Autor Thema: Schlecker  (Gelesen 66605 mal)

Pinnswin

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Schlecker
« Antwort #15 am: 11:15:25 Mi. 14.November 2007 »
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

regenwurm

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Schlecker
« Antwort #16 am: 12:47:01 Di. 11.Dezember 2007 »
»Den Kolleginnen wird schon mal ein Diebstahl unterstellt«

Sarah Bormann ist Autorin des Buches
»Angriff auf die Mitbestimmung – Unternehmensstrategien gegen Betriebsräte – der Fall Schlecker«
Zitat
 Was versteht man unter »angreifen«? Mobbing, die Androhung der Entlassung, der Versuch, ihnen etwas anzuhängen?  

    Das muß man sich so vorstellen: Die Bezirks- oder Verkaufsleiter kommen in die Filiale und sprechen die Verkäuferinnen, die im Wahlvorstand sind, direkt auf die geplante Betriebsratswahl an. Oft beginnen diese Gespräche in scheinbar freundlichem Ton, etwa so: »Wir kamen doch immer gut miteinander aus ...« oder »So etwas brauchen wir doch nicht!«. Dann folgen mitunter direkte Drohungen wie die Warnung, daß der Arbeitsplatz auf dem Spiel steht. Kontrollbesuche und Abmahnungen sind dann die nächste Stufe.    

    Es geht aber auch subtiler. In vielen Fällen wird die Betreffende gar nicht erst auf die geplante Gründung eines Betriebsrates angesprochen – es läuft gleich und ohne Vorwarnung per Mobbing: Kontrollbesuche, Abmahnungen, gezielte Verunsicherung. In der nächsten Stufe gibt es dann die Nötigung zur Unterzeichnung von Aufhebungsverträgen, die Versetzung in andere Filialen, unrechtmäßige Kündigungen. Die Unternehmensleitung schreckt nicht einmal davor zurück, Kolleginnen einen Diebstahl anzuhängen.
 Quelle und Interview

[/url][/IMG]
Als T-Shirt zu bekommen / Bildquelle
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taram

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Schlecker
« Antwort #17 am: 15:59:28 Di. 11.Dezember 2007 »
Hallo Ragnarök,

das wird wohl kaum möglich sein. Habe vor einiger Zeit mal eine Doku über diese Discounter gesehen, in der von all diesen widerlichen Dingen berichtet wurde. Man versuchte Die Schlecker-Schla... vor ihrem Haus zur Rede zu stellen. Wie du dir denken kannst, war sie zum Reden nicht bereit. Man wurde vom Reporter auf den Zaun, der die Villa umgab, aufmerksam gemacht: Die war so hoch, die ganze Villa war bewacht - mehr Kameras und Stacheldraht, wie ich es von der Amerikanischen Botschaft hier in Berlin kenne. Der Reporter sagte dann nur noch, wahrscheinlich besser so. Die Schleckerfamilie wird schon wissen warum.

Von Taram - die zur Zeit mit 20 anderen im 1,5 Euro - Job sitzt und Däumchen dreht.

Viele Grüße

ManOfConstantSorrow

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Schlecker
« Antwort #18 am: 19:20:35 Di. 25.März 2008 »
Nach einer dringenden Ermahnung durch den Arbeitsrichter nimmt die Drogeriekette die Kündigung gegen eine Betriebsrätin zurück...

http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig=2008%2F03%2F22%2Fa0096&src=UA&cHash=f1a3c1315f
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Sektsauferle

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Schlecker
« Antwort #19 am: 20:46:27 Di. 25.März 2008 »
bei schlecker zu arbeiten ist die hölle, hab ich selbst ein paar monate mitgemacht.
die pure ausbeute, und das beste sind die revisoren, die  nur dazu da sind, um die mitarbeiter zu verängstigen und fertig zu machen.

ich kann bis heute nicht verstehen, warum sowas zulässig ist!
In Memory of Menschenrechte !!!

alfred

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Schlecker
« Antwort #20 am: 12:16:58 Fr. 01.August 2008 »


Diese Woche war Schlecker in der Heimatstadt von Stefanie Hertel dran. Allerdings machten sich die Täter deutlich mehr Mühe als auf obigen Foto. Die zwei Buchstaben wurden in Orginalgröße fabriziert und auch der weiße Rand wurde nicht vergessen. Ein Bekennerbrief wurde an die örtlichen Zeitungen geschickt, in welchem die Täter auf ihre Tat hinwiesen. Auch erklärten sie die wasserlösliche Befestigungsweise, auf Grund derer leider keine Sachbeschädigungsklage möglich sein wird...

PS: Die "Bild" brachte auf der Regionalseite sogar ein Bild mit Kommentar.

LOL
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Kater

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Re: Schlecker
« Antwort #21 am: 11:56:13 Fr. 07.November 2008 »


Kater

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Schlecker: Überfallen und abserviert
« Antwort #22 am: 15:46:54 Di. 25.November 2008 »
Zitat
BEHINDERTE ARBEITNEHMER - Überfallen und abserviert
Von Tobias Lill

Auf dem Papier geben sich deutsche Unternehmen behindertenfreundlich. In der Praxis sieht es häufig anders aus: Wer nicht mehr die volle Leistung bringt, wird aus dem Job gedrängt - wie der Fall der Schlecker-Verkäuferin Helga Tsokaktsidis zeigt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586713,00.html

quer1979

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Re: Schlecker
« Antwort #23 am: 15:08:49 Sa. 13.Dezember 2008 »
sagt mal ..freunde der sonne ..hat jemand hier schon mal nen schlecker zeugnis gesehn ...wenn ja, für nen upload o. link  wär ich dankbar ..will mal schauen was die so schreiben ...;P
danke ...

ManOfConstantSorrow

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Re: Schlecker
« Antwort #24 am: 11:23:04 Mi. 04.Februar 2009 »
Verdi fürchtet um Jobs: Schlecker will offenbar 4000 Filialen schließen

?Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sieht bei der größten deutschen Drogeriekette Schlecker tausende Arbeitsplätze bedroht. Angesichts eines tiefgreifenden Konzernumbaus gebe es ein "extrem hohes Arbeitsplatzrisiko für potenziell 12 000 Beschäftigte", sagte der bei Verdi für Schlecker zuständige Achim Neumann der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung..."
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1667600_Schlecker-will-offenbar-4000-Filialen-schliessen.html
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vampyrella

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Re: Schlecker
« Antwort #25 am: 19:00:17 Mi. 04.Februar 2009 »
Noch weniger Personal bei Schlecker? Geht das?

Machen die dann so ne Art  Selbstbedienung?
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Ziggy

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Re: Schlecker
« Antwort #26 am: 20:34:28 Mi. 04.Februar 2009 »
Das ist wieder eine von den Meldungen, bei denen ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll. 4000 Filialen, da kommt schon was zusammen, 3 Leute pro Filiale ...

Die Staatskasse wird's nicht besonders treffen, die Löhne sind sowieso schon subventioniert.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

antwortpunkrock

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Re: Schlecker
« Antwort #27 am: 21:01:30 Mi. 04.Februar 2009 »
Bei uns sehen die Filialen aber auch so seltsam leer aus..als ob die Pleite währen...
nie ein Mensch drin, etwa ein Abschreibungsobjekt?

Dagegen brummts bei Bundikowsky geradezu.....und dann das miese Image....

vampyrella

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Re: Schlecker
« Antwort #28 am: 11:07:15 Do. 05.Februar 2009 »
Na Bundi ist ja auch mit mehr Beratung, da müssen wenigens drei Leute da sein.
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alfred

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agenda (ftd)
« Antwort #29 am: 07:51:34 Mo. 09.Februar 2009 »
Zitat
Bis in die letzten Winkel der Republik ist Anton Schlecker mit seinen Billigdrogerien vorgestoßen. Doch bei der Produktivität hinkt der Marktführer den Rivalen weit hinterher. Mit Großfilialen und Niedriglöhnen will er nun an alte Erfolge anknüpfen. Ein riskantes Experiment.

Steck deinen Kopf nicht zu weit aus dem Fenster, wir brauchen dich noch, wenn wir bei euch einen Betriebsrat gründen", ruft Achim Neumann in sein Handy. Wieder ein Anruf von einem Schlecker-Mitarbeiter, irgendwo aus Süddeutschland. Wieder ein neues Mitglied. "Mich sprechen jetzt ständig Leute an", erzählt der Verdi-Funktionär. "Die fürchten alle um ihren Arbeitsplatz." Neumann sammelt seine Truppen. Vor ein paar Tagen hat der Gewerkschafter einen Warnschuss abgegeben: 4000 Filialen der Drogeriemarktkette ständen vor dem Aus, 12.000 Arbeitsplätze seien in Gefahr, prophezeite Neumann in einem Interview. Seither wächst die Unruhe in den Geschäften, die bei Schlecker Verkaufsstellen heißen. Und Neumanns Handy klingelt immer öfter.


Wieder einmal geht es gegen Anton Schlecker, einen Erzfeind der Gewerkschaften. 1975 hat der Unternehmer aus dem schwäbischen Ehingen seinen ersten Discountmarkt eröffnet und seitdem Deutschlands größte Drogeriemarktkette aufgebaut. Auf dem Rücken der Beschäftigten, sagen Arbeitnehmervertreter wie Neumann. Die Bezahlung nach Tarif haben sie Schlecker abtrotzen müssen, seit Jahren kämpfen sie verbissen um jeden Betriebsrat. Nun beobachten sie, wie Schlecker die Absprachen unterwandert. Im Eiltempo schließt die Firma alte Verkaufsstellen und eröffnet neue Märkte: in zentralen Lagen, heller, schöner, größer. Und mit Verkäuferinnen, die gerade mal halb so viel verdienen wie die Kolleginnen in den übrigen Filialen.

Der Druck auf Schlecker wächst. Lange setzte der Ehinger die Trends, trieb die Branche vor sich her, trug das Billig-Drogeriegeschäft in die hintersten Winkel der Republik. Baute mit seinen engen, zugestellten Läden in städtischen Nebenlagen oder auf dem platten Land, mit begrenztem Sortiment und sparsamem Personaleinsatz ein Imperium auf, zu dem zu Hochzeiten in Deutschland 11.000 Filialen gehörten.

Doch inzwischen kommt Schlecker nur noch jenseits der Grenzen voran. Zu Hause laufen ihm die Kunden davon, kaufen lieber in den übersichtlichen Geschäften der Konkurrenz, die mehr Auswahl bieten. Während Rossmann oder DM ihr Sortiment um Wellness-Artikel oder Bioprodukte erweiterten und mit Eigenmarken die Kundenbindung erhöhten, fehlte in den beengten Schlecker-Lädchen schlicht der Platz für Innovationen. "Diese Weiterentwicklung hat Schlecker versäumt - die Filialen sehen überwiegend noch so aus wie vor zehn Jahren", sagt Mirko Warschun, Partner bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney.

Die Wettbewerber haben so den Abstand zum Marktführer stark verkürzt: Die DM-Drogeriemärkte steigerten den Umsatz in Deutschland von 2006 bis 2008 um 24 Prozent, Rossmann gar um 31 Prozent. Schlecker gingen nach Schätzungen von Branchenbeobachtern im gleichen Zeitraum mehr als fünf Prozent der Inlandserlöse verloren. Schleckers schärfste Rivalen haben ihre regionale Beschränkung aufgegeben und bauen ihr Netz inzwischen bundesweit aus. Kleinere Anbieter wurden im Zuge der Konsolidierung geschluckt. Von zehn Drogeriemarktketten, die es 2007 noch gab, sind fünf übrig geblieben.

Rossmann drängt aus dem Norden in die neuen Bundesländer und hat 2008 seine Position mit der Übernahme des kleineren Wettbewerbers Kloppenburg ausgebaut. Die von Karlsruhe aus operierende DM-Kette ist inzwischen bis nach Bremen vorgestoßen. "Schleckers Vertriebskonzept funktionierte, solange es wenig Konkurrenz gab", sagt Handelsexperte Thomas Roeb von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. "Mit der Expansion von Rossmann und DM ist die Luft für Schlecker dünn geworden. Wenn die im gleichen Tempo weiter expandieren, sind sie in ein paar Jahren gleichauf."

ftd
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