Autor Thema: Gewerkschaften  (Gelesen 155818 mal)

Wilddieb Stuelpner

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8920
Gewerkschaften
« Antwort #30 am: 06:31:48 Mi. 17.Januar 2007 »
Labournet: VIII. Diskussion > Gewerkschaften > Innergewerkschaftliche Demokratie >
Ausschlussverfahren: Es traf die Falschen – Dieter Stutz und René Bichler sollen aus der IGM ausgeschlossen werden

Duldet die IG-Metall gewalttätige (MAN-) Funktionäre im Betriebsrat?

„Die IG-Metall reagiert bisher nicht auf Fragen nach gewalttätigen Auseinandersetzungen von Gewerkschaftsfunktionären im MAN Betriebsrat in Salzgitter, als könne man Schweigen auch als Duldung mißverstehen…“

Beitrag von valter auf Netzwerk-IT vom 12.01.2007
http://www.netzwerkit.de/Members/valter/firmennachrichten/folder.2005-05-23.1055139666/news20070112-001

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6539
Gewerkschaften
« Antwort #31 am: 11:12:51 Mo. 29.Januar 2007 »
Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind das zweite Jahr in Folge geringer gestiegen als die Inflation. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, verdienten Angestellte im vergangenen Jahr im Schnitt 1,2 Prozent mehr als 2005 - das war der geringste Zuwachs seit 1995.

http://www.handelsblatt.com/news/Politik/Konjunkturdaten/_pv/_p/200053/_t/ft/_b/1217179/default.aspx/lohnzuwachs-wieder-unter-der-inflationsrate.html

Deutschland ist übrigens das einzige Land in Europa, in dem die Lohnstückkosten um 7% gesunken sind.

Die Gewerkschaften sind nicht einmal in der Lage oder bereit auch nur einen Status quo zu erhalten. Freie Bahn für's Kapital.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Wilddieb Stuelpner

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8920
Gewerkschaften
« Antwort #32 am: 14:53:46 Mi. 31.Januar 2007 »
Labournet: I. Branchen > Bergbau und Energie

Dinosaurierdemo

„Man fühlt sich in die 1970er Jahre versetzt, jene Zeiten, als westdeutsche Gewerkschaften für neue Atomkraftwerke auf die Straße gingen.

Für den 7. Februar ruft die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Energiewirtschaft und der kommunalen Versorgungsbetriebe zu einer Demonstration nach Berlin auf. Aber nicht gegen die allgegenwärtige Privatisierungswelle und die Liberalisierung des Strommarktes, mit der vielerorts die Stadtwerke zerschlagen werden, richtet sich der Protest, sondern gegen den Klimaschutz. Die deutsche Energiewirtschaft werde durch „unfaire Auflagen beim Emissionshandel“ benachteiligt, heißt es im Aufruf zu der erwähnten Demonstration…“

Artikel von Wolfgang Pomrehn vom 29.01.2007
http://www.labournet.de/branchen/bergbau/dinosaurierdemo.html

Siehe dazu auch: Demonstration am 7. Februar 2007 in Berlin, Potsdamer Platz, Beginn 12:00 Uhr

Unter dem Motto "Energiewirtschaft in Deutschland erhalten" ruft ver.di zu einer bundesweiten Demonstration auf.

Siehe dazu die Informationen zur Demonstration von ver.di (pdf)
http://ver-und-entsorgung.verdi.de/energiewirtschaft/energiepolitik/data/Aufruf%20zur%20Demonstration

----------------------------------------------

Es wird statt unfair, Schindluder mit Emmissionszertifikaten durch die Energiekonzerne betrieben - ein moderner Ablaßhandel für noch mehr Umweltverschmutzung und eine Extraprofitquelle, wobei keine Leistung dieser Unternehmehmen dahinter steckt, mit Segen der Bundesregierung:

ARD/WDR, Sendung MONITOR Nr. 557 am 4. Januar 2007: Das Märchen vom vorbildlichen Klimaschützer Deutschland

"... Aber: sie können sich billig freikaufen. Wie im Mittelalter mit den Ablassbriefen: Sündigen - zahlen - vergeben - und weitermachen wie bisher. Öko-Engel Deutschland? Nein, da stinkt noch einiges zum Himmel." ..."

"... Jedes EU-Land setzt eine Obergrenze für den jährlichen CO2-Ausstoß aus Kraftwerken und Industrie fest. Wenn ein Unternehmen mehr CO2 verursacht, muss es so genannte Emissionszertifikate hinzukaufen, eine Art Verschmutzungsgutschein für teures Geld. Doch Deutschland hat die Grenze so großzügig festgelegt, dass sogar noch mehr CO2 ausgestoßen werden darf. Statt den Ausstoß zu deckeln, darf die Atmosphäre mit CO2 vollgepumpt werden. ..."

"... Auf Nachfrage von MONITOR hat das Amt jetzt eine Liste der größten CO2-Verursacher erstellt: Die ersten fünf Plätze werden alle von Braunkohlekraftwerken belegt. Im Besitz der Stromkonzerne RWE und Vattenfall. Die meisten davon aus Nordrhein-Westfalen.

Die Kraftwerke aller fünf großen deutschen Stromkonzerne zusammen sind die schlimmsten Klimasünder im ganzen Land. Sie verursachen im Jahr so viele CO2-Emissionen wie 130 Millionen PKW. Das wären fast dreimal so viele Autos wie es in Deutschland gibt. Trotzdem haben RWE & Co beim Klimaschutz nicht viel zu befürchten: Sie haben Sonderregeln für den Bau neuer Kraftwerke durchgesetzt. Zum Beispiel für den Neubau des RWE-Braunkohlekraftwerks Neurath bei Köln. 14 Jahre lang, so die Pläne der Bundesregierung, soll das Kraftwerk von allen Auflagen zum Klimaschutz ausgenommen sein. 14 Jahre, in denen es seinen CO2-Ausstoß um keine einzige Tonne verringern müsste. ..."

"... Was die Stromkonzerne aus dem Klimaschutz machen dürfen, klingt wie ein Schurkenstück. Sie haben sogar einen Trick gefunden, wie sie vom Emissionshandel auch noch profitieren, ohne etwas fürs Klima zu tun: Sie nutzen ihre Monopolstellung. Obwohl sie vom Staat die Emissionszertifikate umsonst bekommen, schlagen sie die angeblichen Kosten dafür auf die Stromrechnung drauf. ..."

"... Regine Günther, Umweltstiftung WWF: "Der WWF hat rausgefunden, dass die großen Stromkonzerne jährlich durch den Emissionshandel vier bis acht Milliarden Euro Zusatzprofite machen. Dieses Geld zahlen die Verbraucher über erhöhte Strompreise. Gleichzeitig wurden die gleichen Konzerne von der Politik von fast jeder Verpflichtung für den Klimaschutz freigestellt. Es kann doch nicht sein, dass die kleinen Leute alles zahlen und die großen Konzerne nichts tun und abkassieren." ..."

Wilddieb Stuelpner

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8920
Gewerkschaften
« Antwort #33 am: 18:14:41 Mi. 31.Januar 2007 »
Labournet: XIII. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Debatten der real existierenden Gewerkschaften in Deutschland

Bundesjugendkonferenz der IG Metall 2007

a) Gegenwehr gefordert. Kritik auf Bundesjugendkonferenz der IG Metall: Zu wenig und zu später Widerstand der Gewerkschaft gegen Regierungspolitik.
Zusätzliche Ausbildungsplätze als Tarifforderung?

Artikel von Daniel Behruzi, Sprockhövel, in junge Welt vom 27.01.2007
http://www.jungewelt.de/2007/01-27/042.php

b) Keine Lust auf Häuserkampf?

Beim Bundesjugendkongreß der IG Metall wurde viel gestritten – auch über den Dauerbrenner »Verbetrieblichung« der Tarifpolitik.

Artikel von Daniel Behruzi, Sprockhövel, in junge Welt vom 29.01.2007
http://www.jungewelt.de/2007/01-29/033.php

c) Freiheit ist mehr

Sonderseite der IG Metall-Jugend zur 20. Jugendkonferenz der IG Metall
http://jugend.igmetall.de/content.igmjugend/content.igmjugend.15/index.html

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6539
Gewerkschaften
« Antwort #34 am: 17:37:40 Do. 15.Februar 2007 »
Siemens hat offenbar jahrelang eine dem Management gewogene Arbeitnehmerorganisation gepäppelt, um den Einfluss der IG Metall zurückzudrängen. Der Vorsitzende der auffällig zahmen Gruppe war zusammen mit Siemens an Firmen beteiligt und erhielt Geld für mehrere Dienstleistungen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,466618,00.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Pinnswin

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4126
  • Einsam ist es hier, und traurig. S.Lukianenkow
Gewerkschaften
« Antwort #35 am: 18:11:37 Do. 15.Februar 2007 »
Zitat
DGB fordert Quote bei Rente ab 67

Der DGB will einer Rente mit 67 zustimmen, wenn diese an eine Quote gekoppelt ist.

DGB-Chef Sommer sagte in der „Heilbronner Stimme“, die Rente mit 67 sei nur möglich, wenn mindestens die Hälfte aller 55-56-jährigen sozialversicherungspflichtig Arbeiten. Das treffe aber nicht mal auf 30% zu. Steige diese Quote nicht deutlich, sei „die Rente mit 67 für die meisten Betroffenen unzumutbar“.

Bundessozialminister Müntefering kritisierte die Gewerkschaftsproteste indes in der „Finacial Times Deutschland“ als „einseitig und unehrlich“.

aus: MDR-Text vom 15.02.2007, S. 117

Wieso fangen die an, über die Rente ab 67 zu verhandeln? ?(

Das geht besser - da stehts noch anders.
Zitat
26. Februar: Aktionstag „Nein zur Rente mit 67!“
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

TagX

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1021
Gewerkschaften
« Antwort #36 am: 21:23:08 Do. 15.Februar 2007 »
Hi Pinnswin,

alles wie immer mit dem "Sozial"partner D"G"B.
Und dazu kommt: Was ist mit den anderen 50% der 55-56-jährigen?

Also hier kannst du nur noch ko...
Grüße


Sozialismus!

BakuRock

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1753
  • Sich f�gen hei�t l�gen. E. M�hsam
Gewerkschaften
« Antwort #37 am: 00:04:58 Fr. 16.Februar 2007 »
Zitat
Original von TagX
Hi Pinnswin,

alles wie immer mit dem "Sozial"partner D"G"B.
.......................
Also hier kannst du nur noch ko...

Was erwarten wir? - Dass dieser Funktionaersapparat funktioniert! - Das erwarten wir!

Vor Jahren habe ich gefordert die DGB-"Gewerkschaften" moegen sich restlos aufloesen und aus der Not heraus, von der "Basis" her, sich neue Gewerkschaften (im Sinne des Wortes) gruenden = RAUSGEMOBBT!
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas

TagX

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1021
Gewerkschaften
« Antwort #38 am: 00:00:33 Fr. 23.Februar 2007 »
Zitat
Ver.di hat 150000 Mitglieder ohne Job

Berlin. Die Gewerkschaften wollen sich stärker für Erwerbslose öffnen. Durch die Massenarbeitslosigkeit nehme auch der Druck auf die Beschäftigten zu, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung des Buches »Recht auf Arbeit– Recht auf Faulheit«. Deshalb gehe es um gemeinsame Interessen. »Die Gewerkschaften haben dazugelernt«, meinte Bsirske mit Blick auf die Entwicklung seit den 80er Jahren. Zur Zeit sind bei ver.di 150000 Erwerbslose organisiert.

(AP/jW)
Quelle: http://www.jungewelt.de/2007/02-23/047.php

»Die Gewerkschaften haben dazugelernt«  ?(
Grüße


Sozialismus!

Wilddieb Stuelpner

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8920
Gewerkschaften
« Antwort #39 am: 22:25:23 Di. 27.Februar 2007 »
Labournet: XIII. Diskussion > Gewerkschaften > Debatten der real existierenden Gewerkschaften > Gewerkschaften und neue Dienstleistungen am Beispiel Call Center

Callcenter - Branchenübergreifende Solidarität als Voraussetzung erfolgreicher Interessenvertretung

„Bisher ist es den deutschen Gewerkschaften kaum gelungen, in den seit den 1990erJahre boomenden Callcentern Fuß zu fassen. In den allermeisten Callcentern ist der Organisationsgrad weiterhin gering. Als besonders problematisch erweist sich, dass die Aufteilung der Organisationsarbeit in die einzelnen Fachbereiche den Unternehmens- und Marktbeziehungen nicht angemessen ist. Nur wenn es der Gewerkschaft gelingt, branchenübergreifende Solidarität zwischen den Beschäftigten zu fördern, wird eine wirkungsvolle kollektive Interessenvertretung in Zukunft möglich sein. Dazu ist es wichtig nicht nur eine Stellvertreterpolitik zu machen, sondern Möglichkeiten der Selbstorganisation zu fördern…“

Artikel von Hajo Holst bei ver.di Perspektiven ohne Datum
http://perspektiven.verdi.de/gewerk_persp/branchenuebergreifende_solidaritaet

XIV. Diskussion > Gewerkschaften > Debatte der Gewerkschaftsstrategien > Innergewerkschaftliche Demokratie

Direkter und demokratischer aufstellen

„Wer, wenn nicht die Gewerkschaften, können zur Gestaltung von geregelten, verlässlichen Arbeits- und Lebensbedingungen beitragen? Eine Antwort auf Eberhard Schmidt und ein Plädoyer für direkte Demokratie…“

Artikel von Klaus-Dieter Schwettscher bei ver.di Perspektiven ohne Datum
http://perspektiven.verdi.de/gewerk_persp/demokr_aufstellen

XV. Diskussion > Gewerkschaften > Debatte der Gewerkschaftsstrategien > Zielgruppen der Gewerkschaftsarbeit > Organisierung der Prekären

Selbstorganisierung fördern

„Das Job-Wachstum während des zurückliegenden Jahrzehnts bedeutete vor allem einen Zuwachs an flexiblen, überwiegend prekären Beschäftigungsverhältnissen. Das Phänomen der Prekarität lenkt die Aufmerksamkeit auf die Wiederkehr sozialer Unsicherheit in die an sich reichen und sicheren Gesellschaften des Westens. Die Gewerkschaften sind gut beraten, eine wirksame Politik der Entprekarisierung zu entwickeln…“

Artikel von Prof. Klaus Dörre bei ver.di Perspektiven ohne Datum
http://perspektiven.verdi.de/gewerk_persp/selbstorganisierung

Heatfield

  • Gast
Gewerkschaften
« Antwort #40 am: 23:05:33 Di. 27.Februar 2007 »
Zitat
Direkter und demokratischer aufstellen

Nee, lieber gleich Arbeiterräte, keine Vermittlung durch Institutionen. Wer kennt die Arbeitsbedingungen besser als die Arbeiter?

Wilddieb Stuelpner

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8920
Gewerkschaften
« Antwort #41 am: 02:19:18 Fr. 02.März 2007 »
I. Diskussion > Gewerkschaften > Mitbestimmung - Erfolgs- und Exportschlager? > Euro- und Weltbetriebsräte

Die Chancen der Eurobetriebsräte

„Daimler-Chrysler und Deutsche Bank haben einen, Allianz und Airbus auch - einen Eurobetriebsrat. "Kein Schönwetterjob", warnt der IG-Metall-Infodienst Direkt. Erst in der Krise erweise sich, ob die guten Vorsätze wirklich belastbar sind. Genau das schien zuletzt bei Airbus nicht der Fall zu sein, als die Betriebsräte in Hamburg die nationale Karte zogen und über fehlende Kooperationsbereitschaft ihrer Kollegen in Toulouse schimpften…“

Eine Zeitschriften-Rundschau von Hermannus Pfeiffer in Frankfurter Rundschau vom 27.02.2007
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1083425

XII. Diskussion > Gewerkschaften > Selbstverständnis der Gewerkschaften - die Zukunftsdebatte

Erfüllungsgehilfen. Die Linke und ihr Problem mit der Abwicklung des Sozialstaats

Diskussionsbeitrag von Thomas Jakobs, Reinhard Schaupeter, Iris von Wernitz und Alex Zollmann in der in Linkezeitung vom 24.12.2006, zu erst erschienen in hlz - Zeitschrift der GEW Hamburg 8-9/05 47 http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/1487/38/

Es ist eine Erwiderung auf:

Politische Perspektiven der Gewerkschaften zwischen Opposition und Kooperation. Für eine neue Debatte über alte Grundwerte

Beitrag von Ingrid Kurz-Scherf/Bodo Zeuner, erschienen in Gewerkschaftliche Monatshefte 3/01, S. 147ff und seit dem im LabourNet verfügbar
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/grundwerte.html

BakuRock

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1753
  • Sich f�gen hei�t l�gen. E. M�hsam
Gewerkschaften
« Antwort #42 am: 23:29:01 Sa. 03.März 2007 »
Zitat
Original Heatfield Nee, lieber gleich Arbeiterräte, keine Vermittlung durch Institutionen. Wer kennt die Arbeitsbedingungen besser als die Arbeiter?

DITO!!!

Volle Zustimmung - und es gibt inzwischen eine Reihe namhafter Betriebskollektive, die ohne Not ueber eine Uebernahme ihrer Produktionsstaetten und der Produktionsmittel nachdenken - nicht im Kaemmerlein der Betriebsraete, sondern schon mal laut in der Betriebskantine - geil das ....

P.s.: Lieber joachimkuehnel, kuerzere Auszuege aus den bekannten, und von wohl fast jedem von uns gelesenen Infos waeren, zumindestens mir, angenehmer. Stattdessen wuerden mich deine persoenlichen Kommentare viel mehr interessieren. Bin kein Freund von persoenlichen Ansprachen, aber es fiel mir die Seltenheit deiner persoenlichen Meinungen, im Gegensatz zu anderen Listlingen, auf. Oder liegt das an der Technik des Quotens? - das es sich vermischt?

Nix fuer ungut .....
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6539
Gewerkschaften
« Antwort #43 am: 12:28:54 Mi. 14.März 2007 »
„Die Siemens AG soll mehrere Millionen Euro an eine Betriebsräte-Organisaton gezahlt haben, um sich deren Wohlwollen zu erkaufen. Das berichtet heute die Süddeutsche Zeitung. Seit mehreren Wochen sitze der Vorsitzende und Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB), Wilhelm Schelsky, in Untersuchungshaft, nachdem anrüchige Geschäfte bekannt wurden. Er soll von Siemens 14,75 Millionen Euro als Beratungs- und Dienstleistunghonorar ohne angemessene Gegenleistung erhalten haben. Mittlerweile gingen die Nürnberger Ermittler davon aus, dass mehr als 2,5 Millionen Euro an die AUB weitergeflossen seien. Schelskys Anwalt bestreite die Vorwürfe, heißt es in dem Bericht…“

http://www.heise.de/newsticker/meldung/86602

Skandal folgt auf Skandal seit der Neuen Heimat Geschichte.

Folgt ein reinigendes Gewitter, eine klärende Diskussion?
Wird des Stall ausgemistet?

Was kann denn noch schlimmeres kommen als der Beweis, daß Gewerkschaftsfunktionäre nicht im Auftrag der Mitglieder handeln, sondern im Auftrag des Gegners?

Es scheint die eigentliche Aufgabe der Gewerkschaften nicht mehr hinterfragt zu werden. Man schweigt es lieber tot. Fürchtet um seinen eigenen Posten. Der Apparat scheint ebenso bankrott wie die politischen Parteien. Da glaubt auch keiner mehr an irgendwas und achtet nur noch auf die eigene Karriere, die Pfründe...

...und wartet auf den nächsten Skandal.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

BakuRock

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1753
  • Sich f�gen hei�t l�gen. E. M�hsam
Gewerkschaften
« Antwort #44 am: 16:45:02 Mi. 14.März 2007 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Zitat
..............
Folgt ein reinigendes Gewitter, eine klärende Diskussion?
 Wird des Stall ausgemistet?
 Was kann denn noch schlimmeres kommen als der Beweis, daß Gewerkschaftsfunktionäre nicht im Auftrag der Mitglieder handeln, sondern im Auftrag des Gegners?
 Es scheint die eigentliche Aufgabe der Gewerkschaften nicht mehr hinterfragt zu werden. Man schweigt es lieber tot. Fürchtet um seinen eigenen Posten. Der Apparat scheint ebenso bankrott wie die politischen Parteien. Da glaubt auch keiner mehr an irgendwas und achtet nur noch auf die eigene Karriere, die Pfründe...
 ...und wartet auf den nächsten Skandal.


Und gerade diese Erkenntnisse provozieren ja, mit Nachdruck folgende Einschaetzung nochmals anzuhaengen:

Zitat
Original von Heatfield
Zitat
Direkter und demokratischer aufstellen
Nee, lieber gleich Arbeiterraete, keine Vermittlung durch Institutionen. Wer kennt die Arbeitsbedingungen besser als die Arbeiter?

Und erneut ein DITO von meiner Seite....
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas