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Unruhige Krankenhäuser?

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Kuddel:
03.05.04 - Kanadier gegen Streikverbot in Krankenhäusern

Am 1. Mai zeigten im kanadischen Vancouver/British Columbia Tausende von Menschen ihre Solidarität mit dem Streik der Beschäftigten im Gesundheitswesen, die überwiegend Frauen sind. Diese sollen durch ein Streikverbot zur Wiederaufnahme der Arbeit gezwungen werden, was auf einhellige Empörung stößt. Es wird geschätzt, dass heute 100.000 Beschäftigte in der gesamten Provinz in Solidaritätsstreiks treten.

ManOfConstantSorrow:
Ausschluss aus Personalrat wegen Einsatz für die Beschäftigten?

Erlangen: Im Februar 2004 hatte das Verwaltungsgericht Ansbach dem Antrag des Verwaltungsdirektors des Universitätsklinikums Erlangen stattgegeben, den Vorsitzenden des Personalrats der Erlanger Uni-Kliniken, Hajo Ehnes, aus dem Personalrat auszuschließen.
Der Verwaltungsdirektor wirft Ehnes schwerwiegende "Pflichtverstöße" und die "Verletzung des Gebots der vertrauensvollen Zusammenarbeit" nach dem bayrischen Personalvertretungsgesetz vor. Diese angeblichen "Pflichtverstöße" waren nichts anderes als der Einsatz für die Interessen der Beschäftigten an den Uni-Kliniken.

Deswegen hat das Personalratsgremium auch sofort Widerspruch gegen dieses Urteil eingelegt, so dass es nicht rechtskräftig wurde. Auch die Gewerkschaft Ver.di unterstützt Hajo Ehnes und wertet diesen Ausschlussantrag als eindeutigen Versuch der Einschüchterung eines kämpferischen Personalratsgremiums. Die Belegschaft der Uni-Kliniken steht hinter ihrem Peronalratsvorsitzenden.

ManOfConstantSorrow:
14.06.04 - Südkorea: Streik für die 5-Tage-Woche

In Südkorea streiken seit 4 Tagen rund 10.000 Beschäftigte in 121 Krankenhäusern und medizinischen Zentren. Sie fordern die 5-Tage-Woche bei 40-Wochenstunden, 10,7 Prozent mehr Lohn und die Festanstellung von befristet Beschäftigten. Durch den Streik mussten bereits Operationen abgesetzt werden.

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat ---Original von rf-news



29.06.04 - Warnstreik an der Uniklinik Tübingen
Seit heute morgen 7.00 Uhr führen die 500 Beschäftigten der Uniklinik Tübingen einen ganztägigen Warnstreik durch. Er richtet sich gegen die im öffentlichen Dienst beabsichtigte Verlängerung der Arbeitszeit auf 41 Stunden pro Woche ohne Lohnausgleich. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass dadurch allein in Baden-Württemberg 30.000 Arbeitsplätze gefährdet sind.

--- Ende Zitat ---

ManOfConstantSorrow:
8.07.04
 Warnstreik an den Uni-Kliniken Freiburg


Freiburg: Am 7. Juni fand zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr ein Warnstreik an den Unikliniken in Freiburg statt. Anlass ist die Sitzung des Aufsichtsrates, der den Ausstieg der Uniklinik Freiburg aus dem Tarifvertrag beschließen will.
Es haben sich 1.200 Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Kolleginnen vom Reinigungsdienst begannen schon um 6 Uhr mit dem Streik. Ein Demozug formierte sich an der Pflegeschule, ging durch das Klinikgelände zur Kundgebung beim Personalcasino. Dort sprachen der Personalrat Ingo Busch und für die Gewerkschaft ver.di Sybille Stamm aus Stuttgart.

Es war eine kämpferische Stimmung. Viel Beifall gab es auch zu den Grußadressen von Personalräten aus anderen baden-württembergischen Unikliniken, aber auch von Betriebsräten aus Industriebetrieben in der Region. Dem Aufsichtsrat wurden über 3.200 Protest-Unterschriften gegen den Tarif-Ausbruch übergeben.
Mit dem Ausbruch aus dem Tarifvertrag sollen vor allem die 41-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, massive Lohnkürzungen durch Streichung des Urlaubsgeldes und Kürzungen beim Weihnachtsgeld etc. , also Kürzungen bis zu 25 Prozent durchgesetzt werden. Die 41-Stunden-Woche bedroht 500 Stellen an der Uniklinik Freiburg.

Das wollen die Kolleginnen und Kollegen nicht hinnehmen. Sie befürchten, wenn sie jetzt Zugeständnisse an den Aufsichtsrat machen, werden sie mit einem künftigen Haustarifvertrag (den der Aufsichtsrat will) völlig erpressbar. Gleichzeitig gab es einige Beispiele, wie auch an der Uniklinik Freiburg Gelder verschleudert werden (z.B. eine Rohrpostanlage für 1,5 Mio. Euro ...).
Bei der Kundgebung wurde auch noch mal dazu aufgerufen, Mitglied bei der Gewerkschaft ver.di zu werden, denn nur organisiert kann der Kampf Erfolg haben. In den letzten Monaten gab es über 200 Eintritte bei ver.di in Freiburg allein von Beschäftigten der Uniklinik.

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