zitat
Fregatten für Algerien und Korvetten für Israel

Volles Haus bei den Kieler Werften. Der U-Bootbau bei ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) hat keine Liegeplätze mehr frei, nun hat sich auch beim Marine-Überwasserschiffbau die Pier gefüllt. Die Ausrüstungspier müssen sich jetzt zwei Fregatten für Algerien teilen.
Außerdem geht der Bau von vier Korvetten für die Marine Israels in die heiße Phase. Das Auftragsvolumen aller Marineprojekte der Kieler Werften TKMS und German Naval Yards (GNY) liegt deutlich über der Marke von neun Milliarden Euro.
Der Auftrag zum Bau der vier Korvetten für rund 430 Millionen Euro wird in den kommenden drei Jahren für Arbeit im Überwasserschiffbau bei GNY sorgen. Das Tochterunternehmen der Rendsburger Nobiskrug Werft wurde vom Generalunternehmer TKMS mit ins Boot geholt. GNY soll die Rümpfe bauen, ist aus Werftkreisen zu hören. Die 90 Meter langen Kampfschiffe sollen bis zu 2000 Tonnen Verdrängung haben und bis 2019 an Israel geliefert werden. Die Bewaffnung und Teile der Systemtechnik steuern die Israelis bei. Daher ist der Auftragswert mit 430 Millionen Euro vergleichsweise niedrig. Deutschland unterstützt den Bau mit etwa 120 Millionen Euro.

 Eine ganz andere Größenordnung sind die Fregatten der Klasse Meko A200 für die algerischen Marine. Der Auftrag beläuft sich auf über eine Milliarde Euro, da die Schiffe in Kiel komplett bewaffnet werden. So bekommen die algerischen Fregatten ein Arsenal an weit reichenden und schweren Waffen, darunter ein neues schweres Seezielgeschütz (Kaliber 127 Millimeter) und einen Flugkörper (TRBS15). Die zweite Fregatte für Algerien wurde jetzt ausgedockt. Der Bau dieses Schiffes mit der Kennung „911“ dauerte von der Kiellegung bis zum Ausschwimmen im Trockendock 7 der Werft TKMS exakt ein Jahr. Eine Zeitspanne, die für Kriegsschiffe dieser Größe eine Rekordzeit darstellt.

Stetig mehr Mitarbeiter

Den Bau der algerischen Fregattenrümpfe vergab ThyssenKrupp ebenfalls im Unterauftrag an GNY. Nobiskrug hatte die ehemaligen Schiffbaubereiche der Werft HDW Gaarden GmbH übernommen. Die Ausrüstung und Erprobung der algerischen Fregatten erfolgt jedoch durch ThyssenKrupp Marine Systems. Die erste Fregatte wurde im Dezember 2014 ausgedockt und im August zur Endausrüstung an TKMS übergeben. Die Ablieferung an Algerien ist im Frühjahr geplant. Das Land hat außerdem Aufträge im Wert von über zwei Milliarden Euro auch noch an Werften aus China, Russland und Italien vergeben. Italien liefert Algerien einen Hubschrauberträger.
Auch die Werft TKMS hat einen Hubschrauberträger im Angebot. Gegenwärtig ist die Werft aber mit insgesamt 22 Korvetten, Fregatten und U-Booten mehr als ausgelastet. Die Zahl der Mitarbeiter wurde in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Das TKMS-Auftragsvolumen nähert sich der Marke von neun Milliarden Euro. Allein sieben Milliarden entfallen auf den U-Bootbau. Damit die Werft auch über das Jahr 2020 hinaus für neue Großaufträge gerüstet ist, wird umgebaut: Im bislang zum Bau von Megajachten und Fregatten genutzten Hallendock 7 entsteht eine neue Fertigungsstraße für U-Boote. Außerdem hat Werftchef Andreas Burmester ein 50 Millionen Euro teures Modernisierungsprogramm angestoßen, das TKMS die Spitzenposition beim Bau konventioneller U-Boote auf Jahre sichern soll.
 Der Umbau der Kieler Werft soll im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Größere Hallen, eine neue Pier und eine große Bohr- und Fräsanlage für den Bau von Rumpfsektionen und Torpedorohren werden angeschafft. Alle Sektionen für U-Boote sollen künftig noch sehr viel effizienter gebaut werden. „Das machen wir, um uns auf die Märkte von morgen vorzubereiten“, sagte Burmester am Rande der U-Bootmesse Subcon im September.
http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-Wirtschaft/Aktuelle-Nachrichten-Wirtschaft/Fregatten-fuer-Algerien-und-Korvetten-fuer-Israel-TKMS-und-German-Naval-Yards

Fritz Linow

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Re:[HDW] Kohl, Barschel und Konsorten
« Antwort #50 am: 16:22:21 Fr. 17.November 2017 »
Zitat
16.11.17
Aktenfreigabe beleuchtet die geheimen U-Boot Geschäfte der Regierung Kohl mit dem Apartheid-Regime

In Südafrika werden derzeit einige Geheimakten aus der Zeit des rassistischen Apartheid-Regimes geöffnet. Die Aktenfreigaben bringen insbesondere Firmen, Organisationen und Regierungen in Verlegenheit, die fragwürdige Geschäfte mit Südafrikas Regierung machten – darunter die westdeutsche Bundesregierung.

Die Dokumente belegen der Website DaylyMaverick.com zufolge, dass West-Deutschland mit Südafrika wegen eines Embargos verbotene Rüstungs-Geschäfte zugunsten der Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) und dem Ingenieurkontor Lübeck (IKL) abdeckte. Bundeskanzler Helmut Kohl hatte 1984 Südafrikas Präsident Peter Botha in Bonn empfangen. Der den 423 Millionen DM schwere Deal zwischen den beiden Staatschefs war so geheim, dass sogar die jeweiligen Außenminister den Raum verlassen mussten. Kohl versicherte Botha, er werde sich persönlich um die Angelegenheit kümmern. (...)
https://www.heise.de/tp/news/Deckname-Tamburin-3891956.html

counselor

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Re:[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #51 am: 01:04:23 Sa. 18.November 2017 »
Soso ... hat der fette Sack Kohl also mit Faschisten zusammengearbeitet. Mich wunderts nicht.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re:[HDW] KN 11.2.03
« Antwort #52 am: 18:39:52 Di. 12.Juni 2018 »
Zitat
Neuer Werftchef
Herwig hat Milliarden-Auftrag im Visier

Kommt der größte Auftrag in der Geschichte der deutschen Marine nach Kiel? Bei der Werft German Naval Yards geht man mit Optimismus in die entscheidende Phase des Rennens um den 3,5-Milliarden-Euro-Auftrag zum Bau von vier Schiffen des Typs MKS 180.



Jörg Herwig will die Kieler Werft German Naval Yards zu einer führenden Werft im Marineschiffbau machen. Die Auftragsbücher sind voll.

Kiel. „Wir können hier am Standort Kiel Marineschiffe aller Größen bauen und wir wollen weiter wachsen“, erklärte der neue Werft-Chef Jörg Herwig im Gespräch mit unserer Zeitung.

Auf dem Gelände der Kieler Werft, die bis 2011 als HDW Gaarden Handelsschiffe baute, sind die Hallen mit Schiffen voll. Gerade abgeliefert wurden zwei Fregatten an Algerien – und zwar im vertraglich vereinbarten Zeit- und Kostenrahmen. „Als letzter Deutscher Generalunternehmer wollen wir den Wettbewerb um die MKS 180 gewinnen und hier am Standort Kiel wieder Schiffe für die deutsche Marine bauen. Mein Ziel ist es, diese Schiffe im Zeitplan zu liefern und dabei auch Gewinn zu machen“, sagte Herwig.

In den nächsten Tagen wird das finale Angebot für den Bau der vier ersten Mehrzweckkampfschiffe vom Typ MKS 180 beim Bundesamt für Ausrüstung, Nutzung und Informationstechnik abgegeben. Neben German Naval Yards (GNY) ist nur noch die niederländische Damen-Gruppe mit der Werft Blohm + Voss im Rennen.

Danach heißt es Warten. „Unser Ziel ist es, dass die Fähigkeiten zum Bau von Überwasserschiffen für die Marine hier in Kiel erhalten bleiben. Mit diesem Auftrag können wir die Zukunft gestalten“, erklärte Herwig. Er arbeitete zuvor 24 Jahre bei Thyssen Krupp, kennt den U-Boot- und den Überwasserschiffbau und die Kunden. Der neue Geschäftsführer ist überzeugt: „Mit dem Auftrag MKS 180 ist auch am Standort Kiel wieder Wachstum möglich. Mit der Fachhochschule haben wir dafür sehr gute Bedingungen.“ Aktuell liegt die Belegschaft der GNY-Gruppe bei 950 Mitarbeitern. Kommt der Großauftrag, würde das die Auslastung der Werft bis 2028 sichern. Herwig schließt für diesen Fall auch eine Kooperation nicht aus. „Zuerst brauchen wir aber den Zuschlag.“ Wichtig ist ihm, dass der größte Teil der Wertschöpfung bei dem Projekt in Deutschland bleibt.

Dies sieht die IG Metall ähnlich. Angesichts der jüngsten Gerüchte, wonach sich die vom Wettbewerb ausgeschlossene Werftengruppe TKMS möglicherweise ganz vom Schiffbau trennen könnte, verfolgt die Gewerkschaft vor allem ein Ziel: „Möglichst viel von dem Auftrag in Deutschland zu halten. Der Auftrag bietet genug Arbeit für alle“, erklärte Gewerkschaftssprecher Heiko Messerschmidt.
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Neuer-Werftchef-Joerg-Herwig-hat-Milliarden-Auftrag-fuer-Kiel-im-Visier