Autor Thema: Burnout  (Gelesen 17926 mal)

Eivisskat

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Re:Burnout
« Antwort #30 am: 19:30:24 Di. 05.Februar 2013 »
Zitat
Mobilfunk-Nutzung fördert Stress und Burn-Out

Handys, SmartPhones und Tablets fördern Stress und Burn-Out, nicht nur durch die Datenflut, den Zwang zur ständigen Erreichbarkeit, neuen Leistungsanforderungen durch den Datenstrom, sondern auch durch die Strahlenbelastung.

Darauf weist die Wissenschaftlervereinigung Kompetenzinitiative e.V. in einem Forschungsbericht (Titel: Steigende „Burn-out“- Inzidenz durch technisch erzeugte magnetische und elektromagnetische Felder des Mobil - und Kommunikationsfunks) hin.

Die Forschungslage sei eindeutig. Mehr als 40 Forschungen würden inzwischen nachweisen, dass die Mobilfunk-Frequenzen von WLAN, TabletPCs, Handys und SmartPhones zu oxidativem Zellstress führen.

Bereits im Dezember 2012 wurde im Schwerpunktthema Burn-Out der Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner (dbU) auf den Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und Zellschädigungen, die zu einem Energiedefizit führen, hingewiesen.


http://www.kompetenzinitiative.net/

http://www.kompetenzinitiative.net/assets/ki_fb_burn-out_2013-01-28.pdf

inline

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Re:Burnout
« Antwort #31 am: 23:08:08 So. 10.Februar 2013 »
Zitat von: spreewaldrac
Ein Problem ist auch, dass die wirklich schwer psychisch Erkrankten mitunter monatelange Wartezeiten bei Therapeuten in Kauf nehmen müssen, weil diese mit den vergleichsweise harmlosen Burn-out-Fällen überlastet sind.
nur wer scheckt im Vorfeld ab wie psychisch angeschlagen die Person jeweils ist, die betroffenen selbst wohl nicht.

Ich denke, es gibt Betroffene die ernsthaft psychisch krank sind, sich aber für topfit halten, so nach dem Motto "die Probleme haben nur die anderen" und es gibt welche, die sich auch psychische Krankheiten einbilden, was eigentlich auch schon wieder crazy ist.

Wer will das im Vorfeld beurteilen abgrenzen. Das ist doch eigentlich schon  die Aufgabe des Therapeuten. Oder verstehe ich das falsch.

Ob jemand selbst einen Therapeuten aufsucht oder nicht liegt doch eigentlich am Leidensdruck und nicht daran wie Crazy er nun wirklich ist.

Rudolf Rocker

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Re:Burnout
« Antwort #32 am: 11:18:47 Mo. 11.Februar 2013 »
Wer weiß denn tatsächlich wer die Kranken und wer die Gesunden sind? ;)

Isolde S.

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Re:Burnout
« Antwort #33 am: 17:36:17 Mo. 11.Februar 2013 »
@Rudolf Rocker: Gesunde Menschen gibt es bekanntermaßen nicht, sondern nur solche, die noch nicht gründlich genug untersucht worden sind.  ;)

@Inline: Sicher bedarf es schon der Beurteilung eines Fachmannes, um sagen zu können, ob therapeutische Hilfe, egal welcher Art, indiziert ist. Aber hier beginnt doch schon die Misere, weil aufgrund der Burn-out-Schwemme die Kapazitäten nicht mehr ausreichen. Gerade in der Provinz sieht es verheerend aus. Dazu kommt: Auch Therapeuten unterliegen mitunter der Versuchung, sich die einfachen Fälle zu greifen, da es dafür von den Krankenkassen denselben Stundensatz gibt. Es ist für sie selbst jedoch nicht so belastend wie zum Beispiel die Auseinandersetzung mit sexuell missbrauchten Kindern und anderen Traumatisierten.

DuChef

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Re:Burnout
« Antwort #34 am: 20:35:11 Di. 12.Februar 2013 »
Burnout ist ein aktuelles und wichtiges Thema.

Mehr Aufklärung bedarf es hingegen zum Thema Unterschied Burnout - Depression.

Ich finde, dies ist ein sehr wichtiges Thema.

Zum Glück findet das Thema Burnout momentan einen großen Aufschwung in der Medienwelt und wird beachtet.

inline

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Re:Burnout
« Antwort #35 am: 13:41:35 Mi. 13.Februar 2013 »
Zitat von:  DuChef
Mehr Aufklärung bedarf es hingegen zum Thema Unterschied Burnout - Depression.

Der Unterschied ist doch eigentlich folgender - Burnout (ausgebrand sein) ist ein Symptom ggf. halt  von einer Depression aber keine anerkannte Diagnose.

Depression ist eine anerkannte Diagnose, worunter ein anerkannter Therapeut auch mit der KK abrechnen kann.

Brunout will jeder Coach (ungeschützter Begriff/ Berufsb.) behandeln und mit dem Klienten selbst abrechnen.


Kuddel

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Re:Burnout
« Antwort #36 am: 12:55:36 Mi. 30.April 2014 »

BGS

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Re:Burnout
« Antwort #37 am: 21:38:46 Do. 06.April 2017 »
Burnout durch Arbeit - Frontal 21 - ZDF



MfG

BGS

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

dejavu

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Re:Burnout
« Antwort #38 am: 09:36:14 Fr. 07.April 2017 »
Burnout-Depression, die Zusammenhänge werden häufiger mal diskutiert.
 
Burnout gibt es auch ohne Depression, chronischen Stress gibt es selbstverständlich auch ohne Arbeit.
Man hat versucht ein Maß für Chonischen Stress Bzw. Burnout zu finden:
Maslach Stress-Burnout Inventory, Shirom-Melamed Burnout questionaire (SMBM) sind zwei davon.
Burnout ist was der Burnout-Test misst...  ;)
Chronischer Stress kann ernste Folgen haben, neben dem bekannten "Herzkasper" gibt es noch allerlei andere Folgen.
Vielleicht schreibe ich später noch ein bischen darüber...
Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!

tleary

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Re:Burnout
« Antwort #39 am: 08:08:40 So. 11.Juni 2017 »
Bei mir war es die Arbeit auf der Intensivstation, manchmal drei Schichten hintereinander wenn mal wieder ein Kollege Krank war, wer mal 11 Tage am Stück gearbeitet hat, und dass mit bis zu 14 Stunden täglich, der weis was abgeht. Eines Tages bin ich selbst zusammengebrochen und lag dann selbst in der Klinik. Das passiert mir sei dem nicht mehr, was folgte war die 100% anerkannte Berufsunfähigkeit dann eine Umschulung, Zeitarbeit usw, usw, heute mache ich mich nicht mehr verrückt, schon gar nicht für einen Arbeitgeber.
Also, ganz ehrlich, wer sich solche Arbeitszeiten ("3 Schichten hintereinander", "14 Stunden täglich", "11 Tage am Stück") hinnimmt, der trägt auch eine gewisse Mitschuld am eigenen Burnout. Solche Bedingungen widersprechen ja sämtlichen Arbeitszeitregeln sogar vom Gesetzgeber  (der ja immer nur die unterste Grenze zieht) her.
Ich hatte damals immer meine eisernen Regeln: 8 Stunden Nachtschicht mußten genügen, da ich noch einen weiten Nachhauseweg hatte damals. Und hätte ich einen Unfall wegen Übermüdung erlitten, hätte mir der Arbeitgeber bestimmt kein neues Auto gekauft. Von den Gesundheitsfolgen einmal abgesehen. Und das machte ich auch jedem meiner Teamleiter klar. Natürlich waren die dann immer leicht angesäuert, und ich machte auch nicht den Hauch einer Karriere. Aber das war mir dann egal. Ich hatte dagegengehalten, mein Gesicht gewahrt und ihnen die Grenzen aufgezeigt.

P.S.:
Ich weiß, der Beitrag ist schon uralt. Trotzdem fand ich eine Antwort darauf nötig.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

rebelflori

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Re:Burnout
« Antwort #40 am: 13:47:47 So. 11.Juni 2017 »
Ich hatte damals immer meine eisernen Regeln: 8 Stunden Nachtschicht mußten genügen, da ich noch einen weiten Nachhauseweg hatte damals. Und hätte ich einen Unfall wegen Übermüdung erlitten, hätte mir der Arbeitgeber bestimmt kein neues Auto gekauft. Von den Gesundheitsfolgen einmal abgesehen.
Finde ja das man Arbeit als Gesamtpakt sehen muss. Wie gesagt bei introvertierten Menschen kann auch 8 h schon zu viel sein. Da ist es öfter so das, sie das ganze Wochenende zu Erholung brauchen.  Und man lebt ja nicht für die Arbeit.