Autor Thema: Unruhige Krankenhäuser?  (Gelesen 256945 mal)

Kuddel

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Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #15 am: 20:26:21 Fr. 07.Mai 2004 »
03.05.04 - Kanadier gegen Streikverbot in Krankenhäusern

Am 1. Mai zeigten im kanadischen Vancouver/British Columbia Tausende von Menschen ihre Solidarität mit dem Streik der Beschäftigten im Gesundheitswesen, die überwiegend Frauen sind. Diese sollen durch ein Streikverbot zur Wiederaufnahme der Arbeit gezwungen werden, was auf einhellige Empörung stößt. Es wird geschätzt, dass heute 100.000 Beschäftigte in der gesamten Provinz in Solidaritätsstreiks treten.

ManOfConstantSorrow

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Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #16 am: 20:13:52 Di. 18.Mai 2004 »
Ausschluss aus Personalrat wegen Einsatz für die Beschäftigten?

Erlangen: Im Februar 2004 hatte das Verwaltungsgericht Ansbach dem Antrag des Verwaltungsdirektors des Universitätsklinikums Erlangen stattgegeben, den Vorsitzenden des Personalrats der Erlanger Uni-Kliniken, Hajo Ehnes, aus dem Personalrat auszuschließen.
Der Verwaltungsdirektor wirft Ehnes schwerwiegende "Pflichtverstöße" und die "Verletzung des Gebots der vertrauensvollen Zusammenarbeit" nach dem bayrischen Personalvertretungsgesetz vor. Diese angeblichen "Pflichtverstöße" waren nichts anderes als der Einsatz für die Interessen der Beschäftigten an den Uni-Kliniken.

Deswegen hat das Personalratsgremium auch sofort Widerspruch gegen dieses Urteil eingelegt, so dass es nicht rechtskräftig wurde. Auch die Gewerkschaft Ver.di unterstützt Hajo Ehnes und wertet diesen Ausschlussantrag als eindeutigen Versuch der Einschüchterung eines kämpferischen Personalratsgremiums. Die Belegschaft der Uni-Kliniken steht hinter ihrem Peronalratsvorsitzenden.
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ManOfConstantSorrow

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Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #17 am: 13:39:56 Mi. 16.Juni 2004 »
14.06.04 - Südkorea: Streik für die 5-Tage-Woche

In Südkorea streiken seit 4 Tagen rund 10.000 Beschäftigte in 121 Krankenhäusern und medizinischen Zentren. Sie fordern die 5-Tage-Woche bei 40-Wochenstunden, 10,7 Prozent mehr Lohn und die Festanstellung von befristet Beschäftigten. Durch den Streik mussten bereits Operationen abgesetzt werden.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #18 am: 18:41:14 Di. 29.Juni 2004 »
Zitat
Original von rf-news



29.06.04 - Warnstreik an der Uniklinik Tübingen
Seit heute morgen 7.00 Uhr führen die 500 Beschäftigten der Uniklinik Tübingen einen ganztägigen Warnstreik durch. Er richtet sich gegen die im öffentlichen Dienst beabsichtigte Verlängerung der Arbeitszeit auf 41 Stunden pro Woche ohne Lohnausgleich. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass dadurch allein in Baden-Württemberg 30.000 Arbeitsplätze gefährdet sind.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #19 am: 18:27:29 Do. 08.Juli 2004 »
8.07.04
 Warnstreik an den Uni-Kliniken Freiburg


Freiburg: Am 7. Juni fand zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr ein Warnstreik an den Unikliniken in Freiburg statt. Anlass ist die Sitzung des Aufsichtsrates, der den Ausstieg der Uniklinik Freiburg aus dem Tarifvertrag beschließen will.
Es haben sich 1.200 Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Kolleginnen vom Reinigungsdienst begannen schon um 6 Uhr mit dem Streik. Ein Demozug formierte sich an der Pflegeschule, ging durch das Klinikgelände zur Kundgebung beim Personalcasino. Dort sprachen der Personalrat Ingo Busch und für die Gewerkschaft ver.di Sybille Stamm aus Stuttgart.

Es war eine kämpferische Stimmung. Viel Beifall gab es auch zu den Grußadressen von Personalräten aus anderen baden-württembergischen Unikliniken, aber auch von Betriebsräten aus Industriebetrieben in der Region. Dem Aufsichtsrat wurden über 3.200 Protest-Unterschriften gegen den Tarif-Ausbruch übergeben.
Mit dem Ausbruch aus dem Tarifvertrag sollen vor allem die 41-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, massive Lohnkürzungen durch Streichung des Urlaubsgeldes und Kürzungen beim Weihnachtsgeld etc. , also Kürzungen bis zu 25 Prozent durchgesetzt werden. Die 41-Stunden-Woche bedroht 500 Stellen an der Uniklinik Freiburg.

Das wollen die Kolleginnen und Kollegen nicht hinnehmen. Sie befürchten, wenn sie jetzt Zugeständnisse an den Aufsichtsrat machen, werden sie mit einem künftigen Haustarifvertrag (den der Aufsichtsrat will) völlig erpressbar. Gleichzeitig gab es einige Beispiele, wie auch an der Uniklinik Freiburg Gelder verschleudert werden (z.B. eine Rohrpostanlage für 1,5 Mio. Euro ...).
Bei der Kundgebung wurde auch noch mal dazu aufgerufen, Mitglied bei der Gewerkschaft ver.di zu werden, denn nur organisiert kann der Kampf Erfolg haben. In den letzten Monaten gab es über 200 Eintritte bei ver.di in Freiburg allein von Beschäftigten der Uniklinik.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #20 am: 21:51:44 Sa. 10.Juli 2004 »
10.07.04 - Krankenhausstreik in der Dominikanischen Republik

Am Donnerstag trat das Personal der öffentlichen Krankenhäuser in der Dominikanischen Republik in einen 48-stündigen Streik. Er richtet sich nach Aussagen von Dr. Waldo Ariel Suero, Präsident des "Dominican Medical College", gegen den "Zusammenbruch des öffentlichen Gesundheitssystems" in Folge der Regierungspolitik.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #21 am: 14:59:18 Mo. 12.Juli 2004 »
Bei der Berliner VIVANTES Krankenhaus-Gesellschaft kochen die Konflikte hoch. Näheres unter:

http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/gw/vivantes.html#

Ich bekomme den Eindruck, als würde das deutsche Gesunheitswesen wieder in Wallung kommen und wir können dort weitere Arbeitkämpfe erwarten.

Schade, daß der Austausch der Erfahrungen über unabhängige Organisierung von Widerstand am Krankenhaus-Arbeitsplatz in diesem Thread abgerissen ist.

Schön wäre es, wenn Leute aus der Branche hier ihre aktuellen (auch deprimierenden) Erfahrungen posten würden.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #22 am: 17:45:58 Do. 15.Juli 2004 »
15.07.04 - Beschäftigte der Uniklinik Heidelberg streiken gegen Arbeitszeitverlängerung
Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Uniklinik Heidelberg für heute zu einem Warnstreik von 8.00 - 14.00 Uhr aufgerufen. Er richtet sich gegen die Verlängerung der Arbeitszeit von 38,5 auf 41 Stunden ohne Lohnausgleich, die Streichung des Urlaubsgeldes, die Kürzung des Weihnachtsgeldes und weitere Verschlechterungen.
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« Antwort #23 am: 12:25:38 Sa. 17.Juli 2004 »
16.07.04 - Demonstration gegen Verkauf von Krankenhäusern
Am Mittwoch demonstrierten mehre hundert Beschäftigte des Landesbetriebs Krankenhäuser (LBK) in Hamburg mit Losungen wie "Wir lassen uns nicht verramschen". Der Betrieb mit seinen 12.400 Beschäftigten soll an den Krankenhauskonzern Asklepios Kliniken GmbH verkauft werden.
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aian19

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« Antwort #24 am: 13:44:39 So. 18.Juli 2004 »
Unser größtes Krankenhaus vor Ort soll auch gerade "verramscht" werden, an einen Investor, und dann in eine GmbH umgewandelt werden ! Angeblich zu unserem besseren, kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen !!!

Erinnert mich irgendwie an Ami-Land ! Vielleicht der Vorläufer, so nach dem Motto:

"Kipp den mal wieder von der Trage und leg ihn vor der Tür ab ! Der ist nämlich nicht ausreichend versichert...."
"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin

Kuddel

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« Antwort #25 am: 00:26:45 Mo. 19.Juli 2004 »
Hab in den KN gelesen, daß die kieler Klapse auch privatisiert wurde.
Möchte wetten, daß dann langsam wieder mehr ans Bett gebunden werden, bzw. die Chemische-Zwangsjacke ankriegen.

So arbeitet eine GmbH jedenfalls profitabler...

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #26 am: 15:17:59 Do. 22.Juli 2004 »
21.07.04 - Warnstreik am Universitätsklinikum in Ulm

Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten des Universitätsklinikums in Ulm für heute zu einem Warnstreik von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr aufgerufen. Es geht unter anderem darum, die Arbeitszeitverlängerung von 38,5 auf 41 Stunden pro Woche ohne Lohnausgleich und weitere Verschlechterungen der Tarifverträge zurückzunehmen.
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« Antwort #27 am: 18:11:07 Do. 29.Juli 2004 »
29.07.04 - Sri Lanka: Streik im staatlichen Gesundheitswesen

Seit Anfang der Woche streiken die Beschäftigten in den staatlichen Krankenhäusern von Sri Lanka für die Ausbezahlung einer vereinbarten Lohnerhöhung an alle Beschäftigten. Nach einer Zusage beendeten sie den Streik in der Westprovinz, führen ihn aber in den anderen vier Provinzen fort, obwohl der Gesundheitsminister ihn als "illegal" bekämpft.
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backup

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« Antwort #28 am: 16:11:12 So. 05.Dezember 2004 »
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Anmeldungsdatum: 17.01.2003
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 Verfasst am: 25.08.04 um 12:55    Titel:    

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23.08.04 - Nicaragua: Streik im Gesundheitswesen
Letzte Woche streikten 20.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen in Nicaragua für höhere Löhne und bessere Gesundheitsleistungen für die Bevölkerung. Gesundheitsminister Alvarado versprach, sich für eine "bedeutende Etataufstockung" im Bereich des Gesundheitswesens einzusetzen.
 

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Anmeldungsdatum: 23.08.2003
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 Verfasst am: 17.10.04 um 19:10    Titel:    

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15.10.04 - Streiks in ungarischen Krankenhäusern
Erstmals streiken ungarische Beschäftigte in Krankenhäusern für mehr Lohn. Heute fand der zweite Streik statt, geplant ist ein Streiktag in jeder Woche. Letzte Woche beteiligten sich 4.000 Krankenschwestern und Ärzte in acht Krankenhäusern. Die Streikenden fordern höhere Löhne. Sie liegen um das 15- bis 20-fache unter den Löhnen im französischen Gesundheitssystem.

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« Antwort #29 am: 16:12:24 So. 05.Dezember 2004 »
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 Verfasst am: 23.10.04 um 18:22    Titel:    

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22.10.04
Belgien: Streik des Kranken- und Pflegepersonals
Am Donnerstag streikte in Belgien das Personal in zahlreichen Krankenhäusern und Altenheimen für höhere Löhne und Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen.
 

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