Autor Thema: der chefduzen kerker  (Gelesen 81248 mal)

jawbreaker

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der chefduzen kerker
« Antwort #15 am: 23:57:12 Sa. 18.November 2006 »
Zitat
Die Anklage wirft ihnen in dem Strafverfahren vor, durch ungesicherte Kreditvergabe an die AUBIS-Gruppe für Plattenbauten zwischen Mai 1996 und September 1997 das Vermögen der Bank gefährdet zu haben.

In dem Strafverfahren spielen die Umstände, unter denen dem Politiker und kaufmännischen Laien Klaus-Rüdiger Landowsky in den achtziger Jahren die Führung einer landeseigenen Bank anvertraut wurde, keine Rolle. Von der renommierten Nichtregierungsorganisation Transparency International wird im Falle Landowsky aber bereits die Vergabe der Geschäftsführung in einem Unternehmen der öffentlichen Hand nicht nach Qualifikation, sondern nach Parteibuch an einen "Günstling" als ursächlich für die durch Landowskys Tätigkeit dem Steuerzahler entstanden Verluste gesehen.

quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Landowsky

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der chefduzen kerker
« Antwort #16 am: 08:04:41 So. 19.November 2006 »
Da kommt ja ganz schön was zusammen, mit anderen Worten es lohnt sich ein paar Kleinigkeiten für persönliche Gespräche bereitzulegen.
Z.B.



Wer noch mehr Gesprächsbeschleuniger braucht: Foltermuseum, Freiburg
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der chefduzen kerker
« Antwort #17 am: 09:56:38 So. 19.November 2006 »
Zitat
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Jürgen Papier hat sich am 11.5. 2005 im Spiegel indirekt zur Kapitalismusdebatte geäußert und schärfere Gesetze gegen die Auswüchse des Kapitalismus gefordert. Seine Auffassung: "Ein Unternehmer hat die Pflichten, die ihm das Gesetz auferlegt. Und keine einzige mehr." So nebenher, sozusagen als kleine Unterstützung für die derzeitige Forderung der CDU nach weiterem Sozialabbau lässt er verlauten, dass er auch eine Kürzung der Renten für möglich hält.

Man muss sich dabei vergegenwärtigen, dass er als Präsident des Bundesverfassungsgerichts damit quasi eine Zielscheibe für die Politik aufgebaut hat. Schließlich war er maßgeblich daran beteiligt, das Demokratieprinzip des Grundgesetzes so zu verbiegen, dass die Gewichtung der Kapitalinteressen im demokratischen Verständnis Vorrang bekommen haben.

Man muss zunächst einen Blick in das Grundgesetz, genauer gesagt auf Art. 14 werfen:

Artikel 14
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Dieser Artikel bestimmt die Sozialpflichtigkeit des Kapitals. Doch bereits in den 70ger Jahren, formulierte der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank und gleichzeitig wichtigste Repräsentant des Deutschen Kapitals Hermann Josef Abs, ein Mann mit hervorstechender Nazi-Vergangenheit ("Entjudung" des Deutschen Kapitals ab 1939), die Ansprüche des Kapitals in der Demokratie mit diesem Ausspruch: „Eine parlamentarische Demokratie ist geradezu dadurch charakterisiert, dass die Legitimation durch Wahlen und die Legitimation durch Privateigentum in einem Gleichgewicht stehen (1976.“) Reinhard Mohn, der Gründer der Bertelsmannstiftung stellt diese unter das Motto: "Eigentum verpflichtet", was im ersten Moment ja nicht einmal so verkehrt klingt. Nur die Interpretation dieser Verpflichtung weicht bedauerlicher Weise ein wenig vom Verständnis dieser Aussage ab. Mohn verstand nämlich diese Verpflichtung als Recht des Kapitals zum Eingreifen in die Politik. Staatsrechtler bauten diese Interpretation dann konsequent aus und 1983 erfolgte eine quasi offizielle Kommentierung (Grundgesetz-Kommentar von Maunz-Dürig). Hier taucht Prof. Papier wieder auf, der den bisherigen Kommentator 1983 ablöste. Diese Kommentierung veränderte die bisherige Grundlinie des Artikel 14 GG (aus meiner Sicht eine konträre Linie zu den Gedanken, welche die Väter des GG bei der Definition des Art. 14 leiteten).
Prof. Hans Jürgen Papier, nunmehr Kommentator, machte seine Arbeit gründlich. In über 600 Randnoten kam er zu dem Schluss, dass die Sozialpflichtigkeit des Art. 14 quasi den Anspruch des Kapitals begründe, in die Politik einzugreifen. Je mächtiger und konzentrierter das Kapital dabei auftritt, desto gewichtiger seine Eingriffsmöglichkeiten. Nach seiner Interpretation war das Kapital keine Gefahr für die Demokratie, sondern die Demokratie eine Gefahr für das agierende Kapital. Die „Eigentumsordnung“ erfordere dies „gerade auch wegen ihrer politischen Explosivität“ (Maunz-Dürig 1983 ff. Art. 14, Rdnr. 5).

http://www.flegel-g.de/papier.html

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jawbreaker

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der chefduzen kerker
« Antwort #18 am: 10:18:25 So. 19.November 2006 »
...

hege

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der chefduzen kerker
« Antwort #19 am: 13:21:58 So. 19.November 2006 »
Bei VW Millionen kassiert, den Erwerbslosen in Deutschland ein Armutsprogramm aufgelegt, und dann von den Spesen in Brasilien das Puff-Wesen gefördert. Dafür steht Peter Hartz.

Kuddel

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der chefduzen kerker
« Antwort #20 am: 13:39:33 So. 19.November 2006 »
Zitat
Monika Hohlmeier
Bayerische Ex-Staatsministerin für Unterricht und Kultus (CSU)


Am 14. April 2005 beschuldigte der ehemalige JU-Funktionär Maximilian Junker die Kultusministerin im Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags, schon frühzeitig von gefälschten Aufnahmeanträgen und Stimmenkauf in der Münchner CSU gewusst zu haben (siehe Münchner CSU-Affäre): „Jedem war klar, wer ganz oben steht, das war die Frau Hohlmeier“ [9]. Daraufhin belastete sie auch der CSU-Fraktionsvorsitzende im Münchner Rathaus, Hans Podiuk, schwer: „‚Ein Abgrund von Lüge und Täuschung‘ offenbare sich im Untersuchungsausschuss“ zitierte die Süddeutsche Zeitung Podiuk, „Er erhob neue Vorwürfe gegen die Ministerin: Als er bereits im Dezember 2002 offensichtlich gefälschten Aufnahmeanträgen auf die Spur gekommen sei, habe ihn die Ministerin daran gehindert, gegen den Fälscher Maximilian Junker vorzugehen, sagte Podiuk der SZ. SPD und Grüne erneuerten ihre Rücktrittsforderungen.“

Das Ehepaar Hohlmeier kam ab Ende der 1990er Jahre gemeinsam ins Gerede. Max Strauß hatte seinen Schwager 1998 als „Controller“ an die Unternehmensgruppe WABAG (Wirtschaftsanalyse und Beratung Aktiengesellschaft) in Oberhaching vermittelt. Doch hatte Michael Hohlmeier „die Firma nach kurzer Tätigkeit als leitender Angestellter verlassen, weil er überzeugt war, dass irgendwann der Staatsanwalt vorbeischaut“ . Ab Ende 1999 ermittelte die Staatsanwaltschaft München I gegen die WABAG wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue.

Monika Hohlmeiers Ministerium soll den Erweiterungsbau des Sehbehindertenzentrum Unterschleißheim für rund 8,5 Millionen Euro finanziert haben, während ihr Ehemann dort zuvor die Stelle eines stellvertretenden Direktors erhalten hatte. Andere Schulbauten fielen gleichzeitig dem Sparkurs zum Opfer.

http://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Hohlmeier


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Kuddel

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der chefduzen kerker
« Antwort #21 am: 13:46:04 So. 19.November 2006 »
Zitat
Max Strauß
Jurist und der älteste Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Franz-Josef Strauß.


Von 1995 bis 1999 war Strauß als Anwalt für die Münchner Anlageberatungsfirma "Wirtschaftsanalyse und Beratung AG" (WABAG) tätig, die seit 1991 für Recyclingprojekte in den ostdeutschen Bundesländern geworben und dabei rund 5.000 Anleger um ca. 100 Millionen Euro gebracht hatte.

Am 15. Juli 2004 wurde er weiterhin wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und drei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt (nicht rechtskräftig). Das Augsburger Landgericht sah es im Urteil als erwiesen an, dass der 45-Jährige vom Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber Ende der 1980er Jahre 5,2 Millionen Mark Provisionen erhalten und nicht versteuert hatte. Dieses Geld landete unversteuert auf dem Schweizer Nummernkonto Maxwell, auf das Max Strauß Zugriff gehabt haben soll.

Die Ermittlungen in dieser Sache hatten bereits 1995 begonnen. Vor einer Hausdurchsuchung im Januar 1996 war Strauß gewarnt worden. Eine dabei sichergestellte Festplatte aus seinem Laptop war laut seiner eigenen Darstellung unmittelbar vorher von einem Computervirus befallen und gelöscht worden. Als die Staatsanwaltschaft sie später weiter untersuchen lassen wollte, war sie in ihren Beständen nicht mehr auffindbar, ebenso die gleichfalls beschlagnahmten Datensicherungsbänder.
http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Strau%C3%9F

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Ziggy

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der chefduzen kerker
« Antwort #22 am: 14:46:33 So. 19.November 2006 »
Sacht ma - gibt's eigentlich in der ganzen Strauß-Dynastie auch nur EINE/N EINZIGE/N, der/die nicht schwerkriminell ist? Würde mich echt wundern.

Grüße, Ziggy
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

besorgter bürger

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der chefduzen kerker
« Antwort #23 am: 16:24:41 So. 19.November 2006 »
zählung!

 1 Franz Josef Jung
 2 peter hartz
 3 gerhard schröder
 4 sigmar gabriel
 5 joschka fischer
 6 wolfgang schäuble
 7 donald rumsfeld
 8 Karlheinz Schreiber
 9 Ludwig-Holger Pfahls
10 Otto SCHILY
11 Roland Koch
12 Dieter Hundt
13 Manfred Kanther
14 Klaus-Rüdiger Landowsky
15 Prof. Hans Jürgen Papier
16 Max Strauß

und drüben im frauenknast

17 Angela Merkel
18 Corinna Werwigk-Hertneck
19 Monika Hohlmeier
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

jawbreaker

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der chefduzen kerker
« Antwort #24 am: 17:38:10 So. 19.November 2006 »
Zitat
Gudrun Burwitz, geborene Himmler (* 8. August 1929 in München) ist die einzige Tochter des Reichsführers-SS und Chefs der Deutschen Polizei Heinrich Himmler und dessen Frau Margarete (geb. Boden). Gudrun Burwitz wurde von ihrem Vater Püppi genannt und im nationalsozialistischen Deutschland inoffiziell und ironisch als die Nazi-Prinzessin bezeichnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Selbstmord ihres Vaters, den sie immer wieder bestritt, war sie vier Jahre lang mit ihrer Mutter in einem Gefängnis der britischen Besetzungsmacht inhaftiert. Nach einer späteren Aussage waren diese Jahre die schwersten ihres Lebens. Nach ihrer Gefangenschaft heiratete sie den Journalisten und Autoren Wulf-Dieter Burwitz, der ebenfalls in der rechten Szene aktiv ist.

quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gudrun_Burwitz

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ManOfConstantSorrow

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der chefduzen kerker
« Antwort #25 am: 19:21:04 So. 19.November 2006 »
Zitat
Max Streibl,Ministerpräsident Bayerns. CSU (Amigo Affaire)

Streibl trat am 27. Mai 1993 von seinen Ämtern zurück. Ihm war vorgeworfen worden, sich unrechtmäßigerweise beim Bundesministerium der Verteidigung für den Zuschlag des deutschen Flugzeugbauers Grob-Werke Burkhart Grob e.K. beim Auftrag für das EloKa-System LAPAS verwendet zu haben. Dies soll vor allem im Gegenzug für zwei 1983 von seinem Freund (spanisch amigo) Grob finanzierte Privaturlaube in Brasilien und Kenia und als Dank für Parteispenden desselben geschehen sein. Daneben soll Streibl auch beim Bundesministerium für Forschung und Technologie und der Landesanstalt für Aufbaufinanzierung hohe Fördermittel für seinen Schulfreund Grob erschlichen haben.
Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten wurde Edmund Stoiber.

„Amigo-Affäre“ wird seitdem oft als Synonym für Affären um die Verstrickung von Politik und Wirtschaft verwendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Amigo-Aff%C3%A4re


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der chefduzen kerker
« Antwort #26 am: 19:27:12 So. 19.November 2006 »
Zitat
Hellmut Trienekens, Unternehmer

Skandal um den Bau einer Müllverbrennungsanlage. Die politischen Mehrheitsverhältnisse wurden durch Dankeschönspenden, Beraterverträge und hochdotierte Posten manipuliert. Das Kölner Landgericht bezifferte den Schaden, der durch die Schmiergeldzahlungen um die Kölner Müllverbrennungsanlage entstanden ist, auf 20,4 Millionen Euro. Das Verfahren gegen den Müllunternehmer Hellmut Trienekens wurde 2005 gegen Zahlung von 5 Millionen Euro eingestellt. Warum die Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (AVG) auf den vollen Schadenersatz verzichtete, ist für Außenstehende nicht nachvollziehbar.
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Kl%C3%BCngel

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regenwurm

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der chefduzen kerker
« Antwort #27 am: 19:30:42 So. 19.November 2006 »
Zitat
William Clinton hat es überlebt, Felipe González konnte es nichts anhaben - und auch Helmut Kohl sammelte schon vor über anderthalb Jahrzehnten Erfahrungen mit den Ermittlungsbehörden seines Landes. Aller guten Dinge sind drei: Pünktlich zum Jahresbeginn versucht die Bonner Staatsanwaltschaft erneut, was ihr Mitte der achtziger Jahre zweimal misslang - den damaligen Bundeskanzler vor Gericht zu bringen.
BLACKOUT ..ich kann mich an nix mehr Erinnern



Am vergangenen Donnerstag mühte sich der Berliner Spenden-Untersuchungsausschuss im Gespräch mit dem Zeugen Helmut Kohl, einen Vorgang aufzuklären, der als "Blackout" (Geißler) in die Geschichte der deutschen Parteienfinanzierung eingegangen ist.

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ManOfConstantSorrow

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der chefduzen kerker
« Antwort #28 am: 20:27:50 So. 19.November 2006 »
Noch ein paar Kandidaten, die nur noch spuken kömnnen:

Zitat
Friedrich Flick, Unternehmer

Nach 1933 konzentrierte er die Spenden, rund 100.000 Reichsmark im Jahr, auf die NSDAP. Er wurde Mitglied des Freundeskreises Reichsführer SS. Am 20. Februar 1933 wurde er zusammen mit Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Georg von Schnitzler, Fritz Springorum, Ernst Tengelmann, Albert Vögler und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft zum neuen Reichskanzler Adolf Hitler eingeladen. Dieser wollte den Anwesenden seine Wirtschaftspolitik erläutern und gleichzeitig Bedenken gegen ihn aus dem Weg räumen. So war er sehr darum bemüht, das Image des Bierzelt-Agitators abzulegen und versprach den Anwesenden, entgegen der in seinen Wahlkampfreden vorgetragenen Enteignungsabsichten, vollen Schutz des privaten Eigentums der Unternehmen und deren Besitzer. Zudem sicherte er zu, die Konjunktur anzutreiben und Streiks zu unterbinden. Gleichzeitig machte er allen klar, dass die Nationalsozialisten gewillt waren, mit allen Mitteln die Macht an sich zu reißen.

Nachdem die NSDAP an die Macht gelangt war, schickte Flick im April des Jahres 1933 den Aufsichtsratsvorsitzenden der Mitteldeutschen Stahlwerke Heinrich Koppenberg in das Reichsluftfahrtministerium. Dort wurden ihm größere Aufträge in Aussicht gestellt. Im Dezember war der Aufbau der Luftwaffe beschlossene Sache, und die dem Konzern gehörende Allgemeine Transportanlagen Gesellschaft erhielt die ersten Aufträge für den Bau von Flugzeugen. Es folgte im März 1934 ein Auftrag für die Herstellung von Bomben, Granaten und Munition. Am 15. März desselben Jahres besuchte Friedrich Flick den Stabschef des Heereswaffenamtes, Georg Thomas. Dort erhielt er in einem Gespräch unter vier Augen die Informationen, dass die Nationalsozialisten einen Krieg planten und dass man für diesen Fall Vorräte an Waffen und Munition für einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten benötige.

Bei der "Arisierung" von jüdischen Betrieben konnte er seinen Reichtum weiter vergrößern. Ursache dafür, dass Flick besonders davon profitierte, waren seine guten Kontakte zu Hermann Göring. Als einziger deutscher Industrieller unterstütze er die Pläne zum Aufbau der Reichswerke Hermann Göring.

Nach dem Krieg baute Flick seinen Konzern wieder auf, nachdem er 75% seines Besitzes im Laufe der alliierten Besatzung verloren hatte. Im folgenden Jahr musste er sich auf Druck der Alliierten von den restlichen Kohleunternehmen trennen. Flick galt jedoch bald nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis wieder als einer der reichsten Männer Westdeutschlands. Er wurde bald zum größten Aktionär bei Daimler und hatte Beteiligungen bei der Feldmühle, Dynamit Nobel, Buderus und Krauss-Maffei. 1955 besaß er wieder 100 Firmen mit einem Umsatz von rund 8 Milliarden DM.

Flick weigerte sich bis zu seinem Tod, den Zwangsarbeitern eine Entschädigung zukommen zu lassen, da dies seiner Meinung nach einem Schuldeingeständnis gleich gekommen wäre.

1963 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband verliehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Flick


Zitat
Friedrich Karl Flick, Sohn von Friedrich Flick, Unternehmer, Milliardär

Nach dem Tod seines Vaters erbte Flick im Jahr 1972 den größten Teil des Familienvermögens, welches zu einem beträchtlichen Teil auf die Ausnutzung von Zwangsarbeitern während der Nazizeit zurückging und zahlte seine Nichte Dagmar Ottmann und die beiden genannten Neffen aus. Als Alleininhaber der Holding Friedrich Flick KGaA gehörten ihm 330 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von DM 18 Milliarden und über 300.000 Beschäftigten.

Dazu gehörte auch ein großes Aktienpaket von Daimler-Benz im Wert von fast 2 Mrd. DM, das er 1975 an die Deutsche Bank verkaufte. Durch eine Genehmigung des Wirtschaftsministeriums mussten für die dabei erzielten Gewinne keine Steuern gezahlt werden.

Im Jahre 1983 wurde entdeckt, dass zwischen 1969 und 1980 DM 25 Mio. als Spenden an die im Bundestag vertretenen Parteien geflossen waren.

Von Brauchitsch und die FDP-Wirtschaftsminister Hans Friderichs und Otto Graf Lambsdorff wurden zu empfindlichen Strafen verurteilt. Bundestagspräsident Rainer Barzel trat von seinem Amt zurück, Bundeskanzler Helmut Kohl hatte seinen berühmten Black-Out.

Friedrich Karl Flick weigerte sich, wie schon sein Vater bis zu seinem Tod, eine Entschädigung an die Zwangsarbeiter des Flicks-Konzerns im Zweiten Weltkrieg zu leisten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Karl_Flick

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hui buhuuuuhuuuuuu.....
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Randalinsky

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der chefduzen kerker
« Antwort #29 am: 00:56:30 Mi. 29.November 2006 »
Justizministerin Zypries

Zitat
Zypries treibt verfassungswidrige TK-Überwachung voran
Mit dem am Mittwoch vorgestellten Gesetzentwurf zur Reform der Telekommunikationsüberwachung sollen Telefon-, Handy-, Email- und Internetdaten gespeichert werden, durchsetzen, obwohl anhängige Gerichtsverfahren voraussichtlich deren Verfassungswidrigkeit ergeben werden. "Damit nimmt Frau Zypries einen Verfassungsbruch bewusst in Kauf", so der Jurist Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Auch die FDP hält die Datenspeicherpläne für rechtlich nicht haltbar.

Bum - klack - klack - schließ - schließ
Menschen sind mit einer Großen Koalition konfrontiert, die offensichtlich die Republik mit einem Metzgerladen verwechselt, in dem so tief ins soziale Fleisch geschnitten wird, dass das Blut nur so spritzt.
"H.Geißler"
http://infokrieg.tv/index.html