Autor Thema: Schlecker  (Gelesen 65758 mal)

Eivisskat

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Re: Schlecker XL Lohndumping mit neuen, billigeren Mitarbeitern
« Antwort #30 am: 13:27:16 Fr. 17.April 2009 »

vampyrella

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Re: Schlecker
« Antwort #31 am: 12:06:41 Sa. 18.April 2009 »
Krass. Ich werde mal drauf achten, ob wir bei uns jetzt auch so SchleckerXL Märkte mit bunten Punkten haben...Unglaublich.
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ManOfConstantSorrow

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Re: Schlecker
« Antwort #32 am: 19:46:14 So. 17.Mai 2009 »
Streik bei Schlecker - Verdi sieht 12.000 Stellen in Gefahr

Frankfurt (Reuters) - Die Gewerkschaft Verdi stemmt sich mit einer Streikaktion am Montag gegen einen Stellenkahlschlag bei der Drogeriemarktkette Schlecker.

Im Rahmen des Unternehmensumbaus seien 12.000 Arbeitsplätze in Gefahr, warnte Verdi am Sonntag. Mehrere Hundert Schlecker-Beschäftigte aus vier Bundesländern wollen den Angaben zufolge in Ulm gegen Filialschließungen und Kündigungen protestieren. Die Konzernspitze versuche ferner die Mitarbeiter dazu zu zwingen, neue Arbeitsverträge zu deutlich verschlechterten Arbeits- und Einkommensbedingungen zu unterschreiben. Verdi bezifferte die Zahl der Schlecker-Beschäftigten auf rund 36.000. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Ehingen bei Ulm.

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane kündigte an, die Proteste seien erst der Anfang einer Reihe von Aktionen. Mit diesen solle eine Rückkehr zu tariflichen Mindestbedingungen für die Schlecker-Beschäftigten erreicht werden.

Mit dem Protest in Ulm will Verdi auch Druck in den laufenden Tarifverhandlungen im Einzelhandel machen. Die Gewerkschaft fordert für die rund 2,7 Millionen Beschäftigten spürbare Einkommensverbesserungen sowie einen zügigen Abschluss der Verhandlungen.

http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE54G06R20090517
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

mlawrenz

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Schlecker:Tausende entlassen und zu Hungerlöhnen wieder einstellen
« Antwort #33 am: 19:48:27 Mi. 05.August 2009 »
Tageszeitung junge Welt
06.08.2009

»Auch die Kunden müssen in Aktionen einbezogen werden«
Schlecker trickst: Tausende sollen entlassen und zu Hungerlöhnen wieder eingestellt werden.
Ein Gespräch mit Hermann Schaus
Gitta Düperthal
Hermann Schaus ist gewerkschaftspolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Die Linke im hessischen Landtag

Die Gewerkschaft ver.di warnt, die Drogeriekette Schlecker wolle Tausende Beschäftigte entlassen, um sie anschließend zu schlechteren Bedingungen in sogenannten Schlecker XL-Läden anzustellen. Die Linksfraktion im hessischen Landtag will nun, gemeinsam mit ver.di, zum Boykott der neuen Läden aufzurufen. Wie haben Sie von diesem Skandal erfahren?
Ver.di hat mich eingeladen, am Freitag in Groß-Bieberau im Landkreis Darmstadt-Dieburg bei einer Protestkundgebung um 16 Uhr vor dem Schleckermarkt zu den Beschäftigten zu sprechen. Dort will Schlecker vier Kolleginnen entlassen, um sie in unmittelbarer Nachbarschaft in einer neuen sogenannten XL-Filiale zu schlechteren Bedingungen wieder einzustellen. Das wollen wir in Kooperation mit der Gewerkschaft verhindern. Ich bin dort Wahlkreisabgeordneter, zudem war ich zwölf Jahre Geschäftsführer von ver.di Südhessen und kenne die Situation dort gut.

Miese Arbeitsbedingungen und Lohndumping bei Schlecker sind ein bekanntes Thema. Wie kommt es Ihrer Meinung nach zu Versuchen, die Ausbeutung erneut auf die Spitze zu treiben?
Schlecker versucht wie andere Unternehmen auch – beispielsweise das Darmstädter Echo – die Gunst der Stunde zu nutzen. Diesen Geschäftsführungen kommt die Schwächung der Gewerkschaften durch die Agenda-Politik der letzten Jahre gerade recht, um den Niedriglohnsektor massiv auszudehnen. Die Unternehmer glauben offenbar, jetzt wieder Tarifflucht begehen zu können. Ich erinnere mich noch genau daran, daß das Inhaber-Ehepaar Anton und Christa Schlecker 1998 zu je zehn Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von einer Million Euro verurteilt wurden, weil die Behauptung, Schlecker bezahle nach Tarif, sich als Betrugsversuch herausgestellt hatte. Anscheinend hat aber die Strafe das auf mehrere Milliarden Euro geschätzte Ehepaar sowie die Geschäftsleitung nicht zur Einsicht gebracht.

Was plant Schlecker genau?
Vor Jahren wurde das Unternehmen durch eine Gewerkschaftskampagne gezwungen, Tariflöhne zu zahlen und Betriebsräte zuzulassen – und nun will es das Rad der Geschichte wieder zurückdrehen. Die Firma will offenbar sogar sittenwidrige Löhne zahlen, die um mehr als 30 Prozent niedriger als der ortsübliche Lohn sind. In Hessen muß Schlecker zur Zeit 12,36 Euro pro Stunde zahlen, geplant ist, auf 7,80 Euro heruntergehen. Bundesweit werde je nach Marktlage, sogar Stundenlöhne von 3,50 bis 6,50 Euro angepeilt. Unserer Ansicht nach wendet sich die Umstrukturierung auch gegen die erfolgreich arbeitenden Betriebsräte. In Südhessen sind hauptsächlich Frauen aktiv – sehr engagiert und kämpferisch. Diese Durchsetzungskraft und gewerkschaftliche Stärke will man zerschlagen.

Beschäftigte, die längere Zeit unter Druck der Geschäftsleitungen stehen, leiden häufig unter einem Burn-Out-Syndrom. Wie reagieren sie psychisch auf die Schlecker-Pläne?
Keiner der Beschäftigten kann sicher sein, daß nicht an seinem Standort ein formaljuristisch selbständiger, tarifloser XL-Laden eröffnet wird. Da steht dann genauso Schlecker dran. Einzig die Logos unterscheiden sich durch sechs Punkte unter dem Schriftzug. D. h., die Beschäftigten stehen permanent unter Druck durch die ständige Angst Entlassung und Lohnsenkung. Da müssen auch die Kunden in Aktionen einbezogen werden.

Weshalb nehmen Sie sich als Landtagsfraktion der Partei die Linke des Themas an? Wollen Sie wieder an die Basis gehen, weil im Landtag mit CDU/FDP-Mehrheit alles abgebügelt wird und nichts zu erreichen ist?
Wir haben uns die ganze Zeit schon mit gewerkschaftlicher Politik beschäftigt. Zu den Streiks bei Federal Mogul und in den Kitas haben wir jeweils eine aktuelle Stunde im Landtag durchgesetzt. Wir sind basisorientiert – brauchen es also nicht erst zu werden.

Ist Politik an der Basis insofern erfrischender, weil Die Linke im Landtag sowieso immer überstimmt wird?
Nach unserem Verständnis gehören Probleme von Arbeitnehmern, von sozial Benachteiligten, sowie ihrer Gruppen auch in den Landtag. Wir bringen das permanent ein.
"Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die Krieg führt und wir sind dabei zu gewinnen'"
Warren Buffet, zweitreichster Mann der Welt


16_LE

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Re:Schlecker:Tausende entlassen und zu Hungerlöhnen wieder einstellen
« Antwort #34 am: 05:34:46 Do. 06.August 2009 »
Kann hier jeder nur noch Zitate auskotzen?

Auferstanden

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Schlecker, Lidl und Co.
« Antwort #35 am: 21:38:51 Sa. 08.August 2009 »
machen das, was in einem auferstandenen frühkapitalistischen Gesellschaftssystem ihnen ermöglicht wird.

Ob Substituierung von Unternehmen gegen neue Unternehmen, erleichterter, bzw fehlender Kündigungschutz, Mini- Midi- Praktika- Tätigkeiten,
Probearbeit, 400€-Jobs, Kinderarbeit ab 13 ( für einge A.-Bereiche).
Dieser Staat entwickelt sich zu einem Sklavenrreich, einschl. der herangezüchteten Zombie-Mentalität der beauftragten Scherken.



 

jobless0815

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Entlassen und für halbierten Lohn einstellen - Mal wieder Schlecker
« Antwort #36 am: 11:22:58 Di. 15.September 2009 »
Dachte, ich reaktievire den alten thread mit aktuellen Ereignissen,
sodass auch visuell klar wird, das es u.a. bei Schlecker Methode hat:



14.09.2009

Vor dem Drogeriemarkt in der Frankfurter Straße haben sich ein paar vereinzelte Demonstranten versammelt. Foto: Nietner
Die Eröffnung des neuen Drogeriemarktes in der Frankfurter Straße war von Protestkundgebungen begleitet. Die Mitarbeiter sollen künftig nur noch halb so viel Gehalt bekommen wie bisher.

Hattersheim. Seit Freitag bietet ein neuer Laden in der Frankfurter Straße seine Waren feil. Luftballons vor dem Schaufenster markierten die Eröffnung eines Schlecker XL-Marktes. Zur Einweihung des Discounters kamen aber nicht nur neugierige Kunden. Demonstranten mit Fahnen und Schildern versammelten sich vor der neuen Drogerie-Filiale. «XL Schlecker – XXL Lohndrücker», war auf dem Plakat eines Teilnehmers zu lesen. Der DGB-Ortsverband hatte zu der Kundgebung eingeladen, um die Geschäftspraktiken des Filialisten anzuprangern.

«Hier wird gerade das Gegenteil von zusätzlichen Arbeitsplätzen geschaffen», schallte es aus einem Megafon. «Bestehende Arbeitsplätze mit Mindestlohn werden vernichtet», betonte Carlo Graf, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes. Der Gewerkschafter kritisierte, dass Schlecker eine neue Firma gegründet habe, um Stundenlöhne gemäß Einzelhandelstarifvertrag zu umgehen. Das Unternehmen hat seine alte Filiale in der Frankfurter Straße geschlossen. «Die Mitarbeiter wurden aus betrieblichen Gründen gekündigt», so Carlo Graf. Statt der früheren Stundenlöhne von 12,98 Euro werde im XL-Markt nur noch die Hälfte bezahlt. Der restliche Bedarf müsse durch Steuermittel mit Hartz IV ergänzt werden. Aktuell gebe es vier XL-Märkte in Hessen, sagte Graf, der erwartet, dass sich der Trend ausbreitet. In Okriftel sei man unsicher, ob die dortige Filiale ebenfalls durch einen XL-Markt ersetzt werde. «Die Mitarbeiter wissen nicht, was sie erwartet», so der Ortsverbandsvorsitzende. «Es ist wie eine Drohung, die im Raum schwebt.»

An der Demonstration beteiligten sich die SPD-Bundestagskandidatin Nicole Ritter und der Kandidat der Linken, Fritz-Walter Hornung. Trotz des gemeinsamen Anliegens vermittelten die Anhänger beider Parteien vor der Drogerie wenig Einigkeit. Zwei getrennte Gruppen schienen für sich alleine zu demonstrieren. «Mich stört es, dass hier zwei Gruppen stehen», sagte Teilnehmerin Monika Dahms. «Die müssen aufhören, aufeinander rumzuhacken», so die Hattersheimerin. «Ich würde mir wünschen, dass sich bei diesem Anlass Menschen versammeln und nicht Parteien.»

«Viele unserer Mitglieder sind von der SPD-Politik enttäuscht», erklärte Thomas Matthes, Stadtverordneter der Linken in Eschborn. Er fand, man solle die getrennte Aufstellung «nicht überbewerten». Angeheizt wurden die politischen Spannungen von Wolfgang Gerecht. Der ehrenamtliche Helfer im Hattersheimer Hartz-IV-Café ärgerte sich über eine Äußerung von Ritter, in der die SPD-Kandidatin Hartz IV verteidigte. Diese wiederum hätte sich gewünscht, dass bei der Kundgebung des DGB die Gemeinsamkeiten statt der Unterschiede betont worden wären. «Wir wollen in diesem Bereich gerne gemeinsame Sache machen.» sas


http://www.rhein-main.net/sixcms/detail.php/rmn01.c.6534482.de

Isäiba

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Re:Schlecker
« Antwort #37 am: 17:39:17 Di. 15.September 2009 »

Workless

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Re:Schlecker
« Antwort #38 am: 14:00:55 Di. 22.September 2009 »
Zitat
Die kleinen Läden werden geschlossen (Einzelhandelstarifverträge) und nebenan werden  xxl-Läden eröffnet.
Hä? Dann müsste man ja neu anmieten oder kaufen.
Hier werden einfach nur ein paar bunte Punkte auf den ehemaligen Schlecker-Laden geklebt.

Kater

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Lohndrücken nach Schlecker-Art - Abgeschoben in die Leiharbeit
« Antwort #39 am: 14:34:48 Di. 01.Dezember 2009 »
ZDF, Frontal21, Sendung vom 01.12.2009, 21.00

Zitat
Lohndrücken nach Schlecker-Art - Abgeschoben in die Leiharbeit
von Christian Esser, Norbert Hansen und Joe Sperling

Schlecker ist mit rund 10.000 deutschen Filialen Marktführer unter den Drogerieketten. Doch die häufig engen, zugestellten Verkaufsflächen treiben viele Kunden zur Konkurrenz. Nun will Schlecker 4000 kleine Geschäfte schließen und dafür rund 1000 größere "XL-Märkten" aufmachen. Den Mitarbeitern wird erst gekündigt und dann ein neuer Vertrag über eine Zeitarbeitsfirma angeboten - mit Niedrigstlöhnen und Befristung.

Prof. Stefan Sell: Schlecker betreibt offensichtliche Tarifflucht.1975 war Schlecker im Drogeriegeschäft der Bundesrepublik der Trendsetter. Nachdem gerade die Preisbindung für Drogerieartikel gefallen war, eröffnete die Familie des schwäbischen Metzgers Anton Schlecker den ersten Discountmarkt. Zwei Jahre später betrieben die geschäftstüchtigen Schwaben schon über 100 solcher Läden. Das jahrzehntelange Erfolgskonzept: Kampfpreise, kleine Läden, wenig Personal, niedrige Löhne.

Doch offenbar reicht das nicht mehr aus. Seit einigen Jahren punkten die Konkurrenten Rossmann, dm und Müller - mit größeren Läden, mehr Angebot bei gelegentlich noch niedrigeren Preisen. Das Familienunternehmen Schlecker steht unter Druck und gibt den, so Gewerkschafter, an die Mitarbeiter weiter. Frontal21 berichtete bereits 2004 über schlechte Arbeitsbedingungen und Niedriglöhne. In den meisten Schlecker-Filialen führte damals nur eine Mitarbeiterin den gesamten Geschäftsbetrieb. Die Schlecker- Läden waren so zum Anziehungspunkt für Raubüberfälle geworden.

Kündigungsschutz wird ausgehebelt
Nun ist Schlecker erneut ein Thema für Frontal21, denn auch die Sanierung soll auf Kosten und zu Lasten von Mitarbeitern abgewickelt werden, so Kritiker. Der Volkswirtschaftler Stefan Sell von der Fachhochschule Koblenz beschreibt das System der rigiden Personalkostensenkung so: " Ein zentraler Baustein dieses Modells ist eine offensichtliche Tarifflucht von Schlecker. Der entscheidende Hebel zum Erreichen dieses Ziels war die Gründung einer neuen Gesellschaft als Betreiberin der XL-Filialen, die nicht tarifgebunden ist."

Schlecker hebelt so jeden Kündigungsschutz bei der Schließung der alten Läden aus. Die gekündigten Mitarbeiter können sich sofort bei der Zeitarbeitsfirma Meniar mit Sitz im sächsischen Zwickau für Schlecker- XL bewerben. Dort erhalten sie in der Regel nur befristete Verträge und einen Brutto-Stundenlohn von 6,61 bis 7,35 Euro, statt vorher 12,50 Euro. So werden Mitarbeiter zu Leiharbeitern. Für den Volkswirtschaftler Stefan Sell ist das ein "fatales Zusammenspiel von Preisdumping und Lohndumping".

Druck auf Mitarbeiter
"Die Beschäftigten stehen unter einem ungeheuren Druck. Sie machen es nicht freiwillig, sondern da, wo hohe Arbeitslosigkeit ist, in strukturschwachen Gebieten, wo sie keine andere Wahl haben, als diese Lohndrückerarbeitsverträge zu unterschreiben, tun sie das auch", sagt Achim Neuman von Verdi im Interview mit Frontal21. Schlecker verfolge so mittelfristig das Ziel, seine komplette Stammbelegschaft auszuwechseln, um schließlich mit Leiharbeitnehmern und geringfügig Beschäftigten seine Läden zu betreiben.
 
Schlecker weist die Vorwürfe zurück. Die Schließung von Schlecker- Filialen, dort wo XL- Märkte eröffnet würden, käme nur in Einzelfällen vor. Von Dumpinglöhnen könne keine Rede sein. Mitarbeiter würden auch nicht gedrängt, Verträge mit dem Billiglohn-Unternehmen zu unterschreiben.

Düster und Diskriminierend
Verdi-Gewerkschafter Neumann sieht das anders. "Schlecker saniert sich nicht nur auf dem Rücken der Beschäftigten, sondern auf dem Rücken der gesamten Gesellschaft", so Neumann, denn viele Angestellte müssten dann mit Hartz IV aufstocken. "Die Zukunft einer Schlecker-Verkäuferin sieht so aus, dass sie geringfügig beschäftigt sein wird, dass sie Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse haben wird, dass sie zur Arbeitsagentur gehen muss, um aufzustocken, um ihre Existenz überhaupt absichern zu könnten." Die Mitarbeiter würden kaum im Stande sein, eine Alterssicherung aufzubauen. Für ihre Rente sehe es dann ganz düster aus. Es sei diskriminierend, empört sich Neumann.

Volkswirtschaftler Stefan Sell appelliert an die Verbraucher: "Auch das Einkaufen kann ja eine politische Handlung sein. Nicht immer, aber manchmal und gezielt würde es helfen, die Rutschbahn nach unten vielleicht aufzuhalten".


http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,7950050,00.html

Alan Smithee

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Re:Schlecker
« Antwort #40 am: 15:11:18 Di. 01.Dezember 2009 »
Das, was bei Schlecker gerade bekannt wird, machen andere Unternehmen schon seit längerer Zeit..etwa bei Herlitz. (Schreibwarenhersteller). Dort bekamen die Leute teilweise nach 30 Jahren die Kündigung, durften aber sofort wieder an ihrem alten Arbeitsplatz weiterarbeiten...so macht das auch Fiege oder Econ. Dank z. T auch noch  hauseigener Leihbude zu deutlich schlechteren Konditionen..

Bei uns in den Schlecker-Filialen ist eines enorm auffallend: die meisten Arbeiterinnen sind alleinerziehend, oder stecken in sehr schweren Lebensumständen. Arbeiten dort nur Teilzeit, sind also zusätzlich noch auf Leistungen von AfA oder ARGE angewiesen. Das hilft natürlich enorm, ausgerechnet solche Leute unter Druck zu setzen...
...still dreaming of electric sheep...

Auferstanden

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Re:Schlecker
« Antwort #41 am: 14:17:20 So. 06.Dezember 2009 »
man sollte dabei aber nicht vergessen, bei aller geldgeil- berechtigten Kritik dieser Ausbeuteruntenehmen,
dass hier im Regelfall legale Optionen verwendet werden, um diese asoziale, arbeitsmarktpolitischen Veränderungskündigungen
überhaupt durchzusetzen zu können.
Wirkliche Kritik sind verurschaungsgemäss an die gekauften verantwortlichen Politiker zu richten.

Alex22

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Re:Schlecker
« Antwort #42 am: 15:32:07 Mi. 16.Dezember 2009 »
man sollte dabei aber nicht vergessen, bei aller geldgeil- berechtigten Kritik dieser Ausbeuteruntenehmen,
dass hier im Regelfall legale Optionen verwendet werden, um diese asoziale, arbeitsmarktpolitischen Veränderungskündigungen
überhaupt durchzusetzen zu können.
Wirkliche Kritik sind verurschaungsgemäss an die gekauften verantwortlichen Politiker zu richten.
Sehe ich etwas anders. Der Kunde ist König. Dann soll er auch die Macht des Königs anwenden.
Boykottiert solche Läden und es wird sich was ändern. Die Politiker geben schon lange nicht mehr den Ton an.


http://www.lag-hartziv-muss-weg.de/pages/posts/der-einzelfall-schlecker57.php

Hedgegina

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Re:Schlecker
« Antwort #43 am: 16:57:09 Mi. 16.Dezember 2009 »
Seh ich auch so. Läden, die mir nicht gefallen (aus welchen Gründen auch immer) - frequentiere ich nicht. In der Hoffnung, dass viele  Menschen diese Entscheidung ebenso für sich treffen (oder nach Surfen in diesem Forum oder animiert durch irgendwelchen anderen Quellen).

Zu dem, was Alan Smithee zwei Postings davor sagt - auch wenn das jetzt möglicherweise nicht 100%ig passt - fällt mir ein, dass es mal einen ziemlich eindringlichen Tatort mit Ulrike Folkerts gab. Thematisch Richtung Abhängigkeitsverhältnis Kassiererinnen - Leiter der einzelnen Filialen - Unternehmensleitung. Je weiter die Spirale nach unten ging - desto mehr buckeln.    X(

Pinnswin

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Re:Schlecker
« Antwort #44 am: 20:40:54 Mi. 16.Dezember 2009 »
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski