Autor Thema: Junkerland in Bauernhand  (Gelesen 922 mal)

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Junkerland in Bauernhand
« am: 19:53:28 Mi. 29.November 2006 »

Zitat
Junkerland in Bauernhand
Von Timo Berger

Bolivien steht vor einer umfassenden Landreform. Am späten Dienstag abend gelang es Staatschef Evo Morales, zwei entscheidende Gesetzesvorhaben seiner Regierung gegen den sich seit Monaten verschärfenden Widerstand der rechten Opposition durchzusetzen. Weit über zehntausend feiernde Indigene und Kleinbauern umringten in der Nacht zu Mittwoch den Palacio Quemado, den Sitz des bolivianischen Präsidenten in La Paz. Drinnen setzte Morales von der Bewegung zum Sozialismus (MAS) gegen Mitternacht seine Unterschrift unter das Gesetz zur Agrarreform.

Künftig soll Großgrundbesitz alle zwei Jahre auf seine produktive Nutzung hin überprüft werden. Brachliegendes Land soll unter staatliche Verwaltung gestellt und an Kleinbauern und Indigene verteilt werden. Dabei handelt es sich um etwa 200000 Quadratkilometer – eine Fläche mehr als halb so groß wie Deutschland. Mit dem neuen Gesetz will die Regierung Morales das Ende der ungerechten Landverteilung einläuten: Nach offiziellen Statistiken ist 90 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Boliviens im Besitz von ungefähr zwanzig Familien. Die verbleibenden zehn Prozent der meist wenig ertragreichen Flächen verteilen sich auf Hundertausende von Kleinbauern.
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Quelle: http://www.jungewelt.de/2006/11-30/055.php
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