Autor Thema: Siemens weltweit  (Gelesen 26689 mal)

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Re:Siemens weltweit
« Antwort #15 am: 00:28:12 Di. 11.September 2012 »
Siemens-Turbinenfabrik Berlin: Selbständige Protestaktion gegen Lohnabbau

Berlin (Korrespondez), 10.09.12: Um Punkt 10 Uhr am Donnerstag den 6.9. versammelten sich rund 250 Arbeiter auf dem zentralen Werkshof der Siemens-Turbinenfabrik in Berlin-Moabit.

Der geplante und teilweise schon durchgezogene Abbau übertariflicher Zulagen sorgte seit Monaten für wachsende Empörung. Eine Resolution des IGM-Vertrauenskörpers mit über 700 Unterschriften aus der Belegschaft wurde von einer größeren Delegation an die Werkleitung überbracht. Die Resolution wendet sich gegen jeglichen Lohnabbau und verlangt ausdrücklich die Rücknahme der Kürzungen  bei Jungfacharbeitern und Neueingestellten sowie die Nachzahlung des vorenthaltenen Lohns. Es geht dabei um Größenordnungen von 600 € bis 800 € brutto weniger im Monat ...

Quelle: RF News
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Kuddel

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Re:Siemens weltweit
« Antwort #16 am: 17:24:02 Fr. 14.September 2012 »
Zitat
Siemens soll Schlägertrupp geschickt haben

Siemens steht wegen Misshandlungen und Morddrohungen vor Gericht. Ein Argentinier behauptet, er wollte einen Korruptionsfall öffentlich machen. Daraufhin habe Siemens einen Schlägertrupp geschickt.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/klage-in-den-usa-siemens-soll-schlaegertrupp-geschickt-haben,1472780,17250858.html

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Re:Siemens weltweit
« Antwort #17 am: 19:02:27 Do. 14.Mai 2015 »
Weitere Vernichtung von Arbeitsplätzen bei Siemens - konzernweiter Kampf steht an!


14.05.15 - Siemens will erneut massiv Arbeitsplätze vernichten: Sollten es im vergangenen Oktober 1.200 Stellen bei "Power&Gas" sein, kamen im Februar 7.800 vor allem in der Verwaltung dazu, und jetzt sollen es noch einmal 4.500 sein, davon 2.200 in Deutschland. Insgesamt stehen von 13.100 Stellen 5.100 im Inland auf der Abschussliste. Im Mülheimer Turbinen- und Generatorenwerk sollen durch das neue "Transformationsprogramm PG2020" über 950 von insgesamt 4.800, im Berliner Werk 800 von 3.700, und weitere 100 Arbeitsplätze in der Erlanger Energiesparte vernichtet werden.

Hintergrund ist die Schlacht von Siemens, General Electric, Mitsubishi, und Ansaldo um die Beherrschung des Weltmarktes und die Schlacht um Maximalprofite. Trotz der Weltwirtschaftskrise haben alle vier Riesenkonzerne in den letzten sieben Jahren ihre Kapazitäten deutlich ausgebaut. Bei diesem internationalen Konkurrenzkampf hat Siemens im Vergleich zu den internationalen Konkurrenzmonopolen aber an Boden verloren. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien kam der Konzern in seinem Kerngeschäft der Generatorenfertigung zusätzlich unter Druck. Durch die Arbeitsplatzvernichtung in Verbindung mit einem Anziehen der Ausbeutungsschraube soll der Rückstand aufgeholt werden.

Siemens will die gesamte Generatorenfertigung ins Siemens-Schwesterwerk nach Charlotte/USA verlagern und setzt auf die Ausnutzung des Schiefergas-Booms mit Fracking. Jahrelang hat Siemens versucht, sich als angeblich "grüner" Konzern zu präsentieren. Jetzt soll diese extrem umweltzerstörerische Technologie der Rettungsanker sein.

Dass es Siemens vor allem darum geht, die Profitrate zu erhöhen, zeigen Aussagen der Konzernleitung, dass sie bis Mitte des Geschäftsjahres 2015 "nur bei 9,6 Prozent" gelegen habe. Damit sei das Ziel von elf Prozent verfehlt worden. Gleichzeitig kündigt Siemens-Chef Joe Kaeser die nächste Runde der Arbeitsplatzvernichtung selbst an. Es gebe "immer noch Geschäfte mit rund 15 Milliarden Euro Umsatz und etwa 44.000 Mitarbeitern, in denen nichts oder wenig verdient" werde. Das müsse sich bis 2017 ändern. Ähnliche Programme wie Siemens ziehen auch die Konkurrenten Alstom, ABB oder Erzrivale General Electric durch.

Die IG-Metall-Führung lenkt von der Jagd nach Maximalprofiten als Ursache der Arbeitsplatzvernichtung ab, wenn sie Siemens vor allem Management-Fehler vorwirft. Siemens habe "viel zu spät reagiert" und keine "langfristig tragfähigen, innovativen Lösungsansätze" entwickelt. Nun wäre "der Konzern dabei, vor den kurzfristigen Erwartungen der Anteilseigner und Finanzmärkte einzuknicken", erklärte der nordrhein-westfälische Bezirksleiter Knut Giesler. Als ob nicht immer die Profitmaximierung Zweck der kapitalistischen Produktion wäre.

Wenn er nun "die Abbaupläne genau prüfen" will und vor allem betriebsbedingte Kündigungen ausschließen will, orientiert er auf die Unterordnung unter "sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau" mit Abfindungen und Transfergesellschaften statt auf einen konzernweiten Kampf um jeden Arbeitsplatz. Er reagiert damit auf erste selbständige Protestaktionen, wie am 12. Mai in Berlin (siehe "rf-news"-Bericht). Dort hatte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, Klaus Abel, unter großem Beifall für Juni einen bundesweiten "Aktionstag" aller Siemens-Betriebe angekündigt.

Die MLPD-Betriebsgruppen bei Siemens werden den Belegschaften in der jetzt anstehenden Auseinandersetzung mit ihrem Know-How in der Führung von Kämpfen beiseite stehen. Sie unterstützen die Vorbereitung eines konzernweiten Kampfs um jeden Arbeitsplatz in enger Einheit mit offensiven Forderungen wie für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Sie werden den Kolleginnen und Kollegen bei Siemens dabei helfen, dabei die Einheit des Kampfs um die Arbeitsplätze und für die Rettung der Umwelt vor der kapitalistischen Profitwirtschaft herzustellen.


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw20/erneut-massive-vernichtung-von-arbeitsplaetzen-bei-siemens-konzernweiter-kampf-steht-an
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Re:Siemens weltweit
« Antwort #18 am: 18:21:43 Mi. 03.Juni 2015 »
Siemens-Aktionstag am 9. Juni 




03.06.15 - Für Dienstag, den 9. Juni ruft die IG Metall alle Siemens-Beschäftigten zu einem bundesweiten Aktionstag gegen die Pläne des Vorstands auf, erneut massiv Arbeitsplätze zu vernichten. Nach selbständigen Protestaktionen, wie am 12. Mai in Berlin, folgt die IG Metall mit ihrem Aufruf dem Drängen der Belegschaften, dem nicht tatenlos zuzusehen.

Der Aktionstag könnte ein erster Schritt dazu sein, konzernweit den Kampf um jeden Arbeitsplatz aufzunehmen. Während erst im vergangenen Oktober 1.200 Stellen im Energiebereich auf der Abschussliste standen, sollen jetzt bei "Power&Gas" noch einmal 4.500 Stellen "abgebaut" werden, davon 2.200 in Deutschland. Bereits im Februar wurde angekündigt, in der Verwaltung 7.800 Stellen zu streichen, davon 2.900 in Deutschland.

Wenn der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser erklärt, damit wäre "der strukturelle Umbau des Unternehmens in der Hauptsache abgeschlossen", will er nur die Wogen glätten. Tatsächlich handelt es sich bei den aktuellen Angriffen nur um die "nächsten geplanten Schritte zur nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität des Unternehmens" (Siemens-Presserklärung vom 7. Mai) im Rahmen des Programms "Vision 2020". Kaeser kündigte gleich auch die nächste Runde der Arbeitsplatzvernichtung an. Es gäbe "immer noch Geschäfte mit rund 15 Milliarden Euro Umsatz und etwa 44.000 Mitarbeitern, in denen nichts oder wenig verdient" werde. Das müsse sich bis 2017 ändern.

Zu Recht heißt es deshalb im Aufruf der IG Metall: Es "ist die Frage, wer als nächstes betroffen sein könnte … Niemand ist wirklich sicher - umso mehr ist bereichsübergreifende Solidarität der Beschäftigten gefragt.“ Allerdings lenkt die Ausrichtung des Aufrufs unter dem Motto "Standort D stärken - Mensch vor Marge (hohe Gewinnspanne - Anm. rf news)!" in eine völlig falsche Richtung. Der Aktionstag soll demnach nur "ein Gegengewicht zu der Bereitschaft schaffen, sich dem Druck zur schnellen Marge zu beugen.“ Vor allem ginge es um „eine zukunftsfähige Deutschland-Strategie bei Siemens.“ In der kapitalistischen Produktion ist aber heute Maximalprofit und eine weltmarktbeherrschende Stellung immer das Maß aller Dinge. Der Mensch zählt nur insofern, als aus seiner Arbeitskraft maximale Profite ausgebeutet werden können. "Mensch vor Marge" – das ist im Kapitalismus eine Illusion. Trotzdem muss selbstverständlich das Siemens-Programm zur Steigerung der Ausbeutung aktiv bekämpft werden Dazu ist die Forderung nach der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich als Konzernvereinbarung gut geeignet.

 Statt sich in "nationale" Belegschaften aufspalten zu lassen, kommt es heute bei der internationalen Organisation der Produktion darauf an, den weltweiten Zusammenhalt der Belegschaft im gesamten Konzern und auch den gemeinsamen Kampf mit den Kollegen und Kolleginnen in den anderen Energiekonzernen zu organisieren. In diesem Sinne kann und muss der Aktionstag genutzt werden.

Im Kampf um jeden Arbeitsplatz muss auch das vollständige und allseitige gesetzliche Streikrecht gefordert und durchgesetzt werden. Denn während die Arbeitsplatzvernichtung jederzeit "rechtens" ist, sollen wirkungsvolle Kampfmaßnahmen dagegen durch die Einschränkung des Streikrechts auf tarifliche Fragen unterbunden werden.

Siemens will die gesamte Generatorenfertigung nach Charlotte/USA verlagern und auf den Schiefergas-Boom mit Fracking aufspringen. Diese extrem umweltzerstörerische Technologie soll nun zum Rettungsanker werden. Stattdessen wäre die Entwicklung von Generatoren zur Nutzung erneuerbarer Energien angesagt. Das aber verspricht zurzeit keine Maximalprofite! Der Kampf um Arbeitsplätze muss deshalb mit dem Kampf zum Schutz der natürlichen Umwelt verbunden werden.

Die MLPD wird sich aktiv an dem Aktionstag beteiligen. Für Gewerkschaften als Kampforganisationen! Stärkt die Betriebsgruppen der MLPD bei Siemens!


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw23/siemens-aktionstag-konzernweit-und-laenderuebergreifend-um-jeden-arbeitsplatz-kaempfen
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Re:Siemens weltweit
« Antwort #19 am: 19:48:25 Fr. 05.Juni 2015 »
05.06.15 - MLPD-Flugblatt zu Siemens erschienen

Heute ist ein bundesweites Flugblatt der MLPD zu Siemens "Konzernweit und länderübergreifend – Kampf um jeden Arbeitsplatz!" erschienen. Es kann hier im pdf-Format ausgedruckt oder heruntergeladen werden.

http://www.rf-news.de/2015/kw23/Flugblatt_Siemens_RZ.pdf


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw23/05.06.15-mlpd-flugblatt-zu-siemens-erschienen
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Re:Siemens weltweit
« Antwort #20 am: 19:51:36 Di. 09.Juni 2015 »
Siemens-Aktionstag: Tausende Beschäftigte sind im Streik

09.06.2015 - An verschiedenen Siemensstandorten in ganz Deutschland hatte die IG Metall zu einem Bundesweiten Siemens-Aktionstag aufgerufen. Tausende Beschäftigte des Elektro-Monopols streikten und legten die Arbeit nieder. In Bocholt mit 2.000 Beschäftigten und Mülheim an der Ruhr legten die Kolleginnen und Kollegen die Arbeit nieder. Die Hauptkundgebung fand in Duisburg statt. In Berlin-Siemensstadt waren nach Angaben der Gewerkschaft 1.500 Kolleginnen und Kollegen im Streik. In Nürnberg waren 1.200 Siemensianerinnen und Siemensianer im Arbeitskampf.

Der Grund für die Wut der Kolleginnen und Kollegen sind die seit langem bekannten Kürzungspläne des Siemens-Vorstand rund um das Arbeitplatzvernichtungsprogramm „Vision 2020". Die MLPD hatte in einem Flugblatt mit der Überschrift "Konzernweit und länderübergreifend - Kampf um jeden Arbeitsplatz" offen gelegt, dass 13.500 Arbeitsplätze, mehr als 6.000 davon in Deutschland vom Konzern vernichtet, werden sollen um bei den weltweiten Big-Playern weiter eine wichtige Rolle spielen zu können.
(Hier geht es zum Flugblatt.)

http://www.rf-news.de/2015/kw23/Flugblatt_Siemens_RZ.pdf

Dieser Aktionstag könnte ein erster Schritt dazu sein, konzernweit den Kampf um jeden Arbeitsplatz aufzunehmen. Die MLPD propagiert bei den Streiks und Aktionen die Forderung nach dem Kampf um jeden Arbeitsplatz und für das allseitige gesetzliche Streikrecht.

Ein Korrespondent aus Berlin berichtet von der dortigen Aktion: „Die Kollegen haben sich in Moabit am Siemens-Turbinenwerk getroffen und sind zur Betriebsversammlung ins Zentrum marschiert. Beteiligt waren etwa 3.000 Kolleginnen und Kollegen. Obwohl es keinen Lautsprecherwagen gab, war es eine lebendige Aktion mit vielen Schildern und Protesttransparenten.“ Solidarisch aktiv waren verschiedene fortschrittliche Organisationen, so auch die Umweltgewerkschaft: „Wir haben bei diesem Protestmarsch eine Solidaritätserklärung verteilt und für eine Fracking-Veranstaltung mobilisiert. Außerdem haben wir die Auseinandersetzung darüber geführt, dass Siemens jetzt groß in die Fracking-Technologie einsteigen will und dass wir als Umweltgewerkschaft dagegen den Zusammenschluss von Umweltschützern und Arbeitern organisieren wollen. Damit eine starke Kraft entsteht, die diesem Treiben und dieser Entwicklung ein Ende setzen kann."

Zum Redaktionsschluss liefen die Aktionen noch. In Berlin warten zur Stunde nach wie vor 1.500 Kollegen auf der Straße!

"rf-news" wird weiter berichten!



Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw24/siemens-aktionstag-tausende-beschaeftigte-machen-ihrem-aerger-luft
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Re:Siemens weltweit
« Antwort #21 am: 18:33:00 Mi. 10.Juni 2015 »
Bundesweiter Siemens-Aktionstag: 1.200 Kolleginnen und Kollegen in Nürnberg auf der Straße 


10.06.15 - Am bundesweiten Siemens-Aktionstag gegen die Arbeitsplatz-Vernichtungspläne des Konzerns beteiligten sich rund 6.000 Kolleginnen und Kollegen (siehe auch "rf-news"-Bericht von gestern). Von der Aktion in Nürnberg berichtet ein Korrespondent:

"Die Stimmung war kämpferisch und die Kollegen waren stolz auf die gute Beteiligung, auch die von den 'nicht betroffenen' Werken. Dass die Aktion in einer unbedeutenden Seitenstraße stattfand, entsprach wiederum nicht dem Geist der Aktion.
 
Es sprachen auf der Kundgebung neben den angekündigten Rednern wie Jürgen Wechsler (IG-Metall-Vorsitzender Bayern) auch verschiedene Vertrauenskörper-Leiter und Betriebsräte. Jürgen Wechsler appellierte vor allem an den 'Familiensinn' der Firma Siemens. Siemens ist aber längst ein großes internationales Monopol, das sich im internationalen Konkurrenzkampf behaupten muss. Dieser Konzern wird niemals auch nur im Traum daran denken, den Menschen über die Marge (Gewinnspanne - Anm. d. Red.) zu stellen, wie es in den Reden immer wieder gefordert wurde.


Dazu brauchen wir schon ein anderes Gesellschaftssystem, wo der Mensch und nicht die Profitwirtschaft im Mittelpunkt steht. Dies brachte ein Vertreter der Werke gegen Ende auch noch mal auf den Punkt: im Kapitalismus folgt ein 'Sparprogramm' dem nächsten – er habe genug davon und könne dieses Wort gar nicht mehr hören. Der Tenor der Veranstaltung ging jedoch in eine andere Richtung: bloß nicht die Frage nach dem System stellen, sondern sich lieber auf die Stärkung des Standorts Deutschlands beschränken, was die notwendige internationale Solidarität der Arbeiter untereinander noch untergräbt.
 
Bei Siemens sei das ja schon immer so gewesen, dass es 'starke und schwache' Standorte gäbe, der 'Starke' hat den 'Schwachen' mit durchgezogen und auch dieses Mal wird die IG Metall alles tun, um die 'starken Standorte' zu erhalten. Was ist dann mit den 'Schwachen'? Der Frage nach dem Kampf um jeden Arbeitsplatz, wie sie im konzernweiten Flugblatt der MLPD (hier zum Nachlesen, Herunterladen und Weitergeben) gut aufgeworfen wurde, wurde in den offiziellen Reden ausgewichen. Schon zu Beginn meinte Rudi Lutz, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg, die Lage sei nicht dramatisch – es ginge der IG Metall mit ihrem Aktionstag vor allem darum, jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen.


Viele Kolleginnen und Kollegen sahen das in den Gesprächen durchaus kritischer. Ein junger Arbeiter meinte: 'Bei 300 Beschäftigten in unserem Werk sind die 42 Angestellten, welche abgebaut werden sollen, schon viel. Das merken wir, deshalb sind auch viele mit rausgekommen.' Ein ganzer Bus kam von Siemens Turbo, einem Werk, dass immer wieder von Entlassungen, sogar schon von der Schließung bedroht war. Einer der Kollegen meinte: 'Vor ein paar Jahren haben sie bei uns auch Kollegen 'freiwillig' abgebaut. Jetzt läuft der Laden wieder, wir fahren Dreischicht und kloppen Überstunden


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw24/1.200-siemensianer-innen-in-nuernberg-auf-der-strasse
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Re:Siemens weltweit
« Antwort #22 am: 10:53:45 Di. 31.Mai 2016 »
IG-Metall-Betriebsrat Felix Weitenhagen wird die Kündigung angedroht


30.05.16 - Der Berliner „Solidaritätskreis Felix Weitenhagen“ hat folgende Pressemitteilung veröffentlicht: „Der Solidaritätskreis hat sich gegründet, um gegen die Unterdrückung der Betriebsratsarbeit von Felix Weitenhagen im Siemens Schaltwerk Berlin vorzugehen. ...

Der Betriebsrat Felix Weitenhagen wurde wegen Informationsgesprächen mit Mitarbeitern von der Geschäftsleitung zweimal abgemahnt. Weil er seine Meinung gegen ein Contischichtmodell (Siebentagewoche, 21 Schichten) vertritt, wird ihm mit Kündigung und Amtsenthebung aus dem Betriebsrat gedroht. Seinen KollegInnen und ihm wurden Informationsgespräche untersagt. Vertrauliche Gespräche mit dem Betriebsrat sind aber ein grundlegendes Recht. Die Amtsausübung von Felix wird behindert.

Der Siemens-Geschäftsleitung passt es nicht, dass sich Kollegen und Felix gegen die Einführung der Samstag- und Sonntagarbeit stellen. Die anhaltende Kritik wird als Verleumdung und Störung des Betriebsfriedens dargestellt. Mit konstruierten Behauptungen von persönlichem Fehlverhalten versucht Siemens den Kündigungsschutz von Felix Weitenhagen als Betriebsrat zu attackieren. Aktuell wurden ihm eine dritte und vierte Abmahnung übergeben. Damit wird ein Betriebsrat bei Siemens unterdrückt."

Kontakt zum Solidaritätskreis E-Mail: Solikreis-f.weitenhagen@posteo.de


Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw22/ig-metall-betriebsrat-felix-weitenhagen-wird-die-kuendigung-angedroht
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Re:Siemens weltweit
« Antwort #23 am: 12:00:18 Di. 31.Mai 2016 »
Fällt mir dazu noch ein, dass Siemens bei uns in Nürnberg 750 Stellen streichen will, was im März heftigen Protest herausforderte:
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Re:Siemens weltweit
« Antwort #24 am: 12:40:27 Do. 04.August 2016 »
Zitat
116 Millliarden Euro
Siemens verkündet Auftragsrekord

Etwas weniger Gewinn in diesem Jahr, aber die Geschäftsaussichten von Siemens sind glänzend: Europas größter Elektrokonzern verzeichnet das größte Auftragsvolumen aller Zeiten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/siemens-verzeichnet-rekordauftraege-von-116-milliarden-euro-a-1106105.html

Fritz Linow

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Re:Siemens weltweit
« Antwort #25 am: 22:10:58 Sa. 03.Februar 2018 »
Zitat
31.1.18
Geringe Löhne: Norweger sperren Siemens von Aufträgen aus

Ein Subunternehmen von Siemens zahlt Mitarbeitern zu wenig, für Statnett Grund für Sanktionen

Oslo/München – Der staatliche norwegische Stromnetzbetreiber Statnett will Siemens vorerst von allen Projekten ausschließen. Grund sei, dass ein slowakischer Subunternehmer des Münchner Industriekonzerns seine Mitarbeiter zu schlecht bezahlt habe, erklärte Statnett am Mittwoch. Siemens habe nach Ablauf mehrerer Fristen nicht unter Beweis stellen können, dass man das Problem gelöst habe. Der Staatskonzern überlege noch, ob auch bereits unterzeichnete Aufträge an Siemens ausgesetzt werden könnten. Ein Dorn im Auge sind Statnett die Löhne bei der slowakischen Firma Hesia, die nach Angaben des Netzbetreibers im Auftrag der Siemens-Tochter Koncar Transformatoren in Norwegen montiere. Siemens erklärte, die Vorwürfe würden noch geprüft. Statnett betreibt in Norwegen ein Hochspannungsnetz von 11.000 Kilometern und ist auch für die internationalen Leitungsverbindungen in die Nachbarstaaten Finnland, Schweden, Russland und Dänemark sowie in die Niederlande verantwortlich.
(...)
https://derstandard.at/2000073403760/Schlechte-Bezahlung-Norweger-sperren-Siemens-von-Auftraegen-aus

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Re:Siemens weltweit
« Antwort #26 am: 21:41:29 Mo. 24.September 2018 »
Zitat
Mehr als geplant: Siemens streicht 500 Stellen in Erlangen

Weil Werk in Görlitz bleibt, müssen die Mittelfranken größere Opfer bringen - vor 5 Stunden

ERLANGEN - Jetzt steht es endgültig fest: Siemens wird in seiner Kraftwerkssparte 270 Millionen Euro einsparen und dazu deutschlandweit 2900 Arbeitsplätze abbauen. Erlangen wird stärker betroffen sein als ursprünglich geplant.

Quelle: http://www.nordbayern.de/mehr-als-geplant-siemens-streicht-500-stellen-in-erlangen-1.8112707
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