Sozial & Gesundheitswesen > Gesundheitswesen

Unruhige Krankenhäuser?

<< < (103/105) > >>

NachbarArsch:

--- Zitat von: Fritz Linow am 19:06:48 Fr. 17.September 2021 ---
--- Zitat ---Und wie ist das ausgegangen?
--- Ende Zitat ---

Mitte Mai 2020 gab es einen Beschluss, dass die Stadt einen Stufenplan zur Eingliederung in den TVöD erarbeiten soll. Das hat sie einfach nicht gemacht. Nun wurde gesagt, dass dieser Plan nächsten Monat vorgelegt werden soll, vielleicht aber auch später. Kann man glauben oder aber auch sein lassen. Für verdi wäre ein Erfolg nicht unwichtig, da sie beim Servicebereich des UKSH nichts zu melden haben. Bessere Arbeitsbedingungen werden aber nicht in Ratsversammlungen erkämpft.

--- Ende Zitat ---

Ja und nun...


--- Zitat ---Servicekräfte am Krankenhaus: SPD Kiel liest Gerwin Stöcken die Leviten:

Die SPD in Kiel knöpft sich ihren Stadtrat Gerwin Stöcken vor. Sie widerspricht seiner Absage an eine Eingliederung der Servicekräfte am Städtischen Krankenhaus in den Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst. Linke und SSW stoßen ins selbe Horn. Der DGB nennt Stöcken verantwortungs- und respektlos.

Aufstand gegen Gerwin Stöcken: SPD, Linke, SSW und DGB widersprechen der Absage des Kieler Gesundheitsdezernenten an eine Eingliederung der Servicekräfte am Städtischen Krankenhaus in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Insbesondere die SPD schießt aus allen Rohren. Pikant: Stöcken gehört selbst der SPD an. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Service GmbH müssen eine angemessene Bezahlung erhalten“, sagt die Kieler SPD-Vorsitzende Gesine Stück. „Wer in der Pandemie systemrelevant die Stellung gehalten hat, hat das mehr als verdient!“ SPD-Chefin Gesine Stück fordert „ein Haus, ein Tarif“: Stück beschwört den Grundsatz: „Ein Haus, ein Tarif!“ Dem hatte Stöcken zuvor ausdrücklich widersprochen. Der Grundsatz gelte am Städtischen Krankenhaus schon lange nicht mehr, so Stöcken – schon deshalb nicht, weil die Ärztinnen und Ärzte nach eigenem Tarif bezahlt würden. Die SPD fordert „in einem ersten Schritt, in den laufenden Tarifverhandlungen die Löhne in der Service GmbH auf den voraussichtlichen Mindestlohn von zwölf Euro zu erhöhen“. Danach müsse „schnellstmöglich die Wiedereingliederung der Service GmbH in die Gesellschaft des Städtischen Krankenhauses umgesetzt werden“ – einschließlich TVöD. Die Stadt müsse als Trägerin des Krankenhauses jetzt „in Vorleistung gehen“, fordert Stück, „auch wenn dadurch das Risiko für ein zusätzliches Defizit im städtischen Haushalt steigt“. Zugleich hält die SPD-Chefin an der Forderung ihrer Partei fest, dass Länder und Bund „unbedingt die Krankenhausfinanzierung reformieren“ müssten. Stück will „weg von den Fallpauschalen“. Afa verlangt unverzügliche Auflösung der Service GmbH: Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (Afa) geht noch weiter als die Kreispartei. Sie fordert unumwunden, „die ausgegliederte Service GmbH aufzulösen und die Servicekräfte wieder bei der Städtischen Krankenhaus GmbH anzustellen – und zwar zu den Lohnbedingungen des TVöD.“ SPD-Ratsherr Matthias Treu: „Menschen an der Armutsgrenze“: Auch die Ratsfraktion der SPD hat ihr Herz für die Servicekräfte wiederentdeckt. Diese Menschen befänden sich „in der Nähe der Armutsgrenze, die oft in Altersarmut mündet“, sagt ihr arbeitspolitischer Sprecher Matthias Treu. Der Ratsherr fordert für sie im ersten Schritt „einen großen Schluck aus der Pulle“. Der Sozialdemokrat räumt ein: „Das Outsourcen der Service GmbH 2004 ist aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen.“ Treu erinnert die Stadt Kiel an ihre Verantwortung als öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber und an ihre Fürsorgepflicht für die Beschäftigten. Treu: „Die Argumentation eines entstehenden Defizits darf nicht dazu führen, unsere Beschäftigten weiter schlecht zu entlohnen.“ Lesen Sie auch Absage der Stadt Kiel an die Servicekräfte des Städtischen Krankenhauses Servicekräfte am Städtischen Krankenhaus Kiel: Druck auf Stöcken steigt Kiel: Rat diskutiert Löhne der Servicekräfte am Städtischen Krankenhaus Kommentar: Servicekräfte am Städtischen Krankenhaus Kiel sind verraten und verkauft Die SPD-Fraktion hat den Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses und seiner Tochtergesellschaft, Roland Ventzke, zur Sitzung des Hauptausschusses am kommenden Mittwoch einbestellt. Dort wolle die Fraktion „noch einmal die Auffassung der Selbstverwaltung untermauern“. Treu an Ventzke: „Wir wollen nicht nur darüber reden, was alles nicht geht.“ SSW und Linke fordern TVÖD ohne Wenn und Aber: Die Ratsfraktion des SSW nennt die Auslagerung der Service GmbH 2004 einen Fehler, „für den die Mitarbeitenden seit Jahren die Zeche zahlen“. Fraktionschef Marcel Schmidt findet es „nicht akzeptabel, wenn Kiel als Arbeitgeber in diesem Bereich seit Jahren ungerechte Löhne zahlt und dies auch noch mehrere Jahre zu tun gedenkt“. Zuvor hat bereits die Linke ohne Wenn und Aber den TVöD für die Servicekräfte gefordert. DGB-Chef Frank Hornschu: „Die Stadt zeigt ihr wahres Gesicht“: Am heftigsten reagiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf die Mitteilung von Stöcken. „Mit dieser Vorlage zeigt die Stadt ihr wahres Gesicht“, sagt der Vorsitzende des DGB in der Kiel-Region, Frank Hornschu (SPD). Sie verhalte sich „verantwortungslos und respektlos“ und verabschiede sich von ihrem Leitbild der Sozialen Stadt. Der DGB habe der Verwaltung und der Selbstverwaltung Kompromisslinien und Lösungswege aufgezeigt, versichert Hornschu. Die Stadt habe die Vorschläge stets begrüßt, aber nie umgesetzt. „Stattdessen wird den Servicekräften nun eine Absage erteilt.“ Hornschu fordert die Stadt auf, „ihren destruktiven Weg zu verlassen“.
--- Ende Zitat ---

https://www.kn-online.de/Kiel/Servicekraefte-am-Krankenhaus-SPD-Kiel-liest-Gerwin-Stoecken-die-Leviten

Fritz Linow:

--- Zitat von: NachbarArsch am 14:03:48 Mo. 18.Oktober 2021 ---(...)
Ja und nun...
(...)

--- Ende Zitat ---

Und nun aber:


--- Zitat ---20.10.21
Erfolg für die Servicekräfte am Städtischen Krankenhaus Kiel: Vom 1. Januar 2024 an werden sie nach dem Tarif im Öffentlichen Dienst bezahlt. Die Stadt Kiel garantiert, dass das Krankenhaus auf den Kosten nicht sitzenbleibt. Das gab Stadtrat Gerwin Stöcken im Hauptausschuss des Rats bekannt. (...)
--- Ende Zitat ---
https://www.kn-online.de/Kiel/Servicekraefte-am-Staedtischen-Krankenhaus-Kiel-jubeln-Neuer-Tarif-2024

Klingt erstmal gut, doch Sozialdemokraten sollte man nicht über den Weg trauen.

Frauenpower:
In Stuttgart wurde in einen Krankenhaus eine neue Intensivstation fuer zig Millionen Euro eroeffnet. Schoen und gut - die Nahversorgung darf aber auch nicht verloren gehen. Hier Iim Ort komme ich zeitweise wegen dauerbesetzt nicht mehr telefonisch in Praxen durch.
Einen ganzen Tag lang gestern nicht.

Frauenpower:
SPD - Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit verkündet den Fachkärftemangel-Bericht
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/arbeitskraefte-mittelstand-einwanderer-mangel-101.html
vor allem im Gesundheitswesen ...- toll - und wer kriegt es nicht gebacken?
Ich sage nur DRG - Fallpauschale ...

Fritz Linow:

--- Zitat ---30.10.21
Tausende Personen demonstrieren in Bern für Pflege-Initiative

(...) Die Organisatorinnen des Bündnis' Gesundheitspersonal schätzten die Zahl auf 5000 Teilnehmende. Im Rahmen der Kundgebung berichteten Gesundheitsfachfrauen aus allen Landesteilen, wie sie im Alltag den «Notstand» in der Pflege erlebten. Derzeit seien 11'000 Stellen in der Pflege unbesetzt, was zu enormem Druck und einem für die Patienten gefährlichem Qualitätsverlust führe. (...)
--- Ende Zitat ---
https://www.srf.ch/news/abstimmungen-28-november-2021/pflege-initiative/vor-der-abstimmung-tausende-personen-demonstrieren-in-bern-fuer-pflege-initiative

Eigentlich galt die Schweiz ja immer als das Paradies für Pflegekräfte.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln